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Kategorie: D/A-Wandler, Vollverstärker

Systemtest: Music Hall c-dac15.3, Music Hall a15.3


Zurück zur Musik

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Die Entwicklung, die HiFi in den letzten Jahren gemacht hat, stößt bei einigen auf Widerstand. Mancher will einfach nur Musik hören, ohne über Internet und Apps nachdenken zu müssen. Kein Problem, wir hätten da was.

Um ganz ehrlich zu sein, ist HiFi als Hobby heute deutlich weniger beliebt als vor einigen Jahren. Über die Gründe streitet man sich vortrefflich, denn diese können sowohl innerhalb als auch außerhalb der Szene liegen. Von außen kann man stets die generelle wirtschaftliche Situation anführen oder die Tatsache, dass mit Smartphones, Laptops und all den anderen tollen Spielzeugen, die es gibt, zu viel Konkurrenz für die Musikwiedergabe per Anlage entstanden ist. Innere Faktoren - und jetzt wird es interessant - spielen aber wahrscheinlich eine noch größere Rolle. Zum einen hat der technologische Wandel mit Fokus auf Streaming viele ehemalige HiFi-Enthusiasten unvorbereitet getroffen, denn die Art, Musik zu hören, hat sich verändert. Netzwerke und Tablets sind jetzt auch im Hörraum oft vonnöten und die Einarbeitung wird von vielen als zu hohe Hürde gesehen. Ein anderer Faktor ist, dass mittlerweile ein wenig der mittlere Preissektor abhandengekommen ist. Schaut man sich im normalen Handel um, hat man oft den Eindruck, dass es nur noch Bluetooth-Tröten für 19 Euro gibt. Auf HiFi-Messen dagegen werden immer größere Geschütze aufgefahren. Anlagen oder sogar Einzelkomponenten mit fünfstelligem Preisschild scheinen immer mehr zur Norm zu werden, anstatt das Besondere auszuzeichnen.

Zumindest auf diese Probleme kann man aber eine Antwort finden, denn es gibt durchaus noch Geräte, die bezahlbar sind und gut Musik machen können. Bereits 1985, also noch in der Hochzeit der HiFi-Welle, gründete Roy Hall seine eigene Audiofirma, die genau diesem Konzept nachgehen wollte und dies bis heute tut. Von eben jener Firma, von ihrem Gründer Music Hall getauft, haben wir nun gleich zwei Testgeräte vom neuen Deutschlandvertrieb bekommen. Die beliebten Plattenspieler, die ebenfalls von der Firma gebaut werden, sind für unser Magazin dann aber doch etwas zu analog, weshalb wir uns lieber den c-dac15.3 und den passenden Vollverstärker a15.3 haben kommen lassen. Um es gleich vorweg zu erwähnen, wirklich modern ist die Optik der beiden Geräte eher weniger geraten. Ein paar blaue LED-Leuchten ersetzen die übliche Skala am Poti, was durchaus nett aussieht. Die Generation Smartphone wird das Design alleine dennoch kaum wieder in Richtung HiFi lenken. Music Hall setzt auf ein geradliniges, eher schnörkelloses Aussehen, das die Funktionalität in den Vordergrund stellt. Auch bei der Farbpalette setzte man auf die Klassiker Silber und Schwarz, die trotz aller wild kolorierten Konzepte verschiedener Hersteller am Ende doch von 95 Prozent aller Kunden gewünscht sind. Recht so.

Preis: um 600 Euro

Music Hall c-dac15.3


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Preis: um 600 Euro

Music Hall a15.3


03/2019 - Philipp Schneckenburger