Kategorie: Lautsprecher Stereo

Einzeltest: Elac FS 67.2


Einstiegsdroge

Lautsprecher Stereo Elac FS 67.2 im Test, Bild 1
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Der renommierte deutsche Lautsprecherhersteller Elac aus Kiel hat seine erfolgreiche Modellreihe „Linie 60“ überarbeitet. Auch in der neusten Generation steckt feinste Lautsprechertechnik zu verführerisch niedrigen Preisen. Wir testen das Modell FS 67.2 im schmucken Bassreflex-Standgehäuse.

Die Linie 60 ist die günstigste Möglichkeit, an Lautsprecher mit Elacs hervorragenden Aluminium-Sandwichmembranen heranzukommen. Nicht nur in unseren Tests haben die Sandwich-Lautsprecherchassis außerordentlich gute Klangeigenschaften bewiesen. In der FS 67.2 sitzen gleich zwei dieser Treiber, die in einem aufwendigen Fertigungsprozess in der Kieler Firmenzentrale entstehen. Auf einen Papierkonus wird zusätzlich eine leichtgewichtige Aluminiummembran aufgeklebt. Dieses Sandwichkonzept erlaubt es, sehr leichte und dennoch außerordentlich stabile Membranen mit geringer Resonanzneigung zu fertigen.

Lautsprecher Stereo Elac FS 67.2 im Test, Bild 2Lautsprecher Stereo Elac FS 67.2 im Test, Bild 3Lautsprecher Stereo Elac FS 67.2 im Test, Bild 4Lautsprecher Stereo Elac FS 67.2 im Test, Bild 5
Die Tiefmitteltöner sind magnetisch abgeschirmt und bieten dank starken Antriebssystemen in optimal belüfteten Chassis bestes Großsignalverhalten. Zu den beiden Tieftönern mit 140 mm Durchmesser gesellt sich eine 25-mm-Seidenkalotte, die sicher vor Beschädigungen hinter einem Schutzgitter sitzt. Eine von außen nicht sichtbare Waveguide sorgt für das breitwinklige Abstrahlverhalten des Hochtöners. Zur Erhöhung der Belastbarkeit ist das Neodym-Magnetsystem mit einem Kühlkörper ausgestattet, und der Aluminium-Schwingspulenträger badet in Ferrofluid. Bei der Elac FS 67.2 handelt es sich um eine Zweieinhalb- Wege-Konstruktion: Beide Tiefmitteltöner geben Bassfrequenzen wieder, aber nur einer der 140-mm-Treiber überträgt Frequenzen bis in den Präsenzbereich hinauf. Die Trennfrequenzen liegen bei 500 und 2.200 Hertz.

Design


Nicht nur technisch können die FS 67.2 begeistern – auch fürs Auge wird einiges geboten. So sind in der neusten Lautsprechergeneration keine Verschraubungen oder Gehäuseöffnungen für Schutzgitter zu entdecken. Auf der lackierten Schallwand in Hochglanzoptik sind nur die Lautsprecherchassis zu sehen. Die Frontabdeckungen (stoffbespannte Holzrahmen) werden magnetisch gehalten. Die Lautsprecher stehen sicher auf schwarz lackierten Sockeln, in die sich je vier Spikes eindrehen lassen. Zum Schutz von empfindlichen Fußböden sind im Lieferumfang entsprechende Spikes-Unterlegscheiben inbegriffen. Die beidseitig verrundeten Bassreflexrohre können zur Anpassung an die Raumakustik mit den zweiteiligen „Bass-Control-Verschlussstopfen“ verschlossen werden. Damit lässt sich ein Feintuning an der Basswiedergabe betreiben. Zwei Gehäusevarianten stehen zur Verfügung: Sie können zwischen dunklem Walnuss- oder schwarzem Esche-Dekor auswählen.

Klang


In unserem Hörraum dürfen die beiden FS 67.2 mit einem Abstand von etwa zwei Metern zueinander Platz nehmen. Die ideale Platzierung ist schnell gefunden, da sich die Kieler Lautsprecher diesbezüglich absolut unkompliziert verhalten. Unser Hörraum ist recht groß, deswegen dürfen die Elacs mit voller Bassreflexunterstützung aufspielen. Gleich von Beginn an überzeugen die schlanken Standlautsprecher mit ihrer lebendigen Spielweise. Das Timing sitzt perfekt, Stimmen sind mal schön sonor oder auch hauchzart und zerbrechlich – gerade wie es die Quelle vorgibt. Die beiden FS 67.2 staffeln sehr gut in Breite und Tiefe des Raums, wobei sie den Instrumenten und Interpreten exakt ihre Plätze zuweisen. Obwohl nur mit 140-mm- Tieftönern bestückt, überzeugen die Kieler Lautsprecher mit gutem Tiefgang und knackiger Basswiedergabe. Bassdrumkicks fehlt es zwar etwas an Wucht und Volumen, doch das macht die präzise Gangart der FS 67.2 locker wieder wett.

Labor


Das Messlabor bescheinigt den Bassreflex-Lautsprechern von Elac große Klasse. Im Wasserfalldiagramm sind nur minimale Resonanzen zu erkennen, und die beiden Klirrfaktorwerte K2 und K3 halten sich dezent zurück. Für einen Lautsprecher dieser Preisklasse ist das wirklich sehr, sehr gut. Der Frequenzgang zeigt ebenfalls keine Auffälligkeiten und bleibt über alles betrachtet sehr ausgewogen. Leicht betont wird der Superhochtonbereich zwischen 12.000 und 18.000 Hertz. Bis hinauf zu 9.000 Hertz bleiben die Messschriebe nahezu auf einer Linie, was das hervorragende Abstrahlverhalten der FS 67.2 dokumentiert. Die Boxen brauchen demzufolge nicht auf die Hörposition eingedreht zu werden.

Fazit

Die überarbeiteten Elac FS 67.2 gefallen nicht nur optisch: Besonders klanglich haben die schlanken Standlautsprecher viel zu bieten. Wer sie hört, wird kaum glauben, dass für diese Prachtexemplare nur 700 Euro aufgerufen werden. Klangtipp – auf zum Fachhändler und anhören!

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Kategorie: Lautsprecher Stereo

Produkt: Elac FS 67.2

Preis: um 700 Euro

Ganze Bewertung anzeigen


2/2011
4.0 von 5 Sternen

Oberklasse
Elac FS 67.2

Bewertung 
Klang 70% :
Tonale Ausgewogenheit 20%

Abbildungsgenauigkeit 15%

Detailauflösung 15%

Räumlichkeit 10%

Dynamik/Lebendigkeit 10%

Labor 15% :
Frequenzgang 5%

Verzerrung 5%

Pegelfestigkeit 5%

Praxis 15% :
Verarbeitung 5%

Ausstattung 5%

Bedienungsanleitung 5%

Ausstattung & technische Daten 
Paarpreis 700 
Vertrieb Elac, Kiel 
Telefon 0431 647740 
Internet www.elac.de 
Garantie (in Jahre) 10 
Ausstattung
Ausführungen Esche schwarz, Walnuss dunkel 
Abmessungen (B x H x T in mm) 220/950/300 
Gewicht pro Lautsprecher (in Kg) 14,5 
Bauart Bassreflex 
Impedanz (in Ohm)
Wikungsgrad (in dB) k.A. 
Anschluss Single-Wiring 
Hochtöner 1 x 25 mm 
Tiefmitteltöner 2 x 140 mm 
Tieftöner Nein 
Besonderheiten magnetische Lautsprecherabdeckungen 
Kurz und knapp:
+ ausgewogener Klang 
+ hochwertige Verarbeitung 
+ zeitgemäßes Design 
Klasse Oberklasse 
Preis/Leistung sehr gut 
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Jochen Schmitt
Autor Jochen Schmitt
Kontakt E-Mail
Datum 18.02.2011, 11:22 Uhr
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Topthema: Feurig
Feurig_1706536121.jpg
High-End-Standbox mit ESS AMT

Mit diesen Chassis wollte ich schon immer mal etwas bauen. Dass ich sie allerdings jemals zusammen in einer Box haben würde, hätte ich dann doch wieder nicht erwartet – dass das Ganze so gut werden würde, dann schon eher.

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