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Kategorie: In-Car Endstufe 2-Kanal

Einzeltest: SPL Dynamics Dream 2


Höhenflug

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SPL Dynamics und High-End? Eher weniger, oder? Doch Vorsicht – mit der neuen Dream-Serie wird mancher alteingesessene Car-HiFi-Fan zum Umdenken gezwungen.

Die finnische Company SPL Dynamics hat sich eine treue Fangemeinde vor allem im dB-Drag-Bereich aufgebaut – kein Wunder bei dem Namen. Nach und nach kamen auch Brotund- Butter-Komponenten dazu, um eine breitere Zielgruppe anzusprechen. Nur im SQ-Bereich hielt man sich bislang zurück. Das ändert sich gerade, denn die aktuellen Endstufen mit dem schönen Namen Dream stehen ganz frisch im Fachhandel. Es gibt eine Zweikanal, eine Vierkanal und auch eine Dreikanal im Angebot. Und wenn schon High-End, dann auch gleich richtig, muss man sich in Finnland gedacht haben, denn die Preise sind durchaus ambitioniert. Unsere Dream 2 kostet einen runden Tausender, für die Dream 4 sind sogar 1.300 Euronen zu berappen – da geht die Dream 3 mit 650 Euro fast als Sonderangebot durch. Dafür muss man zugeben, dass die Dream 2 auch mal richtig lecker aussieht. Die Kombination aus gebürstetem Alu und der goldenen Hardware sieht sehr edel aus (und erinnert nebenbei an vorzügliche englische Verstärker, die leider vom Markt verschwunden sind). Die Endstufe hat auch etwas Handgemachtes: Die ebenfalls aus dickem Alu bestehenden Seitenteile sind (zumindestens bei unserem Testgerät garantiert von Hand gefertigt und eingepasst. Das sieht im Detail etwas improvisiert und handgedengelt aus, aber genau so und nicht anders kennen wir echtes High-End. Die Elektronik entstammt jedoch moderner Fertigung, sie ist dabei ebenfalls bildschön. Natürlich ist die Hauptplatine der Dream 2 komplett diskret bestückt, was einem derartigen Produkt gut zu Gesicht steht. Nur auf der Tochterplatine, die für die Netzteilsteuerung zuständig ist, gibt es etwas SMD. SPL Dynamics brüstet sich mit den verwendeten Komponenten, so stammen alle Elkos aus japanischer Produktion (Nichcon), als Koppelkondensatoren kommen sogar MKP-Folien mit Polypropylen als Dielektrikum zum Einsatz, die beispielsweise auch für Lautsprecher-Frequenzweichen genommen werden, wenn‘s besonders gut werden soll. Bei der Signalaufbereitung kommen schließlich Op-Amps zum Einsatz, auf denen die berühmten zwei Bs von Burr-Brown stehen. Ansonsten gefällt das Board durch einen eigenständigen Aufbau. Sogar etwas kurios ist die Verteilung der Endtransistoren. Von den 8 pro Kanal sitzt die Hälfte mitten in der Schaltung, wofür extra Löcher in die Platine geschnitten sind, um den Zugang zum Kühlkörper zu ermöglichen. Die Ausstattung ist straight und schnörkellos bis auf ein Detail: Ein mysteriöses Poti regelt zwischen „SQ min“ und „SQ max“. Der Hersteller verrät, dass man damit in den hochheiligen A-Betrieb wechseln kann. Es ist zu vermuten, dass letztendlich der Ruhestrom der Transistoren (hoch-)geregelt wird. So wird der A-Bereich, in dem eine Class A/B bei geringen Leistungen arbeitet, ausgedehnt. Auf die Spitzenleistung hat das keinen Einfluss, da die Endstufe irgendwann doch in den A/B-Betrieb wechselt. Weitere messtechnische Unterschiede finden wir bei den Dämpfungsfaktoren, die bei „SQ min“ niedriger ausfallen (Mittelwert: 57 SQ max: 74). Generell sieht die Dream 2 mit Verzerrungen um 0,1 % und Dämpfungsfaktoren um 74 am Messplatz zwar vollkommen gut, aber gar nicht nach Überflieger aus. Dass das Biest an 1 Ohm 350 Watt schiebt, dürfte die wenigsten Highender interessieren, es zeigt jedoch, wie großzügig Material eingesetzt wurde und wie satt die Reserven ausfallen.

Preis: um 1000 Euro

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SPL Dynamics Dream 2

Referenzklasse

3.5 von 5 Sternen

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Autor Elmar Michels
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Datum 01.11.2014, 14:55 Uhr
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