Kategorie: Lautsprecher Surround

Einzeltest: Nubert nuLine WS-14


Pfiffige Symbiose!

Lautsprecher Surround Nubert nuLine WS-14 im Test, Bild 1
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Sie dachten immer, dass beeindruckender Sound und toller Filmklang in einer kleinen Wohnung nicht möglich sei? Schließlich wollen fünf Lautsprecher samt Subwoofer einen angemessenen Platz in Ihrem Wohnzimmer einnehmen?  Nun hilft Nubert: mit einer ausgeklügelten Lösung wird hier Abhilfe geschaffen, lesen Sie selbst!

Der Lautsprecherspezialist aus Schwäbisch-Gmünd verfügt über ein riesiges Arsenal an Produkten: Von der günstigen Stereokombination bis zu high-endigen Mehrkanalsystemen ist hier alles zu finden. Dieses Mal hat uns Nubert ein Paket geschnürt, das aus den drei identischen Lautsprechern nuLine WS-14 sowie einem Aktiv-Subwoofer nuLine AW-600 besteht. Durch die besonders flache Bauweise bietet es sich an, die nuLine WS-14 als Wandlautsprecher einzusetzen. Ohne aufgesetztes Metall-Schutzgitter bauen die Speaker nämlich nur 105 Millimeter tief.

Lautsprecher Surround Nubert nuLine WS-14 im Test, Bild 2Lautsprecher Surround Nubert nuLine WS-14 im Test, Bild 3Lautsprecher Surround Nubert nuLine WS-14 im Test, Bild 4Lautsprecher Surround Nubert nuLine WS-14 im Test, Bild 5
Die Lautsprecher sind alles in allem sehr kompakt geraten, da sie gerade einmal 150 mm breit sind und nur 385 mm in die Höhe wachsen. Ideale Bedingungen also, um die WS-14 optisch dezent um einen Flach-Fernseher herum zu gruppieren. Wer will, kann die Lautsprecher an den integrierten Schlüsselloch-Aufhängern senkrecht hängend betreiben, alternativ bietet Nubert die schicken Wandhalterungen „WH-10“ für 29 Euro das Stück an. Mit deren Hilfe können die nuLine-Wandlautsprecher horizontal oder vertikal montiert und auf den Hörplatz ausgerichtet werden. Zudem besteht die Möglichkeit, die nuLine-WS-14 freistehend auf Standfüßen zu betreiben. Optisch passend sind die stabilen Metallständer BSW-800, die für rund 170 Euro das Paar bei den Schwaben bezogen werden können. 

Ausstattung und Technik


Satte fünf Kilogramm bringt ein nuLine-WS-14-Lautsprecher auf die Waage. Ein Großteil des Gewichts geht auf das Konto des ungemein stabil aufgebauten Gehäuses, das sehr unempfindlich gegenüber Resonanzen ist. Zudem treiben drei leistungsfähige Chassis mit stabilen Körben und feisten Antrieben das Gesamtgewicht nach oben. Hochwertige Mehrschichtlackierungen in den Ausführungen Schwarz, Weiß oder Platin sind bei Nubert erhältlich, den Subwoofer nuLine AW-600 gibt es auf Wunsch zusätzlich mit den Echtholzfurnieren in Kirsche und Nussbaum.

NuLine WS-14


In den Wandlautsprechern, die sich als Haupt-, Center- oder Rearspeaker einsetzen lassen, verbaut Nubert zwei 120-mm-Tiefmitteltöner und einen 19-mm-Hochtöner in D’Appolito-Anordnung. Die beiden 120er sind mit stabilen Polypropylenmembranen ausgestattet und können dank langhubig ausgelegter Sicke und Aufhängung immense Hübe von bis zu 20 mm ausführen. Beim Hochtöner setzt Nubert auf das nuOva-Design mit asymmetrischer Frontplatte, wodurch Reflexionen an den Gehäusekanten minimiert werden. Hinter der Frontplatte des Tweeters sitzt eine bedämpfte Kammer um etwaig auftretende Resonanzen des Treibers zu verringern. Die Frequenzweiche des WS-14 ist sehr aufwendig konstruiert und weist einige Besonderheiten auf. So ist es dank zweier Kippschalter möglich, die Klangcharakteristik des Lautsprechers anzupassen oder den unterschiedlichen akustischen Anforderungen bei Wandmontage oder freier Aufstellung gerecht zu werden. Wer gerne extrem laut hört, wird sich über die integrierte Schutzschaltung freuen, die den Lautsprecher vor Schäden bei Überlastung bewahrt.

NuLine AW-600


Der kompakte Aktiv-Subwoofer wird aus 19 mm starkem MDF gefertigt und in mehreren Schichten lackiert oder mit Echtholzfurnier beschichtet. Damit das Gehäuse keine unerwünschten Resonanzen erzeugt, wird es im Inneren durch ein asymmetrisch angeordnetes Versteifungsbrett stabilisiert. Das ist auch bitter nötig, denn im Zusammenspiel mit dem 220-mm- Langhubchassis und der 240 Watt leistenden Endstufe ist der kleine Subwoofer zu enormer Dynamik fähig. 30 Millimeter Maximalhub kann der kleine Treiber ausführen und bewegt somit eine riesige Menge Luft. Um unkontrollierte Taumelbewegungen bei hohen Schallpegeln auszuschließen, ist der 220-mm-Treiber mit einer zweiten Zentrierspinne ausgestattet. Strömungsgeräusche am Bassreflexkanal werden durch die speziell ausgeformte Ventilationsöffnung minimiert. Vier stabile Metallfüße mit vibrationshemmenden Dämpfungselementen sorgen für den korrekten Abstand des Bassreflexkanals zum Fußboden. Als besonderes Plus verfügt der nuLine AW-600 über eine Fernbedienung, mit deren Hilfe sich alle Parameter des Bassisten bequem von der Couch einstellen lassen. Das blau leuchtende Display auf der Front des Subwoofers gibt das benötigte optische Feedback. Dank großer Ziffern ist es auch aus großer Entfernung noch gut abzulesen. Vier Speichermöglichkeiten bietet die Fernbedienung zum Ablegen verschiedener Einstellungen an. Das ist sehr praktisch, da der Subwoofer umfangreiche Einstellmöglichkeiten bietet, um den Klang des AW-600 im Hörraum zu optimieren oder an die verwendeten Satelliten anzupassen. In der Grundeinstellung reicht der Frequenzgang des Subwoofers enorm tief hinab. Bis deutlich unter 30 Hertz spielt der kompakte Nubert; wer den Schalldruck maximieren möchte, kann den Low-Cut-Filter aktivieren. Dann verzichtet der nuLine AW-600 auf die untersten Tonlagen zugunsten deutlich höherer erzielbarer Lautstärken. 

Im Einsatz


Ohne Wand im Rücken klingen die nuLine WS-14 im Hörraum sehr ausgewogen mit klar konturiertem Bass- und Grundtonbereich und schön detaillierten Mittel- und Hochtonlagen. Unterhalb von 100 Hertz tut sich naturgemäß bei diesen Lautsprechern kaum etwas, doch als Alleinunterhalter sind die geschlossenen Kompaktboxen nicht vorgesehen. Unterstützung in Form eines aktiven Subwoofers ist das Mittel der Wahl, um die Qualitäten der nuLine WS-14 auszuloten – in unserem Test ist der ideale Partner natürlich der nuLine AW-600. Korrekt aufgestellt und eingepegelt spielt die 2.1-Kombination wie aus einem Guss und überzeugt mit immensem Tiefgang sowie hoher Maximallautstärke. Nach dem Umzug in unser Heimkino wurde das System um den Centerspeaker ergänzt und auf den Raum und Hörplatz neu eingemessen. In unserem Kinoraum waren die Einstellungen „Wand montiert“ und „brillant“ die ideale Kombination. Das 3.1- System spielt im Film- wie Musikbetrieb großartig auf und punktet erneut mit seinen enorm ausgewogenen Wiedergabequalitäten. Im Bass leistet der kompakte Aktiv-Subwoofer wirklich Erstaunliches: Bis tief hinab in unterste Tonlagen spielt der Bassist sehr präzise und erzeugt beim Dreh am Lautstärkeregler eine enorme Dynamik. Per AV-Receiver von tiefen Tonlagen befreit, entwickeln die Satelliten ein sauber gestaffeltes Klangbild mit sich weit in Breite und Tiefe öffnender Bühne. Im Einsatz als Kinolautsprecher liefert das 3.1-Lautsprechersystem grandiosen Spaß und bietet von gemeinsten Tieftongewittern bis hin zu präzise dargestellten Special-Effects alles, was sich der Film-Fan wünscht. 

Labor


Nach der Performance in unseren Hörräumen musste das Nubert-System noch das Messprozedere durchlaufen. Wie kaum anders zu erwarten, glänzen die Lautsprecher auch hier mit tollen Leistungen. Der Subwoofer nu- Line AW-600 punktet mit enormem Tiefgang und perfekt einstellbarer Frequenzweiche. Die Satelliten WS-14 messen sich unter allen Winkeln sehr ausgewogenen und spielen bis deutlich über 20.000 Hertz hinauf. Bis auf minimale Restresonanzen ist das Wasserfalldiagramm tadellos, auch die Klirrfaktormessungen geben keinen Anlass zur Klage. 

Fazit

Mit einer pfiffigen Lösung hilft Nubert all denen, die wenig Platz im Wohnzimmer haben und schmeißt mit diesem 3.1-Wandlautsprechersystem eine wahre Symbiose aus brillantem Klang bei Film und Musik sowie einem platzsparendem Design auf den Markt. Das Set aus nuLine Ws-14 und AW-600 ist dabei nicht nur ein optischer Knaller sondern hat auch eine hervorragende Verarbeitung genossen. Klasse, Nubert!

Preis: um 1410 Euro

Ganze Bewertung anzeigen

Lautsprecher Surround

Nubert nuLine WS-14

Oberklasse

4.0 von 5 Sternen

09/2014 - Jochen Schmitt

Bewertung 
Klang 70% :
Dynamik/Lebendigkeit 15%

Tiefbasseigenschaften 15%

Tonale Ausgewogenheit 10%

Detailauflösung 10%

Zusammenspiel 10%

Hörzone Center 10%

Labor 15% :
Frequenzgang 5%

Verzerrungen 5%

Pegelfestigkeit 5%

Praxis 15% :
Verarbeitung 5%

Ausstattung 5%

Bedienungsanleitung 5%

Ausstattung & technische Daten 
Garantie 2/5 
Vertrieb Nubert, Schwäbisch Gmünd 
Telefon 0800 – 68 23 780 (gebührenfrei innerhalb Deutschland) 
Internet www.nubert.de 
Ausstattung
Abmessungen (B / H / T in mm):
Frontlautsprecher 150/385/115 
Center 385/150/115 
Subwoofer 245/486/380 
Subwoofer nuLine AW-600 
Gewicht 17 
Leistung laut Hersteller (in Watt) 240 
Membrandurchmesser (in mm) 220 
Bauart Bassreflex 
Prinzip Frontfire 
Pegel ja 
Trennfrequenz 40 - 199 
Phasenregulierung 0 - 180 
Hochpegel Eingang / Ausgang 2 / 2 
Niederpegel Eingang / Ausgang 2 / 2 
Frontlautsprecher nuLine WS-14 
Gewicht (in kg)
Anschluss Single-Wiring 
Tief-/Mittelton (in mm) 2 x 123 
Hochtonton (in mm) 1 x 19 
Bauart geschlossen 
Centerspeaker nuLine WS-14 
Gewicht (in kg)
Anschluss Single-Wiring 
Tief-/Mittelton (in mm) 2 x 123 
Hochtonton (in mm) 1 x 19 
Bauart geschlossen 
Preis/Leistung hervorragend 
+ flache Bauweise 
+ Subwoofer mit Fernbedienung 
+ beeindruckender Klang 
Klasse Oberklasse 
Testurteil: ausgezeichnet 
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Jochen Schmitt
Autor Jochen Schmitt
Kontakt E-Mail
Datum 02.09.2014, 17:28 Uhr
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