Kategorie: Kopfhörerverstärker

HD Bluetooth DAC / Kopfhörerverstärker · ifi audio GO pod


Ohrvergnügen

Kopfhörerverstärker iFi GO pod im Test, Bild 1
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Der ifi Audio GO pod ist eine wundersames Gerät in der typischen Manier der Mannen aus dem Vereinten Königreich. Ich begebe mich auf eine Entdeckungsreise mit einem Gerät, dessen Qualität ich erst begreifen musste.

Neues entdecken Eines muss ich gleich zugeben: ich bin kein nativer Nutzer sogenannter In Ear Kopfhörer, neudeutsch IEM (In Ear Monitors) genannt und muss mich mit der Materie erst vertraut machen. Allerdings birgt das auch die Möglichkeit, ähnlich gelagerten Lesern und potentiellen Käufer vielleicht (etwas) Mut machen zu können. IEMs gehen tiefer ins Ohr, können bessere Geräuschunterdrückung und direkteren Klang bieten - oder auch nerven, wenn man so etwas nicht mag. Noch mindestens eine Begriffsklärung muss ich vorab schicken: „TWS“ bedeutet True Wireless Sound. Das sind also kabellose Kopfhörer, die via Bluetooth mit Signalen - Musik oder auch Telefongesprächen - versorgt werden.

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Üblicherweise basieren diese auf einem komplett integrierten Chip, der alle dafür nötige Technik beherbergt. Das ist beim ifi GO pod anders.   

Der GO pod


ifi audio ist eine sehr clevere, technik- und kundenorientierte Firma aus Southport, England, die als Tochter von AMR (Abbingdon Music Research) begonnen hat, die Mutterfirma aber inzwischen zumindest an Popularität weit übertroffen hat. Die Firma ist so beschäftigt, dass es ihrem Produktmanager nicht gelungen ist, mit ernsthafte Antworten auf meine Fragen zu geben. Das macht aber nicht wirklich etwas, denn sowohl die Website von iFi selbst, als auch die des deutschen Vertriebs WOD Audio sind mit technischen Informationen gespickt. Doch damit will ich sie nur begrenzt belästigen, ich will vor allem wissen, wie sich das Gerät in der Praxis bewährt.   

Was ist ein GO pod?

 
Nun wie der Name schon suggeriert, ist das eine mobile Lösung, ähnlich wie die ifi audio GO blu oder GO Geräte, in Form eines HD Bluetooth DACs und Kopfhörerverstärkers, was per se noch nicht so ungewöhnlich ist. Der GO pod kann aber aus einem kabelgebundenen IEM eine höchstwertige TWS-Lösung machen. Verzeihen Sie die Anglizismen, aber tatsächlich gibt es in diesem Bereich praktisch keine Alternative dazu. Und was ist daran so besonders? Nun, kabelgebundene IEMs sind die hochwertigeren Brüder der kabellosen Modelle und mit ihren unterschiedlichen Treibern auf besten Klang ausgelegt. Das und die Technologie des GO Pods sollte ein Klangvermögen haben, welches das üblicher kabelloser Ohrhörer deutlich übertrifft. Und warum? Nun, kabellose Ohrhörer nutzen eine spezielle Technologie, die sich SoC nennt, System on a Chip. Nur so lässt sich die dafür notwendige Technologie auf engstem Raum unterbringen. Auf so einem Chip finden sich dann Verstärkung, D/A-Wandlung und Bluetooth- Dekodierung. Für den GO pod hat man wie bei den großen Geräten diese Bereiche separat entwickelt und aufgebaut.   

Neu? Besser!

 
Ganz neu ist die Idee des ifi GO pod nicht, denn es gibt bereits sogenannte Earhooks, also Ohrhaken, mit Bluetooth für kabelgebundene IEMs.

Kopfhörerverstärker iFi GO pod im Test, Bild 3
Das sind die zweigeteilten berührungssensitiven Steuerungsfelder auf der Rückseite des GO pod. Man kann sich daran gewöhnen
Das Geniale der ifi -Lösung erinnert mich aber an apples Abkehr von grauen Computern hin zu den ersten bunten iMacs. Denn mit dem GO pod werden wechselbare Anschluss-Stücke für IEMs mitgeliefert, musste man sich doch bisher zwischen fest integrieren MMCX oder 2-PIN entscheiden. Das ermöglicht einem unterschiedliche Modelle zu benutzen. Der GO pod unterstützt die 24-Bit- Formate aptX HD und aptX Adaptive von Qualcomm und ermöglicht Abtastraten von bis zu 48 kHz bzw. 96 kHz mit dem Extravorteil von QHS (Qualcomm High Speed) und seiner zusätzlichen Bandbreite von 300 kbit/s. Weitere unterstützte Codecs sind aptX Low Latency, reguläres aptX, AAC und SBC. Angeblich ist der GO pod auch das weltweit erste Gerät, das Hi- Res 96kHz/24bits mit LDAC und Qualcomm Snapdragon Sound auf TWS unterstützt. Das kommt aber nur bestimmten Androidgeräten zu gute, iPhone Nutzer müssen draußen bleiben. Aber es geht auch mit apples AAC und zwar sehr gut. Der GO pod kann bis zu acht gekoppelte Bluetooth- Geräte speichern und man kann ihn auch zum Telefonieren nutzen.   

Praxis  


Es gibt diverse Bundles zu kaufen, WOD lieferte mit dem Westone Mach 60 ein edles Exemplar gleich mit. Das Case, in dem die GO pods wohnen, ist gleichzeitig auch Ladestation, laden kann man wireless oder via USB-C und soll so bis zu 35 Stunden Saft haben. Seitlich am Case wird der Ladestand angezeigt, beim Öffnen wird das Innere von zwei LEDs beleuchtet - clever und sinnvoll ist das. Die Anwendung der GO pods gelingt sogar mir recht flott, ich merke sie hinter dem Ohr kaum. Ihre Bedienung ist eigenwillig, denn es fehlt bislang eine begleitende App für Smartphones weshalb man die Funktionen hinter den Ohren mit berührungssensitiven Tasten steuern muss. Diese Art der Steuerung ist der Größe geschuldet und kann sicher auch als Gehirnjogging verstanden werden.   

Klangqualität

 
Natürlich haben im Zweifel die verwendeten Kopfhörer den größten Einfluss auf den Klang. Der GO pod liefert Ihnen die Freiheit, Ihr Lieblingsmodell einzusetzen oder zwischen verschiedenen Hörern zu wechseln. Der Klang mit den Weston Mach 60 IEMs erinnert mich an meinen ifi GO blu, einen Bluetooth KH-Verstärker für kabelgebundene Kopfhörer: es rauscht nicht, die Musik perlt und glänzt und die dynamischen Fähigkeiten sind einfach herausragend gut, speziell für ein Gerät dieser Größe. Die ifi -Klangregelungen wie XBass oder Space haben es nicht auch noch in diese Wunderkapsel geschafft, aber das lässt sich meiner Meinung nach verschmerzen, denn Bass und Raum gibt es genügend, speziell wenn so hochwertige IEMs wie hier verwendet werden.

Fazit

Es gibt gerade in der mobilen Audiowelt immer wieder Produkte, die einen verblüffen können. So eines ist der ifi GO pod. Er ist das logischste und klanglich beste Zusatzprodukt für In-Ear-Kofhörer, das ich mir vorstellen kann.

Kategorie: Kopfhörerverstärker

Produkt: iFi GO pod

Preis: um 400 Euro

Ganze Bewertung anzeigen


11/2023
4.0 von 5 Sternen

Spitzenklasse
iFi GO pod

Bewertung 
Klang 70%

Praxis 15%

Ausstattung: 15%

Ausstattung & technische Daten 
Preis: um 400 Euro 
Vertrieb: WOD Audio, Nidderau 
Telefon: 06187 900077 
Internet: www.wodaudio.com 
Ausstattung
B x H x T (in mm): 435/164/95 
Gewicht: 12 g 
Prinzip Kopfhörerverstärker / Bluetooth DAC 
DAC: Cirrus Logic Master-HiFi 32-bit DAC 
Unterstützte Codecs LDAC, LHDC/HWA, aptX Adaptive, aptX HD, aptX LL, aptX, ACC, SBC 
Sampling Rate Support Max. 24 bit – 96 kHz 
Garantie 2 Jahre 
+ perfekte Funktionalität / erstaunlicher Klang / sehr guter Sitz 
- Nein 
Klasse: Spitzenklasse 
Preis/Leistung: sehr gut 
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Christian Bayer
Autor Christian Bayer
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Datum 04.11.2023, 10:01 Uhr
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Topthema: Feurig
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High-End-Standbox mit ESS AMT

Mit diesen Chassis wollte ich schon immer mal etwas bauen. Dass ich sie allerdings jemals zusammen in einer Box haben würde, hätte ich dann doch wieder nicht erwartet – dass das Ganze so gut werden würde, dann schon eher.

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