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Kategorie: Blu-ray Film

Filmrezension: 12 Years a Slave (Universal)


12 Years a Slave

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Das grausame Schicksal der Sklaven

Filmemacher Steve Mc- Queen inszeniert mit seinem ergreifenden, dreifach Oscar-prämierten Drama „12 Years a Slave“ ein plakatives Meisterwerk über die amerikanische Geschichte der Sklaverei: Um 1841 lebt Afro-Amerikaner Solomon Northup (Chiwetel Ejiofor) ein einfaches und bescheidenes Leben in Saratoga/New York. Als Geigenspieler verdient er den Lebensunterhalt der Familie. Als ihn zwei fremde Männer für einen gut bezahlten Auftritt in Washington engagieren, sagt er zu. Am nächsten Morgen erwacht der Afro-Amerikaner in Ketten gelegt. Seine verbrieften Freiheitsrechte werden ignoriert und er wird als Sklave auf ein Schiff Richtung Louisiana verfrachtet. Nachdem er auf dem Markt verkauft wurde, muss er fortan zwölf lange Jahre unter schlimmsten Bedingungen Fronarbeit leisten. In der Obhut von Master William Ford (Benedict Cumberbatch) führt Northup ein hartes, aber würdiges Leben. Doch nach einer Auseinandersetzung mit einem Aufseher wird Northup an den Nachbarn Edwin Epps (Michael Fassbender) verkauft: Unter dem erbarmungslosen Master wird jeder Tag zu einem Kampf ums Überleben. Erst als Northup Jahre später auf den Sklaverei-Gegner Bass (Brad Pitt) trifft, scheint sein Leben eine glückliche Wendung zu nehmen. Basierend auf dem 1853 von Solomon Northup veröffentlichten Buch, zollt der Filmemacher dem tragischen Schicksal des freien Afro-Amerikaners einen filmischen Tribut. Der Zuschauer bekommt einen bestialisch-realistischen Blick auf die Sklaverei präsentiert. Das Drehbuch von John Ridley bringt das schicksalhafte Leben von Solomon Northup erschütternd, berührend und mit unmenschlicher Härte zum Ausdruck. Die gelebte Brutalität der Sklaveneigner wird gnadenlos in Szene gesetzt, während sich universelle Themen wie Identität, Verrat und Hoffnung mit dem tragischen Schicksal der Hauptfigur vermischen. Durch die Augen von Solomon Northup, mit viel Gefühl von Chiwetel Ejiofor gespielt, durchlebt der Zuschauer fast fühlbar die Sklaverei am eigenen Körper mit. In authentischen Bildern offenbart sich die Sklaverei als globales System mit brutaler Infrastruktur. Dabei bedient sich McQueen akustischer Mittel, um jeden einzelnen Peitschenhieb erschütternd bis ins Mark widerhallen zu lassen. Der dramatisch anschwellende Soundtrack von Hans Zimmer schürt zusätzlich die düstere Atmosphäre. 

Bild und Ton


Der Transfer ist sehr klar und deutlich. Die Farben sind präzise gewählt. Die Baumwollplantagen erscheinen sehr saftig, während die spärlichen Kleider der Sklaven durch ihre Farbarmut ärmlich erscheinen. Die Details werden fein abgebildet. Der grobe Baumwollstoff zeichnet sich ebenso deutlich ab wie die Baumwollpflanzen oder Holzmaserungen. Die zernarbte Haut der Sklaven kommt in Großaufnahmen gut zum Tragen. Der akustische Raum ist der Handlungszeit angemessen gestaltet. Das leise Zirpen von Insekten auf den Plantagen, ratternde Pferdewagen, Glockengeläut und die monotonen Geräusche des Hausbaus liefern eine konstante Atmosphäre, die sich mit der grausamen Behandlung der Sklaven vermischt. Die Handgreiflichkeiten und barbarischen Misshandlungen sind akustisch untermalt. Die deutlichen Dialoge und schmerzvolle Schreie heben sich von der atmosphärischen Musik ab. 

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12 Years a Slave (Universal)

4.0 von 5 Sternen

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Dipl.-Ing.
Michael Voigt
Chefredakteur
hifitest.de
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Autor Sandy Kolbuch
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Datum 27.10.2014, 12:01 Uhr