Kategorie: Beamer

Einzeltest: BenQ W1350


Mehr Licht, bitte!

Beamer BenQ W1350 im Test, Bild 1
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Geht’s nicht noch etwas heller? Eine Frage, die im Wohnraumkino häufiger auftreten wird als im perfekt abgedunkelten Heimkino. BenQ hat genau hingehört, einen preiswerten Beamer wie den W1300 hergenommen, und ihn nun heller gemacht. Und? Zufrieden?

BenQ ist seit jeher bekannt für unkomplizierten Heimkinospaß. Der W1350 stellt da keine Ausnahme dar; er basiert technisch auf dem W1300, den wir vor gut einem Jahr schon ausführlich testeten. Nominell verfügt er nun über 2500 Lumen, 25 Prozent mehr als der W1300er, das macht den Beamer noch vielseitiger und attraktiver, zumal der Preis nur geringfügig angehoben wurde. 

Heller und mehr


Vordergründig erreichte man die größere Helligkeit schlicht und einfach mit einer leistungsfähigeren Lampe: Statt dem 240-Watt-Modell beim 1300 findet im 1350 nun ein Exemplar mit 260 Watt Verwendung. Dies sowie die Optimierung des Lichtweges führt zu der nominellen Leistungssteigerung um 25 %.

Beamer BenQ W1350 im Test, Bild 2Beamer BenQ W1350 im Test, Bild 3Beamer BenQ W1350 im Test, Bild 4Beamer BenQ W1350 im Test, Bild 5Beamer BenQ W1350 im Test, Bild 6
Auf der anderen Seite kostet das die Lampe allerdings Lebensdauer, sie reicht nicht mehr an die maximalen 6000 Stunden des Vormodells heran und sollte bereits nach maximal 4000 Stunden gewechselt werden. Außerdem sinkt das Lüftergeräusch nun nicht mehr unter die magische 30-dB-Grenze, sondern bleibt selbst im ECO-Betrieb leicht darüber. Die Leistungssteigerung wird dennoch mit einem guten Kompromiss erreicht, da, wie bereits angemerkt, der Preis nahezu gleich geblieben ist. Der W1350 käme nicht von BenQ, wenn man sich dort nicht daran gemacht hätte, neben der Steigerung der Lichtleistung noch einige andere Verbesserungen mit auf den Weg zu bringen. So ist der W1350 durch seine erweiterte Trapezkorrektur, die nunmehr sowohl vertikal als auch horizontal eine Korrektur von +/- 30 Grad erlaubt, noch flexibler in der Aufstellung. Außerdem ist eine der beiden HDMI-Schnittstellen jetzt MHLkompatibel, und kann mithilfe eines optionalen Dongles den Bildschirminhalt vom Smartphone oder Tablet sogar drahtlos auf die Leinwand bringen. Das geht jedoch auch mit Geräten, die nicht MHL-fähig sind, dank des optionalen WFHD-Kits (wireless Full HD), das für etwa 350 Euro auch für andere Beamer zur Verfügung steht. Die Presets der Bild-Modi haben ebenfalls Zuwachs bekommen, es gibt nunmehr auch eines für Gamer, außerdem wurde die Menü-Struktur zwecks besserer Einbindung von 3D-Einstellungen überarbeitet; der 3D-Modus ist jetzt in die Bildmodi integriert und direkt auswählbar. 

Setup und Bildqualität


BenQ schafft es auch bei preiswerten Beamern, ein unkompliziertes Setup zu ermöglichen. Das bestätigt sich auch beim neuen 1350; bereits ab Werk kann er mit Einstellungen punkten, die fast schon heimkinokonform sind. Die etwas kühle Abstimmung sorgt unter anderem dafür, dass das Bild besonders hell und kontrastreich empfunden wird. Besonders hell ist es tatsächlich, solange die Lampe im Standardmodus läuft. Das kann man dann aber auch hören, weil der Lüfter für reichlich Kühlluft sorgen muss. Beim Public Viewing draußen auf der Terrasse oder beim Gaming liegen die Prioritäten eindeutig auf einer großen Lichtausbeute, zumal der BenQ selbst im Standardmodus eine ausgewogene Farbdarstellung bietet. Drinnen, im Wohnzimmerkino, kann eine hohe Lichtausbeute ein probates Mittel gegen Streulicht und unvollkommene Abdunkelung sein, andererseits kann man auf laute Betriebsgeräusche gut und gern verzichten. Selbst im farbkalibrierten Eco- Betrieb liefert der BenQ immer noch satte 1280 Lumen, das ist im Wohnzimmerkino allemal genug. Die Kalibrierung der Farbdarstellung für den Heimkinobetrieb ist dabei mit zwei bis drei Einstellungen erledigt: Die Auswahl des Cinema-Presets in den Bild Modi liefert bereits beste Ergebnisse, sofern „Brilliant Color“ ausgeschaltet ist und die Gammavoreinstellung auf 2,2 steht. In dieser Einstellung liefert der BenQ schöne, ausgewogene Farben, gepaart mit einer guten Portion Bildschärfe, die dem sehr guten Objektiv geschuldet ist. Die Kontrastwerte sowie den Schwarzwert des 1300 kann der W1350 indes nicht ganz halten, was allerdings bei dem Zugewinn an Helligkeit auch nicht weiter verwunderlich ist. Außerdem ist der Unterschied im Wohnzimmerkino nicht wahrnehmbar, weil dies sich in den meisten Fällen kaum perfekt abdunkeln lässt. Bei der 3D-Performance profitiert die angehobene Lichtstärke dann ein weiteres Mal, da hier immer auch etwas Licht geschluckt wird. Dem W1350 liegt im Übrigen, wie auch schon dem Vorgänger, eine 3D-Brille bei, so dass Sie direkt loslegen können.

Fazit

BenQ hat mehr gemacht, als den W1350 in puncto Lichtleistung aufzustocken; die hinzugekommenen Wireless-Optionen sowie das einfache Farbmanagement machen den Beamer angesichts des günstigen Preises zu einem wohlfeilen Angebot für Allround-Nutzer mit Faible fürs Heimkino.

Kategorie: Beamer

Produkt: BenQ W1350

Preis: um 1250 Euro


7/2015
4.0 von 5 Sternen

Oberklasse
BenQ W1350

 
Bewertung 
Bild 60% :
Kontrast 10%

Farbwiedergabe 10%

Schärfe 10%

Geometrie 10%

Rauschen 10%

Bildruhe 10%

Praxis 15% :
Zoomfaktor 5%

Lüftergeräusche 5%

Betriebskosten 5%

Bedienung 15% :
Gerät 5%

Fernbedienung 5%

Menüs 5%

Ausstattung 5% :
Ausstattung 5%

Verarbeitung 5% :
Verarbeitung 5%

Ausstattung & technische Daten 
Preis (in Euro) 1250 
Vertrieb BenQ, Oberhausen 
Telefon 0208 409420 
Internet www.benq.de 
Messwerte
Lumen (Lt. Hersteller) 2500 
Lumen (gemessen im eco-mode) 1585 
Bildhelligkeit (bei 6500 Kelvin) ...schwarz/weiß 0/1280 
ANSI-Kontrast 447:1 
Full-on- / Full-off-Kontrast 1600:1 
Ausleuchtung (in %) 93 
Betriebsgeräusch (0,5m/dB(A)) (in dB) 32 dB 
minimaler/ maximaler Abstand (bei 2m Bildbreite) (in m) 2.78/4.18 
Projektionsverhältnis/ Zoomfaktor 1.39-2.09:1/1.5 
Gamma (D65) 2.2 
Abmessungen B x H x T (in cm)/ Gewicht (in Kg) 330/120/247/3.68 
Stromverbr. Aus/ Standby/ Betrieb –/< 0,3/311 W 
Lampenart/ Lampenleistung UHP / 260 Watt 
Preis Ersatzlampe 240 
Lebensdauer Lampe (in Std) standard/eco; Kosten pro Std (in cent) 2000 (normal), 3500 (eco), 4000 (max.)/0.07 
Ausstattung
Projektionsprinzip DLP (0,65" LVDS) 
Native Auflösung 1920 x 1080 (Bildformat 16:9) 
3D-Verfahren Frame Sequential, Frame Packing, Side by Side, Top Bottom 
Anschlüsse:
...Video/ S-Video 1 x Cinch/ 
...Komponenten/ SCART 1 x Cinch/ Nein 
...VGA/ RGB/ DVI/ HDMI 1 x Sub-D 15 pin/ Ja / Nein / Ja 
...Audio/ 12 Volt Trigger/ RS-232C Ja / Ja / Ja 
...Full HD Ja 
Motorischer Zoom/ Fokus Nein / Ja 
Rückpro/ Deckenpro Ja / Ja 
Trapezausgleich 2D, Vertikal & Horizontal ± 30 Grad 
Lens-Shift (manuell/motorisch) Ja / Nein 
Formatumschaltung 16:9 (5 Formate wählbar 
Fernbedienung/ Beleuchtet Ja / Ja 
Signalkompatiblität 480i / 480p / 576i / 576p / 720p / 1080i / 1080p 
Besonderheiten Audio In, Lautsprecher integriert 
Preis/Leistung sehr gut 
+ hervorragende Grundeinstellungen 
+ helles Bild (farbkalibriert) 
- recht laute Lüfter 
Klasse Oberklasse 
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Thomas Johannsen
Autor Thomas Johannsen
Kontakt E-Mail
Datum 28.07.2015, 10:03 Uhr
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