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Kategorie: Kopfhörerverstärker

Einzeltest: Marantz HD-DAC1


Edler Ami

Kopfhörerverstärker Marantz HD-DAC1 im Test, Bild 1
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Die Zeiten ändern sich. In der Präsentation des HD-DAC1 stellt Marantz den „Premium Kopfhörer- Enthusiast“ als Zielgruppe in den Vordergrund. Der „Musikliebhaber mit klassischem HiFi-System“ steht erst an zweiter Stelle. Das ist ein Statement!

Die Geschichte von Marantz reicht in das Jahr 1948 zurück, als sich der Grafiker und Hobby-Musiker Saul Bernhard Marantz einen eigenen Vorverstärker zusammenbaute, da er mit dem, was seinerzeit an Geräten angeboten wurde, nicht zufrieden war. Den Rest der Geschichte hat man schon in unzähligen Varianten gehört. Bemerkenswert ist bei der turbulenten Firmengeschichte von Marantz, dass die Marke immer den „klassischen HiFi- Systemen“, sprich Quelle – Verstärker – zwei Lautsprecher, treu geblieben ist. Selbst als sich um die Jahrtausendwende eine große HiFi-Marke nach der anderen verabschiedete, hielt Marantz durch. Wenn jetzt beim modernsten D/A-Wandler der Marke Kopfhörerenthusiasten im Fokus stehen, heißt das wohl, dass man die Zeichen der Zeit erkannt hat.

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Ausstattung


Das der HD-DAC1 ein neues Zeitalter einleitet, merkt man schon an den Abmessungen. Während sich die klassischen HiFi-Bausteine von Marantz an der gängigen Rasterbreite von 44 cm orientieren, ist der HD-DAC1 nur 25 cm breit. Die Designer haben das Kunststück vollbracht, dass das Gerät klar als der Marantz-Familie zugehörig erkannt wird. Die Front ist weitgehend symmetrisch gestaltet: Hier dominieren zwei große Drehregler – links der Eingangswahlschalter, der auch als zentrales Bedienelement für die Menüeinstellungen dient, rechts der Lautstärkeregler – und in der Mitte das „Bullauge“, in dem ein Display sitzt, das Bild. Die edle Anmutung der in Schwarz oder Silber erhältlichen Alu-Front wird durch die hochglanzlackierten Holz-Seitenwangen verstärkt.

Kopfhörerverstärker Marantz HD-DAC1 im Test, Bild 1Kopfhörerverstärker Marantz HD-DAC1 im Test, Bild 2Kopfhörerverstärker Marantz HD-DAC1 im Test, Bild 3
Mir gefällt die gelungene Mischung aus modernem Design mit ein paar „Retro“-Zitaten. Wichtiger sind natürlich die inneren Werte. Und hier ist überhaupt nichts retro. Die Digital-Analog-Wandlung übernimmt ein moderner Cirrus-Logic-CS4398-Chip, der neben PCM-Daten bis 24 Bit/192 kHz auch Daten im DSD-Studio-Standard bis 5,6 MHz verarbeitet. Digitale Signale nimmt der Marantz auf der Rückseite via Cinch, Toslink (2 x) und USB (B) entgegen. Natürlich arbeitet der USB-Adapter im aktuell angesagten asynchronen Modus, natürlich werden eintreffende Digitalsignale durch eine spezielle Schaltung „entjittert“ und so weiter. Auf der Front findet sich zusätzlich ein USB-A-Anschluss. Hier kann etwa ein iPhone als Datenquelle angeschlossen werden. Besondere Aufmerksamkeit hat man dem Kopfhörerverstärker gewidmet. Hier kommen aus den „großen“ HiFi-Verstärkern übernommene, Marantz-eigene HDAMSA2- Schaltungen zum Einsatz. Der Verstärkungsfaktor lässt sich über die Menüsteuerung in drei Stufen für Kopfhörer bis 32, 150 und 600 Ohm einstellen. Neben dem Kopfhörerausgang auf der Front gibt es auf der Rückseite noch je einen geregelten und einen ungeregelten analogen Ausgang in Form je eines Paares Cinch-Buchsen. So kann der HD-DAC1 entweder als Quellgerät in einer klassischen Anlage eingesetzt werden oder auch gleich als Vorstufe eine Endstufe oder Aktivlautsprecher ansteuern. Mit der beiliegenden Fernbedienung lässt sich das Gerät auch vom Sessel aus steuern.

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Klang


Die Sache mit der Impedanzanpassung an den Kopfhörer sollte man ernst nehmen. Denn im Zusammenspiel mit hochwertigen Kopfhörern wird schnell deutlich, dass ein 18-Ohm-Kopfhörer elektrisch anders angesprochen werden möchte als ein 600-Ohm- Bolide. Eine Fehlanpassung macht sich dabei weniger durch Verzerrungen oder Ähnliches bemerkbar als vielmehr durch eine nicht optimale Dynamik und Spielfreude. Hier etwas zu verschenken, wäre angesichts der Qualität des Marantz eine Schande. Denn der spielt auf hohem Niveau dynamisch und lebendig, tonal ausgewogen und bietet darüber hinaus eine Fülle musikalischer Informationen und Details. Insgesamt verleugnet der HD-DAC1 nicht seine Herkunft. Marantz-Geräte sind eigentlich immer auf der Seite der Musik und klingen nie technisch. Im Vergleich zu extrem neutralen, um nicht zu sagen „harten“ Geräten wahrt der Marantz immer eine gewisse Freundlichkeit. Die ist aber nicht verlogen, in dem Sinne, dass sie irgendetwas falsch macht oder zu vertuschen sucht. In Gegenteil, der Marantz spielt mit viel Freude und bleibt immer der Musik verbunden. Bei diesen Qualitäten ist es schon ein Wermutstropfen, dass der Marantz seinen exzellenten Verstärker-Part nicht auch analogen Quellen – etwa einem Plattenspieler – zur Verfügung stellt.

Fazit

Mit dem HD-DAC1 hat Marantz ein eindrucksvolles Statement zum Musikgenuss über Kopfhörer abgegeben. Zusammen mit einem Computer, der sich um das Musikdaten-Management kümmert, und einem hochwertigen Kopfhörer stellt das Gerät den zentralen Bauteil einer kleinen High-End-Anlage für den individuellen Musikgenuss auf höchstem Niveau dar.

Preis: um 800 Euro

Ganze Bewertung anzeigen
Marantz HD-DAC1

Oberklasse

4.0 von 5 Sternen

-

Bewertung 
Klang 70%

Ausstattung: 15%

Bedienung 15%

Ausstattung & technische Daten 
Preis: 800 
Vertrieb: Marantz Deutschland, Osnabrück 
Internet: www.marantz.de 
B x H x T (in mm): 250/90/270 
Gewicht: k.A. 
Ausführungen: Silber oder Schwarz mit Holz-Seitenwangen 
geeignet für: HiFi 
Eingänge: 1 x USB-B, 1 x digital Cinch, 2 x digital TOSLINK, 1 x USB-A (Front) 
Ausgänge: 1 x geregelt Cinch, 1 x ungeregelt Cinch 
Klasse: Oberklasse 
Preis/Leistung: sehr gut 

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Interessante Links:
  • www.hausgeraete-test.de
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