Kategorie: Lautsprecher Stereo

Einzeltest: Magnat Signature 1109


In höchsten Tönen

Lautsprecher Stereo Magnat Signature 1109 im Test, Bild 1
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Auf die taufrischen Lautsprecher der Signature-1100-Serie sind die Macher bei Magnat besonders stolz. Vereint werden hier modernste Technik und feinste Verarbeitungsqualität in formschönen Gehäusen. Wir greifen in die Vollen und testen für Sie das optisch mächtig beeindruckende Flaggschiff Signature 1109.

Im vierten Quartal 2017 wurden die Magnat Signature 1109 auf der IFA einem großen Publikum vorgestellt. Und seit dieser Zeit warten wir sehnsüchtig auf ein testfähiges Paar dieser Lautsprecher. Jetzt ist es endlich so weit und spätestens beim Auspacken wird klar, dass es Magnat mit diesen Modellen sehr ernst meint: Alleine kommt man hier nämlich nur bedingt voran, da die über 120 cm hohen Signature 1109 mehr als 42 Kilogramm pro Stück auf die Waage bringen. Mit einem Paar helfender Hände sind die Flaggschiffe dann schnell aus ihrer schützenden Hülle befreit und auf den Kopf gewuchtet.
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Zum Aufstellen müssen nämlich solide Aluminiumtraversen am Gehäuseboden verschraubt werden, in denen spitze Metallspikes oder Gummifüße Halt finden. Dann stehen die mächtigen Lautsprecher sicher und dank Höhenverstellung auch perfekt ausgelotet auf dem Boden. Aufgrund ihrer sehr gelungenen Proportionen fügen sich die knapp 28 Zentimeter breiten und 41 Zentimeter tiefen Magnats harmonisch in den Hör- oder Wohnraum ein. Als sehr schmucker Hingucker entpuppt sich die in den Gehäusedeckel eingelassene Aluminiumplatte mit gebürsteter Oberfläche und eingraviertem Modellnamen.


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Ausstattung und Technik

Wie es sich für einen Flaggschiff-Lautsprecher gehört, ist die Magnat Signature 1109 mit ordentlich Membranfläche und großem Gehäusevolumen gesegnet. Dadurch zeigt sie sich auch bei höchsten Pegeln noch gelassen und liefert Tiefton bis zum Abwinken. Bei dem Bassreflexlautsprecher handelt es sich um eine 4-Wege-Konstruktion, mit einem Paar Bässe, einem Mitteltöner und einem neu entwickelten Hochtonmodul. Mit dieser Neuerung bei Magnat erhoffen sich die Macher eine besonders dynamische und fein aufgelöste Spielweise. Zudem macht die Kombination aus 30-mm- und 20-mm-Hochtonkalotte bis hinauf zu 55 Kilohertz Musik. Damit ist die Signature 1109 laut JAS (Japan Audio Society) fit für HiRes-Audio: Die Zertifizierung schreibt eine obere Grenzfrequenz von mindestens 40 kHz vor – Ziel erreicht. Zwei 200-mm-Tieftöner (170 mm effektiver Durchmesser) mit inversen Dustcaps setzen zur präzisen Reproduktion von Audiosignalen auf die hohe Steifigkeit und gute innere Dämpfung der Keramik-Aluminium-Sandwichmembranen. Die massiven Aluminum-Korbringe sind achtfach mit der Schallwand verschraubt. Absolut zeitgemäß sind die Tief- und Mitteltöner aufgebaut, mit effektiver Belüftung der Druckgusskörbe und Schwingspulen, optimierten Magnetsystemen mit Induktionskontrollringen und nichtleichtenden Schwingspulenträgern. Bis 340 Hertz darf das Tieftonduo spielen, darüber übernimmt bis 2300 Hertz der 17er- Mitteltöner mit 130 mm Membrandurchmesser die musikalische Verantwortung. Er sitzt in einem eigenen Gehäuse an höchster Stelle auf der massiven MDF-Schallwand. Die 30-mm-Kalotte im Hochtonmodul, mit Koppelvolumen, breiter Sicke und langhubigem Antrieb, bleibt bis hohen 18.500 Hertz am Ball. Darüber spielt der Superhochtöner im 20-mm-Format bis weit über die menschliche Hörschwelle hinaus. Die Aluminium-Korbringe der Treiber sitzen oberflächenbündig im seidenmatt lackierten Gehäuse, das durch zahlreiche Versteifungen im Inneren sehr resonanzarm ausfällt. Eins der wichtigsten Bestandteile in einem Lautsprecher ist die Frequenzweiche: Sie bereitet die vom Verstärker ankommenden Signale für Tief-, Mittel- und Hochtöner auf. Magnat optimiert Amplitude und Phase mit hochwertigen Bauteilen, um saubere und symmetrische Übergänge zwischen den vier Wegen zu schaffen. Damit wird die Grundlage für eine verfärbungsfreie und „zeitrichtige“ Wiedergabe der Lautsprecher geschaffen. Werfen wir noch einen Blick auf die Rückseite des beeindruckenden Standlautsprechers. Zwei groß dimensionierte und beidseitig verrundete Bassreflexrohre erlauben eine dynamische Basswiedergabe ohne störende Nebengeräusche. Der Bi-Wiring- oder Bi-Ampingbetrieb ist dank der hochwertigen, gekapselten Anschlussklemmen problemlos möglich. Für den Single-Amping-Betrieb sind solide Kabelbrücken vorinstalliert.


Labor

Magnats Signature 1109 beeindrucken im Messlabor mit hervorragenden Leistungen. Der Bass reicht tief hinab, bis runter zu etwa 33 Hertz. Bei aufgespreiztem Messdiagramm zeigt der in Pulheim entwickelte Lautsprecher, dass er bis weit jenseits der 40.000 Hertz sehr linear aufspielt. Der Wirkungsgrad ist hoch, er liegt bei knapp über 90 dB (2,8 V/1 m) und dank unkritischem Impedanzverlauf gibt sich der Lautsprecher auch mit weniger kräftigen Verstärkern zufrieden. Absolut tadellos ist das Abstrahlverhalten, das unter 0 und 15 Grad nahezu identisch ausfällt. Unter 30 Grad betrachtet geht der Pegel nur einen Hauch zurück – perfekt! Magnats Lautsprecher klirren sehr wenig: Der unkritsche K2 ist etwas höher als der klanglich auffälligere K3. Letzterer bleibt bis deutlich unter 100 Hertz immer unter einem halben Prozent Klirr. Und das mit sehr lauten 95 dB gemessen – beeindruckend. Zu guter Letzt schwingt der Lautsprecher sehr schnell aus und zeigt dabei keinerlei Auffälligkeiten.

Klang

Nach dem obligatorischen Einspielen der Lautsprecher positionieren wir die Magnats im klassischen Stereodreieck mit viel Luft im Rücken. Die Basisbreite beträgt etwa zweieinhalb Meter. So klingt es, die Lautsprecher werden nahezu parallel ausgerichtet, in unserem Hörraum am ausgewogensten. Da die Signature 1109 das „HiRes-Zertifikat“ tragen streamen wir dieses Mal zum Hörtest von unserem Musikserver, auf dem Unmengen an unkomprimiertem und HiRes-Musikmaterial lagert. Wir starten in den Hörtest mit einem Klassiker der Rockgeschichte: „Child in Time“ von Deep Purple. Natürlich vom genialen Album „Live in Japan“. Der Lautsprecher macht ungemein Lust auf diesen Titel und so geben wir uns das geniale Stück in kompletter Lauflänge von über 12 Minuten. Magnats Signature 1109 drücken, was das Zeug hält, und zeigen sich bestens aufgelegt. Die zu Beginn des Stück tragende Hammondorgel vibriert und singt Gänsehaut erzeugend und zeigt, wie gut Jon Lord aufgelegt war. Paice und Glover an Drums und Bass steigen mit einem schön fetten Schlagzeug und treibendem Bass ein, dazu Gillans begnadete Stimme und natürlich Blackmore an der Gitarre – ein wirklicher Meilenstein der Rockgeschichte. Und Magnats Lautsprecher reproduzieren diesen Titel livehaftig in unserem Hörraum. Klar, wir greifen zum Lautstärkeregler und geben nochmals ordentlich Gas. Klasse, was die 1109er daraus machen – hier wird richtig gerockt, bis die Hütte brennt. Puh, was sollen wir danach hören? Bleibt eigentlich nur das komplette Album, doch wir müssen die Lautsprecher ja auch mit anderem Material klanglich ausloten. Rockig bleibt es mit Queens of the Stone Age, Metallica, Incubus und meinen Lieblings-Krachchaoten System of a Down. „B.Y.O.B“ zieht das Tempo gehörig an, doch auch hiermit bleiben die Magnat-Bassreflexboxen jederzeit gelassen und zeigen, wie viele musikalische Informationen in so einem Titel stecken können. Schönfärber sind die Signature 1109 keine, da wird einem als Zuhörer schnell bewusst, welche Alben gut oder schlecht abgemischt sind. Mit zivilerem Programm in HiRes, Youn Sun Nah und Mark Knopfler dürfen aufspielen, geht es weiter. Die Pulheimer Lautsprecher dröseln das klangliche Geschehen exzellent auf und bieten eine begeisternde Klangfülle. Wunderbar intim wird es bei Youn Sun Nahs Interpretation des Titels „Hurt“. Hier scheint die koreanische Jazzsängerin nur für uns zu spielen. Dabei ist auch die plastische Abbildung der Interpretin in unserem Hörraum sehr beeindruckend. Zum Abschluss des Tests gibt es noch ein paar klassische Weisen, unter anderem das wunderbar eingespielte Stück „Stabat Mater“ mit dem russischen Nationalorchester unter Hilarion Alfeyev. Die Stimmen des Chors werden klar herausgearbeitet und das Instrumentarium wird wunderbar weiträumig gestaffelt. Magnats Signature 1109 interpretieren feinfühlig und doch packend – großartig!

Fazit

Mit dem Flaggschiff der Signature-Serie hat Magnat ein ganz heißes Eisen im Feuer. Diese Lautsprecher spielen im Hörraum grandios auf, sie wecken Emotionen und erzeugen eine wunderbare klangliche Atmosphäre. Zudem sehen sie gut aus, sind klasse verarbeitet und werden zu einem sehr fairen Preis offeriert. Ansehen und anhören ist für HiFi-Fans Pflicht!

Preis: um 4000 Euro

Ganze Bewertung anzeigen
Magnat Signature 1109
5.0 von 5 Sternen

05/2018 - Jochen Schmitt

Bewertung 
Klang 70% :
Tonale Ausgewogenheit 20%

Abbildungsgenauigkeit 15%

Detailauflösung 15%

Räumlichkeit 10%

Dynamik/Lebendigkeit 10%

Labor 15% :
Frequenzgang 5%

Verzerrung 5%

Pegelfestigkeit 5%

Praxis 15% :
Verarbeitung 5%

Ausstattung 5%

Bedienungsanleitung 5%

Ausstattung & technische Daten 
Kategorie Standlautsprecher 
Paarpreis um 4.000 Euro 
Vertrieb Magnat. Pullheim 
Telefon 02234 8070 
Internet www.magnat.de 
Laborbericht
Ausstattung
Ausführungen Seidenmatt: Schwarz, Weiß 
Abmessungen (B x H x T in mm) 275/1250/410 
Gewicht (in Kg) 42,5 
Bauart Bassreflex 
Anschluss Bi-Wiring 
Impedanz (in Ohm)
Tieftöner (Nenndurchmesser/Membrand.) 2 x 200/170-mm Keramik-Alu-Membran 
Tiefmitteltöner (Nenndurchmesser/Membrand.) Nein 
Mitteltöner (Nenndurchmesser/Membrand.) 1 x 170/130-mm Keramik-Alu-Membran 
Hochtöner 30-mm-Kalotte und 20-mm-Superhochtöner 
Besonderheiten Nein 
+ sehr musikalisch 
+ pegelfeste Konstruktion 
+/- hochwertige Verarbeitung 
Klasse Referenzklasse 
Preis/Leistung sehr gut 
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Jochen Schmitt
Autor Jochen Schmitt
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Datum 22.05.2018, 09:55 Uhr
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Topthema: Norddeutsche HiFi–Tage 2022
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