Seit meinem ersten externen D/A-Wandler (ein günstiges Gerät von Musical Fidelity) bin ich angefixt. Egal, ob man einem alten CD-Spieler klanglich auf die Sprünge helfen möchte oder ob man einfach etwas mehr Klang sucht: Ein DAC kann Wunder wirken.
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„Drum prüfe, wer sich ewig bindet ...“ heißt es in Schillers Glocke. In der High Fidelity stellte sich eine solche Frage bisher nicht. In der Regel ging man zum Händler und tauschte Geld gegen Ware.
>> Mehr erfahren>> Alle anzeigenAktivierter Hochleistungslautsprecher mit PA-Genen
Strukturwandel
Es ist ja nicht so, dass man bei Hifi -Selbstbau in Köln untätig wäre. Nachdem wir vor einiger Zeit bereits das Vergnügen mit der „DreiZwo“ hatten, legen Thomas Ahlersmeyer und Theo Winterscheidt nun nach. Das Ziel: Die Dynamik von PA-Chassis mit modernster DSP-Technik zu verheiraten und dabei Tugenden wie Linearität und Klirrarmut auf die Spitze zu treiben.
Wer die beiden Köpfe hinter Hifi-Selbstbau kennt, weiß, dass hier nichts dem Zufall überlassen wird. Die Entwicklung von Lautsprechern ist dort ein stetiger Prozess, bei dem Erfahrungswerte direkt in neue Konzepte fließen. Der hier vorliegende Monitor ist gewissermaßen die logische Konsequenz aus ihrem „HighLive“-Projekt. Während mancherorts noch darüber diskutiert wird, ob Röhre oder Transistor den besseren Ton macht, greifen die Kölner hier zur quasi eingebauten Lösung in Form zweier Hypex-Modul eund machen Nägel mit Köpfen.

















Technik
Im Tiefton vertraut das Duo auf Celestion. Der FTR15-3070C ist ein Fünfzehnzöller, der nicht primär auf maximalen Schalldruck gezüchtet wurde, sondern durch extrem niedrigen Klirr in seiner Klasse auffällt.
Gehäuse
Das Gehäuse ist, wie in dieser Klasse üblich, kein zierliches Möbelstück, sondern ein Arbeitsgerät. Zur Dämpfung setzen die Kölner auf eine Kombination aus Polyesterwolle und 4 cm starkem Akustik-Schaumstoff, um stehende Wellen und Gehäuseresonanzen effektiv zu unterbinden. Das Bassgehäuse ist mit Leisten an den Wänden versteift. Für den ultimativen Tiefbass ist das Ganze als Reflexkonstruktion ausgeführt. Anmerkung: Das Hochtonabteil ist in der gezeigten Box etwas schmaler als das Bassgehäuse – in der finalen Box sind beide Teile gleich breit. Einen Bauplan gibt es, wie das DSP-Setup, beim Kauf dazu.
Messungen
Dank der Aktivierung via Hypex lässt sich der Frequenzgang natürlich wie mit dem Lineal gezogen gestalten. Entscheidender sind hier die mechanischen Qualitäten der Treiber. Der Celestion-Tieftöner hält Wort: Die Verzerrungen bleiben auch bei gehobenen Pegeln extrem niedrig, was die Entscheidung für dieses Chassis voll bestätigt. Das Rundstrahlverhalten wird durch das große Eighteensound-Horn bestimmt, das den Energieverlauf im Raum sehr gleichmäßig hält – ein wunderbares constant directivity-Verhalten eben. Auf den Presets des Hypex-Mastermoduls ist noch eine alternative Abstimmung gespeichert, die wir hier gerne zeigen (Messung von Hifi-Selbstbau). Hier wird der Schalldruckverlauf des Horns etwas weniger entzerrt, was zu einem minimal defensiveren Hochtonbereich führt – gut für Hörräume mit vielen schallharten Flächen. ((Diagramm KT226 HSB alternative Abstimmung))
Hörtest
Im „Cologne Listening Center“ konnten wir uns schon einmal kurz von den Qualitäten der Kombi überzeugen. Und hier zeigte sich schon, was mit „strukturiertem Tiefton“ gemeint ist. Wo andere 15-Zöller einfach nur Luft verschieben, zeichnet der Celestion selbst im Bassbereich Konturen nach, die man sonst eher von kleineren, leichteren Membranen kennt – nur eben mit dem physischen Druck einer sehr großen Membran. Der Übergang zum BMS-Hochtöner gelingt nahtlos: Die Modulo spielt dynamisch, direkt und mit einer Selbstverständlichkeit, die passiven Lautsprechern oft abgeht. Stimmen stehen fest im Raum, wirken ungemein plastisch und festgenagelt an ihrem Platz. Das ist Horncharakter, wie er leibt und lebt! Trotzdem muss man nicht mit dem sprichwörtlichen Kopf im Schraubstock hören – das Abstrahlverhalten im Raum ist breit genug, dass man nicht ausschließlich auf den einen Hörplatz angewiesen ist. Die Präzision dieses Lautsprechers ist enorm: er fordert schon etwas Aufmerksamkeit, aber auf eine charmante, spielerische und hoch dynamische Art und Weise - und wenn man am Lautstärkeregler dreht, ändert sich nicht das Klangbild, sondern nur der Anteil der Musik, den man körperlich spürt.
Aufbauanleitung
Da es sich um ein Projekt für Fortgeschrittene handelt, setzt der Aufbau auf die Einhaltung des Plans, den man beim Kauf erhält. Wichtig ist die korrekte Einbringung der Dämpfungsmaterialien: Mineralwolle und der 4 cm starke Akustik-Schaumstoff müssen exakt nach Vorgabe platziert werden, um den Tief-Mittelton sauber zu halten.
Zubehör pro Box
Polyesterwolle
Akustik-Schaumstoff (4cm)
Neutrik Speakon Buchsen/Stecker
Kabel
Schrauben
Dichtband
Lieferant: Hifi -Selbstbau
Fazit
Mit der Modulo zeigt Hifi -Selbstbau erneut, wie man PA-Material audiophil bändigt. Die Hypex-Elektronik holt das letzte Quäntchen Präzision aus den ohnehin schon exzellenten Treibern. Wer Platz für einen ausgewachsenen 15-Zoll-Monitor hat, bekommt hier ein System, das in Sachen Dynamik und Sauberkeit ganz vorne mitspielt.Kategorie: Lautsprecherbausätze
Produkt: Hifi Selbstbau Modulo 2-Weg
Stückpreis: um 1200 Euro
Mit der Modulo zeigt Hifi -Selbstbau erneut, wie man PA-Material audiophil bändigt. Die Hypex-Elektronik holt das letzte Quäntchen Präzision aus den ohnehin schon exzellenten Treibern. Wer Platz für einen ausgewachsenen 15-Zoll-Monitor hat, bekommt hier ein System, das in Sachen Dynamik und Sauberkeit ganz vorne mitspielt.
Hifi Selbstbau Modulo 2-Weg
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>> Mehr erfahren>> Alle anzeigen| Technische Daten | |
| Chassishersteller : | BMS / Celestion |
| Vertrieb: | Hifi -Selbstbau |
| Konstruktion: | Thomas Ahlersmeyer, Theo Winterscheidt |
| Funktionsprinzip: | Bassreflex, aktiv (DSP) |
| Bestückung: | 1x BMS 4554-8 an Eighteensound XT1464 1x Celestion FTR15-3070C |
| Elektronik: | Hypex FusionAmp FA252 |
| Bezugsquelle: | Hifi -Selbstbau |
| Kosten pro Stück: | ca. 1.200 Euro |




