Kategorie: Blu-Ray-Player

Einzeltest: Sony UBP-X800


Dezenter Auftritt

Blu-ray-Player Sony UBP-X800 im Test, Bild 1
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Der erste bezahlbare Blu-ray-Player war vor Jahren lange Zeit Sonys Playstation. Eigentlich als multimediale Spielkonsole gedacht, markierte sie lange Zeit das technisch Machbare in Sachen Blu-ray-Player. Mit dem Debüt ihres UHD-Players haben sich die Japaner indes etwas mehr Zeit gelassen. Wir wollten wissen, ob nunmehr der neue Sony- UHD-Player UBP-X800 den aktuellen Stand der Technik markiert.

Um den Sony UBP-X800 wohlbehalten in der Redaktion und unserem Testlabor zu wissen, wurde das gute Stück von Herrn Shangama persönlich in der Redaktion abgeliefert. Verpackt ist er im schlichten Slimline-Gehäuse, ohne curved oder anderen Schnickschnack. Nimmt man den Player aus dem Karton, staunt der Tester nicht schlecht, da sich der Player mit ungeahnten knappen vier Kilo zur Wehr setzt. Das liegt unter anderem an dem soliden Blechkleid, aus dem das Chassis gefertigt ist. Ausgeführt als Millimeterblech und zugedeckt mit einem Deckel in Wabendesign haben Gehäuseresonanzen so kaum eine Chance.

Blu-ray-Player Sony UBP-X800 im Test, Bild 2Blu-ray-Player Sony UBP-X800 im Test, Bild 3Blu-ray-Player Sony UBP-X800 im Test, Bild 4
Davon sieht man allerdings nicht viel, da er rundherum noch mal verkleidet ist, man spürt es eben nur an dem vergleichsweise stattlichen Gewicht. 

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Alles, was ein Player braucht


Nach dem Einschalten über die übersichtliche Fernbedienung stutze ich ein zweites Mal, lediglich eine winzige LED tut mit grünem Glimmen kund, dass das Gerät eingeschaltet ist – das ist alles. Darüber nur zwei Tasten, eine zum Einschalten eine für die Schublade, kein Display, selbst die Schublade für die Scheiben bleibt hinter der großzügigen Frontklappe verborgen und zeigt sich erst, wenn sie herausfährt. Unterhalb der besagten beiden Tasten verbirgt sich hinter einer kleineren Klappe die Front-USB-Schnittstelle zum Anschluss diverser Sticks und anderer USB-Zuspieler. Auch auf der Rückseite herrschen ähnlich spartanische Verhältnisse. Es gibt lediglich zwei HDMI-Buchsen – eine, laut Beschriftung ausschließlich für Audiosignale, die zweite für Audio und Video – ein digitaler Tonausgang in koaxialer Bauweise und die LAN-Schnittstelle sind gut über die übersichtliche Rückseite verteilt. Sony konnte beim X800 zudem auf den Lüfter verzichten, der bei den meisten Playern der UHD-Konkurrenz wieder Einzug gehalten hat, nachdem man ihn beim Standard-Blu-ray-Player schon seit einiger Zeit weglassen kann. Der Sony ist damit im Betrieb schön leise, was sehr schön zum ebenfalls leise arbeitenden Laufwerk passt. Die Einbindung in die drahtlosen Netzwerke rundet die Ausstattung ab; der Sony versteht neben Wi-Fi auch Bluetooth, und das sogar mit dem hauseigenen LDAC-Codec, der eine höhere Datenrate bei der Übertragung beispielsweise zum Soundbar realisieren soll als aptX. Allerdings ist LDAC weitestgehend proprietär, was heißt, dass überwiegend Geräte von Sony ihn beherrschen, im Falle des UBP-X800 kommen hier allerdings ohnehin nur Soundbars und vielleicht Kopfhörer infrage. Eine Datenübertragung vom Smartphone via Bluetooth zum Player ist nicht vorgesehen. Hier läuft die Datenübertragung per Miracast, was dem Sony-Player ebenfalls implementiert wurde. Ja, Sie haben gerade Kopfhörer gelesen; möglicherweise zielt Sony hier auf die hauseigenen HiRes-Audio- und LDAC-kompatiblen Geräte zum kabellosen Genuss von gestreamter Musik oder Musik von CD bzw. SACD. Nebenbei kann der Sony den Ton wahlweise an einen Bluetooth- Kopfhörer oder -Soundbar sowie an den HDMI-Ausgang gleichzeitig übertragen. 


Bedienung


Die Bedienung läuft mangels einer Alternative ausschließlich übers Onscreen-Menü und hier zieht der Sony dann alle Register; im Home- Screen mutiert – wie sollte es auch anders sein – der UHD-Player zum Mediaplayer. Netflix, Amazon und Opera.tv sind bereits als App vorinstalliert. Nachdem der X800 ins Netzwerk und damit ins Internet eingebunden war und sich die aktuellste Firmware heruntergeladen hatte, erschienen außerdem Schaltflächen für Youtube, Maxdome, Wuaki.tv, Spotify und andere Dienste. Bei all den Streaming-Angeboten könnte man die Kernaufgabe des Players beinah schon vergessen; natürlich kann man vom Home- Menü aus direkt auf die Disk, die Front-USB-Schnittstelle und sogar das per Miracast angedockte Smartphone zugreifen. Liegt eine Scheibe im Laufwerk, liest der Sony diese zudem sofort ein. Er geht da übrigens recht zügig vor, eine DVD ist binnen 15 Sekunden eingelesen und eine Blu-ray bzw. eine UHD-Scheibe braucht dann 19 respektive 22 Sekunden, bis das Top-Menü erscheint. Der Stromverbrauch kam übrigens in keiner Testphase über 10 Watt hinaus, wahrscheinlich macht sich hier insbesondere das eingesparte Display bemerkbar, der Sony entpuppt sich als echter Sparfuchs.

Innere Werte


Der Sony ist neben seinen Videoqualitäten zudem HiRes-Audio zertifiziert; audiophil geht es tatsächlich zur Sache, den Anfang macht wiederum das Laufwerk, das neben UHD und anderen Blu-rays wie schon erwähnt auch SACD-Scheiben abspielt und sich sogar dem noch weniger verbreiteten DVD-Audio-Format gegenüber offen zeigt. Diese Formatvielfalt setzt sich im Streamingbetrieb aus dem Netz oder an der USB-Schnittstelle fort; so beherrscht der Audiowandler neben den üblichen hochauflösenden Audioformaten auch DSD bis 11,2 MHz, was nicht weiter verwunderlich ist, da dies ja Bestandteil der SACD-Spezifikationen ist. 

Bild- und Tonqualität


So spartanisch der Sony auch auf den ersten Blick anmutet, hat man erst mal eine Scheibe eingelegt und sich in das „Options“-Menü begeben, stellt man fest, dass der UBP-X800 so einige Eingriffe in die Bildqualität erlaubt; mehrere Filter können aktiviert werden, um Artefakte zu minimieren, die hauptsächlich beim Transkodieren entstehen. Auch die Helligkeit, den Kontrast und die Farbsättigung kann man nach Geschmack justieren, was bei den meisten Inhalten zumindest von der Blu-ray oder UHD-Disk eher nicht notwendig sein wird. Der Sony verwöhnt mit einer ausgezeichneten Bildruhe und einer feinen Detaildarstellung und neigt bei keinem der nativ abgespielten Formate, ob UHD, Full-HD oder Standard-DVD zu Artefakten. Erst wenn man ihn dazu nötigt, alle angelieferten Signale in 4K umzuwandeln, gerät er bei Standard-DVDs schon ins Grübeln, was sich dann gerade bei extrem schnellen Bewegungen in Klötzchen und anderen Artefakten bemerkbar macht. Der Sound kann ähnlich überzeugen, vor allem unsere Test-SACD spielte der Sony anstandslos ab; hier sollte man ihm allerdings angemessene Spielpartner wie Receiver oder Verstärker und ordentliche Boxen gönnen – es lohnt sich.

Fazit

Bei näherer Betrachtung fällt der Auftritt des Sony UBP-X800 nur äußerlich dezent aus. Der Schwerpunkt dieses Players liegt eindeutig bei hochwertiger Wiedergabe von Bild und Ton. Für ein UHD-Player- Debüt, mit Blick auf den Preis sicher eine kluge Entscheidung. Dennoch würden sich gerade audiophile Nutzer ein Upgrade mit analogen Tonausgängen wünschen, die Voraussetzungen dafür sind optimal.

Preis: um 400 Euro

Ganze Bewertung anzeigen

Blu-Ray-Player

Sony UBP-X800

Spitzenklasse

4.5 von 5 Sternen

09/2017 - Thomas Johannsen

Bewertung 
Qualität 50% :
Bild gesamt 20%

Bild BD 10%

Bild DVD 5%

Bild 3D 5%

Ton 20%

Verarbeitung 10%

Ausstattung 25% :
Hardware 10%

Software 15%

Bedienung 25% :
Setup 5%

Fernbedienung 5%

täglicher Gebrauch 15%

Ausstattung & technische Daten 
Laborbericht
Test mit Firmware-Version: M36.R.0173 
Vertrieb Sony, Berlin 
Telefon 0180 5252586 
Internet www.sony.de 
Messwerte
Abmessungen (B x H x T) in mm 430/50/265 
Gewicht in kg 3.8 
Stromverbrauch Betrieb / Standby in W 10/< 0,3 
Ausstattung
Wiedergabe:...
BD-ROM / BD-R / BD-RE2.0 Ja / Ja / Ja 
DVD-Video / DVD-Audio / SACD Ja / Ja / Ja 
DVD-RAM / +-RW DL Nein / Nein 
CD / MP3 / WMA / JPEG Ja / Ja / Ja / Ja 
AVCHD / DivX / MKV / WMV / H264 Ja / Nein / Ja / Ja / Ja 
3D Ja 
automatische Erkennung Ja 
Bildgrößen-Einstellung Ja 
HDMI-Ausgang 2 x (Main und Audio) 
1080p/i, 720p, 576p, 480p...@50/60Hz Ja / Ja / Ja / Ja 
1080p@24Hz Ja 
Speicherkarten-Slot / USB / NTFS über USB –/1 Front/ Ja 
Interner Speicher (in GB)
Audio-Ausgänge: optisch, koaxial, analog Cinch Nein / Ja / 
Tonformate
LPCM 7.1 / Dolby Digital Plus Nein / Nein 
DTS HD / DTS HD MA / Dolby TrueHD Ja / Ja / Ja 
Audio-Delay Nein 
LAN / WLAN / Update Ja / Ja / Ja 
Netzwerkplayer / DLNA Ja / Ja 
Fernbedienung...
beleuchtet / Multifunktion Nein / Ja 
vorprogrammiert / lernfähig Ja / Nein 
HDMI-CEC-Funktionen Nein 
Wiedergabe interaktiver Disks (LiveView) Ja 
Download Bonusmaterial ( BD Live) Ja 
Kindersicherung Nein 
Sonstiges / Besonderheiten SACD-Wiedergabe, Bluetooth-fähig, Miracast 
Preis/Leistung sehr gut 
+ hervorragende Bild- und Tonqualität 
+ spielt viele Formate ab 
+/- nicht mit Dolby Vision kompatibel 
Klasse: Spitzenklasse 
Testurteil: überragend 
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Thomas Johannsen
Autor Thomas Johannsen
Kontakt E-Mail
Datum 15.09.2017, 10:00 Uhr
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