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Kategorie: D/A-Wandler

Einzeltest: Linnenberg Satie - Seite 3 / 4


Auf den Punkt gebracht

schon auf digitaler Ebene die Ausgangslautstärke des Signals vorgegeben, wobei allerdings oft klangliche Einbußen entstehen können. Dies ist beim Satie also keine Lösung, weshalb Linnenberg sich eine besondere Eigenschaft des genutzten DACs zunutze macht. Der ES9038Pro ist in der Lage, mit besonders hohen Spannungen zu arbeiten. Damit ist das Ausgangssignal des Chips bereits problemlos in der Lage, eine Endstufe zu beliefern. Für die Regelung wird im Satie darum eine vollkommen diskret aufgebaute Vorstufe genutzt, bei der Widerstände und Relais die Spannung an den Ausgängen auf das gewünschte Level herunterbringen. So entsteht keinerlei klangliche Beeinflussung, da das eigentliche Signal komplett unangetastet bleibt. Da es für diese Strom- Spannungs-Wandlung des DACs keine vorgefertigen Teile gab, musste man bei Linnenberg eine eigene Lösung entwickeln. Nutzer eines Vollverstärkers oder einer separaten Vorstufe können den Satie auch im Fixed Mode verwenden. Stellt man die Lautstärkestufe 85 ein, liegen am Ausgang genau zwei Volt an. Schaltet man das Gerät anschließend aus und wieder ein, bleibt die gewählte Stufe bestehen. Im variablen Modus lässt sich die diskrete Vorstufe wunderbar präzise einstellen, wobei jede Änderung mit einem charmanten analogen Klicken begleitet wird. Auch hier sind die Steuerungseingaben wieder durch die bereits erwähnten Kopplungen von der eigentlichen Signalführung getrennt. Damit der leistungshungrige DAC-Chip und damit auch die Vorstufe optimal betrieben werden können, ist der Satie mit einem üppig dimensionierten Netzteil ausgestattet. Dabei kommt eine Vielzahl von Spannungsreglern zum Einsatz, von denen allein der ESS-Wandler gleich sieben Stück in Anspruch nimmt. An jeder Stelle des Wandlers wurde ein enormer Aufwand betrieben und kein Detail wurde dem Zufall überlassen. Ehrenwerte Ansprüche, die sich beim Satie durch einen ausnehmend packenden Klang bezahlt machen. Die penible Signalverarbeitung und die passive Vorstufe führen zu einem sehr dunklen Hintergrund ohne jede Form von bemerkbarem Grundrauschen. Durch den sehr niedrigen „Noisefloor“, wie sich das Phänomen im Entwicklerenglisch nennt, wirken die musikalischen Komponenten angenehm plastisch und dreidimensional. Die Größe und Aufteilung der Bühne ist wunderbar, doch gerade in Sachen Dynamik macht der Wandler seine Sache einfach hervorragend. Percussions werden knackig wiedergegeben, treffen voll ins Schwarze und bleiben anschließend nur so lange im Raum, wie sie sollen. Auch der Bassbereich bietet ordentlich Druck, lässt aber keineswegs die nötige Präzision vermissen. Gerade bei schnellen Rockstücken und in Kombination mit potenten Verstärkern ist der DAC beinahe prädestiniert dazu, dem Hörer richtig in die Magengrube zu fahren. Auch bei klassischer Musik ist das Spiel des Satie ein echtes Fest. Orchester bekommen eine angemessene Größe und Wucht, während feine Details in allen Bereichen erhalten bleiben. Selbst bei Alben, die dem ungeliebten Brickwall-Mastering zum Opfer gefallen sind, schafft es Linnenberg mit seinem Wandler, wieder etwas Leben in das totgemischte Signal zu bringen. Dort weiß man eben, was gut für die Musik ist. Der Aufwand bei der Entwicklung und die hochwertigen Bauteile machen sich bezahlt. Mancher mag sich durch die eigenwillige Bedienung und eingeschränkte Auswahl analoger Anschlüsse gestört fühlen, doch beim Satie hat einfach alles Hand und Fuß. Sich hier über fehlende Knöpfe oder das vermeintlich schlichte Display zu beschweren, wäre so, als kritisiert man einen Rennwagen wegen fehlender Becherhalter. Der Satie macht genau das, was

Preis: um 9450 Euro

Linnenberg Satie


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Dipl.-Ing.
Michael Voigt
Chefredakteur
hifitest.de
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Autor Philipp Schneckenburger
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Datum 28.10.2019, 10:02 Uhr