Kategorie: Beamer

Einzeltest: ViewSonic PG800HD


Voll hell

Beamer ViewSonic PG800HD im Test, Bild 1
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Satte 5000 Lumen soll der PG800HD von Viewsonic an die Leinwand bringen. Wie viel davon mit kalibriertem Bild übrig bleibt und wo sich der helle Beamer mit seinem üppigen Anschlussfeld besonders nützlich macht, wollten wir herausfinden.

Der PG800HD orientiert sich leicht am Design des Pro7827HD, den wir einige Ausgaben zuvor schon erfolgreich testen konnten. Bei beiden sind die Einstellelemente für Lensshift, Fokus und Zoom in einem trapezförmig abgesenkten Teil des Gehäuseoberteils untergebracht. Im Unterschied zum kleineren Pro7827HD ist der PG800HD etwas größer geworden, das Gehäuse ist in wohnraumfreundlichem Weiß gehalten, und die Objektiv-Einheit sitzt hier mittig. 

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Ausbaufähig

Schon nach dem ersten Einschalten macht sich der Lüfter bemerkbar, was umso deutlicher auffällt, da die kürzlich getesteten Geräte in ähnlicher Preiskategorie überraschend leise geworden sind. Auch die Umstellung der Lampe in den Eco-Modus bringt das Lüftergeräusch nicht unter die magische 30-dB-Schwelle. Allerdings muss man dem Viewsonic zugutehalten, dass eine deutlich kräftigere Lampe mit mehr Lichtausbeute und damit größerer Wärmeentwicklung zum Einsatz kommt. So kann er sich auch in größeren, schlecht abgedunkelten Räumen mit seinen hellen Bildern gegen das Umgebungslicht durchsetzen. Seine Ausstattung mit diversen, darunter auch vielen analogen Eingängen spricht ebenso für einen universellen Einsatz wie die eingebauten Stereolautsprecher, die jeweils mit bis zu 10 Watt befeuert werden. Der PG800HD wird in Vereins- und anderen Lokalen eine ebenso gute Figur machen wie in Schulen oder anderen Unterrichts-Umgebungen. Dort kann er neben hellen Präsentationen auch beim einen oder anderen Lehrvideo oder einfach zur Unterhaltung zwischendurch herhalten, eben auch mit seiner durchsetzungsstarken Audiowiedergabe, die Zusatzlautsprecher in vielen Fällen unnötig macht.

Beamer ViewSonic PG800HD im Test, Bild 2Beamer ViewSonic PG800HD im Test, Bild 3Beamer ViewSonic PG800HD im Test, Bild 4Beamer ViewSonic PG800HD im Test, Bild 5Beamer ViewSonic PG800HD im Test, Bild 6Beamer ViewSonic PG800HD im Test, Bild 7Beamer ViewSonic PG800HD im Test, Bild 8
Wenn allerdings die eingebauten Lautsprecher nicht reichen, kann entsprechendes Tongerät direkt am Beamer angeschlossen werden. Für Präsentationen als Haupteinsatzgebiet spricht übrigens auch die Fernbedienung, die neben einem integrierten Laserpointer auch über Maustasten verfügt. Unter einem wohlgetarnten Deckel auf der Oberseite gibt es Anschluss und Stromversorgung für diverse Dongles. In diesem sogenannten Port-All-Fach können der optionale HDBT-Adapter ViewSonic HB10B (für drahtlose Full-HD-Videoübertragung via HDMI), der Wireless Dongle VC10 (für Präsentationen) oder andere HDMI-Dongles angeschlossen werden, sie können zudem bei Bedarf praktisch über Micro- USB mit Strom versorgt werden.


Setup und Bildqualität

Der 1,3-fache Zoom und der Lensshift ermöglichen eine flexible Aufstellung des PG800HD, das üppig bestückte Anschlussfeld sorgt dann für problemlose Kontaktaufnahme zu der oder den vorhandenen Quellen, nur um anschließend dezent unter der mitgelieferten Klappe zu verschwinden. Beim Einschalten steht der Bildmodus ebenso wie die Lampe im Standard-Preset. Der Beamer gehört dann, wie gesagt, nicht zu den leisesten seiner Zunft, bietet im Gegenzug ein helles Bild, was schon im besagten Standardmodus zumindest einigermaßen den Normfarbraum für Video abdeckt. Wir wünschen uns allerdings etwas bessere Schwarzwerte und einen leiseren Lüfter, also wird die Lampe in den Eco-Betrieb gesetzt, und um eine möglichst akkurate Farbdarstellung zu bekommen, probieren wir das Preset für sRGB aus. Der Erfolg ist mäßig, zumindest solange die Einstellung „Brillant Color“ auf höchster Stufe steht. Wird diese aufs Minimum herabgesetzt, liegen auch die Werte für Cyan und Magenta dort, wo sie sein sollen. Das letzte Tüpfelchen erreichen wir allerdings im Kino-Preset, mit einer Anpassung der Farbtemperatur in Richtung „warm“ und der Gamma-Stufe 3: Hier bewegt sich die Farbtemperatur über alle Graustufen hinweg um das Ideal von 6.500 Kelvin, der Normfarbraum wird annähernd korrekt abgebildet, allerdings mit einer geringen Grün-Sättigung, die in einigen Szenen auch auffällt. Insgesamt gibt es allerdings ein helles, kontrastreiches Bild, was selbst bei viel Umgebungslicht noch ein akzeptables Kinofeeling vermittelt. Zwar kann der Viewsonic auch 3D, der Empfänger zur Synchronisation muss allerdings, wie auch die Brillen, separat erworben und in die dafür vorgesehene Buchse gestöpselt werden. Übrigens empfiehlt sich der Viewsonic dank seines Presets für DICOM (Digital Imaging and Communications in Medicine) als Bildwerfer in der Arztpraxis, denn damit lassen sich beispielsweise Röntgen- und MRT-Aufnahmen im optimierten Graustufen-Modus an die Leinwand werfen. Anschließend kann man dann quasi zur Entspannung den Blockbuster genießen – in voller Farbenpracht versteht sich. Wer sich allerdings seitens der Farbabstimmung vorwiegend im Heimkino bewegen möchte und auf die Helligkeitsreserven verzichten kann bzw. auf die Möglichkeit, den Beamer auch für Präsentationen zu nutzen, sollte sich den Viewsonic Pro7827HD näher anschauen. Der ist zwar nicht ganz so üppig mit Schnittstellen belegt und hat weniger Lichtreserven, bietet aber mehr Kinofeeling und ist fürs Wohnzimmerkino die bessere Wahl.

Fazit

Der Viewsonic PG800HD lässt sich sozusagen fächerübergreifend nutzen, zwar ist der Heimkino-Genuss mit einigen Kompromissen behaftet, die lassen sich bei der Einsatzvielfalt aber gut verschmerzen.

Preis: um 1300 Euro

Ganze Bewertung anzeigen

Beamer

ViewSonic PG800HD

Oberklasse

4.0 von 5 Sternen

12/2017 - Thomas Johannsen

 
Bewertung 
Bild 60% :
Kontrast 10%

Farbwiedergabe 10%

Schärfe 10%

Geometrie 10%

Rauschen 10%

Bildruhe 10%

Praxis 15% :
Zoomfaktor 5%

Lüftergeräusche 5%

Betriebskosten 5%

Bedienung 15% :
Gerät 5%

Fernbedienung 5%

Menüs 5%

Ausstattung 5% :
Ausstattung 5%

Verarbeitung 5% :
Verarbeitung 5%

Ausstattung & technische Daten 
Preis (in Euro) 1300 
Vertrieb Viewsonic, Dorsten 
Telefon 02362 97 490 20 
Internet www.viewsoniceurope.com 
Messwerte
Lumen (Lt. Hersteller) 5000 
Lumen (gemessen im eco-mode) 900 
Bildhelligkeit (bei 6500 Kelvin) ...schwarz/weiß 1.4/900 
ANSI-Kontrast 383:1 
Full-on- / Full-off-Kontrast 643:1 
Ausleuchtung (in %) 93 
Betriebsgeräusch (0,5m/dB(A)) (in dB) 36 dB / 33 dB (Eco) 
minimaler/ maximaler Abstand (bei 2m Bildbreite) (in m) 2.3/3 
Projektionsverhältnis/ Zoomfaktor 1,15 - 1,50 :1/1.3 
Gamma (D65) 2.3 
Abmessungen B x H x T (in cm)/ Gewicht (in Kg) 47/14/31.6/6.2 
Stromverbr. Aus/ Standby/ Betrieb –/< 0,3 W/440 W / 360 W (eco) 
Lampenart/ Lampenleistung UHP 370 W 
Preis Ersatzlampe 300 € 
Lebensdauer Lampe (in Std) standard/eco; Kosten pro Std (in cent) 2000 / 2500 (Eco)/12 
Ausstattung
Projektionsprinzip DLP 0.65’’ 
Native Auflösung 1920 x 1080 (Bildformat 16:9) 
3D-Verfahren side-by-Side, Frame-pack, Over-Under* 
Anschlüsse:
...Video/ S-Video 1 x Cinch/1 x Mini Din 4 pin 
...Komponenten/ SCART 1 x Sub-D 15 pin/ Nein 
...VGA/ RGB/ DVI/ HDMI 2 x Sub-D 15 pin/ Ja / Nein / Ja 
...Audio/ 12 Volt Trigger/ RS-232C Ja / Ja / Ja 
...Full HD Ja 
Motorischer Zoom/ Fokus Nein / Nein 
Rückpro/ Deckenpro Ja / Ja 
Trapezausgleich Vert.: +/-40° 
Lens-Shift (manuell/motorisch) Ja / Nein 
Formatumschaltung 4:3-Schaltung, diverse Zoom-Modi 
Fernbedienung/ Beleuchtet Ja / Nein 
Signalkompatiblität Pal, SECAM, NTSC, HDTV 720p, 1080i, EDTV 480p, 576p 
Besonderheiten diverse analoge Anschlüsse, Audio in/out, optionale Wireless-Dongle 
Preis/Leistung gut - sehr gut 
+ helles, knackiges Bild 
+ analoge und digitale Anschlussvielfalt 
- recht laut im Betrieb 
Klasse Oberklasse 
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Thomas Johannsen
Autor Thomas Johannsen
Kontakt E-Mail
Datum 22.12.2017, 15:02 Uhr
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Topthema: Philips 65OLED936
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