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Topthema: Raumakustik verbessern - Schallabsorber einsetzen
Kategorie: Plattenspieler

Einzeltest: EAT Forte / Ikeda IT 407


Size matters

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Jeder von uns hat in seiner Vergangenheit merkwürdige Dinge getan - auch ich. Vor Jahren habe ich nämlich mal Kampfroboter gebaut. Jetzt holt‘s mich wieder ein

Das war so: Zu Beginn dieses Jahrtausends gab es eine in England beheimatete, eine Zeit lang auch bei uns recht beliebte „Sportart“. Man lässt in einer abgesperrten Arena ferngesteuerte, 100 Kilo schwere, selbst gebaute Maschinen aufeinander los, deren einziger Zweck darin besteht, den jeweiligen Gegner in möglichst kurzer Zeit kampfunfähig zu machen, will sagen: so weit zu beschädigen, dass nichts mehr geht. Da das Ganze eine recht prominente Angelegenheit mit viel Fernsehpräsenz war (wenn Sie so um 2002 viel Pech hatten, dann hat Sie die Glotze eine Zeit lang auch mit meiner Wenigkeit belästigt), gab es ein striktes Regelwerk: An „Waffensystemen“war alles erlaubt, was fürs Publikum möglichst „gut“ aussah, also maximal brachial zu Werke ging und viel verbogenes Metall zur Folge hatte. Und eine Konstruktion kristallisierte sich dabei als besonders „tödlich“ heraus: der sogenannte „Spinner“(vom englischen „to spin“: drehen, rotieren). Der Spinner war ein sogenanntes „kinetisches“ Waffensystem, bei dem eine möglichst große Energiemenge in der Bewegung einer Masse steckte. In der Praxis bedeutete das: Man nehme eine große und schwere runde Scheibe, montiere ein paar scharfe und sehr stabile Zacken an deren Rand und versetze das Ganze mit einem leistungsstarken Elektromotor in Rotation.

Wenn so ein Ding auf eine Drehzahl von ein paar tausend Touren pro Minute beschleunigt war und die seitlichen Zähne in einen Gegner einschlugen, dann passierten unglaubliche Dinge: Ich habe förmlich auseinandergerissene Bleche aus 6 mm starkem Spezialstahl gesehen oder 100 Kilo schwere Ungetüme, die am Stück mehrere Meter hoch durch die Luft geschleudert wurden, als ob‘s Wattebäuschchen wären. Warum ich Ihnen das erzähle? Weil es eine ganze Menge mit dem Plattenspieler „EAT Forte“ zu tun hat, um den es hier gehen soll. Was nämlich erst auf den zweiten Blick auffällt: Das Gerät ist riesig. Trotz einer Breite von 70 Zentimetern wirkt es aber perfekt proportioniert, und daran ist in erster Linie der Plattenteller schuld: Mit einem Durchmesser von 40 Zentimetern sprengt er gewohnte Dimensionen locker, und eine ganz normale LP wirkt darauf wie eine 45er-Single. Was aber hat sich Jozefina Krahulcova dabei gedacht? Die Dame leitet nämlich das „Euro Audio Team“ und ist keinesfalls von simpler „Bigger Is Better“-Mentalität getrieben, hier regiert simple Physik: Der Sinn der Sache besteht darin, möglichst viel Energie in dem Teller zu speichern und ein maximales „rotatorisches Trägheitsmoment“ zu erzeugen.

Preis: um 13900 Euro

EAT Forte / Ikeda IT 407


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Autor Holger Barske
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Datum 08.11.2009, 13:53 Uhr