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Kategorie: D/A-Wandler

Einzeltest: Arcam D33


D/A-Wandler Arcam D33

D/A-Wandler Arcam D33 im Test, Bild 1
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Ich habe irgendwie darauf gewartet. Es lag förmlich in der Luft, dass das englische Traditionsunternehmen Arcam einen D/A-Wandler herausbringt. Und der muss natürlich herausstechen.

Arcam ist über 30 Jahre am Markt und dafür bekannt, hochwertige HiFi-Geräte herauszubringen, die stets etwas ganz Besonderes sind. In Cambridge sind bereits jede Menge CDPlayer entwickelt worden, die klanglich immer zum Besten gehörten, was man in den jeweiligen Preisklassen erwerben konnte. Die Jungs haben also jede Menge Erfahrung mit digitaler Signalverarbeitung, außerdem gab es schon in frühen Jahren externe Wandler von Arcam, um die zum damaligen Zeitpunkt in Sachen D/A-Wandlung verbesserungswürdigen Modelle aufzuwerten. Irgendwann sind externe Wandler aus der Mode gekommen, doch seit gut zwei Jahren ist die Produktgattung aus dem Winterschlaf erwacht. So gesehen hat man sich bei Arcam ordentlich Zeit gelassen, den Markt mit einem DAC aus Cambridge zu beglücken und wie so oft sind es die guten Dinge, die Weile haben wollen. Zwischenzeitlich hat man sich mit dem rDAC warmgelaufen, der seinerzeit technisch äußerst fortschrittlich und einer der ersten Wandler mit 96-kHz-USB-Schnittstelle und optionalem Streaming war. Seit ein paar Wochen ist nun der große Vollformat- Wandler da und schickt sich an, die audiophile Computer-HiFi-Fraktion zu überzeugen. An Selbstvertrauen mangelt es dem neuen Arcam-Wandler jedenfalls nicht, schon seine Produktbezeichnung ist mit „D33 SuperDAC“ wegweisend für den hohen Anspruch, den er klarstellt. Vom Design her passt er ganz wunderbar zu den CD-Playern und Verstärkern der FMJ-Serie und kommt als reiner Wandler, ohne Lautstärkeregelung oder Streaming, daher. Ein Spezialist eben. Deswegen konzentriert er sich viel lieber auf klangrelevante Dinge wie beispielsweise umschaltbare Digitalfilter.

D/A-Wandler Arcam D33 im Test, Bild 2D/A-Wandler Arcam D33 im Test, Bild 3D/A-Wandler Arcam D33 im Test, Bild 4D/A-Wandler Arcam D33 im Test, Bild 5D/A-Wandler Arcam D33 im Test, Bild 6D/A-Wandler Arcam D33 im Test, Bild 7D/A-Wandler Arcam D33 im Test, Bild 8D/A-Wandler Arcam D33 im Test, Bild 9
Zwei stehen zur Auswahl, die den Klang maßgeblich beeinfl ussen. Das erste Filter schneidet das Signal steilfl ankig oberhalb der Hörgrenze ab, das zweite ist eher sanfter zugange, erzeugt auf diese Weise jedoch kein Pre-Ringing und Phasenprobleme. Ich gehe später noch auf die klangliche Auswirkung der beiden Filter ein. Die Verbindung zum D33 steht Ihnen völlig frei, er verfügt über so ziemlich alle Buchsen, die man heutzutage braucht. Dazu gehören zwei elektrische und zwei optische S/PIDF-Eingänge, AES/EBU und ein digitaler iPod- Eingang, der natürlich auch für iPads und iPhones genutzt werden kann. Das ist eine ganz interessante Anwendung, denn es hat durchaus Charme, einen hochklassigen DAC und ein mit AIFF- oder Apple-Lossless-Dateien gefülltes iPad als ganz besonders schlanke und klanglich hochwertige Quelle einzusetzen. Dann kann man zwar maximal CD-Qualität genießen, da ein iPad nur maximal 48 kHz in 16 Bit über diese Verbindung herausgeben kann, das sollte aber denjenigen, der sowieso hauptsächlich CD-Rips auf der Festplatte hat, wenig interessieren. Die anderen Eingänge sind natürlich breitbandiger. Auf der linken Seite informiert eine LED-Kette über die gerade anliegende Abtastfrequenz. Der Kenner nimmt dabei wohlwollend zur Kenntnis, dass alle Frequenzen der 44,1- und 48-kHz-Familien bis hin zu 192 kHz unterstützt werden. Das gilt auch für die USB-Verbindung, wobei Arcam hierfür eine Luxus-Lösung gefunden hat, denn der D33 verfügt über zwei USB-Buchsen. Eine davon ist für USB Class 1 und somit für die treiberlose Anbindung des Computers da. Das ist die Plug&Play-Lösung, die allerdings auf 96 kHz beschränkt ist. Wer die Festplatte voll mit den ganz dicken Highres-Files hat benötigt die zweite, USB-Class-2-spezifizierte Buchse. So beschaltet sind auch 176,4 und 192 kHz abspielbar. Wie so oft gilt: Mac-Besitzer können den D33 ansteuern unter Class 2, ohne Treiber installieren zu müssen, unter Windows muss man für die volle Bandbreite von 192 kHz erst Treiber von der beiliegenden CD installieren. Unter Linux und OSX funktioniert alles ohne zusätzliche Software, mein Testrechner spielte anstandslos Dateien in höchster Auflösung, wenn ich den Schalter auf der Rückseite auf „USB Class 2“ stellte. Vor der Treiberinstallation muss sich keiner fürchten, denn dieser Vorgang ist in einer Minute erledigt und muss bloß einmal erledigt werden, danach kann die Treiber-CD in die Schublade.

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Hochmodernes



Die Computerschnittstelle ist technisch jedenfalls auf dem neuesten Stand der Dinge. Arcam reiht sich in den erlauchten Kreis der Entwickler ein, die den hervorragenden XMOS-Empfänger einsetzen, der die USB-Daten entgegennimmt und weiterleitet. Dieser Chip arbeitet im asynchronen Modus und beantragt somit immer die ihm am besten passende Datenmenge im Computer, reclockt das Signal und gibt einen pieksauberen Datenstrom heraus. Das ist genau der Weg, den man als ambitionierter Hersteller geht, wenn es um saubere Anbindung von Computern an den D/A-Wandler geht. Auf diese Weise werden die besten Voraussetzungen für die nachfolgende Pufferung und die schlussendliche Wandlung geschaffen. Ebenfalls extrem wichtig für ordnungsgemäßen Betrieb ist wie bei jedem HiFi-Gerät die Umsetzung der Stromversorgung. Das weiß man bei Arcam natürlich auch und hat dem D33 ein Netzteil verpasst, das sich von keiner Schwankung und Störung beeindrucken lässt. Zwei leistungsfähige Ringkerntrafos setzen die Netzspannung um, eine solch fürstliche Energiequelle weckt sofort Vertrauen und trägt ihren Teil zum stattlichen Gewicht des Wandlers bei. Man bekommt halt nichts geschenkt.

Bewährtes



Eine Kernkomponente des D33 ist natürlich der DAC-Chip, in dem die Wandlung digitaler in analoge Signale stattfindet. Auch an dieser wichtigen Stelle setzt Arcam mit dem Burr-Brown 1792 auf Hardware, die aus klanglicher Sicht zum Besten gehört, das man derzeit verwenden kann. Es gibt zwar durchaus neuere und auf dem Papier mit beeindruckenderen Zahlen versehene Modelle, die Burr-Brown zu bieten hat, doch kann ich sowohl aus Gesprächen mit Entwicklern als auch aus eigener Hörerfahrung berichten, dass dieser Wandler zum absolut Besten gehört, das man in einem DAC verbauen kann. Eine goldrichtige Wahl. Zwei Stück sind verbaut, einer für jeden Kanal. Der 1792 gibt symmetrische analoge Ausgangsströme heraus, die per Differenzverstärkernetzwerk in Spannungen umgewandelt, konsequent symmetrisch weiterverarbeitet und über XLR-Verbindung herausgegeben werden. Wer eine Vorstufe oder einen Vollverstärker mit normalen Cinch-Buchsen hat, wird ebenso bedient, Operationsverstärker desymmetrieren das Signal und stellen es an vergoldeten RCA-Buchsen bereit.

Klang



Nach den positiven Eindrücken, die ich von der technischen Umsetzung gewinnen konnte, war ich natürlich gespannt darauf, wie gut sich der D33 im Hörraum schlägt. Zum Warmlaufen wurde er einfach in die gerade im Hörraum vorhandene Anlage eingespeist, als Zuspieler fungierte der bei uns fest installierte Linux-Musikserver. Obwohl ich den zu diesem Zeitpunkt frisch eingetroffenen DAC eigentlich nur erst einmal einspielen wollte, habe ich spontan festgestellt, wohin die Reise geht. Der D33 drückte der Anlage umgehend ein sattes, klares, sehr dynamisches Spiel auf. Ein solcher Klang kommt mir sehr entgegen. Ich mag es, wenn Bässe stramm, Stimmen groß und beeindruckend sind und wenn ein Schlagzeug ein klein wenig weh tut. Der Arcam schüttelt die Musik aus dem Ärmel und scheut sich vor keiner Art von Komplexität, stellt zu jeder Sekunde klar, dass er eine verlässliche und sichere Bank ist. Interessant ist natürlich immer das Vergleichshören der digitalen Filter, die hier ja bequem per Fernbedienung umschaltbar sind. Diesen Test habe ich erst im eingespielten Zustand durchgeführt und festgestellt, dass sich beim Wechsel maßgebliche Dinge tun. Filter 2 hat sich im Hörtest als mein persönlicher Favorit herausgestellt, denn es brachte den saftigeren, mit kräftigerem Grundton und ausdrucksstarken Mitten geschmückten Klang zum Vorschein. Filter 1 klingt etwas dezenter, produziert einen schlankeren Bass und leicht weniger beeindruckende Stimmen. Je nach Lautsprecher kann das natürlich das bessere Filter für Sie sein, Sie haben die Wahl. Mit der erwähnten Fernbedienung kann man übrigens die digitalen Quellen umschalten und Filter auswählen, außerdem erlaubt sie auch das Bedienen des Computers, zumindest, was die wichtigsten Funktionen (Titelsprung, Pause, Play) betrifft. Das funktioniert mit Programmen wie iTunes oder Foobar ganz wunderbar, es gibt natürlich ein paar exotische Player, die diese Funktion verwehren. Wie fast bei jedem Wandler stellt sich der finale Klangcharakter erst nach ein paar Stunden so wirklich ein. Wenn er sich in seinem Endstadium befindet, klingt er noch etwas runder, seine Abbildungsschärfe bekommt den letzten Schliff verpasst. Mit diesem tollen Gerät kann man stundenlang hören, er schafft stets den Spagat zwischen dem Sezieren der Musik und absolut stressfreier Wiedergabe. Arcam hat ein rundum gelungenes Gerät geschaffen, das sich in jedem Rack und an jedem Zuspieler sehr gut macht. Das Warten hat sich gelohnt.

Fazit

„Der D33 hat mich mit einem Schlag beeindruckt. Dieser Wandler klingt vorzüglich und bietet Features, die nur er vorweisen kann. Ganz großer Wurf!“

Preis: um 2500 Euro

Arcam D33


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Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb GP Acoustics, Lünen 
Telefon 0231 9860320 
Internet www.gpaeu.com 
Eingänge: 2 x S/PDIF RCA (bis 192 kHz, 24 Bit) 
Ausgänge: 2 x analog RCA 
Abmessungen (in mm): 433/110/370 
Besonderheiten
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Autor Christian Rechenbach
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