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Heimkino für Ausgeschlafene: Lichtspielhaus ums Bett gebaut

Ratgeber Heimkino für Ausgeschlafene: Lichtspielhaus ums Bett gebaut - News, Bild 1
21.02.2024 11:34 Uhr von Redaktion hifitest

Mit dem Bau seines 30er-Jahre-Kinos verfolgte Patrick B. nur ein Ziel: moderne Technik in der Romantik vergangener Tage erlebbar zu machen. HOME THEATERS war vor Ort, um sich vom Ambiente klassischer Theaterarchitektur verzaubern zu lassen.

Der Bau eines Heimkinos ist für Patrick B. nichts Neues. Schon zweimal betätigte sich der gebürtige Belgier als Heimkinoarchitekt, bei dessen Projekten der Kellerraum, der gleichzeitig als Schlafraum in heißen Sommernächten dient, zum privaten Lichtspielhaus umfunktioniert wurde. Zwar hatte Patrick B. Gefallen an seinen Bauten, die in der Einrichtung modernen Kinos glichen, so richtig glücklich war er mit den bisherigen Konstruktionen dennoch nicht: Erstens sind er und seine Frau bekennende Liebhaber antiker Kunst und romantischer Architektur, was sich unter anderem in der Einrichtung des Hauses mit alten Möbelstücken und Kunstgegenständen widerspiegelt. Zweitens störte permanent das Ehebett, das sich inmitten des Raumes befand und von Freunden und Bekannten nicht sonderlich gerne als Sitzgelegenheit bei Kinoabenden in Anspruch genommen wurde – bedarf es doch der Überwindung einer Hemmschwelle, die Schlafgelegenheit der Gastgeber als „gewöhnliche“ Sitzfläche zu akzeptieren. Ein erneuter Umbau stand für Patrick B. somit unwiderruflich fest. Da das neue Kino im Stil der 30er-Jahre eingerichtet werden sollte, musste in erster Linie eine neue Bettlösung her, denn auf einen kühlen Schlafraum im Sommer wollte das Ehepaar keinesfalls verzichten. Herkömmliche Bettschränke sind für die knapp zwei Meter hohe Zimmerdecke viel zu groß, und eine nach vorn ausklappbare Bettenlösung hätte die Deckenmontage eines Videoprojektors eindeutig vereitelt. Was nun? Ein Besuch der Kölner Möbelmesse und das Forschen nach alternativen Bettkonstruktionen im Internet führten zur perfekten Lösung: eine motorisch einfahrbare Lattenkonstruktion nebst elastischer Latex-Matratze der Firma Hartmann. Zwar bietet der Hersteller in seinem Sortiment diverse Schrankkonstruktionen als Fertiglösung an, das „Belitec-Schrankbett“ wird jedoch auf Wunsch auch als Bausatz ausgeliefert – für Patrick B.

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die ideale Möglichkeit, Schlafgelegenheit und Projektionssystem in seinem 30er-Jahre-Kino zu vereinen. Nach wochenlanger Brüterei über Montageplänen der Bettenkonstruktion war es dann endlich so weit: Der Bau des Kinos konnte beginnen. Zuerst wurde nur das Bettsystem inklusive Rahmen und Seitenwänden montiert, um direkt im Anschluss die Position der Projektionskabine festzulegen. Da von Anfang an größtmögliches Kinobild gewünscht war, setzte Patrick B. die Deckenhalterung des Projektors direkt vor den Bettschrank, in den Matratze und Lattenrost senkrecht eingefahren werden. Bei der dabei entstandenen Projektionsdistanz wirft der Sharp XV-Z9000E ein 2,21 x 1,25 Meter großes Bild auf die mattweiß gestrichene und als Projektionsfläche fungierende Wand – mehr als genug, um die Relation zwischen bestem Sitzplatz und Riesenleinwand eines Multiplexkinos perfekt zu imitieren. Schritt für Schritt fuhr der Hausherr mit dem Bau seines Heimkinos fort, ohne dabei nach einem bestimmten Schema vorzugehen oder Skizzen anzufertigen: „Erst beim Bauen kommen einem die besten Ideen“, so die Ehefrau des Heimkinoenthusiasten, die sich immer gerne in die Projektgestaltungen ihres Mannes einbringt. Doch nicht nur bei der Farbgestaltung des Antikkinos stand sie ihrem Mann während der siebenmonatigen Bauzeit mit Rat und Tat zur Seite: „Wenn ich mal wieder ,schnell-schnell’ machen wollte, um endlich fertig zu werden, klopfte mir meine Frau immer auf die Finger – damit auch wirklich alles ordentlich wird“, so Patrick B. Und das wurde es auch: Auf den nächsten Seiten haben wir für Sie die schönsten und interessantesten Architektur- und Technikdetails zusammengetragen und geprüft, ob neben der gestalterischen Meisterleistung auch die Bild- und Toneigenschaften des Heimkinos überzeugen. Bild- und Tontest Selbstverständlich wollten wir das Kino auch „in Action“ erleben. Dafür lauschten wir zuerst einer PCM-Aufnahme der CD „Avanti“ von Curt Cress. Das dynamische Percussion-Stück löst sich sehr gut von den mächtigen B&W-803ern, die Schläge in die Magengrube bei jedem Punch der Bassdrum sind ebenso beeindruckend wie die Feinzeichnung des Mitten-Hochtonbereichs, bei dem Tom-Toms, Pauken und Becken mit erstaunlicher Luftigkeit daherkommen. Das knackig scharfe Bild, gepaart mit satten, dynamischen Farben zeigt jedes Detail an den Kostümen der brasilianischen Tänzerinnen. Mit der DVD „Fluch der Karibik“ machten wir abschließend den Filmtest: Dialoge werden vom Center-Speaker deutlich und breit gefächert reproduziert, die orchestrale Filmmusik lässt den Zuschauer in die Geschichte eintauchen. Sowohl herkömmliche Zweikanalmusik als auch Aufnahmen mit mehr als sechs diskreten Tonkanälen werden vom System lebendig in Szene gesetzt – vom erstklassigen Videobild ganz zu schweigen. „Kino-Bett“ selbst gebaut Das Futter in der Rückenlehne des „Bettsofas“ besteht aus Schaumstoff, der mit künstlichem Leder verkleidet wurde. Zwischen den Kissen und um die Rückenlehne herum sorgen Messingknöpfe für authentischen „Sessellook“. Auch die Wagenfrontplatte des Sofas ist mit künstlichem Leder verkleidet. Wie bereits erwähnt, ist das Sofa elektrisch ausfahrbar. Dies geschieht per Fernbedienung, mit der der Lattenrost nebst Matratze in beliebiger Länge aus dem Bettkasten gefahren werden kann. So ist das „Belitec-Bett“ Sofa und Bett in einem. Fazit Patrick B.s Heimkino weiß wirklich zu verzaubern: Schon dadurch, dass aufgrund der theaterähnlichen Architektur des Raumes erstklassige Heimkinostimmung aufkommt; doch auch die technische Komponente weiß durchaus zu überzeugen. Auf unsere Frage, ob Patrick B. bereits neue Pläne für ein nächstes Heimkino hat, sagt er: „Ich werde es wieder tun. Wenn ich das nächste Mal ein Heimkino baue, dann werde ich meine Geräte noch perfekter in den Raum integrieren.“ Hier klopft ihm seine Frau wieder auf die Finger: „Jetzt kommt erst mal die Sauna dran!“ Ausstattung

  • DLP-Projektor: Sharp XV-Z9000E
  • A/V-Verstärker: Yamaha DSP-AZ1
  • DVD-Spieler: Sony DVP-S9000ES
  • Sat-Receiver: Humax CI-5100 (digital)
  • Front-Lautsprecher: B&W 803 Series 2
  • Effekt-Front-Lautsprecher: B&W DM601
  • Center-Lautsprecher: Monitor Audio
  • Surround-Lautsprecher: B&W DS6 (THX-Dipole)
  • Rear-Center-Lautsprecher: Yamaha
  • Subwoofer: B&W AS6

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