Kategorie: Lautsprecher Stereo

Einzeltest: Nubert nuLine 34


Geradlinig

Lautsprecher Stereo Nubert nuLine 34 im Test, Bild 1
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Wenn es einen Lautsprecherhersteller gibt, dem man unter allen Aspekten Geradlinigkeit attestieren kann – sei es nun in Sachen Technik, Design, Entwicklung, Produktion, Marketing oder Vertrieb – dann ist es Nubert. Da passt es, dass unser Testgerät aus der „nuLine“ stammt

Mitspieler


Plattenspieler:

 Transrotor Zet 1 mit SME 5012 und Transrotor Merlo Reference

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Phonovorstufe:

 Pure Sound P10, Übertrager T10

Vollverstärker:

 Symphonic Line RG14
 Krell S-550i

Zubehör:

 Netzsynthesizer PS Audio P10
 NF-Kabel von van den Hul und Transparent
 Phonokabel Transparent
 Lautsprecherkabel von Transparent
 Plattenwaschmaschine von Clearaudio


Gegenspieler


Lautsprecher:

 KEF50 Anniversary
 Klang+Ton Nada 


Die Vorsilbe „nu“ steht selbstverständlich für „Nubert“, „Line“ heißt natürlich Linie, aber auch Serie oder Reihe. Die Lautsprecher der nuLine stellen im Portfolio des schwäbischen Herstellers die mittlere Baureihe dar. Oberhalb der nuLine sind die Lautsprecher der nuVero-Serie positioniert, unterhalb die der nuBox-Serie. Daneben gibt es unter der Bezeichnung nuPro noch eine Reihe aktiver Lautsprecher, die, wie der Name schon verrät, für den Einsatz in professionellen Abhörumgebungen wie Tonstudios konzipiert sind. Das ist schon mal eine geradlinige Modellpolitik.
Die nuLine 34, um die es im Folgenden geht, ist das neuste Modell unter den Kompaktboxen der nuLine. Die klassisch rechteckige Box mit dem Abmessungen 34 x 21 x 31 cm ist nicht mehr ganz klein zu nennen. Auf passende Lautsprecherständer gestellt, sieht sie dank ihrer gefälligen Proportionen aber ausgesprochen elegant aus.

Lautsprecher Stereo Nubert nuLine 34 im Test, Bild 2Lautsprecher Stereo Nubert nuLine 34 im Test, Bild 3Lautsprecher Stereo Nubert nuLine 34 im Test, Bild 4Lautsprecher Stereo Nubert nuLine 34 im Test, Bild 5Lautsprecher Stereo Nubert nuLine 34 im Test, Bild 6Lautsprecher Stereo Nubert nuLine 34 im Test, Bild 7
Wahlweise gibt es die Lautsprecher in seidenmattem Mehrschichtlack in Schwarz, Weiß oder Platin oder in den Echtholzfurnieren Kirsche und Nussbaum. Dazu gibt es Abdeckgitter aus Lochblech, je nach Gehäuseausführung in Schwarz oder Weiß. Was bei aller optischen Zurückhaltung unserer weißen Testexemplare sofort auffiel, war die absolut einwandfreie Verarbeitungsqualität. Denn auch oder gerade bei einer schlichten Bauform und einem glatten Lackfinish fällt unsaubere Verarbeitung viel eher auf als bei aufwendigen Gestaltungen mit exotischern Formen und Materialien. Mir persönlich gefällt die Kombination von sauberer Verarbeitung und schlichter Eleganz der Lautsprecher auf jeden Fall ganz hervorragend. Wer allerdings darauf besteht, dass Lautsprecher ein wie auch immer zu definierendes highendiges Flair verbreiten müssen, wird vermutlich nicht so richtig glücklich mit dem geradlinigen Design der nuLine 34 werden.
So geradeaus wie das Design präsentiert sich auch die Technik der nuLine 34. Dem 180 mm durchmessenden Tiefmitteltöner steht das gesamte Boxenvolumen zur Verfügung. Die Bassreflexabstimmung sorgt dabei für soliden Tiefgang bis unter 50 Hz. Hier zeigt unser Messschrieb einen steilen Abfall. Die Erfahrung hat allerdings gezeigt, dass die Basswiedergabe in normalen Räumen meist tiefer reicht, als sich das durch unsere Nahfeldmessung darstellen lässt. Das von Nubert entwickelte Chassis verfügt über eine Polypropylenmembran, die in einem soliden Gusskorb aufgehängt ist. Die breite Gummisicke und die im Bereich der Schwingspule heruntergezogene Polplatte des üppigen Magnetsystems ermöglichen es dem Chassis, ordentlich Hub zu machen. Zahlreiche Belüftungsmaßnahmen der Schwingspule untermauern den durchdachten Eindruck, den das Chassis hinterlässt.
Die Frequenzweiche begrenzt den Arbeitsbereich des Tiefmitteltöners nach oben bei zwei Kilohertz. Hier übernimmt eine 26-Millimeter-Gewebekalotte. Die Kalotte ist seitlich versetzt auf einer ovalen Frontplatte montiert. So ergibt sich einerseits eine „zentrische“ Optik – Tiefmitteltöner und Hochtöner sitzen in einer Linie auf der Boxenfront; dennoch ist die eigentliche Kalotte nicht symmetrisch auf der Boxenfront positioniert. „nuOva“ nennt Nubert diesen Hochtöner. Die Abstandsunterschiede der Kalotte zu den Gehäusekanten sollen den Einfluss von Kantenbrechungen verringern, was insgesamt der Hochtonwiedergabe zugute kommen soll. Darüber hinaus verfügt der Kalottenhochtöner über eine speziell bedämpfte rückseitige Kammer, wodurch die Resonanzfrequenz des Chassis recht niedrig ausfällt – was letztendlich die verhältnismäßig tiefe Ankopplung an den Tiefmitteltöner zulässt. Die aufwendigen Konstruktionen sieht man den Chassis auf den ersten Blick nicht an. Einzig die seitlich versetzte Anordnung der Kalotte fällt ins Auge. Die ist auch der Grund dafür, warum es immer eine rechte und eine linke Box gibt: Die Hochtöner sind spiegelsymmetrisch montiert, damit sich in Bezug auf den zwischen den Lautsprechern sitzenden Hörer von beiden Lautsprechern das gleiche Abstrahlverhalten ergibt.
Die Rückseite der nuLine 34 ist beinahe spektakulärer als die Front. Hier sitzt zum einen eine beeindruckende Bassreflexöffnung. Dank ihres üppigen Durchmessers und den abgerundeten Kanten der Austrittsöffnung dürften Strömungsgeräusche kaum ein Thema sein – egal wie vehement der Tiefmitteltöner bei tiefen Tönen und hohen Lautstärken auch „pumpen“ mag. Zum anderen sitzt unter der Bassreflexöffnung ein nicht minder beeindruckendes Bi-Wiring-Anschlussterminal, dessen vier vergoldete Klemmen so ziemlich allem gewachsen sein dürften, was man zur Verkabelung verwenden möchte. Die Anschlüsse sind jeweils mit soliden Kabelbrücken versehen, weshalb man zum Anschluss an den Verstärker guten Gewissens auch eine konventionelle Einfachverkabelung verwenden kann.
Oberhalb der Anschlussklemmen befindet sich noch ein Schalter, mit dem man den Charakter der Hochtonwiedergabe in drei Stufen einstellen kann: brillant, neutral und sanft. Das ist mehr als opportun, denn eine intelligent gemache Schaltung geht nicht zulasten der Klangqualität. Im Gegenteil: Eine sinnvoll abgestufte Möglichkeit, den Hochtonpegel zu beeinflussen, ermöglicht eine Anpassung an die Hörumgebung. Und während man im Bass noch gut mit der Aufstellung der Lautsprecher im Raum experimentieren kann, um den Basspegel zu beeinflussen, gibt es solche Einflussmöglichkeiten im Hochtonbereich nur eingeschränkt. Bei manchen Lautsprechern kann man zwar mit der Ausrichtung der Lautsprecher auf den Hörplatz experimentieren; die Nubert zeigen allerdings ein recht gutes Rundstrahlverhalten, so dass diese Einflussmöglichkeit hier nur sehr begrenzt funktioniert.
Unser Hörraum liegt, was die Hochtonbedämpfung betrifft, auf dem Niveau eines durchschnittlichen Wohnzimmers. In dieser Umgebung war mir die Einstellung „Neutral“ schon etwas zu viel des Guten. Die Hochtonkalotte bietet ein feines Auflösungsvermögen. Für mein Hörempfinden gab es keinen Bedarf, hier durch hohen Pegel noch mehr herauszuholen. Und so habe ich den restlichen Hörtest mit der Stellung „Sanft“ absolviert.
Die bei dieser Einstellung nicht ganz so präsente Hochtonwiedergabe harmoniert für meinen Geschmack am besten mit dem angenehm sonor-vollen Mittenbereich. Die nuLine 34 verleiht Sängern und Sängerinnen immer ausreichend Substanz, läuft aber nicht Gefahr, das Klanggeschehen künstlich aufzudicken. Auch akustischen Instrumenten – seien es nun die Gitarre von Al Di Meola oder das Klavier von Chihiro Yamanaka – verleihen sie einen schönen vollen Klang und einen authentischen Körper. Insgesamt neigt die nuLine 34 zu einer kräftigen Zeichnung. Klangfarben setzt sie opulent in Szene, was mich besonders bei der Wiedergabe von Klassik überzeugt.
Beeindruckend ist auch der Bass, den diese Kompakte in den Hörraum drückt. Tief, präzise und sehr kontrolliert agiert sie in den unteren Lagen. Bei aller Kontrolle lässt sie aber auch hier, passend zu den anderen Frequenzbereichen, nie die nötige Substanz vermissen. Eine Bassdrum reproduziert sie sehr plastisch, man hört, das hier ein Schlägel auf ein Trommelfell trifft, aber auch, dass eine Bassdrum einen nicht unbeträchtlichen Körper hat. Passend zu ihrem homogenen, tendenziell kräftigen Klangbild fällt auch die räumliche Darstellung aus. Die Nubert bauen eine breite Bühne auf. Dabei positionieren sie die einzelnen Akteure präzise und gut umrissen im virtuellen Raum, ohne dabei einzelne Klangquellen zu isolieren. 

Fazit

Was das Preis-Leistungs-Verhältnis betrifft, dürften die nuLine 34 kaum zu toppen sein. So viel durchdachte Lautsprechertechnik fürs Geld dürfte man anderswo kaum finden. Auch ihr saubersouveräner Klang passt voll auf die Nubert-Linie.

Preis: um 770 Euro

Lautsprecher Stereo

Nubert nuLine 34


07/2013 - Martin Mertens

Ausstattung & technische Daten 
Paarpreis 770 
Vertrieb Nubert, Schwäbisch Gmünd 
Telefon 0800 – 68 23 780 (gebührenfrei innerhalb Deutschland) 
Internet www.nubert.de 
B x H x T (in mm) 210/340/310 
Gewicht (in Kg) 9,5 / St. 
Garantie (in Jahre)
Unterm Strich... » Was das Preis-Leistungs-Verhältnis betrifft, dürften die nuLine 34 kaum zu toppen sein. So viel durchdachte Lautsprechertechnik fürs Geld dürfte man anderswo kaum finden. Auch ihr saubersouveräner Klang passt voll auf die Nubert-Linie. 
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Dr. Martin Mertens
Autor Dr. Martin Mertens
Kontakt E-Mail
Datum 10.07.2013, 14:46 Uhr
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Topthema: Philips 65OLED936
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Interessante Links:
  • www.hausgeraete-test.de
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