Kategorie: Beamer

Einzeltest: Samsung The Freestyle


Samsung The Freestyle SP-LSP3 – mobiler Beamer mit Mediaplayer

Beamer Samsung The Freestyle im Test, Bild 1
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Mini-Beamer sind gerade der Renner. Kein Wunder, dank Netzwerkfähigkeit und smarter Oberfläche kann man sich bei den meisten Minis den Zuspieler ersparen. So auch beim neuen Samsung The Freestyle – oder SP-LSP3, wie die offizielle Typenbezeichnung lautet. Der verfügt mit Tizen über die gleiche Smart TV Oberfläche wie die Fernseher von Samsung. Wir waren gespannt, was der Winzling noch so alles kann.

Mit seinen 800 Gramm ist der The Freestyle gerade so leicht, dass er sich gut transportieren lässt und schwer genug, um beim Aufstellen genug Halt zu haben. Die rutschfesten Gummifüßchen unter dem schwenkbaren Fuß bieten zusätzliche Standfestigkeit. Dank des schwenkbaren Fußes kann der Beamer quasi in sämtlichen Lebenslagen projizieren, sogar an die Decke. Damit das Bild auch dann stets scharf und gerade ist, ist neben einem Autofokus auch eine automatische Trapezkorrektur eingebaut.

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Trotzdem ist zusätzlich eine manuelle Feinabstimmung möglich.  

Apropos Transport, normalerweise muss man den Beamer quasi nackt transportieren, es sei denn, man legt sich das passende Case zu, welches Samsung zum Aufpreis von knapp 60 Euro im Angebot hat. Dann muss man nur noch das USB-Netzteil und das Anschlusskabel verstauen, denn ein Akku passte nicht mehr in das kleine Gehäuse des Beamers. Um das Gerät auch in mobiler Umgebung und unabhängig von der Steckdose testen zu können, bekamen wir allerdings ein Akkupack von stattlichen 23.800 mAh mitgeliefert. Der Test-Akku wird einfach mit dem USB-C Kabel angeschlossen, das sonst ins Netzteil gesteckt wird, er reichte bei uns für gute eineinhalb Stunden Streaming-Vergnügen im Bildmodus Standard und mit eingeschaltetem WLAN. Das reicht also für die übliche Spielfilmlänge von 90 bis 100 Minuten knapp aus. Mehr Reserven bietet natürlich ein größerer Akkupack, der dann allerdings auch transportiert werden muss. Womöglich hat Samsung aus dem Grund keinen Akku zum Lieferumfang gelegt, um dem Kunden die freie Wahl der benötigten Kapazität zu lassen. Da nur ein ganz normaler USB-C Anschluss an der Stromquelle notwendig ist, hat man hier reichlich Auswahl, man kann den Beamer sogar im PKW oder im Wohnwagen mit entsprechendem Anschluss betreiben. Ein nettes Feature des Freestyle lässt sich dagegen nicht nur, aber auch gut im Wohnwagen nutzen. Er verfügt nämlich über einen Deko-Modus, der einfach eine Auswahl schöner Motive an die Wand strahlt. Mit Hilfe des Objektivdeckels, den wir anfangs lediglich für eine Schutzkappe hielten, gibt es dann eine Art Ambilight für eine stimmungsvolle Beleuchtung.  

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Smart – und wie


Wer nach dem Einschalten des The Freestyle, beziehungsweise SPLSP3, die typische, meist etwas dröge Beamer-Oberfläche erwartet, wird angenehm überrascht. Samsung hat mit Tizen die gleiche Smart TV Oberfläche installiert, wie sie auch bei den Fernsehgeräten aus gleichem Hause zu finden ist. Entsprechend werden auf dem Home-Screen neben dem kostenlosen Samsung TV Plus Dienst auch andere Streaming- Dienste und Mediatheken, die vorinstalliert sind, entsprechend aufgelistet. Neben Samsung TV Plus haben Netflix, Amazon Prime und Disney+ sogar eine feste Taste auf der Fernbedienung. Wie beim Smart TV üblich gibt es zudem einen Browser, wobei sich die Eingabe der URL per Fernbedienung dann doch etwas hakelig gestaltet. Das ist jedoch kein Problem, der Freestyle nimmt per Bluetooth auch zu Tastatur und Maus Verbindung auf. Sie können auch schlicht die Sprachsteuerung nutzen, der Samsung beherrscht mit dem Google Assistant, Alexa und Bixby gleich drei Assistenten.  

Völlig unprätentiös lässt sich der dadurch motivierte permanente Lauschangriff dieser Dienste über das interne Mikrofon mit dem kleinen Schalter an der Seite nach Belieben ein- und ausschalten. Bei den meisten anderen Geräten ist hierzu erst ein Ausflug in die Tiefen des Menüs notwendig. Komfortorientierte Zeitgenossen lassen das Mikro dort daher meistens offen, während die Datenschutzbewussten es gar nicht erst einschalten. Beim Freestyle fällt die Wahl daher sehr niederschwellig aus.  

Mit dem WLAN lässt sich der Freestyle vollkommen autark betreiben, dennoch hat Samsung zumindest eine HDMI-Buchse im Mikro-Format eingebaut, damit der Beamer auch eher klassische Quellen, wie einen Player oder einen Receiver bedienen kann, allerdings wird in den meisten Fällen ein Adapter auf diese winzige Buchse notwendig sein. Völlig drahtlos gelingt dagegen das Streamen des Bildschirminhaltes vom Smartphone, vor allem, wenn dieses ebenfalls von Samsung ist, dank der Unterstützung von Tap View reicht eine Berührung beider Samsung-Geräte, um den Inhalt des Smartphones über den Beamer zu spiegeln. Apple-User werden sich über die Unterstützung von AirPlay 2 freuen, da geht das gleiche dann mit dem Apple Gerät.  

Setup und Bildqualität


Eigentlich ist der The Freestyle ein echtes Plug-and-Play Gerät, dennoch verfügt auch er über die Möglichkeit, sowohl das Bild als auch den Ton fein abzustimmen. Für beide gibt es mehrere Presets, beim Bild neben dem Standard-Modus auch einen besonders hellen Dynamik- sowie einen Kino-Modus. Ob der Filmmaker Mode in einem mobilen Beamer sinnvoll ist, mag dahingestellt sein, jedenfalls beherrscht der Samsung auch diesen speziellen Bildmodus. Allerdings verpflichtet das auch, denn ebendieser Bildmodus verlangt unter anderem eine Normgerechte Farbwiedergabe und einen Weißabgleich, der ebenfalls normgerecht bei 6500 Kelvin liegt.  

Nun wird auch klar, warum uns das Bild des The Freestyle auf Anhieb so zusagt. Bis auf den hellen Dynamik-Modus überzeugen sämtliche Einstellungen des Samsung mit besonders natürlichen Farben, wo manch ein Konkurrent sich schon mal in unnatürlicher aber auffälliger Bonbon-Farbe verliert.  

Ein Problem des kleinen Beamers ist sicher die Lichtquelle, die soll zwar laut Datenblatt 550 Lumen betragen, das schafft er allerdings nur im Dynamik-Modus. Im Standard-Modus schaffte er bei uns dann immerhin etwa 160 Lumen bei einer Bilddiagonalen von 70 Zoll. Stellen Sie den Beamer näher an die Projektionsfläche, wird das Bild schnell heller; wir erreichten knapp 300 Lumen bei einer Diagonalen von etwa 50 Zoll. Das erscheint uns auch die ideale Bildgröße, zumal dann, wenn der Raum nicht komplett dunkel ist. In unserem komplett dunklen Testraum reichen die 160 Lumen dagegen vollkommen aus.

Fazit

Samsung hat beim The Freestyle den Fokus auf leichte Bedienung und besonders smarte Eigenschaften gelegt. Das ist dank der Integration von Tizen Smart TV und WLAN perfekt gelungen. Obendrein gibt es eine hervorragende Bild- und eine angemessene Tonqualität. Da lässt es sich verschmerzen, dass wichtiges Zubehör, wie ein Case oder ein externer Akku nur optional erhältlich sind. Zumal Samsung den Preis des The Freestyle deutlich gesenkt hat, der Beamer ist aktuell (Anfang Juli) für knapp 780 Euro zu haben.

Preis: um 780 Euro

Ganze Bewertung anzeigen

Beamer

Samsung The Freestyle

Oberklasse

4.5 von 5 Sternen

07/2022 - Thomas Johannsen

Bewertung 
Bild: 60%

Praxis: 15%

Bedienung: 15%

Ausstattung: 5%

Verarbeitung: 5%

Ausstattung & technische Daten 
Preis: 779 
Vertrieb: Samsung, Schwalbach TS. 
Telefon: 0180 57267864 
Internet: www.samsung.de 
Ausstattung
Lumen (lt. Hersteller): 550 
Lumen (gemessen im eco-mode) 155 
Abmessungen (B x H x T in mm): 10.2/17.3/9.5 
Gewicht (in g): 0.8 
Stromverbrauch (Betrieb/Standby in Watt): 39 W/< 0,3 W 
Lampenart: RGBB LED 
Lebensdauer Lichtquelle in Std.: 20.000 
Projektionsprinzip: DLP 
Native Auflösung: 1920 x 1080 
Kommunikation: WLAN, Bluetooth 
Trapezausgleich: automatisch 
Projektionsabstand: 2,4 m 
Signalkompatibilität: Pal, SECAM, NTSC, HDTV 720p, 1080i, 1080p, EDTV 480p, 576p 
Interne Lautsprecher: 1 x 5W 
+ Sehr gutes Bild 
+ Tizen Smart TV installiert 
+ WLAN und Bluetooth integriert 
Klasse: Oberklasse 
Preis/Leistung: gut - sehr gut 
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Thomas Johannsen
Autor Thomas Johannsen
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Datum 23.07.2022, 09:57 Uhr
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