Kategorie: 2.1-Surroundsets

Einzeltest: Genelec 5040A und 6010A


Mitten ins Herz

2.1-Surroundsets Genelec 5040A und 6010A im Test, Bild 1
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Genelec. Den Namen hat ein ambitionierter Zocker vielleicht noch nicht so oft gehört, die Musiker unter uns hingegen schon. Dahinter stecken Lautsprecher mit Tradition, die es in sich haben.

Die Produkte des finnischen Herstellers Genelec haben mich immer, wenn ich sie hören durfte, sehr beeindruckt. In vielen Tonstudios findet man Lautsprecher dieser Marke als Abhörmonitore. Sie werden also dort eingesetzt, wo Kompromisslosigkeit, Zuverlässigkeit und Neutralität ganz besonders wichtig sind. Natürlich kann man so etwas auch zu Hause einsetzen. Am naheliegendsten ist es natürlich, auf die kleineren Modelle von Genelec zurückzugreifen, denn die ganz großen Teile der Finnen sind a) zu groß für den Schreibtisch und b) etwas zu hochpreisig für den handelsüblichen Zocker. Aber für beengtere Platzverhältnisse hat Genelec ja auch Lösungen im Programm.

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Zwei davon haben wir uns geschnappt und zu einem 2.1-Set kombiniert: Die Kompaktsatelliten 6010A und den dazu passenden Woofer namens 5040A. Zusammen kosten sie einen glatten Tausender, dafür müssen sie schon einiges leisten.

Auspacken und staunen


Erstmal sehen die kleinen Satelliten so aus wie ganz nette Plastiklautsprecherchen, doch sobald man sie in die Hand nimmt, weiß man, dass sie absolut ernst zu nehmende Lautsprecher sind. Der Korpus besteht aus Vollaluminium, das per Druckgussverfahren in seine Form gebracht und anschließend mit einer hochwertigen Mattlackschicht versehen wurde. Durch die weißen Gitter erkennt man einen 25-Millimeter- Hochtöner, ebenfalls Aluminium, sowie einen kleinen 10-Zentimeter-Tiefmitteltöner aus Polypropylen. Das kann man alles so machen, bürgt jedoch nicht per se für die Klangqualität, von der ich eingangs schwärmte. Doch die Kombination aus gut laufenden Chassis, dem gut bedämpften und ultrastabilen Gehäuse und aktiver Ansteuerung hat großes Potenzial. Die verbauten Verstärker liefern hundertprozentig ausreichende 14 Watt pro Kanal (jeweils für den Hoch- beziehungsweise Tieftöner), die elektrische Trennung der beiden Chassis erfolgt auf aktivem Wege, also ohne klangverändernde Spulen oder Kondensatoren im Signalweg. Hier sind die Lautsprecher direkt an den Verstärker gekoppelt. Die Aktivelektronik ermöglicht nicht nur das penibel feine Abstimmen sondern erlaubt auch kleinere Eingriffe in den Frequenzgang. Gerade im Bassbereich, der bei den 6010A bis zirka 70 Hz heruntergeht, macht es Sinn, eingreifen zu können. So kann man wirkungsvoll verhindern, dass der Tiefton zu brummig ist, wenn einer der Satelliten in der Ecke steht, oder ein wenig nachregeln, wenn die Lautsprecher wegen zu freier Aufstellung ein wenig zu dünn wirken.

Subwoofer


Die beiden kleinen Kompaktboxen würden für sich ja schon eine äußerst hochwertige Schreibtischbeschallung ermöglichen, aber wenn es bei actionreichen Spielen so richtig krachen soll, muss im Bassbereich Hilfe her. Die heißt 5040A und kommt aus gleichem Haus. Dieser Subwoofer ist ebenfalls aus Vollalu, bringt für die die tiefen bis supertiefen Töne einen 17er-Tieftöner mit, der die kleinen Zehner in den Satelliten untenrum entlastet. Und erweitert, denn dieser Woofer schafft es, bis 35 Hz seinen Pegel zu halten. Und ich bitte darum, von diesen Zahlen nichts Falsches zu denken, denn im Gegensatz zu vielen anderen Lautsprechern von PC-Systemen hält Genelec sein Versprechen und gibt zudem

Klang


Es haben im Prinzip ein paar Sekunden gereicht, um mich relativ spracharm am Schreibtisch sitzen zu lassen. Diese Lautsprecher spielen derart dynamisch und dabei absolut entschlackt und neutral, das habe ich an meinem Schreibtisch in dieser Art noch nie erlebt. Die unglaubliche Direktheit und Unmittelbarkeit der 6010A lässt mich den Atem anhalten, wenn es beim Zocken mal richtig knallt. Gekrönt wird das von der hohen Sprachverständlichkeit, die gerade bei Spielen wie Duke Nukem ebenfalls sehr wichtig ist („Damn ... I‘m looking good!“). Nach all dem Spaß, den ich speziell mit Genelec-Beschallung und diesem 3D-Shooter hatte, musste ich trotzdem auch mal mein iTunes starten und Musik über dieses tolle Set hören. Das geht wunderbar, denn das Set spielt wie aus einem Guss. Das ist höchstwertiger Auf-die- Zwölf-Sound, den man nie wieder missen möchte. Alles andere klingt danach bocklos. Der Aluhochtöner klingt überhaupt nicht bissig oder aggressiv, sondern löst äußerst fein auf und schafft das Kunststück, alle Informationen zu Gehör zu bringen, ohne auch nur eine Sekunde aufdringlich zu wirken. Der Sound geht direkt ins Blut und lässt einen nicht mehr los, bis man mitwippt. An diesem Set müssen sich jetzt alle messen, keine Frage. Da darf es auch mal etwas mehr kosten, denn das ist eine Investition, die quasi ewigen Hörspaß garantiert.

Kategorie: 2.1-Surroundsets

Produkt: Genelec 5040A und 6010A

Preis: um 1000 Euro

Ganze Bewertung anzeigen


8/2011
4.5 von 5 Sternen

Referenzklasse
Genelec 5040A und 6010A

Bewertung 
Klang 40% :
Dynamik/Lebendigkeit 8%

Tiefbasseigenschaften 8%

Tonale Ausgewogenheit 8%

Detailauflösung 8%

Zusammenspiel 8%

Bedienung 30% :
Bedienung 30%

4.5 von 5 Sternen

Ausstattung 30% :
Ausstattung 30%

4 von 5 Sternen

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb Audio Export, Heilbronn 
Telefon 07131 26360 
Internet www.audioexport.de 
Ausstattung
Abmessungen Sub (H x D in mm): 251/305 
Abmessungen Satelliten (H x B x T in mm) 195/121/114 
Frequenzgang Sub: 35 - 85/120 Hz 
Frequenzgang Satelliten: 70 - 250000 Hz 
Audioeingänge Sub: 6 x analog Cinch 
Audioausgänge Sub: 5 x analog Cinch 
Audioeingänge Satelliten: 1 x analog Cinch 
Verstärkerleistung Sub / Satelliten 1 x 40 Watt/2 x 14 Watt 
Kurz und knapp:
+ unglaublich präziser Klang 
+ perfekte Verarbeitung 
+/- + Aufstellung unkritisch 
Klang
Bedienung 1,1 
Ausstattung 1,2 
Preis/Leistung sehr gut 
Klasse Referenzklasse 
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Christian Rechenbach
Autor Christian Rechenbach
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Datum 23.08.2011, 12:00 Uhr
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