Kategorie: In-Car Endstufe Mono, In-Car Endstufe 4-Kanal

Serientest: Hifonics Mercury I v2, Hifonics Mercury IV v2


Endstufenserie von Hifonics

In-Car Endstufe Mono Hifonics Mercury I v2, Hifonics Mercury IV v2 im Test , Bild 1
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Hifonics‘ bezahlbare Mercury-Serie tritt frisch renoviert an, im Bereich der konservativen Endstufen den Stand der Technik zu definieren. Wir testen natürlich gerne, was dabei herausgekommen ist.

Im Endstufenprogramm von Hifonics ging es lange Jahre recht übersichtlich zu. Im Gegensatz zu mach anderem Hersteller waren die Endstufen schön einfach zu sortieren. Abgesehen von der Generation-Serie mit ihren Überkrachern à la Colossus gab es drei analoge Serien namens Zeus, Mercury und Vulcan. Zeus-Endstufen sind Premium-Analoge, Vulcan ist für den schmalen Geldbeutel und Mercury genau dazwischen. Diese analoge Modellpalette wurde kürzlich mit modernen, digitalen Serien gehörig aufgemischt, hier haben wir nun die Zeus Power ZXR als Premium-Digitalserie, die Pluto-Verstärker als Plug&play Upgradeverstärker und die sehr kompakten Zeus Street ZXS als mittlere Digitalserie.   

Unsere beiden Testverstärker Mercury I v2 und Mercury IV v2 befinden sich jetzt genau in der Mitte zwischen den Digitalserien ZXS und Pluto, sowohl preislich als auch leistungstechnisch. Und doch sind beide ganz anders als Mercury v2.

In-Car Endstufe Mono Hifonics Mercury I v2, Hifonics Mercury IV v2 im Test , Bild 2In-Car Endstufe Mono Hifonics Mercury I v2, Hifonics Mercury IV v2 im Test , Bild 3In-Car Endstufe Mono Hifonics Mercury I v2, Hifonics Mercury IV v2 im Test , Bild 4In-Car Endstufe Mono Hifonics Mercury I v2, Hifonics Mercury IV v2 im Test , Bild 5In-Car Endstufe Mono Hifonics Mercury I v2, Hifonics Mercury IV v2 im Test , Bild 6In-Car Endstufe Mono Hifonics Mercury I v2, Hifonics Mercury IV v2 im Test , Bild 7
Die Pluto IV ist gerade mal ein Viertel so groß wie die Mercury IV v2 und hat deutlich weniger Leistung. Die Zeus ZXS700/4 ist halb so groß, hat aber etwas mehr Leistung. Damit ist die ZXS die digitale, moderne und etwas teurere Alternative zur Mercury v2. Bei den Monos sieht es genauso aus, hier sticht die modernere ZXS die Mercury I v2 aus, wenn man den Mehrpreis investiert. Die Zielgruppe für die Mercurys ist daher bei den Liebhabern guter alter Analogendstufen zu suchen, denen es nicht auf kompakte Bauform ankommt und die lieber einen klassischen Verstärker mit genug Leistung zum vernünftigen Preis suchen.   

Wenn wir uns die Mercury IV v2 einmal näher anschauen, ist sie durchaus modern zu nennen – falls man das bei einem Class AB Verstärker heute noch sagen kann.
In-Car Endstufe Mono Hifonics Mercury I v2, Hifonics Mercury IV v2 im Test , Bild 3
Die Mercury IV v2 (oben) ist eine klassische, diskret aufgebaute Class-AB Schaltung
Auf der hochwertigen, mehrlagigen Platine tummeln sich eine Menge Bauteile, die Mercury ist diskret aufgebaut ohne die immer mehr kommenden ICs, die beispielsweise die komplette Treiberschaltung für mehrere Kanäle enthalten. Das Layout ist sehr schön aufgeräumt und klar und auch auf dem Stand der Zeit. Wo immer es geht, kommen moderne SMD-Bauteile zum Einsatz und alles macht einen sehr ordentlichen Eindruck. Ganz klassisch verfügt jeder Kanal über ein Transistorenpärchen, wobei richtig große Exemplare zum Einsatz kommen - eine vertrauenerweckende Sache. Auch außenrum gefallen die Mercury v2, hier wird nicht beim Gehäuse gegeizt. Schwere Strangguss-Chassis mit reichlich Material für die Kühlung liegen solide in der Hand und auch die Gehäusefronten sind nicht aus Plastik oder Blech, sondern aus gegossenem Alu.   

Die Anschlüsse für Strom und Lautsprecher sind noch wie in alten Zeiten als dicke Schraubterminals ausgeführt (leider mit Kreuzschlitzantrieb für die Madenschrauben). Ausstattung und Signalhandling befinden sich auf dem neuesten Stand, so ist das hauseigene EPS für Werksradios mit Lautsprecherdiagnose genauso an Bord wie Hochpegeleingänge mit Einschaltautomatik. Die Mercury I v2 glänzt mit regelbaren Subsonic, Boost und Phase zusätzlich zum obligatorischen Tiefpass. Auch die Vierkanal hat Fernbedienung und Bassboost auf der Ausstattungsliste, das ist alles andere als selbstverständlich. Die Kanäle 3 und 4 können Bandpass und Boost, mittels DUPE-Schalter lässt sich das Setup auch auf die Kanäle 1 und 2 übertragen, falls zwei Subwoofer angesteuert werden.  

Messungen und Sound


Die Mercury I v2 gehört zu den 1-Ohm-stabilen Endstufen und ist daher in der Lage, auch kritische Woofer oder beispielsweise zwei 2-Ohm Subs anzutreiben. Dazu liefert sie passend gut 700 Watt ab. An 2 Ohm sind es dann an die 500 Watt und an 4 Ohm bleiben 288 Watt übrig, was für einen kleinen Sub locker reicht. Dämpfung und Rauschen sind sehr gut und die Verzerrungen gehen für eine Bassendstufe absolut in Ordnung. Die Mercury IV v2 punktet dagegen besonders bei den Verzerrungen, hier liefert sie schönen analogen Klirr, aber nur sehr wenig davon. Leistung hat sie genug für Komposysteme, auch mit größeren Tieftönern. 77 Watt an 4 Ohm und 118 Watt an 2 Ohm können sich in dieser Klasse sehen lassen. Klanglich gefällt die Mercury IV v2 durch schön gelassenes Aufspielen. Der Klang ist perfekt ausbalanciert und frei von Schärfe, was ihn langstreckentauglich macht. Zu den Lieblingsdisziplinen der Vierkanal gehört die Mittenwiedergabe mit Instrumenten und Frauen wie Männerstimmen. Hier klingt alles natürlich und irgendwie „schön“. Aber auch Details oder Percussion weiß sie ins rechte Licht zu rücken, insgesamt eine sehr erwachsene und audiophile Darbietung. Die Mercury I v2 hält nicht viel von übertriebener Zurückhaltung. An einem 2-Ohm Subwoofer lässt sie keine Zweifel daran, dass sie richtig zupacken kann. Drückend-schwere Basslawinen oder fette Bassdrums – die Mercury I v2 macht Spaß und wirkt in jeder Lebenslage kraftstrotzend. 

FAQ - In-Car Endstufe Mono

Was ist 4-Ohm, 2-Ohm und 1-Ohm Leistung?

Vereinfacht gesagt ist eine Endstufe eine Konstantspannungsquelle und die Leistung ergibt sich aus Spannung x Strom. Eine niedrige Last (Impedanz = frequenzabhängiger Widerstand) führt dabei an der konstanten Spannung zu mehr Strom und damit mehr Leistung, daher können Endstufen an 2 Ohm mehr Leistung abgeben als an 4 Ohm und an 1 Ohm nochmals mehr. Dies lässt sich ausnutzen, indem man den Subwoofer so auswählt, dass die Endstufe die gewünschte Leistung abgibt.


Wieviel Leistung brauche ich?

Das hängt vom Subwoofer ab. Es gibt Empfehlungen der Hersteller und Sie finden Leistungsempfehlungen hier bei den Tests. Einen dicken, teuren subwoofer mit zuwenig Leistung oder einen kleinen Subwoofer mit zuviel Leistung anzusteuern, ist nicht sinnvoll.


Welche Subwoofer passen zu meiner Endstufe?

Jede Endstufe ist vom Hersteller für eine bestimmte minimale Impedanz (Ohmzahl) ausgelegt, die nicht unterschritten werden darf. Sehr laststabile Endstufen sind 1-Ohm-stabil, andere 2-Ohm-stabil oder 4-Ohm-stabil. Mehr Impedanz ist nie ein Problem, man darf also einen 4-Ohm Subwoofer an eine 2-Ohm-stabile Endstufe anschließen. Bei mehreren Subwoofern oder Schwingspulen zählt deren Gesamtimpedanz.

Fazit

Die Mercury v2 sind sauber aufgebaut und jetzt auf dem neuesten Stand zur Zusammenarbeit mit aktuellen Fahrzeugen. Die Mercury IV v2 ist ein attraktives Angebot für Freunde analoger Endstufen und die Mercury I v2 ist die passende Bassergänzung dazu.

Kategorie: In-Car Endstufe Mono

Produkt: Hifonics Mercury I v2

Preis: um 250 Euro


12/2022
4.0 von 5 Sternen

Oberklasse
Hifonics Mercury I v2

Kategorie: In-Car Endstufe 4-Kanal

Produkt: Hifonics Mercury IV v2

Preis: um 250 Euro


12/2022
4.5 von 5 Sternen

Oberklasse
Hifonics Mercury IV v2

 
Bewertung: Hifonics Mercury I v2
Klang: 20% :
Tiefgang 5%

Druck 5%

Sauberkeit 5%

Dynamik 5%

Labor: 55% :
Leistung 40%

Dämpfungsfaktor 5%

Rauschabstand 5%

Klirrfaktor 5%

Praxis: 25% :
Ausstattung 15%

Verarb. Elektronik 5%

Verarb. Mechanik 5%

Ausstattung & technische Daten: Hifonics Mercury I v2
Vertrieb: Audio Design, Kronau 
Hotline: 07253 9465-0 
Internet: www.audiodesign.de 
Technische Daten:
Kanäle
Leistung 4 Ohm 288 
Leistung 2 Ohm 484 
Leistung 1 Ohm 705 
Empfindlichkeit max. mV 150 
Empfindlichkeit min. V 3.7 
THD+N (<22 kHz) 5 W 0.059 
THD+N (<22 kHz) Halblast 0.195 
Rauschabstand dB(A) 86 
Dämpfungsfaktor 20 Hz 235 
Dämpfungsfaktor 40 Hz 224 
Dämpfungsfaktor 60 Hz 224 
Dämpfungsfaktor 80 Hz 224 
Dämpfungsfaktor 100 Hz 224 
Dämpfungsfaktor 120 Hz 224 
Ausstattung:
Tiefpass 40 – 150 Hz 
Hochpass Nein 
Bandpass 10 – 150 Hz 
Bassanhebung 0 – 12 dB/45 Hz 
Subsonicfilter 10 – 35 Hz 
Phaseshift 0 – 180° 
High-Level-Eingänge Ja 
Einschaltautom. (Autosense) •, DC 
Cinchausgänge Nein 
Start-Stopp-Fähigkeit • (7,3 V) 
Abmessungen (L x B x H in mm) 278/205/46 
Sonstiges Fernbedienung, EPS 
Preis: 250 
Klasse: Oberklasse 
Preis/Leistung: hervorragend 
Car & Hifi: „Bei der Mercury I v2 stimmen Preis und Qualität.“ 
Bewertung: Hifonics Mercury IV v2
Klang 40% :
Bassfundament 8%

Neutralität 8%

Transparenz 8%

Räumlichkeit 8%

Dynamik 8%

Labor 35% :
Leistung 20%

Dämpfungsfaktor 5%

Rauschabstand 5%

Klirrfaktor 5%

Praxis 25% :
Ausstattung 15%

Ver. Elektronik 5%

Ver. Mechanik 5%

Ausstattung & technische Daten: Hifonics Mercury IV v2
Vertrieb Audio Design Kronau 
Hotline 07253 9465-0 
Internet www.audiodesign.de 
Technische Daten
Kanäle
Leistung 4 Ohm 77 
Leistung 2 Ohm 118 
Leistung 1 Ohm
Brückenleistung 4 Ohm 236 
Brückenleistung 2 Ohm
Empfindlichkeit max. mV 150 
Empfindlichkeit min. V 5,3 
THD+N (<22 kHz) 5 W 0,014 
THD+N (<22 kHz) Halblast 0,009 
Rauschabstand dB(A) 87 
Dämpfungsfaktor 20 Hz 160 
Dämpfungsfaktor 80 Hz 160 
Dämpfungsfaktor 400 Hz 160 
Dämpfungsfaktor 1 kHz 160 
Dämpfungsfaktor 8 kHz 154 
Dämpfungsfaktor 16 kHz 144 
Ausstattung
Tiefpass 50 – 4k Hz (CH12 via DUPE) 
Hochpass 20 – 4k Hz 
Bandpass 20 – 4k Hz (CH12 via DUPE) 
Bassanhebung 0 – 12 dB/60 Hz 
Subsonicfilter via HP 
Phasesshift Nein 
High-Level-Eingänge Ja 
Einschaltautomatik •, DC 
Cinchausgänge Nein 
Start-Stopp-Fähigkeit • (7,6 V) 
Abmessungen (L x B x H in mm) 278/205/46 
Sonstiges Fernbedienung, EPS, 2 od. 4CH in, DUPE 
Klasse Oberklasse 
Preis/Leistung hervorragend 
Car&Hifi „Rundum gelungene Analog-Vierkanälerin.“ 
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Autor Elmar Michels
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Datum 07.12.2022, 10:00 Uhr
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Interessante Links:
  • www.hausgeraete-test.de
  • www.heimwerker-test.de
  • hifitest.de/shop/
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