Kategorie: Naviceiver

Einzeltest: Pioneer AVIC-F40BT


Die logische Konsequenz

Naviceiver Pioneer AVIC-F40BT im Test, Bild 1
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Mit dem AppRadio hat Pioneer vor einem Jahr eine revolutionäre Headunit auf den Markt gebracht, die sich wie keine andere mit Apples beliebtem Smartphone versteht und durch das Installieren von Apps ständige Erweiterbarkeit bietet. Die Umsetzung war so gut gelungen, dass wir seinerzeit den Daumen weit nach oben strecken konnten. Irgendwie war klar, dass es Pioneer nicht dabei belassen würde.

Man konnte förmlich riechen, dass die tolle iPhone-Integration des AppRadios in zukünftige Pioneer-Geräte einfließen würde. Und genau das ist nun eingetroffen. Das brandneue AVIC-F40BT vereint die Vorzüge eines hochwertigen Navitainers mit denen des AppRadios. Die App-Funktionen sind ausschließlich iPhone-Nutzern vorbehalten, Handys mit anderen Betriebsystemen wie Windows Phone, Android oder Symbian finden zumindest auf „App-Ebene“ Unterstützung. Die benötigte Pioneer-Applikation ist kostenlos über den AppStore erhältlich und muss gestartet werden, wenn man den umfassenden Funktionsumfang der Pioneer-App-Welt nutzen möchte.

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Seit der Markteinführung des Appradios sind jede Menge Applikationen dazugekommen, die den Funktionsumfang und Spaßfaktor erhöhen. Natürlich sind diese Apps uneingeschränkt auch mit dem F40BT nutzbar. Mit einer schnell erreichbaren Taste schaltet man zwischen „Normal“- und Appbetrieb um, was ich als absolut praktisch empfinde. Es dauert Sekunden, bis man sich zurechtfindet, so dass man nach Einrichtung der Apps (ein paar davon benötigen Registrierung für vollen Funktionsumfang) spielend loslegen kann. Und dann geht‘s los, dann steht einem eine Welt offen, die jetzt schon umfangreich und deren Potenzial für zukünftige Erweiterung enorm ist. Das beginnt mit der Darstellung von Kontakten und Kalendereinträgen, geht weiter über den vollen Zugriff auf die iPod-Funktion des Telefons und endet ... nirgends, denn neue Apps sind immer denkbar. Pioneer war jedenfalls ganz fleißig und hat jede Menge Drittanbieter von iPhone-Apps ins Boot geholt, die eigene Programme nur für Pioneer-Headunits geschrieben haben. Das F40 holt genau wie das AppRadio Teile des Internets ins Auto. Dazu gehören das Abrufen aktueller Verkehrsinfos über die App INRIX, die Staus und Baustellen in der unmittelbaren Umgebung anzeigt, und das Durchstöbern der Kartendaten von Google Maps. Dieser Kartendienst könnte natürlich auch zur Navigation benutzt werden, besser geht das jedoch mit der kostenlosen Navigationssoftware Navfree. Diese Software benötigt keine permanente Internetverbindung, empfiehlt sich also ganz besonders für Reisen ins Ausland, wo das Benutzen von Online-Navisystemen mitunter zu hohen Roaming-Gebühren führt. Ganz besonders elegant ist schließlich die kostenpflichtige Navi „NavGateDrive“ mit Kartendaten von 45 Ländern und toller grafischer Darstellung. Klar, das F40 hat jenseits der App-Welt sowieso schon die exzellente Pioneer-Navigation an Bord, so dass man natürlich auf den Griff ins Portemonnaie verzichten kann, doch AppRadios (und zukünftige Pioneer-Geräte) lassen sich damit aufwerten. Das ist eine feine Sache und mitunter äußerst praktisch, das Internet bietet natürlich noch mehr: Die immer besser werdenden mobilen Internetverbindungen ermöglichen nun auch Dinge, die weit mehr als reinen praktischen Nutzen bringen, und der Unterhaltung dienen. Die Applikation „Aupeo“ beispielsweise ist ein personalisierbarer Radiodienst ähnlich Last.FM, dem man durch Betätigen der „Love“- oder „Bann“-Taste beibringen kann, welche Musik man mag. Für dauerhaften Genuss sollte man sich in einem Gebiet befinden, in dem mobiles Internet flächendeckend verfügbar ist, beispielsweise funktioniert das Streamen von Internetmusik ganz wunderbar hier im Ruhrgebiet. Wenn die Bandbreite passt, kann man sich getrost auch anderen Musikdiensten wie „Livio“ oder der App „StreamS HiFi“ widmen. Das ist eine Software für das Abrufen von Internetradiostationen, wobei diese zwar „nur“ 4000 Sender beinhaltet, allerdings Wert auf Qualität legt und nur hochqualitative Streams herunterlädt. Senderlogos oder Albencover werden während des Hörens auf dem Bildschirm dargestellt, das Durchstöbern der riesigen Internetradiolandschaft ist äußerst elegant gelöst. Es ist schon toll, was eine exzellent umgesetzte Handy-Schnittstelle heutzutage alles ermöglicht! Es gibt natürlich noch mehr: Gerade die Tuning-Verrückten unter uns werden völlig auf eine App abfahren, die sich Dashcommand nennt und die Fahrzeugtelemetriedaten auf den Bildschirm holt. Die kostet zwar 40 Euro und benötigt eine Verbindung mit der OBD-Schnittstelle des Fahrzeugs, doch die Möglichkeit des Anzeigens von Beschleunigung, Drehmoment und vielen anderen Daten wird es einem jeden ambitionierten Tuner wert sein. Wir sind hingerissen, dass die Entwicklung so weit vorangeschritten ist, zumal die Integration all der genannten Funktionen und Apps absolut gelungen ist. Die Apps starten flott, bedienen sich allesamt intuitiv und laufen durchgehend stabil. Das F40 bedient sich etwas weniger flüssig als das AppRadio, das mit seinem kapazitiven Bildschirm einfach bevorteilt ist, doch schnell und einfach geht es auch hier. Und glauben Sie mir: Die Darstellung der Menüs sieht auf dem 7-Zoll-WXGA-Display ganz wunderbar aus. Einen solch großen Medienumfang haben wir bisher noch bei keinem Naviceiver gesehen; mit diesem Gerät wird Ihnen garantiert nie langweilig, selbst wenn man sich an der auf dem iPhone gespeicherten Musik sattgehört haben sollte. Nun soll natürlich erwähnt sein, dass das F40BT auch ein Leben neben Apple-Produkten hat. In ihm steckt ein voll- und hochwertiger Naviceiver mit allen Features, die so ein Gerät haben muss. Filme von DVD sind nur ein ganz kleiner Teil der Ausstattungsliste, hinzu kommt die Unterstützung von Medieninhalten via gut unterhalb der Frontblende verstecktem SD-Kartenslot und vollwertige Bluetooth-Unterstützung inklusive Freisprechen und Audiostreaming. Passend zum mannigfachen medialen Umfang ist die Audio-Ausstattung üppig: Frequenzweichen, um Hauptlautsprecher und Subwoofer auf aktivem Weg voneinander zu trennen, sind an Bord und sind umfassend konfigurierbar, ein grafischer EQ mit 8 Bändern ermöglicht Eingriffe ins Klangbild. Außer dem kann man über die „Sonic Stage Center“ getaufte Funktion das Staging anpassen.

Fazit

iPhone-Besitzern, die über die Anschaffung eines Navigationssystems nachdenken, kann ich nur sagen, dass das F40BT derzeit das schlüssigste Konzept bietet, um das Apple-Telefon ins Auto zu integrieren und es deshalb das Mittel der Wahl ist. Ohne iPhone hat man einen ganz exzellenten Navitainer und mit diesem Telefon ganz einfach die innovativste mobile iPhone-Lösung derzeit.

Preis: um 1200 Euro

Ganze Bewertung anzeigen

Naviceiver

Pioneer AVIC-F40BT

Referenzklasse

4.5 von 5 Sternen

06/2012 - Christian Rechenbach

Bewertung 
Klang 15% :
Bassfundament 3%

Neutralität 3%

Transparenz 3%

Räumlichkeit 3%

Dynamik 3%

Bild 15% :
Schärfe 2.50%

Helligkeit 2.50%

Kontrast 2.50%

Farbwiedergabe 2.50%

Blickwinkel 2.50%

Reflexion 2.50%

Navigation 15% :
Zielführung 5%

Routenberechnung 5%

Ausstattung 5%

Labor 15.02% :
USB / Laufwerk 7.50%

Verzerrung 3.75%

Rauschabstand 3.75%

Tuner 7.52%

Frequenzgang 1.88%

Übersprechen 1.88%

Verzerrung 1.88%

Rauschabstand 1.88%

Praxis 40% :
Bedienung 10%

Verarbeitung 5%

Empfangstest 5%

Ausstattung 20%

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb Pioneer, Willich 
Hotline 02154 913-0 
Internet www.pioneer.de 
Technische Daten
Verstärkerleistung in Watt 15 
Ausgangsspannung in Volt 3,7 
Ausgangsimpedanz in Ohm 380 
CD / USB
THD+N (%) 0.015 
SNR (A) 93 
Tuner
THD+N (%) 0.029 
SNR (A) 70 
Übersprechen (dB) 44 
Monitorgröße Zoll
Touchscreen Ja 
EQ/Soundprozessor Ja 
Frequenzweichen HP/TP 
Pre-outs
AV-in ja 
Video-out ja 
Anschluss Kamera ja 
MP3/WMA/AAC Ja / Ja /ja 
USB / iPod ja/ja 
Bluetooth HFP/A2DP Ja / Ja 
Kartenmaterial Europa 
TMC/TMC Pro Ja / Nein 
Fernbedienung Ja 
Sonstiges App-Funktion, SD 
Klasse Absolute Spitzenklasse 
Preis/Leistung sehr gut 
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Christian Rechenbach
Autor Christian Rechenbach
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Datum 13.06.2012, 15:51 Uhr
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