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Kategorie: Lautsprecher Stereo

Einzeltest: Harbeth P3ESR


Der Profi

Lautsprecher Stereo Harbeth P3ESR im Test, Bild 1
907

Der ursprüngliche BBC-Monitor scheint ein recht viriles Kerlchen gewesen zu sein - eine kaum noch zu überblickende Anzahl legitimer und illegitimer Nachkommen bevölkert die Hörräume in aller Welt. Der letzte Enkel - oder schon Urenkel - aus dem Harbeth-Zweig der Familie will seine Wurzeln bei uns beweisen

Mitspieler

Plattenspieler:

Luxman PD-444
mit Fidelity Research FR64fx
und Miyabi Standard

Transrotor Dark Star Reference
mit Goldring 2200
Phonovorstärker:

Pass XP-15

PS Audio GCPH modifi ziert

Malvalve Preamp Three Phono
Verstärker:

Audio Research Ls17 und VS60

Eternal Arts FTP und OTL-Monos

MalValve Preamp Three Line
und Poweramp Three

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Gegenspieler

Lautsprecher:

Spendor S3e

K+T Minimonitor TS

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P3ESR heißt der neue Kleinstmonitor, der mit einem Preis von 1.650 Euro pro Paar seine Ambitionen klarmacht -hier geht es nicht um Preis-, sondern um Qualitätsoptimierung. Vielleicht sollten wir in dieser Angelegenheit erst einmal klären, was das ist, ein Monitor- Lautsprecher. Wie der Name schon sagt, haben wir es hier mit Werkzeug zum „Beobachten“ oder Abhören von Musik zu tun. Es handelt sich also nicht um eine Box für den Endkunden, bei der auch ein gewisser Genussfaktor eine Rolle spielt, sondern vielmehr um ein Arbeitsgerät für den Profi , der mithilfe des möglichst neutralen Monitorlautsprechers klangliche Aspekte von Musik beurteilen will. Im Fokus der Entwicklung einer solchen Box stehen Qualitäten wie Neutralität, Detailgenauigkeit und möglichst wenig Eigenklang. Zur Geschichte: Anfang der 70er-Jahre hat die BBC einen Kleinmonitor-Lautsprecher ein Auftrag gegeben, um auch bei mobilen Aufnahmesituationen vor Ort eine qualitativ hochwertige Abhöre zur Verfügung zu haben.

Lautsprecher Stereo Harbeth P3ESR im Test, Bild 2Lautsprecher Stereo Harbeth P3ESR im Test, Bild 3Lautsprecher Stereo Harbeth P3ESR im Test, Bild 4Lautsprecher Stereo Harbeth P3ESR im Test, Bild 5Lautsprecher Stereo Harbeth P3ESR im Test, Bild 6Lautsprecher Stereo Harbeth P3ESR im Test, Bild 7Lautsprecher Stereo Harbeth P3ESR im Test, Bild 8
Gesagt getan - die Ingenieure der BBC entwickelten einen Kleinlautsprecher, der ihren Spezifikationen genau entsprach und gaben dann die Fertigung in Lizenz an einige britische Lautsprecherfirmen weiter, darunter eben auch Harbeth. Natürlich ist die BBC nicht die schlechteste Referenz, was Musikreproduktion angeht -und so haben sich sehr schnell viele findige HiFi-Enthusiasten gefunden, die sich gedacht haben: „Was im Studio gut ist, kann zum Musikhören nicht so schlecht sein“, und auch so einen Lautsprecher für sich zu Hause haben wollten. Der Beginn einer Erfolgsgeschichte: Über 100.000 verkaufte Exemplare des originalen BBC-Monitors in diversen Lizenzvarianten und Generationen von Abkömmlingen, die bis heute eine treue Fangemeinde haben, sprechen eine deutliche Sprache. Von der Größe her reiht sich die neue Harbeth P3ESR nahtlos ein in die Tradition des ursprünglichen BBC-Monitors: Knapp zehn Liter geschlossenes Gehäusevolumen genügen dem von hinten auf die Schallwand montierten 11 Zentimeter kleinen Tiefmitteltöner für eine knackige Tieftonwiedergabe. Die Radial-Technologie Harbeths bezeichnet übrigens nicht eine spezielle Membranform, sondern das auf Polypropylen basierende Material derselben - eine Harbeth-eigene und patentierte Entwicklung, die bisher nur den größeren Boxen der Marke vorbehalten war. Der Hochtöner ist eine 19-Millimeter- Metallkalotte, die hinter einem Gitter sitzt. Dieses schützt nicht nur vor neugierigen Fingerchen, sondern offenbart bei genauerem Hinsehen auch etwas Klangtuning: Ein kleines Plättchen innen am Gitter arbeitet als Diffusor. Die Front- und die Rückwand der P3ESR sind mit dem Rahmen verschraubt -Sorgen wegen Undichtigkeiten muss man sich aber keine machen, die Passungen sind hervorragend. Durch die eingesetzten Wände haben sich Schattenfugen realisieren lassen, die der P3ESR ihr ganz charakteristisches Äußeres geben oder - quasi als Zweitnutzen - den Rahmen der Frontbespannung aufnehmen. Das alles kommt äußerst gefällig daher - vor allem das hervorragend gearbeitete Kirschholzfurnier hinterlässt einen mehr als guten Eindruck. Auch innen ist die Angelegenheit mehr als solide - die enorme Wandstärke der kleinen Box erklärt das doch recht hohe Eigengewicht. Auch bei der Frequenzweiche wurde nicht gerade gekleckert - sie nimmt auf ihrer Platine mal eben die komplette Rückwand ein! Apropos Weiche: Der Interessierte kann sich auf der englischen Harbeth-Webseite ein mehrteiliges Video ansehen, in dem der Harbeth-Chef Alan Shaw die Entstehung seiner Schaltung erläutert - das ist äußerst informativ und mal etwas erfreulich Handfestes auf einer HiFi-Homepage. Die vierjährige Entwicklungsarbeit, die hinter der P3ESR steckt, zahlt sich auch messtechnisch aus: Das Rundstrahlverhalten der Box ist exzellent, ebenso wie das fast makellose Wasserfalldiagramm und der gutmütige Impedanzverlauf. Natürlich wachsen beim Wirkungsgrad die Bäume nicht in den Himmel, so dass wir einen Verstärker mit etwas Leistung empfehlen - um die Box dynamisch auszureizen, dürfen es gerne 30 bis 50 Watt pro Kanal sein. Dann aber spielt die Harbeth bis zu einer recht ordentlichen Lautstärke von 95 Dezibel mit und überrascht mit einem doch bis unter 70 Hertz verlaufenden Bassbereich -der Hersteller spricht von 75 Hertz unterer Grenzfrequenz. Damit ist die P3ESR sicher nicht für größere Beschallungsaufgaben prädestiniert, Bonuspunkte für realistische Katalogangaben gibt’s trotzdem. Aber nicht nur dafür, sondern auch für die Umsetzung der Technik in die Praxis. Gut - in unserem großen Hörraum musste die Harbeth Federn lassen, zu allein auf weiter Flur kämpften die beiden kleinen Tieftöner ohne Reflexunterstützung gegen fast 200 Kubikmeter Rauminhalt, die auch noch recht gut bedämpft sind. Also habe ich mir die beiden handlichen Kisten kurzerhand geschnappt und in meinen kleinen Hörraum zu Hause verfrachtet - mehr Anlagentuning war dann auch nicht mehr nötig, sprich: Die Box spielt in einem kleinen Zimmer absolut auf den Punkt. Der kleine britische Monitor hat genug Bassenergie und Grundtonfülle, um einen Raum von gut 20 Quadratmetern mit ordentlich Dynamik zu versorgen. Dazu kommt ein ungemein günstiges Rundstrahlverhalten, das eine vergleichsweise weite und große Bühne erzeugt, die weit über die vom Stereodreieck definierten Grenzen hinausgeht. Oft geht eine solche großzügige Abbildung einher mit „Phasenschweinereien“, die ein exakte Ortung der Instrumente komplett vereitelt und sehr schnell unangenehm werden kann - nicht bei der Harbeth: Vom linken bis zum rechten Rand des abgebildeten Raums können Klänge eindeutig und präzise zugeordnet werden, die Dimension der Stimmen und Klangkörper passen exakt. Die räumliche Tiefe der Wiedergabe spielt sich vor allem
hinter den Boxen ab, was die Box eher entspannt und zurückhaltend wirken lässt. Tonal verhält es sich ganz genauso: Von den wie gesagt erstaunlich kräftigen Bässen über die fein gezeichneten Mitten bis hin zu den luftigen Höhen bietet die Harbeth ein erstaunlich breites und ausgewogenes Spektrum, das keinerlei Bevorzugung oder Vernachlässigung erkennen lässt. Von der viel zitierten britischen Abstimmung mit betont defensiven Höhen ist bei der Harbeth übrigens absolut nichts zu hören. Auch die Feindynamik ist beeindruckend; selbst bei kleinen Gesamtlautstärken differenziert die P3ESR aufs Allergenaueste - bravo! Genau auf diese Art und Weise -mit ihrer Unauffälligkeit oder ihrer auffallenden Neutralität, wie man es sehen will - spielt sich die kleine Harbeth ins Gehör des Musikfreunds, und irgendwann ist der Punkt erreicht, wo man sie nicht mehr missen möchte. Die guten Gene ihres Urahns hat sie jedenfalls - ihre technische Qualität wurzelt im Hier und Jetzt - ein ganzer Profi eben. Leider verhält es sich bei meinem Beruf so, dass ich in den nächsten Jahren noch viele Lautsprecherboxen beurteilen muss und auch noch etliche entwerfen und bauen werde. Wenn ich mich aber irgendwann aufs Altenteil zurückziehe und immer noch einen kleinen, schnuckeligen Hörraum haben sollte, dann werde ich mir die Harbeth P3ESR holen und damit jede weitere Lautsprecherdiskussion entspannt zurückgelehnt und vor allem aus weiter Ferne betrachten.

Fazit

Haben Sie einen kleinen Hörraum und sind das ewige Herumprobieren leid? Probieren Sie die Harbeth P3ESR. Sie könnte der letzte Lautsprecher Ihres Lebens sein.

Preis: um 1950 Euro

Harbeth P3ESR


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Thomas Schmidt
Autor Thomas Schmidt
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Datum 18.11.2009, 09:55 Uhr
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Dipl.-Phys. Guido Randerath - Ressort Heimkino und Car Hifi
Dipl.-Phys.
Guido Randerath
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Heimkino 6/2021

Es ist uns eine große Freude, Ihnen die EISA AWARDS 2021-2022 präsentieren zu dürfen. Zusammen mit den Kollegen von 60 Testmagazinen und -Websites aus Europa, Amerika, Asien und Australien kürt unsere Redaktion als exklusives deutsches Mitglied in der Home Theatre Audio Expert Group jedes Jahr die besten Geräte der Welt.
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Elmar Michels - Ressort Car Hifi
Elmar Michels
Ressort Car Hifi
Car Hifi 6/2021

Ich freue mich, Ihnen ein ganz sicheres Jahreshighlight zu präsentieren. Voll im Wohnmobiltrend und frisch vom Caravan Salon erreichte und Pioneers neues Camper-Navi AVIC-Z1000DAB zum Test. Zugegeben nicht ganz billig, dafür aber voll ausgestattet mit allem, was den Urlaub im eigenen Wohnmobil vom ersten Meter an entspannt und stressfrei macht. Darüber hinaus haben wir natürlich noch über zwei Dutzend weitere Geräte im Test. Da ist alles dabei, günstige Verstärker und Lautsprecher, bezahlbares High-End, die perfekte Mini-Steuerzentrale mit 9 DSP-Kanälen und natürlich jede Menge Subwoofer. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen!
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Holger Barske - Ressort<br>High-End
Holger Barske
Ressort
High-End
LP 6/2021

Die neue "LP" ist da!
Und wie üblich haben wir einen genauen Blick auf neue Dinge geworfen, mit denen der Analogfan das Erlebnis Schallplatte zu etwas Besonderem machen kann. Wir hätten unter Anderem drei potente Phonovorstufen in verschiedenen Preisklassen im Angebot, zwei sehr besondere Lautsprecher und einen feinen, erfreulich bezahlbaren Plattenspieler aus Italien. Wir wünschen viel Spaß bei der Lektüre!
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Thomas Schmidt - Ressort Hifi
Thomas Schmidt
Ressort Hifi
Hifi Test TV HiFi 6/2021

Es geht wieder in Richtung Herbst und Winter - wegen der doch eingeschränkten Möglichkeiten, sich draußen zu betätigen, die Hauptsaison der gemütlichen Musik- und Filmabende in den eigenen vier Wänden.
A propos Wände: In dieser Ausgabe finden Sie eine Reportage über die Zukunft des Lautsprechers als Begleiter des täglichen Lebens, nämlich unsichtbar in der Wand eingelassen, versteckt hinter der Tapete oder sogar Putz!
Aber auch die klassischen Hifi-Themen kommen nicht zu kurz: So haben wir die PS-Audio-Stellar M1200 Endstufen getestet, mit deren Leistung von über 1000 Watt pro Kanal dynamisch keine Wünsche mehr offen bleiben.
Viel Spaß beim Lesen!
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Interessante Links:
  • www.hausgeraete-test.de
  • www.heimwerker-test.de
  • hifitest.de/shop/
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