Kategorie: Beamer

Einzeltest: Mitsubishi HC4000


Junger Dynamiker

Beamer Mitsubishi HC4000 im Test, Bild 1
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In der Ausgabe 3/4-2010 testeten wir mit dem HC3800 von Mitsubishi einen gerade mal 1.400 Euro teuren Full-HD-Beamer und attestierten ihm eine in dieser Preisklasse einzigartige Bildqualität. Nun steht mit dem HC4000 frisch von der Funkausstellung in Berlin dessen Nachfolger in unserem Testraum.

Dieser schlägt zwar mit offiziell 90 Euro höherem Preis zu Buche, doch dafür gibt ihn der japanische Hersteller auch mit besseren Werten an. Vor allem in Sachen Kontrastausbeute wurde der HC4000 optimiert und soll nun endgültig das Vorurteil ausräumen, dass man für eine hochwertige Full-HD-Projektion mehr als 1.500 Euro anlegen muss.

Projektor und Technik


Äußerlich präsentiert sich der HC4000 zunächst vollkommen unverändert gegenüber seinem Vorgänger. Man muss ja auch nicht jedes Mal das Design verändern, wenn das bestehende funktionell und praktisch ist.

Beamer Mitsubishi HC4000 im Test, Bild 2Beamer Mitsubishi HC4000 im Test, Bild 3Beamer Mitsubishi HC4000 im Test, Bild 4Beamer Mitsubishi HC4000 im Test, Bild 5Beamer Mitsubishi HC4000 im Test, Bild 6
Das gesparte Geld kann man deutlich besser in die hochwertigere Technik stecken. In diesem Fall wurden zwei Maßnahmen getroffen, um dem HC4000 noch beeindruckendere Bilder zu entlocken: Zum einen wurde die Linse optimiert, um Streulicht weiter zu minimieren. Zum anderen wurde nun ein DarkChip3 von Texas Instruments verbaut, der für einen höheren Maximal- und ANSI-Kontrast sorgen soll. Gibt Mitsubishi die Steigerung beim Maximalwert von 3.300:1 beim HC3800 auf 3.600:1 beim HC4000 noch recht konservativ an, waren erste Live-Eindrücke auf der IFA doch bereits vielversprechend. Geblieben sind die 230 Watt starke UHP-Lampe, die erneut mit 1300 ANSI- Lumen Helligkeit angegeben wird. Der Zoombereich des HC4000 liegt ebenfalls bei 1,4 und geblieben ist auch der relativ starke Offset bzw. Bildversatz nach oben. Interessant für Bildoptimierer ist die auf der Softwareseite neu hinzugekommene Möglichkeit im Farbmanagement nun auch den Farbton kalibrieren zu können. Keine Änderungen hingegen bei den Anschlüssen: Zur Verfügung stehen j e eine HDMI-, VGA-, YUV-, Video- und S-Videobuchse sowie ein Triggerausgang. Das Farbrad (2 x RGB) rotiert mit fünffacher Geschwindigkeit und die hohe Lampenlebensdauer von 5.000 Stunden im Eco-Modus hält auch die Betriebskosten gering.

Setup und Bildqualität


Wie schon sein Vorgänger ist der HC4000 einer der leisesten DLP-Beamer überhaupt. Noch besser als beim HC3800 bekam man das Grundsetup in den Griff, denn die betonte Kühle, die dieser noch hatte, wich beim HC4000 einem fast schon normgerechten Farbtemperatureindruck. Nur wenige Parameter müssen wir verändern, um im Bereich von 20–80 Prozent Helligkeit einen mustergültigen Temperaturverlauf zu bekommen, der sich schön an der 6500-Kelvin-Linie entlang bewegt. Das um den Farbton erweiterte Color-Management erlaubt zudem eine Korrektur des Farbraums, wie man sie von einem DLP-Beamer dieser Preisklasse bisher nicht kannte. Bis auf eine leichte Grünschwäche liegen alle Primär- und Sekundärfarben fast auf ihrem Idealpunkt – sehr schön. Bei den Messungen im kalibrierten Zustand lassen wir „Brilliant Color“ aktiviert, da dieses beim HC4000 einen absolut überzeugenden Eindruck hinterlässt, ohne störende Farbartefakte oder Ähnliches. Unterm Strich landet der Mitsubishi nun bei 0,18 Lumen Schwarzwert, 560 Lumen maximale Helligkeit und somit bei einem Maximalkontrast von 3111:1 sowie bei einem ANSI-Kontrast von 663:1. Dies entspricht zwar exakt dem Vorgänger, jedoch einem intensiveren Schwarzwert, was für unser Auge subjektiv beeindruckender ist, als ein deutliches Mehr an Weiß – zumal der HC4000 mit 560 Lumen im Eco-Betrieb und im kalibrierten Zustand nun wahrlich nicht dunkel ist. Erneut erstaunt uns der kleine Mitsubishi, wie gut er die Skalierung und das Deinterlacing von Quellmaterial in unterschiedlicher Auflösung hinbekommt und sich kaum hinter den großen Beamern der Zunft verstecken muss. Kontrastintensive Szenen und sehr dunkle Bereiche gelingen aufgrund des nun etwas besseren Schwarzwertes etwas prägnanter als noch beim Vorgänger, während leuchtende Farben nach wie vor wunderbare Strahlkraft haben. Hier tut das wirklich gute Brilliant Color einen guten Teil dazu, denn gerade Animationsfilme wirken so extrem plastisch und real.

HD-Signale


Gerade Material in 1080p gibt über den HC4000 kaum Anlass zur Klage – seine Detailauflösung ist ganz hervorragend und bis in höchste Frequenzen als sehr gut zu bezeichnen. Aufgrund seiner guten Farbdifferenzierung und einer sehr guten Konvergenz bereiten selbst Aufnahmen, die auf dem Quellmaterial bis in die Tiefe hinein noch Details zeigen, dem Mitsubishi keinerlei Probleme. Selbst Actionspiele, über die Playstation oder die Xbox wiedergegeben stellt der HC4000 sehr realistisch und dynamisch dar. Da seine Bildverarbeitung zu den schnelleren gehört, gibt es hier auch keinerlei Zeitverzögerung, was sich gerade bei Rennsimulationen oder Shootern positiv auf das Gameplay auswirkt. Ein Genuss sind auch Sportübertragungen in HD, die naturgemäß mit viel Helligkeit und Farbdynamik einhergehen.

Fazit

Erneut zeigt Mitsubishi, was für einen relativ schmalen Geldbeutel heute an Bildqualität möglich ist. Mehr als 1.500 Euro muss man prinzipiell nicht mehr ausgeben, um ein wirklich gutes Full-HD-Bild zu bekommen – zumindest nicht, wenn man auf die allerneuesten Komfortfeatures verzichten kann und mit der etwas geringeren Flexibilität des HC4000 leben kann. Dieses Manko gleicht der Beamer mit einem wunderbar dynamischen Bild und hoher Helligkeit aus.

Preis: um 1490 Euro

Beamer

Mitsubishi HC4000

Oberklasse


12/2010 - Timo Wolters

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