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Kategorie: Musikserver

Einzeltest: Audiodata Plug-in Musikserver MS II


Kurvenreich

Musikserver Audiodata Plug-in Musikserver MS II im Test, Bild 1
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Bei Klangoptimierung wird über vieles gesprochen: Kabel, Strom, Filter. Alles sicherlich wichtige Ansatzpunkte. Doch ein Faktor wird oft ausgeblendet: der Raum.

Audiodatas Musikserver MS I und II haben über die Jahre schon recht viel dazugelernt. In vielen kleinen und großen Schritten wurden die Server aus Aachen nach und nach immer wieder aufgewertet, erhielten neue oder bessere Software, und auch bei der Hardware wurde hier und da ein wenig optimiert. Egal ob mit einer Filterplatine an der SATA-Schnittstelle, ein Modul zur Streamingeinbindung per Tablet oder das Aufspielen von Updates: An allen Stellen wurde angesetzt, um das Gerät auch wenn es schon beim Nutzer ist, noch zu verbessern. Ähnlich erging es auch dem Audiovolver. Einst geboren als System, das jeder Anlage eine Klangkorrektur verleihen konnte, lernte auch er stetig hinzu und wurde vom Zubehör langsam in ein Quellgerät verwandelt, das nicht nur die Signale korrigierte, sondern auch für das eigentliche Abspielen der Musik zuständig war.

Musikserver Audiodata Plug-in Musikserver MS II im Test, Bild 2Musikserver Audiodata Plug-in Musikserver MS II im Test, Bild 3Musikserver Audiodata Plug-in Musikserver MS II im Test, Bild 4Musikserver Audiodata Plug-in Musikserver MS II im Test, Bild 5Musikserver Audiodata Plug-in Musikserver MS II im Test, Bild 6
Nun wachsen beide Geräte ein wenig zusammen, denn mit dem Audiovolver Plug-in, das jetzt für den Musikserver MS II verfügbar ist, kann auch Audiodatas Server zur Korrektur des Hörraumes eingesetzt werden. Wie bei den Aachenern üblich, ist die Zusatzfunktion sowohl bei der Konfigurierung eines neuen Servers auswählbar wie auch nachträglich bei bereits ausgelieferten Systemen, die bei Nutzern im Einsatz sind. Die Nutzung des Audiovolver Plug-ins setzt jedoch zwei Dinge voraus: Zum einen natürlich den Erwerb der Software selber, die per Fernwartung direkt auf dem eigenen Server installiert wird. Dazu kommt natürlich die passende Korrekturkurve für den jeweiligen Hörraum, die dann vom Musikserver genutzt wird, um die gespielte Musik genau auf die räumlichen Gegebenheiten anzupassen. Nutzer, die bereits einen echten Audiovolver besitzen, haben natürlich schon eine passend erstellte Korrekturdatei, die ebenfalls per Fernwartung auf einen Musikserver übertragen werden kann. Alle anderen benötigen hingegen eine eigens erstellte Korrektur, die bei einem Einmesstermin passend erstellt wird, wobei zu den Kosten für das Plug-in auch diese Dienstleistung hinzukommt. Für unseren Test des Plug-ins haben wir genau solch eine Einmessung noch einmal anfertigen lassen. Dafür kommt Audiodata-Gründer und Firmenchef Peter Schippers persönlich vorbei und bringt das passende Equipment für die Messung gleich mit. Mithilfe eines Audiovolvers, der kurzzeitig an die eigene Anlage angeschlossen wird, kann die Testsequenz abgespielt werden, die eine Referenzkurve für die spätere Korrektur liefert. Ein Messmikrofon wird am Hörplatz aufgebaut und nimmt die ausgegebene Testsequenz auf, um ein Bild der Probleme eines Hörraums zu liefern. Objekte wie Wände, Fensterflächen oder Möbel bieten Reflexionsflächen für den ausgegebenen Schall und haben so Einfluss auf das klangliche Endergebnis, das am Hörplatz wahrgenommen wird. Bei unserem Redaktionshörraum war die Ausgangslage eigentlich schon recht gut und die Nachhallzeit verlief dank bereits guter Dämpfung schon annähernd im Bereich, in dem Studios bewertet werden. Trotzdem gab es hier noch Verbesserungspotenzial, denn die eine oder andere Oberfläche reflektierte bestimmte Frequenzen, und auch das Ansprechverhalten der Lautsprecher bot Platz für Optimierungen. Im Gespräch mit Peter Schippers wurde zunächst festgelegt, was uns beim Hören der Anlage wichtig sei. Sollte der Zielfrequenzgang möglichst linear sein, oder sollte die Charakteristik der Lautsprecher beibehalten werden? Wir entschieden uns für letztere Option, woraufhin eine Korrekturkurve entwickelt wurde, die die Sprungantwort dramatisch verbesserte, einen bestimmten Frequenzbereich auf dem linken Kanal anpasste, um eine Reflexion zu korrigieren, und auch der Frequenzgang an sich wurde hier und da ein wenig optimiert. Der Messvorgang war in wenigen Minuten abgeschlossen und dank jahrelanger Erfahrung konnte Peter Schippers auch unsere individuelle Korrektur in etwa einer halben Stunde abspeichern und auf unseren Musikserver MS II übertragen. Alles andere kann anschließend wieder per Fernwartung erledigt werden. Dazu gehört auch das Implementieren der Korrektur auf die vorhandene Musik. Mit dem Audiovolver Plug-in wird die ausgewählte Musik im FLAC oder WAV-Format mit der passenden Korrekturkurve versehen, so dass diese dauerhaft in die Datei integriert wird. Die Orginaldatei bleibt dabei unangetastet, denn die neue Datei wird separat in einem eigenen Ordner gespeichert. Das bedeutet allerdings, dass erhöhter Speicherbedarf aufkommt, da die Dateien nun zweimal auf der Festplatte vorhanden sind. Korrigierte Dateien erhalten einen zuvor festgelegten Namenszusatz in den Metadaten, so dass sie unterscheidbar bleiben. Die Umwandlung der Musik kann unbemerkt per Fernwartung vorgenommen werden, so dass man von diesem Schritt als Nutzer nichts mitbekommt. Wovon man jedoch etwas mitbekommt, ist klar die klangliche Verbesserung, die mit der Raumkorrektur des Audiovolver Plug-ins bei unserem MS II eintrat. Die Ortbarkeit machte einen enormen Schritt nach vorne, so dass die Komponenten deutlich präziser auf der Bühne angeordnet werden konnten. Auch die Verbesserung der Sprungantwort machte sich sofort bemerkbar und führte zu einem deutlich präziseren Klangbild, dss langes Stehen der Frequenzen im Raum verhindert und stattdessen genau auf den Punkt spielen ließ. Dies führte insgesamt zu einem besseren Flow der Musik, die anschließend lebendiger und realer wirkte, als dies zuvor der Fall war. Zwar sind die korrigierten Dateien technisch bedingt etwa 5 dB leiser, doch ein kurzes Drehen am Lautstärkergeler kompensierte dies schnell. Selbst in unserem Hörraum, der schon gute Voraussetzungen bot, waren die Unterschiede, die das Audiovolver Plug-in brachte, immens. Wer also seinen Wohnraum gerne klanglich optimieren möchte, ohne alle Wände mit Absorbern zu tapezieren, findet in dieser Erweiterung seines Musikservers ein hervorragendes Mittel.

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Fazit

Die professionelle Klangkorrektur vergrößert zwar ein wenig den benötigten Speicherplatz, doch das klangliche Endergebnis ist dies mehr als wert. Das Audiovolver Plug-in verbesserte den Klang deutlich, so dass man nach einigen Stunden nicht mehr auf den angepassten Sound verzichten möchte.

Preis: um 720 Euro

Musikserver

Audiodata Plug-in Musikserver MS II


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Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb Audiodata, Aachen 
Telefon 0241 512828 
Internet www.audiodata.eu 
checksum Die professionelle Klangkorrektur vergrößert zwar ein wenig den benötigten Speicherplatz, doch das klangliche Endergebnis ist dies mehr als wert. Das Audiovolver Plug-in verbesserte den Klang deutlich, so dass man nach einigen Stunden nicht mehr auf den angepassten Sound verzichten möchte. 
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Autor Philipp Schneckenburger
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Datum 17.11.2017, 09:56 Uhr
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