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Gutes noch besser machen
Manchmal bedarf es erst eines Generationswechsels, um zu begreifen, wie rasant sich die digitale Spitzenklasse derzeit weiterentwickelt. Auftritt des Eversolo DMP-A8 Master Edition Gen 2!
Dass die Komponenten von Eversolo seit geraumer Zeit für anhaltenden Applaus in der Szene sorgen, ist hinreichend bekannt. Mit dem Erscheinen der zweiten Generation des Flaggschiffmodells von Eversolo bot sich nun die ideale Gelegenheit, einmal mit unseren noch recht frischen Eindrücken der ersten Generation gegenzuchecken. Der DMP-A8 besetzt innerhalb des rasant wachsenden Marktes von Audiostreamern die goldene Mitte: Gemacht für sehr anspruchsvolle Musikliebhaber, aber preislich spürbar unterhalb der Luxusklasse angesiedelt, die – man muss es hier einmal ehrlich sagen – ein paar Dinge anders, aber nicht unbedingt besser macht.
Design
Bereits beim ersten Auspacken und Aufstellen strahlt die Neuauflage des Eversolo eine ungemein gediegene Solidität aus.







Technik
Unter dem soliden Deckel zeigt sich schnell, dass Eversolo die Modellpflege keineswegs als rein kosmetisches Facelift missverstanden hat. Die Signalverarbeitung ruht zwar weiterhin auf der klanglich hochgeschätzten Wandlerkombination von Asahi Kasei Microdevices, bestehend aus dem separaten digitalen Filterprozessor AK4191EQ und dem reinen Analog-Wandler-Baustein AK4499EX. Dieser Kniff trennt digitale Taktung und analoge Rekonstruktion bereits auf Chipebene strikt voneinander. In der Gen 2 spendiert der Hersteller diesem Verbund jedoch ein von Grund auf neu designtes Masterclock-Board: Thermisch behandelte OXCO-Oszillatoren takten die Datenströme nun mit nochmals verringertem Jitter – zusätzlich gibt es einen Eingang für eine externe Master-Clock. Die Lautstärkeregelung erfolgt rein analog über ein vollsymmetrisches Netzwerk aus schaltbaren Präzisions- Dünnschichtwiderständen und rauschfreien Miniaturrelais, was absolute Kanalgleichheit selbst bei minimalen Abhörpegeln garantiert. Einen weiteren entscheidenden Fortschritt hat man bei der Stromversorgung gemacht: Das bewährte duale Stromversorgungskonzept – bestehend aus einem gekapselten Ringkerntransformator für die empfindlichen Analogstufen und einem hochfrequenten, sauber gefilterten Schaltnetzteil für die Digitalabteilung – wurde nochmals aufwendiger geschirmt. Massive Kupfer- und Eisenbleche isolieren die Netzteile hermetisch gegen die Audioschaltkreise, während neu entwickelte Spannungsregler das Grundrauschen noch weiter in Richtung der theoretischen Messgrenze drücken.
Ausstattung
Hinsichtlich der Anschlussvielfalt lässt der DMP-A8 Master Edition Gen 2* auch im direkten Vergleich zum reich bestückten Vorläufer keine Wünsche offen.
Praxis
Im täglichen Betrieb offenbart sich der markanteste Unterschied zur ersten Generation in der Bedienungsgeschwindigkeit. Eversolo hat die bisherige Vierkern-Zentraleinheit durch einen modernen Achtkern-Prozessor ersetzt und den Arbeitsspeicher auf acht Gigabyte DDR4 verdoppelt. In Verbindung mit dem auf vierundsechzig Gigabyte gewachsenen internen Flash-Speicher reagiert das System blitzschnell. Selbst Musikbibliotheken mit weit über hunderttausend Titeln werden innerhalb von Minuten indiziert; Bildlaufleisten bewegen sich butterweich ohne Ruckeln. Das großzügige 8,6-Zoll-Touchpanel reagiert mit der Präzision eines modernen Premium-Smartphones auf jede Geste. Auch aus einiger Entfernung lassen sich nun hochaufgelöste Cover-Grafiken und Schrifttitel gut entziffern. Die herstellereigene Eversolo-Control-App bildet das gesamte Gerätedisplay synchron auf dem Tablet oder Smartphone ab, was die Ersteinrichtung oder die Einmessung des Hörraums sehr komfortabel gestaltet. Wer Streaming aus dem Netz bevorzugt, findet Unterstützung für Roon, Tidal Connect, Qobuz, Spotify Connect sowie UPnP/ DLNA. Für Liebhaber klassischer Zeigerinstrumente stellt das System nun ein knappes Dutzend neu gestalteter virtueller VU-Meter und Echtzeit-Frequenzanalysatoren bereit, die dank des größeren Panels plastisch und lebendig wirken.
Hörtest
Im Hörraum zahlt sich die akribische Detailarbeit der Entwickler sofort aus. Bereits nach den ersten Takten eines komplexen Akustikstücks demonstriert der DMP-A8 Master Edition Gen 2 eine Ruhe und Gelassenheit, die man sonst nur aus deutlich höheren Preisklassen kennt. Gegenüber der ersten Generation – meine ich zumindest – wirkt der musikalische Hintergrund nochmals eine Nuance schwärzer, wodurch kleinste Rauminformationen, das leise Einatmen einer Sängerin oder das zarte Nachschwingen von Saiten noch an Kontur gewinnen. Bei hochauflösenden Jazz- Aufnahmen platziert der Streamer das Instrumentarium mit millimetergenauer Präzision auf einer weit in die Tiefe gestaffelten virtuellen Bühne. Schlagzeugbecken klingen seidig, frei von jeglicher digitaler Härte, besitzen aber jenen authentischen Glanz, der für echte Gänsehaut sorgt. Dynamische Sprünge gibt die analoge Ausgangsstufe mit federnder Schnelligkeit und trockenem Punch wieder – kein Dröhnen oder Verwischen trübt den unteren Frequenzbereich, zumal sich die Tieftonwiedergabe dank der Raumkorrektur perfekt an die Raumdimensionen anpassen lässt. Das Schöne an dieser Darbietung ist, dass der Eversolo trotz aller Detailfülle niemals analytisch kühl oder anstrengend seziert. Digital klingt er (mindestens) genau so gut wie über das CD-Laufwerk oder hervorragende Analogquellen. Er wahrt stets den musikalischen Fluss, verwebt tonale Neutralität mit Spielfreude und lässt Stimmen mit einer anspringenden Natürlichkeit im Raum stehen.
Fazit
Kategorie: Streamer
Produkt: EverSolo DMP-A8 Master Edition Gen 2
Preis: um 2579 Euro

Referenzklasse
EverSolo DMP-A8 Master Edition Gen 2
EverSolo DMP-A8 Master Edition Gen 2
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262-2555
hifisound Lautsprechervertrieb |
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>> Mehr erfahren>> Alle anzeigen| Klang | 70% | |
| Labor | 15% | |
| Praxis | 15% |
| Preis (in Euro) | 2.579 Euro |
| Vertrieb: | audioNEXT, Essen |
| Telefon | 0201 5073950 |
| Internet: | www.audionext.de |
| Ausstattung: | |
| Ausführungen | Schwarz |
| Abmessungen (B x H x T in mm) | 388 x 98,5 x 265 |
| Gewicht | 6 kg |
| Eingänge | 2 x analog (XLR, Cinch), 2 x Toslink, 2 x digital coax, 1 x HDMI (eARC), 1 x USB-B, 1 x SFP, 1 x Gigabit-LAN |
| Ausgänge | 2 x analog (XLR, Cinch), 1 x Toslink, 1 x digital coax, 2 x USB-A, 1 x I2S, 1 x Sub-Out |
| Besonderheiten | 8,6-Zoll-Touch-Display, Optisches Laufwerk, integrierte Raumkorrektur, SFP-Netzwerkschnittstelle, App-Steuerung |
| + | hervorragender Klang |
| + | Funktionalität |
| +/- | + Anschlussvielfalt |
| Klasse: | Referenzklasse |
| Preis/Leistung: | hervorragend |






