Kategorie: Beamer

Einzeltest: BenQ V6050


Ultrakurzdistanz-Beamer: Der BenQ V6050 im Test

Beamer BenQ V6050 im Test, Bild 1
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Beamer für die Ultrakurzdistanz-Aufstellung erfreuen sich gerade enormer Beliebtheit. Wie kaum ein anderer Beamer-Typ machen diese dem Fernseher im Wohnzimmer den Platz streitig. Auch der BenQ V6050 steht unauffällig wie eine Soundbar auf dem Sideboard direkt vor der Leinwand und projiziert mühelos ein gigantisches Bild von zwei Metern Diagonale und mehr. Als Lichtquelle dient ein langlebiger Laser, was dieser Gerätegattung auch den Marketing-Namen Laser-TV eingebracht hat.

Der BenQ V6050 kommt im edlen schwarzen Gehäuse. Die womöglich wohnzimmerfreundlichere Variante in Weiß heißt V6000, technisch gibt es dagegen keinen Unterschied. Vorn unter der Stoffabdeckung sorgen zwei Lautsprecher für den guten Ton, der den internen Lösungen der meisten Fernseher meilenweit überlegen ist. Auf der Rückseite (der Leinwand zugewandt) gibt es neben zwei HDMI-Eingängen noch einen digitalen Audio-Ausgang, sowie die obligatorische RS232 Buchse für die Steuerung zum Beispiel von Leinwänden, Vorhängen oder anderer Peripherie. Die beiden seitlich angebrachten USB-Buchsen sind für externe Datenträger vorgesehen.

Beamer BenQ V6050 im Test, Bild 2Beamer BenQ V6050 im Test, Bild 3Beamer BenQ V6050 im Test, Bild 4Beamer BenQ V6050 im Test, Bild 5Beamer BenQ V6050 im Test, Bild 6Beamer BenQ V6050 im Test, Bild 7Beamer BenQ V6050 im Test, Bild 8Beamer BenQ V6050 im Test, Bild 9Beamer BenQ V6050 im Test, Bild 10Beamer BenQ V6050 im Test, Bild 11Beamer BenQ V6050 im Test, Bild 12Beamer BenQ V6050 im Test, Bild 13Beamer BenQ V6050 im Test, Bild 14
Bereits beim Einschalten setzt der BenQ V6050 ein Statement in Sachen Bedienkomfort und Verarbeitung: Leise surrend fährt eine metallene Abdeckung auf und gibt die Spiegel-Optik frei. Das schützt die Optik vor Staub und anderem Ungemach, wenn der Beamer aus ist. Sobald Mensch oder Tier der Öffnung etwas zu nahe kommt, schaltet sich der Laser zudem automatisch ab, damit er buchstäblich nicht ins Auge geht. Auch die Fernbedienung ist hochwertig verarbeitet und verfügt über ein großzügiges Tasten-Layout.    

Nah dran


Um eine Bilddiagonale von etwa zweieinhalb Metern zu erreichen, was einem 100-Zoll Fernsehschirm entspricht, beträgt der Abstand des V6050 (beziehungsweise seiner Optik) zur Leinwand nur etwa 63 Zentimeter. Wie alle Ultrakurzdistanz-Projektoren, sollte auch der BenQ perfekt vor der Leinwand ausgerichtet werden – wird er nur wenige Millimeter verrückt, hat das direkt große Auswirkungen auf die Bildgeometrie. Um das zu verhindern, gibt es zwei ausziehbare Schienen an der Rückseite, die der Leinwand zugewandt ist. Außerdem lässt sich der V6050 mit Hilfe von Schraubfüßen in die Waage bringen, was der abschließenden Trapezkorrektur die Arbeit erleichtert, hier muss dann nur noch Feinarbeit geleistet werden.  

Der Ton zum Bild


Wie schon gesagt, spielt der Ton beim V6050 eine wichtigere Rolle als bei den meisten Großbild-Fernsehern. Nur wenige wissen, dass BenQ auch über einige Expertise im Audiobereich verfügt. Das diese beim V6050 zum Tragen kommt, erkennt man nicht nur am Trevolo-Schriftzug auf dem Gehäuse, sondern ganz besonders eben auch am Klang. Diesen kann man zudem im Menü individuell anpassen. Das geht entweder über die fünf Voreinstellungen Standard, Kino, Musik, Gaming und Sport, oder mit Hilfe des 5-Band-Equalizers, der im Benutzer-Preset hinterlegt ist. So oder so reicht das Potential der Lautsprecher im V6050 um ein mittleres Wohnzimmer raumfüllend zu beschallen. Wer mehr möchte, kann den digitalen Ausgang nutzen, um ein externes Soundsystem anzusteuern. Das darf dann von der richtigen Soundbar bis hin zum ausgewachsenen Receiver alles Mögliche sein.   

Setup und Bildqualität


Ist der V6050 korrekt ausgerichtet, muss nur noch das Bild bezüglich Kontrast und Farbtreue eingestellt werden. Bei unserem Testgerät stand der Bildmodus auf „Wohnzimmer“ und der Laser im hellen Standard-Betrieb. Entsprechend hell und kühl sieht das Bild dann auch aus, die Messung ergibt aber immerhin eine gute Überabdeckung des HDTV-Normfarbraumes. Auch wenn eine Farbtemperatur von um 7000 Kelvin im normalen Wohnzimmer in Ordnung geht, steht uns der Sinn doch eher nach einem kinoreifen Filmerlebnis. Hierzu stellte wir den Bildmodus auf „Cinema REC.709“, der HDTV-Normfarbraum REC.709 ist hier tatsächlich schon festgelegt. Jetzt nur noch den Laser in den Eco-Betrieb gestellt, und die Farbtemperatur quasi auf Sicht in Richtung „Warm“. Gemessene 6000 Kelvin sowie ein hundertprozentig abgedeckter Normfarbraum geben uns recht. Mit satten 1600 Lumen im Eco-Betrieb zaubert der Beamer selbst im hellen Wohnzimmer noch ein brillantes Bild an die Leinwand. Gefüttert mit HDR Signal, stellt der V6050 automatisch den entsprechenden Bildmodus „HDR10“ ein. Der Gammawert liegt hier fest, im Menü können wir nun die Einstellung „Großer Farbraum“ einschalten. Unsere Messung zeigt, dass der erweiterte D65 P3-Farbraum komplett abgedeckt wird. Die Gammawerte folgen der vorgeschriebenen PQ-Kurve so gut es geht, am Ende sorgt das für einen erhöhten Kontrastumfang, ganz so, wie es eine HDR-Produktion erfordert.

Fazit

Mit dem V6050 hat BenQ einen ganz besonderen Ultrakurzdistanz-Beamer auf den Markt gebracht. Die hohe Lichtausbeute und Farbtreue der verwendeten Laser-Lichtquelle machen ihn zu einer echten Alternative zum großen Fernseher. Anders als diese kann er zudem mit echtem Soundbar-Sound punkten.

Preis: um 4000 Euro

Ganze Bewertung anzeigen

Beamer

BenQ V6050

Referenzklasse

4.0 von 5 Sternen

03/2021 - Thomas Johannsen

 
Bewertung 
Bild 60% :
Kontrast 10%

Farbwiedergabe 10%

Schärfe 10%

Geometrie 10%

Rauschen 10%

Bildruhe 10%

Praxis 15% :
Zoomfaktor 5%

Lüftergeräusche 5%

Betriebskosten 5%

Bedienung 15% :
Gerät 5%

Fernbedienung 5%

Menüs 5%

Ausstattung 5% :
Ausstattung 5%

Verarbeitung 5% :
Verarbeitung 5%

Ausstattung & technische Daten 
Preis (in Euro) 4000 
Vertrieb BenQ, Oberhausen 
Telefon 0208 409420 
Internet www.benq.de 
Messwerte
Lumen (Lt. Hersteller) 3000 
Lumen (gemessen im eco-mode) 1600 
Bildhelligkeit (bei 6500 Kelvin) ...schwarz/weiß 1.4/1600 
ANSI-Kontrast 748:1 
Full-on- / Full-off-Kontrast 1143:1 
Ausleuchtung (in %) 86 
Betriebsgeräusch (0,5m/dB(A)) (in dB) > 30 
minimaler/ maximaler Abstand (bei 2m Bildbreite) (in m) 0.5/0.5 
Projektionsverhältnis/ Zoomfaktor 0,25:1/1 
Gamma (D65) 2.09 
Abmessungen B x H x T (in cm)/ Gewicht (in Kg) 50/15.7/38.8/10 
Stromverbr. Aus/ Standby/ Betrieb –/<0,3 W/330 W (Std.)/ 220 W (Eco) 
Lampenart/ Lampenleistung Laserdiode 
Preis Ersatzlampe nicht vorgesehen 
Lebensdauer Lampe (in Std) standard/eco; Kosten pro Std (in cent) 20.000/0 
Ausstattung
Projektionsprinzip DLP 0.47’’ 
Native Auflösung 1920 x 1080 (3840 x 2160 mit XPR2-Technologie) 
3D-Verfahren Frame-Packing (Full HD 3D), Top-and-Bottom Frame Sequential (3D Ready) 
Anschlüsse:
...Video/ S-Video Nein / Nein 
...Komponenten/ SCART Nein / Nein 
...VGA/ RGB/ DVI/ HDMI Nein / Nein / Nein / Ja 
...Audio/ 12 Volt Trigger/ RS-232C Ja / Nein / Ja 
...Full HD Ja 
Motorischer Zoom/ Fokus Nein / Nein 
Rückpro/ Deckenpro Nein / Ja 
Trapezausgleich Vert.: +/-30° 
Lens-Shift (manuell/motorisch) Nein / Nein 
Formatumschaltung 16:9 (nativ), umschaltbar auf 4:3 
Fernbedienung/ Beleuchtet Ja / Ja 
Signalkompatiblität 480i, 480p, 576i, 576p, 720p, 1080i, 1080p UHD 
Besonderheiten Integrierte Soundbar, HDMI mit ARC 2.0 
Preis/Leistung sehr gut 
+ Hervorragende HDR-Performance 
+ Einfachste Installation 
- Nein 
Klasse Referenzklasse 
Testurteil Nein 
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Thomas Johannsen
Autor Thomas Johannsen
Kontakt E-Mail
Datum 24.03.2021, 17:26 Uhr
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