Kategorie: Beamer

Einzeltest: Mitsubishi HC3800


Die Verlockung

Beamer Mitsubishi HC3800 im Test, Bild 1
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1.400 Euro für einen Full-HD-Beamer – kann das wirklich sein? HEIMKINO geht der Frage nach.

Als vor knapp drei Jahren mehr oder weniger flächendeckend Full- HD-Beamer im Markt Einzug hielten, kosteten die günstigsten Vertreter 3.500 Euro und waren damit nicht mal überteuert. Dass die Geräte immer günstiger werden würden, war zwar offensichtlich, aber dass man mittlerweile auf einem preiswerteren Niveau ist, als seinerzeit mit HD-ready-Geräten, dürfte schon den einen oder anderen überraschen – wie schlägt sich der günstige Mitsubishi HC3800?

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Projektor und Technik


Während Mitsubishi zu den Vorreitern der Full-HD-Heimkino- Beamer gehört, bisher dort aber ausschließlich auf LCD-Technik baute, geht man mit dem HC3800 einen anderen Weg und integriert ihm einen DLP-Chip. Zum Einsatz kommt hier der neue und im Vergleich zum Vorgänger (0,95’’) mit 0,65’’ kleinere und kostengünstigere DMD-Chip von Texas Instruments. Im Zusammenspiel mit der 230 Watt starken UHP-Lampe soll ein Lichtstrom von 1300 ANSI-Lumen und ein Maximalkontrast von 3.300:1 möglich sein. Dies gelingt dem Mitsubishi ohne den Einsatz einer dynamischen Blende. In der Preisklasse darf man von der Optik zwar keine Flexibilitätswunder erwarten, und so fehlt dann auch eine Lens-Shift-Funktion, dafür ist der Zoombereich mit 1,4 ausreichend groß gewählt. Da der HC3800 einen verhältnismäßig großen Offset hat (die Projektion des Bildes geschieht stark nach oben versetzt) empfiehlt es sich, ihn an der Decke hängend zu installieren. Der HC3800 bietet anschlussseitig alles Nötige und stellt dem Nutzer je eine HDMI- und VGA-Buchse zur Verfügung sowie einen Komponenteneingang und Video- sowie S-Video-Buchsen.

Beamer Mitsubishi HC3800 im Test, Bild 2Beamer Mitsubishi HC3800 im Test, Bild 3
Das implementierte Farbrad ist zweifach mit den Grundfarben RGB ausgestattet und rotiert mit fünffacher Geschwindigkeit. Erstaunlich ist übrigens seine angegebene Lampenlebensdauer: Mit 5.000 Stunden im Eco-Modus kostet eine Stunde Heimkino bei einem Ersatzlampenpreis von 312 Euro gerade mal knapp 7 Cent.

Setup und Bildqualität


Ab Werk steht die Lampe lobenswerterweise bereits im Ecobetrieb und auch der Overscan ist deaktiviert. Sofort fällt das für einen günstigen DLP-Beamer leise Betriebsgeräusch der Lüfter auf, die sogar dezent vom Farbradsirren übertönt werden. Der voreingestellte Modus „Normal“ ist mit 7500 Kelvin zu kühl gewählt, „Tief“ landet jedoch deutlich unter 6000 Kelvin und ist damit zu warm. Per RGB-Gain- Offset-Justierung bekommen wir jedoch zwischen 20 und 80 Prozent Bildheilligkeit einen mustergültigen Graustufenverlauf hin. Sogar ein Color-Management spendierte Mitsubishi dem Beamer. Dieses ist jedoch nicht so komfortabel wie das der LCD-Konkurrenz und nur mit dem Messgerät wirklich sinnvoll nutzbar. Im kalibrierten Zustand überrascht uns der HC3800 dann allerdings mit einer erstaunlichen Eigenschaft: Zwar ist sein Schwarzwert mit 0,25 Lumen nicht herausragend, doch aufgrund der hohen Helligkeit und dem gleich bleibend guten Schwarzwert bei der ANSI-Kontrastmessung sticht er hier mit 663:1 fast sämtliche LCD-Beamer und die meisten DLP-Konkurrenten der höheren Preisklassen aus. Das wirkt sich im laufenden Film so aus, dass helle und kräftige Aufnahmen mit einer strahlenden Dynamik wiedergegeben werden, die in dieser Preisklasse einzigartig ist. Allerdings auf Kosten des absoluten Schwarzwertes, der sehr dunkle Aufnahmen eher gräulich erscheinen lässt und Details in der berüchtigten „Dinosaurier“-Anfangssequenz erst sehr spät zeigt. Störend fällt auch ein leichtes Shading auf uniformen Flächen auf sowie die nicht ganz perfekte über den gesamten Projektionsbereich verteilte Helligkeit und Schärfe. Erstaunlich dafür, wie souverän der HC3800 Signale von 576p bis 1080i in seine native Auflösung umwandelt und 24p-Signale in die Praxis umzusetzen imstande ist.

HD-Signale


Auch bei Full-HD-Material gibt sich der Mitsubishi nur wenig Blöße. Analog zu Standard-Definition zeigen sich die gleichen Probleme in der Ausleuchtung und Schärfehomogenität, dafür wirken hochaufgelöste und dynamische Bilder wie die der „Cars“-Blu-ray ganz fantastisch, und durch seine hohe Grundhelligkeit von 650 Lumen sogar im kalibrierten Zustand bei Eco-Betrieb wirken helle Signale leuchtend und intensiv – ein Genuss bei der detaillierten Vogelperspektive des Autodroms im Pixarfilm. Wer noch mehr Helligkeit generieren möchte, kann in den hohen Lampenmodus wechseln und hat dann 800 Lumen zur Verfügung, die über die BrilliantColor-Schaltung sogar noch auf 1075 Lumen gesteigert werden können. Allerdings empfehlen wir, diese nur im Notfall zu aktivieren, da sie deutliche Doppelkonturen und ausreißende Farben produziert.

Fazit

Mit seinem erstaunlich hohen ANSI-Kontrast, der kompakten Baugröße und dem wirklich guten Bild punktet der HC3800 augenblicklich bei Heimkinofans, deren Portemmonnaie nicht das größte ist. Um die eingangs gestellte Frage zu beantworten, ob ein Full-HD-Beamer für 1.400 Euro wirklich in guter Qualität realisierbar ist – ja, ist er!

Preis: um 1400 Euro

Beamer

Mitsubishi HC3800

Oberklasse


03/2010 - Timo Wolters

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Timo Wolters
Autor Timo Wolters
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Datum 26.03.2010, 14:11 Uhr
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