Kategorie: Musikserver

Einzeltest: Cocktail Audio X12


Es bleibt in der Familie

Musikserver Cocktail Audio X12 im Test, Bild 1
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Die Musikserver von Cocktail Audio stehen für ein exzellentes Preis-Leistungs Verhältnis, egal ob beim kleinsten Modell oder der voll ausgewachsenen HiFi-Version. Das Mittelmodell X-12 will da natürlich nicht aus der Reihe fallen.

Mit dem X30 hat Cocktail Audio ja bereits bewiesen, dass sie auch etwas davon verstehen, Geräte im Vollformat zu bauen (siehe HiFi einsnull 1/14). Mit dem X12 geht es wieder in den immer beliebter werdenden Kompaktmarkt. Anstatt den dort bereits angesiedelten X10 (getestet in HiFi einsnull 5/12) jedoch einfach etwas aufzubohren, hat man sich entschieden, den großen Bruder stattdessen lieber etwas kleiner zu machen. Im X12 steckt also jetzt ausgewachsene Technik in einem kompakten Paket. Etwas, das leider nicht vom X30 übernommen wurde, ist das Metallgehäuse. Stattdessen findet hier alles seinen Platz in einem zwar hochwertigen, aber eben nicht ganz so schicken Kunststoffkleid.

Musikserver Cocktail Audio X12 im Test, Bild 2Musikserver Cocktail Audio X12 im Test, Bild 3Musikserver Cocktail Audio X12 im Test, Bild 4Musikserver Cocktail Audio X12 im Test, Bild 5Musikserver Cocktail Audio X12 im Test, Bild 6
Haptisch angenehm und optisch ansprechend bleibt das System jedoch trotzdem, und der Funktionsvielfalt tut das eh keinen Abbruch, denn der X12 ist ein echtes Multitalent. In dem gerade einmal 18 Zentimeter breiten Kästchen befinden sich ein CD-Laufwerk mit Ripping- Funktion, eine Streaming-Einheit, ein D/A-Wandler und ein Vollverstärker. Zusätzlich ist es möglich den X12 mit Festplatten auszustatten, die ebenfalls im dem schon recht vollen Gerät Platz finden. Unterstützt werden hier sowohl 2,5- als auch 3,5-Zoll-SATA-Festplatten, entweder als klassische HDD oder im Falle der kleinen Platten auch im SSD-Format, die bereits bei Bestellung mitgeordert werden können. Bei bis zu vier Terabyte verfügbarem Speicherplatz kann man also eine ganze Menge CDs digitalisieren, bevor der Server an seine Grenzen stößt. Selbst dann bleibt immer noch die Option, externe Festplatten und USB-Sticks an die drei verfügbaren Anschlüsse zu hängen. Wem das dann auch noch nicht genug ist, der nutzt einfach einen Netzwerkspeicher und streamt die Daten von dort auf den X12. Mit Simfy und Qobuz sind gleich zwei Streamingdienste integriert, und auf den Internetradiodienst Reciva i-Radio kann selbst ohne Abonnement zugegriffen werden. Natürlich können auch andere digitale und analoge Quellen über die verfügbaren Anschlüsse mit dem X12 genutzt werden, so dass man beispielsweise auch den Ton von Fernsehern oder Blu-ray-Playern vom kleinen Medienserver verarbeiten lassen kann. Mit dem integrierten CD-Laufwerk ist sowohl das einfache Abspielen als auch das Rippen von CDs möglich, wobei der Vorgang in wenigen Minuten abgeschlossen ist und das Wandeln in verschiedene Dateiformate zulässt. Dabei werden Metadaten von FreeDB genutzt, um alle wichtigen Informationen an die Stücke anzuhängen. Für Netzwerkmuffel hält der X12 auch noch eine Überraschung bereit, denn im Lieferumfang befindet sich eine DVD der Datenbank, die man ebenfalls auf der Festplatte hinterlegen kann. Dann stehen die Metadaten auch ohne Anbindung an das Internet zur Verfügung. Besser unterstützt wird nun auch die direkte Suche von Coverbildern, die man beim X30 oft manuell einfügen musste. Egal ob neu digitalisiert oder schon ewig auf dem Speicher, alle verfügbaren Musikstücke können nachträglich editiert und so richtig getaggt werden. Das funktioniert mit den alphanumerischen Tasten der Fernbedienung wunderbar, und alle anderen Funktionen des X12 können damit ebenfalls hervorragend genutzt werden. Die Bedienung am Gerät selbst funktioniert dank Drehregler und den Tasten an der Oberseite auch sehr gut und intuitiv. Auf dem 4,3 Zoll großen Farbdisplay werden sowohl Menüs als auch Titelinformationen übersichtlich und hübsch aufbereitet dargestellt, so dass man eine herstellereigene App gar nicht vermisst. Wer trotzdem lieber auf seinem Tablet oder Smartphone durch seine Musikbibliothek stöbern möchte, kann jede UPnP-fähige App, wie zum Beispiel Bubble UPnP für Android oder Plug- Player für iOS, verwenden. Da die Systemsoftware kein Zukauf ist, sondern von Cocktail Audio selbst entwickelt wurde, musste man sich bei den nutzbaren Formaten nicht weiter beschränken. Alle gängigen komprimierten und unkomprimierten Formate werden bei Auflösungen bis zu 192 kHz bei 24 Bit unterstützt, bevor der verbaute Cirrus-Logic-CS- 4351-DAC-Chip sich an die Arbeit macht, alles für den Vollverstärker aufzubereiten. Hier greift Cocktail Audio auf ein Klasse-D-Modul zurück, das mit seinen geringeren Platzanforderungen natürlich besser in das Gerät passt als andere Verstärker. An Power mangelt es dem X12 aber nicht, denn mit knapp 30 Watt Leistung bei 8 Ohm Impedanz bringt er problemlos jede Art von Regallautsprecher in Bewegung. Klanglich zeichnet sich das Spiel des X12 durch hervorragend wiedergegebene Mitten und Höhen aus, bei denen gerade Stimmen gut zur Geltung kommen. Im Bassbereich hingegen könnte der Kleine ein wenig mehr Bumms vertragen, zumindest wenn man es auch gerne mal ein wenig rustikaler angehen lässt. Für Jazz und Klassik reicht die Tieftonwiedergabe aus. Anpassungen an den Klang kann man durch zehn voreingestellte Equalizer- Settings vornehmen, wobei man mit der normalen Einstellung eigentlich am besten bedient ist. Dann bleiben alle Details erhalten, und auch die dynamische Weite kann sich hören lassen. Wie bei all seinen Produkten hat Cocktail also auch beim X12 wieder auf seine Stärken gesetzt: Viele Funktionen, hervorragende Bedienung und toller Klang, wobei der Preis trotzdem niedrig bleibt. Was will man mehr?

Fazit

„Einen vielseitigeren Musikserver als den X12 für weniger Geld muss man schon mit der Lupe suchen. Bei qualitätsbewussten Sparfüchsen bleibt Cocktail die erste Wahl.“

Kategorie: Musikserver

Produkt: Cocktail Audio X12

Preis: um 500 Euro


3/2015

Erste Wahl für qualitätsbewussten Sparfüchsen

Cocktail Audio X12

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb Novel-Tech, Wassertrüdingen 
Telefon 09832 706814 
Internet www.noveltech.de 
Abmessungen (B x H x T in mm) 180/100/150 
Eingänge: 1 x CD, 1 x Ethernet 
Unterstützte Formate: FLAC, WAV ALAC, AAC, MP3, AIFF OGG, WMA, APE ... 
Unterstützte Abtastraten: bis 192 kHz, 24 Bit 
Ausgänge: 1 x Lautsprecher Stereo, 1 x RCA Stereo 
Leistung (in Watt) 29 Watt an 8 Ohm 
checksum „Einen vielseitigeren Musikserver als den X12 für weniger Geld muss man schon mit der Lupe suchen. Bei qualitätsbewussten Sparfüchsen bleibt Cocktail die erste Wahl.“ 
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Autor Philipp Schneckenburger
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Datum 05.03.2015, 14:55 Uhr
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