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Kategorie: Kopfhörerverstärker

Einzeltest: Musical Fidelity V90-HPA


Von A1 zu V90

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Sorry, das geht nicht. HiFi-infizierte Menschen meiner Generation können nicht „Musical Fidelity“ sagen ohne gleich ein „A1“ hinterher zu schieben und auf den entsprechenden  Vollverstärker aus den 1980er Jahren einzugehen, der den legendären Ruf der Marke weltweit begründet hat. Selbst wenn es hier um den aktuellen Kopfhörerverstärker V90-HPA gehen soll

Bringen wir es also hinter uns: Der 1984 auf den Markt gebrachte Musical Fidelity A1 war ein kurioser kleiner Vollverstärker britischer Provenienz, der in weiten Bereichen in Class-A arbeitete und seine nicht unbeträchtliche Abwärme über den als Kühlkörper dienenden gerippten Deckel abgab. Gerüchteweise schwitzten einige neue Geräte, liebevoll „Stövchen“ oder „Herdplatte“ genannt, nach den ersten Betriebsstunden erst einmal überschüssige Wärmeleitpaste aus. Chef und Mastermind Antony Michaelson hat sich allerdings nicht auf seinen Lorbeeren ausgeruht sondern das Produktportfolio von Musical Fidelity kontinuierlich weiterentwickelt. „Freak“-Verstärker gibt es heute nicht mehr – dafür ein breites Angebot von den sündteuren „Nu-Vista“ High End Geräten bis zu den preiswerten nützlichen kleinen Geräten der V-90 Serie, in der es neben dem hier vorgestellten DAC/Kopfhörerverstärker noch einen reinen DAC, einen reinen Kopfhörerverstärker, einen Phonovorverstärker, einen kleinen Vollverstärker sowie einen Bluetooth-Receiver gibt. Der V90-HPA bietet neben analogen Eingängen, deren Signal auch an einem Paar Cinchbuchsen als Ausgang wieder zur Verfügung steht, auch digitalen Quellen Anschluss in Form einer USB-B Buchse. Der eingebaute DAC nimmt hier Daten bis 24 Bit/96 kHz im asynchronen Modus entgegen.

Mehr benötigt man in den allermeisten Fällen eh nicht und bei Windows-Systemen spart man sich die Notwendigkeit, einen Treiber installieren zu müssen. Auf der Front finden sich neben dem Einschalter noch ein Umschalter um zwischen dem analogen und dem digitalen Eingang zu wechseln, der Drehknopf zur Lautstärkeregelung sowie zwei Kopfhörerbuchsen - eine im 6,3 mm und eine im 3,5 mm Format. Letzteres gefällt mir ausnehmend gut. Selbst hochwertige Kopfhörer kommen inzwischen fast alle mit dem kleinen 3,5 mm Stecker, sodass man beim Anschluss an ein eine große Buchse einen Adapter verwenden muss. Und eine zusätzliche Kontaktstelle verbessert den Klang bestimmt nicht. Die Stromversorgung wurde in ein externes Stecker-Netzteil ausgelagert, deshalb fällt das Gerät sehr kompakt aus. Allerdings ist es entsprechend leicht, sodass man es beim Ein- und Ausstecken eines Kopfhörers festhalten muss. Das analoge Ausgangssignal des DACs steht auch an den Cinch-Ausgängen zur Verfügung. Der Klang des preiswerten Geräts ist absolut begeisternd. In Sachen Kopfhörerverstärker muss sich ein drei mal teurerer SPL Phonitor mini ordentlich Mühe geben, seinen Mehrpreis zu rechtfertigen. Denn in allen Disziplinen spielt der V90-HPA deutlich über dem Niveau seiner Preisklasse. Tonal tendiert er in Richtung Wärme, ist aber weit davon entfernt zu sounden.

Detailwiedergabe sowie Grob- und Feindynamik lassen keine Wünsche offen. Im Vergleich zu einem teuren, externen DAC kann der DAC des V90-HPA klanglich nicht ganz mit dem Niveau des Kopfhörerverstärkers mithalten – was allerdings hauptsächlich zeigt, wie gut der Kopfhörerverstärker ist.

Fazit

Der Musical Fidelity V90-HPA ist ein tolles Angebot für alle Ein- und Umsteiger ins Thema Kopfhörerverstärker. Der reine Verstärker ist klanglich eine Wucht; der eingebaute DAC ist absolut in Ordnung, hier gibt es aber noch Luft nach oben. Vielleicht in Form des reinen DAC V90-DAC aus gleichem Hause.

Preis: um 250 Euro

Ganze Bewertung anzeigen
Musical Fidelity V90-HPA

Einstiegsklasse

4.0 von 5 Sternen

-

Bewertung 
Klang 70%

Ausstattung: 15%

Bedienung 15%

Ausstattung & technische Daten 
Preis: 250 
Vertrieb: Reichmann Audiosysteme, Niedereschach im Schwarzwald 
Internet: www.reichmann-audiosysteme.de 
B x H x T (in mm): 170/47/117 
Ausführungen: Silber 
geeignet für: HiFi 
Anschlüsse: Eingänge: 1 x Cinch, USB-B; je 1 x 6,3-mm- und 3,5-mm-Klinkenbuchse, 1 x Cinch 
Klasse: Einstiegsklasse 
Preis/Leistung: exzellent 
Dipl.-Ing.
Michael Voigt
Chefredakteur
hifitest.de
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Autor Dr. Martin Mertens
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Datum 16.11.2016, 09:56 Uhr