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Kategorie: Lautsprecher Surround

Einzeltest: Klipsch Reference Premiere RP-8000 Set


Rock ´n´ Roll

Lautsprecher Surround Klipsch Reference Premiere RP-8000 Set im Test, Bild 1
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Mit seinen auffälligen, kupferfarbenen Membranen und den wirkungsgradstarken Horn-Hochtontreibern ist Klipsch als Lautsprecherhersteller schon längst eine Legende. Die überaus erfolgreiche Reference-Premiere-Serie aus dem Klipsch- Programm wurde aktuell komplett überarbeitet und steht als „New Reference Premiere 5.1-Set“ in unserem Testkino.

1946 war es, als Paul Wilbur Klipsch sein legendäres Klipschorn der Öffentlichkeit präsentierte. Mit dem riesigen, gefalteten Hornsystem von damals haben die zum Test gesendeten New-Reference- Premiere- Produkte kaum noch etwas gemein. Ein direkter Vergleich verbietet sich natürlich, denn konzeptionell sind die beiden Lautsprecher unterschiedlich gestrickt. Dennoch kommt im Hochtonbereich nach wie vor ein Hornsystem zum Einsatz. Dies gilt übrigens für alle Komponenten unseres 5.1-Sets aus zwei großen Standlautsprechern RP-8000F, einem mächtigen Centerspeaker RP-504C, zwei Dipol-Rearlautsprechern RP-502S.

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Ein Aktivsubwoofer SPL-120SW komplettiert das Set. Technologisch sind die aktuellen New-Reference-Premiere-Produkte nahezu identisch bestückt, wie die typischen kupferfarbenen Membranen und das auffällige Hochtonhorn deutlich zeigen. Lediglich in der Größe und Anzahl der Treiber variieren unsere Testteilnehmer. 

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RP-8000F


Groß und schlank sind sie gewachsen, das großzügige Volumen geschickt kaschierend durch eine tiefe Bauweise. Das und die gelungene Kombination aus schwarz folierten Gehäusen und kupferfarbenen Membranen lässt die beeindruckenden Boxen trotz 110 Zentimeter Höhe recht leichtfüßig erscheinen. Bei entsprechendem Platz in der Wohnung sehen die Klipsch RP-8000F auch in modernen Wohnräumen gut aus und sind ein echter Hingucker. Zweimal hingucken mussten wir auch beim Preisschild der Klipsch-Flaggschiffe: Mit knapp unter 800 Euro pro Box sind die großen RP-8000F ein ausgesprochen attraktives Angebot. 

Ausstattung und Technik


Seit vielen Jahren setzt Klipsch als Hochtöner sein „Tractrix-Horn“ ein. Für die aktuellen New-Reference-Premiere-Modelle hat der Hersteller die Hochtoneinheit überarbeitet. Der Tweeter mit einzölliger Titankalotte sitzt in einem belüfteten Gehäuse, das die stehenden Wellen hinter der Kalotte reduziert. Die LTS-Technolgie (Linear Travel Suspension) sorgt für eine lineare Hubbewegung der Membran, was sich in niedrigen Verzerrungswerten ausdrückt. Direkt vor der Kalotte sitzt ein am Computer designter Phaseplug aus Kunststoff, der als mechanischer Filter wirkt und den Frequenzgang modelliert. Nebenbei schützt er den Hochtöner vor Schäden. Das angekoppelte 90° x 90°-Tractrix-Horn wurde ebenfalls überarbeitet. Für die gerichtete Schallabstrahlung sorgt nun ein Trichter aus Silikon, der an das eigentliche Kunststoffhorn andockt. Das sieht nicht nur besser aus als das alte Horn der Vorgängerserie, es reduziert sogar nochmals die Hornresonanzen. Im Tiefton nutzt Klipsch das Bassreflexprinzip. Pro Lautsprecher kommen zwei Treiber mit 170 mm großen Cerametallic-Membranen bei den Frontlautsprechern zum Einsatz, beim Center spielen vier Exemplare mit 110-mm- Membranen und beim Rear-Dipolspeaker sind es zwei davon. Diese kupferfarbenen Membranen sind recht schwierig herzustellen, aber sehr leicht und dabei sehr steif. Angetrieben von kräftigen Magnetsystemen in strömungsgünstigen Stahlblechkörben sind die beiden Basstreiber zu enormer Dynamik fähig. Die Basstreiber in den großzügig bemessenen Gehäusen arbeiten mit der Unterstützung des rückseitig eingebauten Bassreflexkanals in Tractrix-Form. Der sorgt für ungehemmte Luftströmung ohne Verzerrungen oder Turbulenzen. Die Frontlautsprecher ruhen auf schlanken Standfüßen aus Aluminiumdruckguss, wobei durch deren Asymmetrie die Lautsprecher leicht geneigt stehen. Leider gibt es keine Höhenverstellung, die das perfekte Ausrichten am Hörplatz ermöglicht, etwa bei unebenen Fußböden. Etwas mehr als 27 Kilogramm schwer sind die RP-8000F, denn alle Reference-Premiere-Gehäuse sind aus dickwandigem MDF gebaut und mit schön strukturierten Folien beklebt. Derzeit ist nur die „Ebony black“ getaufte Gehäusevariante in Deutschland erhältlich. Die Bi-Wiring-/Bi-Amping-Anschlussklemmen sind isoliert und so solide, dass auch große Kabelquerschnitte oder Kabelschuhe kontaktsicher aufgenommen werden. Magnetisch haltende Frontgitter auf den mattschwarz schimmernden Schallwänden sorgen für eine recht nüchterne Optik. Uns gefallen die Klipsch-Lautsprecher tatsächlich ohne Gitter bedeutend besser: Die kupferfarbenen Membranen, die adretten Kupferringe am Horn und den Bässen und die ohne sichtbare Verschraubungen auf der Front eingebauten Chassis machen optisch einiges her – das passt!

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Center, Rear & Sub


Die mächtigen Frontsysteme verdienen leistungskräftige Spielpartner, daher haben wir mit dem RP-504C gleich den größten Centerspeaker der Serie ausgewählt. In dem 80 Zentimeter breiten Gehäuse sorgen vier Tiefmitteltöner sowie ein Tractrix-Horn für ausreichend Pegel, Tiefgang und Dynamik, auch die Dipollautsprecher RP-502S sind mit diesen Hochleistungstreibern bestückt und daher bestens gerüstet. Mit dem SPL-120SW kommt noch ein mächtiger Aktivsub ins Team, dessen Endstufe die im Frontfire-Bassreflexgehäuse eingebaute 260-mm- Membran mit rund 300 Watt befeuern kann. 

Labor und Praxis


Die Klipsch RP-8000F zeigen sich recht ausgewogen und überzeugen mit einem sehr guten Abstrahlverhalten auch abseits der Hauptachse. Mit im Mittel etwa 94 dB/2,8 V/1 m verfügen die Klipsch-Lautsprecher dazu über einen beachtlich hohen Wirkungsgrad. Bei der Übernahmefrequenz von 1.750 Hertz ist auf Höhe des Hochtöners gemessen ein leichter Einbruch zu sehen (auch beim Center). Das Ausschwingverhalten der New-Reference-Premiere-Lautsprecher ist problemfrei und oberhalb von 600 Hertz absolut vorbildlich. Oberhalb von 200 Hertz sind die Verzerrungswerte sehr niedrig, nur bei 1.800 Hz guckt die K3- Kurve kurz über die 1-Prozent-Grenze. Im Hörtest kann die Klipsch-Kombi ihre dynamischen Eigenschaften eindrucksoll zur Geltung bringen. Wir spielen Hans Zimmers Piratenstück „Wheel of Fortune“ und geben ordentlich Gas. Beeindruckend wuchtig und großformatig wird der gut bekannte Filmscore im Hörraum abgebildet. So muss Filmmusik klingen, mit Saft und Kraft und enormer Dynamik. So druckvoll mit sattem Punch, Präzision und Tiefgang agiert kaum ein anderes Lautsprecherset dieser Preisklasse – wow! Die Klipsch-Kombi bringt dazu mit ungeheurem Feingefühl, enormer Detailvielfalt jeden Filmsound bestens zur Geltung. Auch die gesamte räumliche Abbildung des Sets kann begeistern, denn tonal passen die New-Reference-Premiere-Komponenten perfekt zusammen, auch fasziniert die sanfte Umhüllung mit Surroundsound durch die diffus strahlenden Dipole auf den Rearkanälen.

Fazit

Im Test zeigen sich alle Komponenten des New-Reference-Premiere- Sets von Klipsch als sehr souveräne Lautsprecher, die mit allen Soundgenres bestens zurechtkommen und durch ihre besonders lebendige Spielweise für viel Freude und Atmosphäre im Hörraum sorgen. Frontlautsprecher RP-8000F und Center RP-504C vertragen bei Bedarf immense Pegel, ohne mit der Wimper zu zucken, eine Eigenschaft, die bereits in den Klipsch-Genen liegt und in der aktuellen Serie nochmals verbessert wurde. Das Klipsch New Reference Premiere ist ein wirklich hervorragendes Lautsprecherset ohne Wenn und Aber: ein Klangtipp und Highlight zugleich!

Preis: um 5000 Euro

Ganze Bewertung anzeigen

Lautsprecher Surround

Klipsch Reference Premiere RP-8000 Set

Spitzenklasse

5.0 von 5 Sternen

-

Bewertung 
Klang 70% :
Dynamik/Lebendigkeit 15%

Tiefbasseigenschaften 15%

Tonale Ausgewogenheit 10%

Detailauflösung 10%

Zusammenspiel 10%

Hörzone Center 10%

Labor 15% :
Frequenzgang 5%

Verzerrungen 5%

Pegelfestigkeit 5%

Praxis 15% :
Verarbeitung 5%

Ausstattung 5%

Bedienungsanleitung 5%

Ausstattung & technische Daten 
Setpreis um 5.000 Euro 
Einzelpreis Front / Center 1600/750 
Einzelpreis Rear / Subwoofer 900/750 
Garantie 5 Jahre Lautsprecher / 2 Jahre Subwoofer 
Vertrieb Osiris Audio, Wiesbaden 
Telefon 06122 727600 
Internet www.osirisaudio.de 
Ausstattung
Ausführung Ebenholz, foliert 
Subwoofer: SPL-120 
Abmessungen (B x H x T) 374/451/506 
Gewicht in Kg 20.4 
Leistung (max.) laut Hersteller in Watt 300 Watt (RMS) 
Membrandurchmesser (in mm) 1 x 260 mm 
Bauart Bassreflex 
Pegelregler Regler 
Phasenregelung 0°/ 180° 
Trennfrequenz 40 -180 Hz 
Hochpegel Eingang/Ausgang – / – 
Niederpegel Eingang/Ausgang Cinch / – 
Frontlautsprecher: RP-8000F 
Abmessung (B x H x T) 277/1095/446 
Gewicht (in Kg) 27.2 
Anschluss Bi-Wiring 
Tief-/Mittelton (in mm) 2 x 200 / 170 mm 
Hochton (in mm) 1 x 25 mm (90° x 90° Tractrix-Horn) 
Bauart Bassreflex 
Rearlautsprecher: RP-502S 
Abmessungen (B x H x T) 302/352/190 
Gewicht (in Kg) 7.3 
Anschluss Single-Wiring 
Tief-/Mittelton (in mm) 2 x 130 / 110 mm 
Hochton (in mm) 1 x 25 mm (90° x 90° Tractrix-Horn) 
Bauart Bassreflex 
Centerlautsprecher: RP-504C 
Abmessungen (in mm) (B x H x T) 791/173/367 
Gewicht (in Kg) 15.4 
Anschluss Single-Wiring 
Tief-/Mittelton (in mm) 4 x 130 / 110 mm 
Hochton (in mm) 1 x 25 mm (90° x 90° Tractrix-Horn) 
Bauart Bassreflex 
Preis/Leistung hervorragend 
+ hoher Wirkungsgrad 
+ dynamisch und pegelfest 
+ Dipol-Surround-Lautsprecher 
Klasse: Spitzenklasse 
Testurteil: Ăźberragend 
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Dipl.-Ing. Michael Voigt
Autor Dipl.-Ing. Michael Voigt
Kontakt E-Mail
Datum 29.05.2019, 15:01 Uhr
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Interessante Links:
  • www.hausgeraete-test.de
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