Kategorie: Plattenspieler

Einzeltest: Dual CS 455-1


Wie damals

Plattenspieler Dual CS 455-1 im Test, Bild 1
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Als eine der wenigen Top-Marken hat Dual ja nie aufgehört zu existieren, wenn man sich auch beim Sortiment inzwischen auf die flachen Designer-Spieler konzentriert

Mitspieler


Tonabnehmer:

 Ortofon OMB-10, 20, 30

Phonoverstärker:

 Trigon Advance
 Quad Twentyfour-P
 Clearaudio Balance+

Verstärker:

 Quad Elite
 Magnat RV-1

Lautsprecher:

 K+T Mini-Monitor TS
 K+T Leggiera 


Und dabei ist man geblieben – und spricht einen Kundenkreis an, der den Plattenspieler durchaus nicht als Altar sieht, sondern als eines von mehreren Abspielgeräten in einer möglichst komfortabel funktionierenden Stereoanlage – ja, solche Leute gibt es. Und so ist der CS 455-1 einer der wenigen überlebenden Vollautomaten, die noch heute produziert werden. Die Holzzarge wird von vier Füßen getragen, die das Gewicht des Drehers über Gummi-Halbkugeln vom Untergrund entkoppeln – also eine geringe und dennoch weiche Auflagefläche.

Plattenspieler Dual CS 455-1 im Test, Bild 2Plattenspieler Dual CS 455-1 im Test, Bild 3Plattenspieler Dual CS 455-1 im Test, Bild 4Plattenspieler Dual CS 455-1 im Test, Bild 5Plattenspieler Dual CS 455-1 im Test, Bild 6Plattenspieler Dual CS 455-1 im Test, Bild 7Plattenspieler Dual CS 455-1 im Test, Bild 8
Auf der Basisplatte sitzt das Laufwerk, das ebenfalls über Gummidämpfer von der Basis entkoppelt und von einer Top-Platte aus MDF eingefasst wird, die mit der Basisplatte fest verschraubt ist. Das Gehäuse ist komplett schwarz beschichtet. Die edlere Version CS 460 mit Echtholzoberflächen, die auch ein höheres Gewicht auf die Wage bringt, war zum Zeitpunkt des Tests leider nicht lieferbar. Der Aluminium-Plattenteller ist recht flach – ein typisches Tiefziehteil, das dafür recht viel Masse mit sich herumträgt. Dies erreicht man auf eine herzerfrischend simple wie funktionale Art und Weise. In die Außenkante des Tellers wird ein dickes Stromkabel eingeklebt, was eine gleichmäßige Masseverteilung an der Stelle bringt, wo so etwas wichtig ist: am Außenrand der drehenden Masse. Der Tonarm führt die große Tradition der berühmten ULM-Arme („Ultra Low Mass“) von Dual fort mit entsprechenden Einstellmöglichkeiten für Auflagekraft und Antiskating. Insgesamt schaffen die flache Bauweise und die dezente Optik eine ganz eigene Formensprache, die sich deutlich von den meisten modernen Plattenspielern abhebt. Der steckbare Klappmechanismus der Haube macht einen ausreichend soliden Eindruck, die Abdeckung selbst passt mit der abgeschrägten Front recht gut ins Gesamtkonzept. Der Plattenteller wird auf den Kunststoff- Innenteller aufgesetzt und ist dann durch zwei Federbügel gesichert, der Antriebsriemen ist vormontiert. Den oberen Abschluss bildet eine Filzmatte, die den dünnen Teller durch kräftige Materialstärke ordentlich bedämpft. Der Tonabnehmer „OMB 10“ von Ortofon ist bereits eingebaut, so dass nur noch die Auflagekraft eingestellt werden muss. Dies erfolgt über eine Torsionsfeder, die über ein Rändelrad eingestellt wird. Danach ist der Dual schon komplett spielfertig – man stellt die Plattengröße ein und drückt den Starthebel, schon macht der 455er den Rest. Die Automatikfunktionen laufen perfekt, die Kopplung von Antrieb und Liftmechanik äußert sich im Spielbetrieb überhaupt nicht – nur beim Betätigen des „Stop“-Schalters hört man kurz vor dem Abheben der Nadel einen leichten Bremseffekt. Schellack-Freunde haben beim Dual zudem die Möglichkeit, auf 78 U/min umzuschalten – selbstverständlich erst nach Montage des passenden Tonabnehmers! An einer guten Anlage angeschlossen zeigt der Dual seine Musikalität: Die Laufwerks- Tonarm-System-Kombination ist eine runde Sache – weder möchte man im Bass mit riesigen Masselaufwerken konkurrieren noch werden die letzten Feininformationen vom Rillenboden gekratzt – aber: Das klangliche Gesamtbild stimmt einfach. Dem 455-1 gelingt eine schöne Balance aus profundem Bass und warmen Mitten und darüber genügend Auflösung, um auch kritische Hörer vom Medium Vinyl zu überzeugen. Er trennt dabei durchaus die Spreu vom Weizen, das heißt, schlechte von guten Aufnahmen, wobei die schlechten Pressungen vielleicht nicht ganz so weh tun wie bei ganz analytischen Spielern. Die Atmosphäre und die frappierende Räumlichkeit einer guten Platte holt auch der Dual beeindruckend lebendig und dynamisch ans Licht des Tages. Die Aufwertung durch einen höherwertigen Nadeleinschub gelingt zudem noch völlig unproblematisch, so dass der CS 455-1 in seiner Preisklasse ganz klar zu den Spielern zählt, auf die man setzen kann. 

Fazit

Sieht gut aus, funktioniert gut, klingt gut – was will man mehr?  

Preis: um 369 Euro

Plattenspieler

Dual CS 455-1


09/2013 - Thomas Schmidt

 
Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb Sintron Audio 
Telefon 07229 182950 
Internet www.sintron-audio.de 
Garantie (in Jahre)
B x H x T (in mm) 440/119/360 
Gewicht (in Kg) 5,5 
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Thomas Schmidt
Autor Thomas Schmidt
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Datum 06.09.2013, 09:11 Uhr
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