Kategorie: Beamer

Einzeltest: Optoma HD30


Knackige Alternative

Beamer Optoma HD30 im Test, Bild 1
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Optoma ist seit Jahren fest in der Beamerszene etabliert. Gerade im 3D-Bereich war man Vorreiter und präsentiert nun mit dem HD30 einen 3D-Allrounder als Einstiegsdroge. Was der kompakte Projektor auf dem Kasten hat, klärt der folgende Test.

Gut zwei Jahre ist es her, dass wir den HD83 aus der ThemeScene- Serie von Optoma testen und für sehr gut befinden konnten. Dass der Hersteller auf konstante Modellpolitik setzt, sieht man daran, dass der 83er immer noch im Programm ist – eine wohltuende Abwechslung in der schnelllebigen Beamerszene. Nun erhält der etablierte Projektor Unterstützung vom HD30, den Optoma eine Preisklasse darunter positioniert hat. Schon kurz nachdem man den Karton geöffnet und die ersten Details des Optoma erspäht hat, ist klar, in welche Richtung es mit dem HD30 gehen soll. In schickem Weiß und mit sexy Rundungen versehen, will der kleine Beamer gezeigt werden.

Beamer Optoma HD30 im Test, Bild 2Beamer Optoma HD30 im Test, Bild 3Beamer Optoma HD30 im Test, Bild 4
Er fühlt sich im Wohnzimmerkino wohl und fügt sich ebenso elegant wie fließend in eine helle Wohnraumumgebung ein. Die Verarbeitung des Kunststoffgehäuses ist hervorragend, und der HD30 ist ein rundum hübscher Vertreter seiner Generation. Schön, dass man aber neben den schönen Formen auch auf Funktionalität geachtet hat. So können der manuelle Zoom (der mit einem Faktor von 1,2 etwas niedrig ausgefallen ist) und der Fokus mit griffigen Drehreglern schnell und mit guter Rückmeldung eingestellt werden. Auch das Bedienfeld im hinteren Bereich der Oberseite gibt keine Rätsel auf und ist intuitiv bedienbar. Überraschung bei den Anschlüssen: Hier wurde auf einen hochwertigen analogen Komponenteneingang verzichtet. Stattdessen setzt man auf zwei HDMI-Inputs und bietet auf analoger Seite noch einen Composite- und zwei VGA-Eingänge. Dazu gibt es zwei Audioeingänge und einen Audioausgang. So viel zum ansehnlichen und praktisch designten Äußeren. Doch es zählen neben der Optik natürlich auch die inneren Werte. Beginnen wir bei der Lichtquelle, die aus einer 240-Watt-UHP-Lampe besteht. Aus dieser soll der HD30 laut Hersteller gut 1600 Lumen schöpfen und wäre somit durchaus tauglich, ein Wohnzimmer bei Restlicht mit ausreichend Licht zu versorgen. Wer mit der Eco-Einstellung der Lampe in Sachen Helligkeitsausbeute zurechtkommt, der kann sich über eine Lebensdauer von 6000 Stunden freuen, was den Optoma bei einem Ersatzlampenpreis von gerade einmal 160 Euro zu einem der günstigsten Vertreter in Bezug auf die Betriebskosten pro Stunde werden lässt. Wie im HD83 werkelt auch im HD30 ein DarkChip3 von Texas Instruments. In Verbindung mit der Dynamic-Black-Schaltung soll diese Kombination für einen Maximalkontrast von 25.000:1 sorgen. Die 1600 Lumen Helligkeit sind im Übrigen auch deshalb erzielt worden, um im 3D-Betrieb für ausreichend Licht zu sorgen. Bekanntermaßen schlucken Filter und Shuttertechnik bei 3D-Darstellungen einen Großteil der Lichtausbeute; wer also grundsätzlich viel Licht hat, kann dreidimensionale Bilder auch in ansprechender Größe schauen. Um überhaupt in den Genuss der Funktion zu kommen, bedarf es natürlich neben entsprechenden 3D-Blu-rays auch der 3D-Brillen. Schön, dass Optoma hier ein Gesamtpaket geschnürt hat und für den Gesamtkaufpreis von 1.400 Euro bereits zwei Brillen beiliegen. Ebenfalls enthalten ist eine logisch mit Piktogrammen gestaltete Fernbedienung, die auf beliebigen Knopfdruck blau hinterleuchtet wird. 

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Setup und Bildqualität


Ausgeliefert wird der HD30 im Kinomodus, mit der Lampeneinstellung „hell“ und in der Farbtemperatur „normal“. In der Messung zeigt sich, dass noch Verbesserungspotenzial besteht. Der Farbraum erscheint bei Grün, Gelb und Rot deutlich erweitert, die Farbtemperatur liegt mit etwas über 7000 Kelvin zu hoch und vor allem im helleren Bereich mit einem deutlichen Grünstich, und die Gammakurve könnte optimaler verlaufen. Nach geringfügiger Korrektur von Helligkeit und Kontrast, dem Wechseln in den Benutzermodus und das Herunterschalten der Farbtemperatur von „normal“ auf „warm“ beginnen wir mit den tiefer gehenden Einstellungen. Leider wird der Tatendrang etwas gebremst, da uns eine RGB-Gain-Offset-Korrektur vorenthalten wird. Wir müssen also darauf vertrauen, dass das Preset „warm“ korrektere Werte liefert. Umso mehr Lob gibt es für die hervorragend arbeitende Farbraumkalibrierung, die sämtliche Farben auf ihr Soll bewegt und deren drei Stellwerte sich untereinander deutlich geringer beeinflussen als bei manch Konkurrenten. Das Wechseln in den warmen Farbtemperaturmodus brachte zwar eine akkurate Helligkeitsverteilung mit 6500 Kelvin hervor, dies jedoch unter dem Kompromiss einer deutlichen Grünbetonung ab den mittleren Helligkeiten. Ist er einmal kalibriert, messen wir den HD30 mit einem Schwarzwert von 0,22 Lumen bei einer maximalen Helligkeit von 850 Lumen (kalibriert und im Eco-Modus der Lampe). Das ergibt einen Maximalkontrast von 3864:1 und einen hervorragenden ANSI-Kontrast von 593:1. Wer die maximal erreichbare Lichtausbeute aus dem Gerät locken möchte, der aktiviert den Modus „Hell“ und kann bei hohem Lampenbetrieb gut 1350 Lumen erreichen. Die Aktivierung von Dynamic Black bringt noch mal eine Steigerung des subjektiven Im-Bild-Kontrasts, bewirkt aber auch einen dynamisch regelnden Lüfter, was mitunter anstrengend sein kann. Mit unseren Testbildern geht der HD30 absolut souverän um. Ihm gelingt ab 576p eine saubere Skalierung, sein Deinterlacing ist auf der Höhe und selbst bei unterschiedlichsten Bildinhalten innerhalb eines Testbildes bleibt er ruhig und gelassen. Bei genauem Hinsehen fällt ein Spiegelrauschen (sogenanntes Dithering) auf, das sich aus der schnellen Kipp- Bewegung der Mikrospiegel auf dem Bildchip erklärt. Bei Live-Action-Szenen zeigt sich ein leicht zu helles Bild. Dies bekommen wir schnell in den Griff, indem wir auf das Gamma-Preset „Normal“ wechseln. Nun sind die Kontraste knackig, die Farben kräftig und prägnant. Egal, ob es sich um quietschbunte Animationsstreifen oder um natürlich gehaltene Realfilme handelt, dem Optoma nimmt man beides ab. 

3D-Wiedergabe


Der Optoma HD30 beherrscht sowohl DLP-Link als auch das Vesa-3D-Verfahren. Großartige Einstellmöglichkeiten bleiben dem Käufer des Beamers zwar vorenthalten, doch die 3D-Darstellung gelingt auch ohne Feinjustage sehr gut. Dabei gibt der HD30 sich einfach vollkommen neutral. Gut gemasterte 3D-Disks erscheinen plastisch und augenfreundlich, weniger gute 3D-Scheiben offenbaren ihre sichtbaren Schwächen in Doppelkonturen oder zu großer Parallaxe. Seine hohe Grundhelligkeit von über 800 Lumen im kalibrierten Zustand sorgt auch durch die Filter und den Shutter der Brille noch für ausreichend Helligkeit, und der automatische Wechsel in das Bildpreset „3D“ wirkt der Farbverfälschung durch die Brille entgegen. Freunde von Konsolen und dreidimensionalen Spielen freuen sich ebenfalls über eine tolle Tiefenstaffelung, zumal der Optoma keinerlei Verzögerungen in der Datenübermittlung vom Controller hat. Kleiner Gag am Rande: Wenn man den Optoma auf deutsche Menüsprache einstellt, ist er mit der Bezeichnung „Dritte Dimension“ für „3D“ ziemlich kreativ.

Fazit

Knackige Kontraste, hohe Lichtausbeute, 3D-Fähigkeit und ein im Eco-Modus sehr leiser Betrieb lassen den HD30 von Optoma zu einer hervorragenden Alternative in der 1.000-Euro-Klasse werden. Da er mit drei Jahren Garantie auf Gerät und Lampe und einer Lampenlaufzeit von 6000 Stunden auch noch ein sehr zuverlässiger und wirtschaftlicher Projektor ist, dürfte die Wahl noch leichter fallen. 

Preis: um 1400 Euro

Optoma HD30

12/2013 - Timo Wolters

 
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Timo Wolters
Autor Timo Wolters
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Datum 11.12.2013, 09:49 Uhr
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