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Kategorie: D/A-Wandler

Einzeltest: Audiolab 8200CD


Offen für alles

D/A-Wandler Audiolab 8200CD im Test, Bild 1
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Die CD ist ohne Zweifel ein Medium, das allein schon aufgrund seiner Verbreitung noch lange die HiFi-Welt bestimmen wird. Andererseits nagt der Musikdownload langsam, aber sicher an den Marktprozenten. Wir brauchen also derzeit noch beides – ein CD-Laufwerk und etwas, das uns ermöglicht, Dateien abzuspielen. Das dachte man sich auch in England.

Peripherie:



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USB-Quellen:


RipNAS Z500
Foobar2000
UpnP und Kernelstreaming-Plugin
Notebook Toshiba,
Windows XP Home Edition
MediaMonkey
ASIO4All-Treiber


Digitale Quellen:


Northstar Design
Logitech Squeezebox Touch


Vorstufe:


MalValve preamp 3

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Endstufen:


SymAsym


Lautsprecher:


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German Physiks HRS12


Wer highendige Ambitionen hegt und preisbewusst denkt, kam noch nie an Audiolab vorbei. In der Vergangenheit erfreute uns diese Marke immer wieder mit Produkten, denen man das Preisschild nicht so recht abnehmen wollte. Mit John Westlake hatte man einen prominenten und anerkannten Entwickler im Boot, der unter anderem dafür verantwortlich ist, dass es sich bei der 8200-Serie um komplett neue Entwicklungen handelt. Ich finde den Audiolab 8200CD optisch überaus ansprechend. Er verfolgt durchweg geradliniges Design, ohne Schnickschnack, ohne verspielte Elemente. Gerade in Zeiten, in den beispielsweise Autos aussehen wie rundgelutschte Rasierapparate, ist ein solches Äußeres eine Wohltat. In Sachen Stabilität wird auch kein Mensch einen Hauch eines Zweifels hegen, der 8200 besteht problemlos jeden Klopftest.

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Innen ist er sogar noch verstrebt, um die minimalen Vibrationen des Sony-Laufwerks zu streuen. Für das hohe Gewicht sorgt unter anderem der Ringkerntrafo, der die stabilen Betriebsspannungen für Laufwerk, Digitalsektion und die analoge Vorstufe besorgt. Wenn man sich die bisherigen Beschreibungen zu Gemüte führt, könnte man auf die Idee kommen, der 8200CD wäre ein richtig feister CD-Player. Ist er auch. Und noch mehr. Ich selbst verstehe ihn sogar als D/A-Wandler mit integriertem Laufwerk. Vier digitale Eingänge, jeweils zwei optische und zwei elektrische, können verwaltet werden, eine USB-Buchse kommt noch obendrauf. Die speit nicht etwa MP3- Dateien vom Stick, sondern erlaubt die direkte Verbindung des Players mit einem Computer. Audiolab spezifiziert die Toslink-Verbindung bis 96 kHz. In der Praxis, mit dem richtigen Zuspieler und sauberer Verbindung mit kurzen Wegen, lief er bei mir störungsfrei bis 192 kHz. Doch wir waren bei der USB-Buchse. Über diese Verbindung sind 96 kHz in 24 Bit drin. Und zwar asynchron, was bedeutet, dass der Signaltakt nicht etwa stur vom (instabil arbeitenden) PC übernommen, sondern im 8200er in der Nähe des DAC stabil generiert wird. Das Resultat ist ein weitaus geringerer Jitter. Lediglich eine kleine Latenzzeit muss man in Kauf nehmen, aber die ist zum einen sehr kurz, zum anderen sollte es einem der gute Klang wert sein. Dem guten Komfort dient zudem die Fähigkeit des 8200CD, Basis- Laufwerksfunktionen zum Computer zurückzuschicken, denn so kann man beispielsweise den Titelsprung bequem von der Couch aus per Fernbedienung vornehmen. Das Schwestermodell, der 8200CDQ verfügt sogar über Lautstärkeregelung – sowohl auf digitaler als auch auf analoger Seite. Das kann der mir vorliegende 8200CD nicht, eignet sich also für alle, die bereits die Vorstufe fürs Leben gefunden haben und eh nix anderes wollen. Die brauchen eher eine Quelle, die digitale Signale verwaltet und – genauso wichtig – perfekt für die Weiterverarbeitung aufbereitet. Und das kann er, der Audiolab-DAC, glauben Sie mir. Gewandelt wird von einem ESS-Wandler, den ich bereits in anderen feinen HiFi-Geräten schätzen lernen konnte. Dieser Chip arbeitet mit 32 Bit, verdaut Eingangssignale (S/ PDIF, I2S und DSD) direkt in bis zu 200 kHz und ist im Stereobetrieb mit 133 dB Dynamikumfang angegeben. Das sind tatsächlich feine Eckdaten. Der eingebaute Soundprozessor erlaubt es den Entwicklern zudem, eigene Filterkoeffizienten zu schreiben, mit denen man sich austoben kann. Vier Filter sind auswählbar: „Fast Rolloff “ ist das Standardfilter, das ganz klassisch ab der halben Abtastfrequenz mit 6 dB das Signal tiefpassfiltert, „Slow Rolloff “ setzt etwas früher ein, arbeitet aber flacher. Sein Vorteil gegenüber dem steiler arbeitenden „Bruder“ ist das bessere Zeitverhalten mit weitaus geringeren Ringing-Anfällen. Damit kann das „Optimal Spektrum“ nicht glänzen, wohl aber mit dem messtechnisch besten Ergebnis im Frequenzbereich. Das letzte Filter wiederum nennt sich „Optimal Transient“ (Optimaler Durchgang) und ist auf möglichst hohe Musikalität und bestes Zeitverhalten getrimmt, an Messstrippen hingegen verhält es sich nicht optimal. Wie sich das klanglich auswirkt, werde ich noch ausführlicher beschreiben. Ich selbst bin kein Verfechter des „Messwertehörens“ und möchte lieber maximalen Klang – unabhängig davon, wie gut sich ein HiFi-Gerät im Labor verhält. Wir werden sehen. Da der ESS-Wandler ein symmetrisches Signal ausgeben kann, erfolgt die Weiterverarbeitung komplett auf symmetrischem Weg. Die Class-A-Vorstufe pumpt die Ausgangsspannung auf zirka 4 Volt, so dass die Vorstufe das Signal sowieso nur dämpfen, nicht aber anheben muss. Eine schlanke passive Vorstufe, die nur aus einem (sehr guten) Potenziometer besteht ist eine verführerische Vorstellung, die man ruhig mal ausprobieren sollte. Weitere Experimentiermöglichkeiten hat man bei der Auswahl der Gerätetreiber. Natürlich läuft der 8200 zur Not treiberlos, allerdings mit der Einschränkung, vom Betriebssystem „verschandelte“ Signale verarbeiten zu müssen. Audiolab empfiehlt, die universell konfigurierbaren ASIO4All- Treiber zu verwenden. Wie die eingerichtet werden steht im Service auf Seite 14, ich möchte jetzt lediglich darauf hinweisen, dass wir die Hörtests mit diesen Treibern durchgeführt haben. Das ist nicht ganz unwichtig, denn klanglich tut sich durch deren Verwendung noch mal einiges. Mac-User müssen ein wenig Geld ausgeben, um den USB-Klang zu verbessern. Wer die hervorragende Software Amarra nutzen möchte, kommt in diesem Fall mit der „Mini“-Version aus, die bis 96 kHz spezifiziert und somit für den 8200CD völlig ausreichend ist. Ich war zunächst mit einem Windows-Rechner bewaffnet und hatte einiges an Arbeit vor mir. Der direkte Vergleich zwischen CD und verlustfrei gerippter, per Laptop abgespielter Datei war natürlich extrem interessant. Mit der Quellenwahl an der Fernbedienung konnte ich flott zwischen CD und USB hin- und herschalten, um umgehend Unterschiede heraushören zu können. Meine Arbeit wurde, besonders nachdem der 8200 eine Weile lief, versüßt. Gerade der unglaublich offene, tiefe Raum war es, der mich beeindruckte. Und jede Ecke desselben strahlt vor Energie und Spielfreude. Es gibt sicher wärmer auftretende Player, der Audiolab hat aber nichts von Sterilität, sondern konzentriert sich halt darauf, in allen Lagen möglichst klangneutral und klar zu spielen und Klangtendenzen von der Peripherie erledigen zu lassen. Und das auf einem Niveau, das sich gewaschen hat! Trotzdem war ich zunächst etwas enttäuscht, hatte ich mir doch von den FLAC-Dateien mehr erwartet. Die Musik vom Laptop konnte nicht im selben Maß diese Direktheit in der Musik vermitteln, spielte weniger räumlich, offenbarte sogar tonale Unterschiede. Auch der krampfhafte Versuch, gänzlich unkomprimiertes Material abuzspielen, um (eigentlich nicht nachvollziehbare) Klangeinbußen ausschließen zu können, war nicht von Erfolg gekrönt. Aber wir haben ja auch noch Filter. Die veränderten nicht nur den Klang, sondern eliminierten auch die Klangunterschiede zwischen CD und USB. Mein Lieblingsfilter ist nach gar nicht mal so langem Hinhören das „Optimal Transient“-Filter. Es sorgt für mich sehr eindeutig einfach für das maximale Maß an Musikalität und Natürlichkeit des Klangs. Tatsächlich sind bei seiner Verwendung keine bahnbrechenden klanglichen Unterschiede zwischen CD und USB-Anschluss mehr auszumachen, zumindest, wenn man mit gleichen Waffen kämpft und 44,1-kHz-Dateien über die USB-Strippe schickt. Die große Berechtigung dieser Verbindungsart sind aber zweifelsohne zum einen der mögliche Komfort und nicht zuletzt die Möglichkeit, höher aufgelöstes Musikmaterial zu verwenden. Ich hatte beispielsweise eine CD, einen FLAC-Rip dieser und einen 24-Bit/96-kHz- Download von Dianna Kralls „Quiet Nights“ zur Verfügung. Der Highres- Download kam zuletzt dran und bog für mich die Welt wieder gerade. Die Musik hatte mehr Ausdrucksvermögen, Durchsetzungskraft, wirkte detaillierter und geschmeidiger. Letztlich gab es einen Sieg nach Punkten für die Musik von Festplatte, die natürlich auf der höheren Auflösung beruht. Aber genau dafür sind ja die neuen Medien da. Übrigens: Ein aktueller Mac (mit Intel-Prozessor) mit Amarra-Software spielt am Audiolab 8200CD mindestens auf gleichem Niveau, wenn nicht sogar noch eine Spur seidiger, geschmeidiger. Vielleicht passt das genau zu dem, was man über die Benutzer dieser Rechner sagt: Es klingt perfekt, allerdings mit leichtem Hang zur Romantik. Ich selbst bin Mac-Nutzer und mag diese Art des Klangs sehr. Eine wichtige Erkenntnis war für mich, wie wichtig das Zeitverhalten eines Systems für das Klangempfinden ist, denn die beiden Filter, die in dieser Hinsicht am besten arbeiten, waren klanglich auch die, die am harmonischsten musizierten. Aber allein die Tatsache, dass man dem Besitzer die Möglichkeit in die Hand gibt, zu experimentieren und dabei etwas zu lernen, ist absolut löblich. Und deswegen finde ich sowieso, dass der 8200CD ein geradezu verlockendes Angebot darstellt. Fürs aufgerufene Geld ist der 8200 zweifelsohne einer der musikalischsten und technisch ausgereiftesten Player am Markt.

Fazit

Knaller-Teil! Der 8200er spielt aus seinem Laufwerk heraus wie der Teufel und vermag auch über seine digitalen Eingänge jeden Zuspieler zu befügeln. Und das für 900 Euro? Klasse.

Preis: um 900 Euro

Audiolab 8200CD


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Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb IAD, Korschenbroich 
Telefon 02161 617830 
Internet www.audiolust.de 
Eingänge: 2 x S/PDIF RCA (bis 192 kHz, 24 Bit) 
Ausgänge: 1 x analog RCA 
checksum „Knaller-Teil! Der 8200er spielt aus seinem Laufwerk heraus wie der Teufel und vermag auch über seine digitalen Eingänge jeden Zuspieler zu befügeln. Und das für 900 Euro? Klasse.“ 
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Autor Christian Rechenbach
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