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>> Mehr erfahren>> Alle anzeigenMusikrezension: Skeletal Remains – Devouring Mortality (Century Media)
Skeletal Remains – Devouring Mortality
Wenn man sich beim Hören eines Albums wieder wie mit 18 fühlt, kann das zwei Ursachen haben: Entweder die Platte stammt tatsächlich aus der Zeit und man hat sie schon sehr lange vernachlässigt – oder eine Band versteht es, den Zauber dieser Zeit ins Hier und Jetzt zu transportieren. Letzteres ist der Fall bei Skeletal Remains, deren Drittwerk nun in den Läden steht. Der Dreier aus Kalifornien schafft es auf „Devouring Mortality“ auf grandiose Art und Weise, die Rohheit des amerikanischen Death Metal der späten 1980er-Jahre mit einer zeitgemäßen Produktion und dem technischen Reifegrad der Musiker zu kombinieren, den man heute erwartet. Dass dabei das Thema Originalität eine eher untergeordnete Rolle spielt, war zu erwarten und ist auch mehr als entschuldbar. Stilistisch bedienen sich Skeletal Remains bei den frühen Death (vor „Human“-Zeiten) oder Pestilence und Thrash-Granaten wie Demolition Hammer, aus deren Lyrics zum Track „Human Dissection“ auch der Bandname entstammt. Gesanglich kommen Assoziationen zu Asphyx auf und in „Internal Detestation“ schimmern die Blastbeats und der doppelstimmige Growl von Deicide durch. Aber genug der Vergleiche, denn bei diesem Album handelt es sich um keine Kopie der vorgenannten, sondern um eine Art Extraktion und Infusion des besten aus all diesen Quellen: Selten habe ich ein Album dieses Genres gehört, bei dem über die gesamt Spiellänge niemals Langeweile aufkommt, ohne dass mithilfe von gezwungen wirkenden Tempowechseln (wie Mathcore & Co.) die Illusion von Abwechslung aufrechterhalten werden muss. Zerschmetternde Hochgeschwindigkeitsattacken werden von mahlenden Midtempo-Parts abgelöst, die Gitarren bringen ein ums andere Mal doppelläufi ge Melodie ins Spiel, und die Riffs an sich sind besser als 95 % dessen, was sonst so in der Szene heute unterwegs ist. Der Mix und das Mastering von Legende Dan Swanö und das Coverartwork von Co-Legende Dan Seagrave runden das Bild perfekt ab.
Fazit
Old-School Death Metal in Perfektion – mein bisheriges Highlight des Jahres!Kategorie: Schallplatte
Produkt: Skeletal Remains – Devouring Mortality (Century Media)
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144-612
ArtPhönix Vinyl |
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