Kategorie: Streamer

Streamer · Eversolo DMP-A8 Master Edition Gen 2


Gutes noch besser machen

Streamer EverSolo DMP-A8 Master Edition Gen 2 im Test, Bild 1
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Manchmal bedarf es erst eines Generationswechsels, um zu begreifen, wie rasant sich die digitale Spitzenklasse derzeit weiterentwickelt. Auftritt des Eversolo DMP-A8 Master Edition Gen 2!

Dass die Komponenten von Eversolo seit geraumer Zeit für anhaltenden Applaus in der Szene sorgen, ist hinreichend bekannt. Mit dem Erscheinen der zweiten Generation des Flaggschiffmodells von Eversolo bot sich nun die ideale Gelegenheit, einmal mit unseren noch recht frischen Eindrücken der ersten Generation gegenzuchecken. Der DMP-A8 besetzt innerhalb des rasant wachsenden Marktes von Audiostreamern die goldene Mitte: Gemacht für sehr anspruchsvolle Musikliebhaber, aber preislich spürbar unterhalb der Luxusklasse angesiedelt, die – man muss es hier einmal ehrlich sagen – ein paar Dinge anders, aber nicht unbedingt besser macht.  

Design

  
Bereits beim ersten Auspacken und Aufstellen strahlt die Neuauflage des Eversolo eine ungemein gediegene Solidität aus.

Streamer EverSolo DMP-A8 Master Edition Gen 2 im Test, Bild 3
Anschlussseitig sind ein Glasfaser-Netzwerkeingang und die Buchse für die externe Masterclock hinzugekommen
Das massive und präzise gearbeitete Vollaluminiumgehäuse besitzt eine angenehm samtige Oberflächenstruktur, auf der sich auch nach häufigem Anfassen keine störenden Fingerabdrücke festsetzen. Zu den Flanken hin sorgen die integrierten und sauber gerundeten Kühlrippen für eine gelungene Kombination aus funktionaler Wärmeableitung und technischer Ästhetik.
Streamer EverSolo DMP-A8 Master Edition Gen 2 im Test, Bild 2Streamer EverSolo DMP-A8 Master Edition Gen 2 im Test, Bild 3Streamer EverSolo DMP-A8 Master Edition Gen 2 im Test, Bild 4Streamer EverSolo DMP-A8 Master Edition Gen 2 im Test, Bild 5Streamer EverSolo DMP-A8 Master Edition Gen 2 im Test, Bild 6Streamer EverSolo DMP-A8 Master Edition Gen 2 im Test, Bild 7Streamer EverSolo DMP-A8 Master Edition Gen 2 im Test, Bild 8
Die eigentliche Schau bietet freilich die Frontpartie: Wo der Vorgänger noch mit einem etwas kleineren Screen auskommen musste, erstreckt sich nun eine durchgehende, tiefschwarze Glasblende über einen weiten Teil der Front. Das vergrößerte 8,6-Zoll-Touchpanel fügt sich bündig in diese Glasfront ein und verleiht dem Gerät ein nochmals moderneres, aufgeräumteres Gesicht. Der Lautstärkeregler ist sanft illuminiert. Das eigentliche Novum sitzt aber im Deckel: Ein Top-Loader-Laufwerk zum Abspielen physikalischer Medien. Dadurch wird die Master Edition einen knappen Zentimeter höher als der reine Streamer. Auch von unten betrachtet beweist das Chassis durchdachte Konstruktion: Solide entkoppelte Aluminiumfüße mit integrierten Dämpfungselementen schirmen das Innere wirksam gegen Trittschall ab, während ein werkzeuglos erreichbarer Schacht die Aufnahme interner Speichermedien erlaubt – bis zu 8 Terabyte SSD-Speicher können hier adressiert werden.   

Technik 

 
Unter dem soliden Deckel zeigt sich schnell, dass Eversolo die Modellpflege keineswegs als rein kosmetisches Facelift missverstanden hat. Die Signalverarbeitung ruht zwar weiterhin auf der klanglich hochgeschätzten Wandlerkombination von Asahi Kasei Microdevices, bestehend aus dem separaten digitalen Filterprozessor AK4191EQ und dem reinen Analog-Wandler-Baustein AK4499EX. Dieser Kniff trennt digitale Taktung und analoge Rekonstruktion bereits auf Chipebene strikt voneinander. In der Gen 2 spendiert der Hersteller diesem Verbund jedoch ein von Grund auf neu designtes Masterclock-Board: Thermisch behandelte OXCO-Oszillatoren takten die Datenströme nun mit nochmals verringertem Jitter – zusätzlich gibt es einen Eingang für eine externe Master-Clock. Die Lautstärkeregelung erfolgt rein analog über ein vollsymmetrisches Netzwerk aus schaltbaren Präzisions- Dünnschichtwiderständen und rauschfreien Miniaturrelais, was absolute Kanalgleichheit selbst bei minimalen Abhörpegeln garantiert. Einen weiteren entscheidenden Fortschritt hat man bei der Stromversorgung gemacht: Das bewährte duale Stromversorgungskonzept – bestehend aus einem gekapselten Ringkerntransformator für die empfindlichen Analogstufen und einem hochfrequenten, sauber gefilterten Schaltnetzteil für die Digitalabteilung – wurde nochmals aufwendiger geschirmt. Massive Kupfer- und Eisenbleche isolieren die Netzteile hermetisch gegen die Audioschaltkreise, während neu entwickelte Spannungsregler das Grundrauschen noch weiter in Richtung der theoretischen Messgrenze drücken.  

 

Ausstattung

  
Hinsichtlich der Anschlussvielfalt lässt der DMP-A8 Master Edition Gen 2* auch im direkten Vergleich zum reich bestückten Vorläufer keine Wünsche offen.

Streamer EverSolo DMP-A8 Master Edition Gen 2 im Test, Bild 5
Die Kühlrippen integrieren sich unauffällig-elegant in das Gehäusedesign
Auf der digitalen Eingangsseite stehen neben den obligatorischen optischen Toslink- und koaxialen S/PDIF-Buchsen ein asynchroner USB-B-Port für Computer sowie ein zeitgemäßer HDMI-Port mit eARC-Unterstützung bereit, über den der Fernsehton mit dynamischer Bitrate und unkomplizierter Lautstärkesynchronisation empfangen wird. Ein echter High-End-Leckerbissen ist die neu gestaltete Netzwerkanbindung: Neben der klassischen Gigabit-RJ45- Buchse besitzt der DMP-A8 Gen 2 nun einen optischen SFP-Käfig. Dieser erlaubt es, den Streamer über ein Glasfaserkabel direkt mit einem entsprechenden Switch zu verbinden – hochfrequente Störsignale, Erdschleifen aus dem heimischen Routernetzwerk bleiben dadurch physisch zu einhundert Prozent ausgesperrt. Signale bis zu 32bit/768kHz PCM und DSD512 können hier verarbeitet werden – das sollte für alle Eventualitäten reichen. Mit dem eingebauten Laufwerk lassen sich CDs nicht nur abspielen, sondern auch auf den internen Speicher rippen.  Analogseitig hält das Gerät echte symmetrische XLR- und asymmetrische Cinch-Eingänge bereit, wodurch es sich als vollwertige analoge Vorstufe für zusätzliche Analogquellen qualifiziert. Völlig neu an Bord ist zudem ein separat gefilterter analoger Subwoofer-Ausgang, der Hand in Hand mit dem internen Signalprozessor arbeitet. Die Software stellt nun ein ausgefeiltes DSP-Paket bereit, das neben parametrischen Zehnband-Equalizern, variablen Frequenzweichen und Phasenanpassungen auch eine herstellereigene Raumkorrektur umfasst, mit der sich störende Raummoden im Bassbereich punktgenau glätten lassen. Dazu kann man entweder mit dem Smartphone-Mikrofon arbeiten oder ein separat erhältliches USB-Messmikrofon verwenden.  

Praxis 


Im täglichen Betrieb offenbart sich der markanteste Unterschied zur ersten Generation in der Bedienungsgeschwindigkeit. Eversolo hat die bisherige Vierkern-Zentraleinheit durch einen modernen Achtkern-Prozessor ersetzt und den Arbeitsspeicher auf acht Gigabyte DDR4 verdoppelt. In Verbindung mit dem auf vierundsechzig Gigabyte gewachsenen internen Flash-Speicher reagiert das System blitzschnell. Selbst Musikbibliotheken mit weit über hunderttausend Titeln werden innerhalb von Minuten indiziert; Bildlaufleisten bewegen sich butterweich ohne Ruckeln. Das großzügige 8,6-Zoll-Touchpanel reagiert mit der Präzision eines modernen Premium-Smartphones auf jede Geste. Auch aus einiger Entfernung lassen sich nun hochaufgelöste Cover-Grafiken und Schrifttitel gut entziffern. Die herstellereigene Eversolo-Control-App bildet das gesamte Gerätedisplay synchron auf dem Tablet oder Smartphone ab, was die Ersteinrichtung oder die Einmessung des Hörraums sehr komfortabel gestaltet. Wer Streaming aus dem Netz bevorzugt, findet Unterstützung für Roon, Tidal Connect, Qobuz, Spotify Connect sowie UPnP/ DLNA. Für Liebhaber klassischer Zeigerinstrumente stellt das System nun ein knappes Dutzend neu gestalteter virtueller VU-Meter und Echtzeit-Frequenzanalysatoren bereit, die dank des größeren Panels plastisch und lebendig wirken.  

Hörtest 

 
Im Hörraum zahlt sich die akribische Detailarbeit der Entwickler sofort aus. Bereits nach den ersten Takten eines komplexen Akustikstücks demonstriert der DMP-A8 Master Edition Gen 2 eine Ruhe und Gelassenheit, die man sonst nur aus deutlich höheren Preisklassen kennt. Gegenüber der ersten Generation – meine ich zumindest – wirkt der musikalische Hintergrund nochmals eine Nuance schwärzer, wodurch kleinste Rauminformationen, das leise Einatmen einer Sängerin oder das zarte Nachschwingen von Saiten noch an Kontur gewinnen. Bei hochauflösenden Jazz- Aufnahmen platziert der Streamer das Instrumentarium mit millimetergenauer Präzision auf einer weit in die Tiefe gestaffelten virtuellen Bühne. Schlagzeugbecken klingen seidig, frei von jeglicher digitaler Härte, besitzen aber jenen authentischen Glanz, der für echte Gänsehaut sorgt. Dynamische Sprünge gibt die analoge Ausgangsstufe mit federnder Schnelligkeit und trockenem Punch wieder – kein Dröhnen oder Verwischen trübt den unteren Frequenzbereich, zumal sich die Tieftonwiedergabe dank der Raumkorrektur perfekt an die Raumdimensionen anpassen lässt. Das Schöne an dieser Darbietung ist, dass der Eversolo trotz aller Detailfülle niemals analytisch kühl oder anstrengend seziert. Digital klingt er (mindestens) genau so gut wie über das CD-Laufwerk oder hervorragende Analogquellen. Er wahrt stets den musikalischen Fluss, verwebt tonale Neutralität mit Spielfreude und lässt Stimmen mit einer anspringenden Natürlichkeit im Raum stehen.  

Fazit

Was Eversolo mit dem DMP-A8 Gen 2 abliefert, ist mehr als eine bloße Produktpfl ege: Es ist die meisterhafte Perfektionierung eines ohnehin herausragenden Konzepts. Das gewachsene Display, die blitzschnelle Achtkern-Rechenplattform, die clevere Raumkorrektur sowie die audiophile optische SFP-Netzwerkanbindung heben den praktischen Nutzwert auf ein neues Niveau, während die klangliche Darbietung an räumlicher Plastizität und innerer Ruhe zulegt. In dieser Güteklasse und zu diesem Kurs bleibt dieser Streamer und CD-Player ein einsames Highlight im modernen High-End-Segment.

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Kategorie: Streamer

Produkt: EverSolo DMP-A8 Master Edition Gen 2

Preis: um 2579 Euro

Ganze Bewertung anzeigen


10/2026
5.0 von 5 Sternen

Referenzklasse
EverSolo DMP-A8 Master Edition Gen 2

10/2026

EverSolo DMP-A8 Master Edition Gen 2
KLANGTIPP
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Bewertung 
Klang 70%

Labor 15%

Praxis 15%

Ausstattung & technische Daten 
Preis (in Euro) 2.579 Euro 
Vertrieb: audioNEXT, Essen 
Telefon 0201 5073950 
Internet: www.audionext.de 
Ausstattung:
Ausführungen Schwarz 
Abmessungen (B x H x T in mm) 388 x 98,5 x 265 
Gewicht 6 kg 
Eingänge 2 x analog (XLR, Cinch), 2 x Toslink, 2 x digital coax, 1 x HDMI (eARC), 1 x USB-B, 1 x SFP, 1 x Gigabit-LAN 
Ausgänge 2 x analog (XLR, Cinch), 1 x Toslink, 1 x digital coax, 2 x USB-A, 1 x I2S, 1 x Sub-Out 
Besonderheiten 8,6-Zoll-Touch-Display, Optisches Laufwerk, integrierte Raumkorrektur, SFP-Netzwerkschnittstelle, App-Steuerung 
+ hervorragender Klang 
+ Funktionalität 
+/- + Anschlussvielfalt 
Klasse: Referenzklasse 
Preis/Leistung: hervorragend 
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Autor Thomas Schmidt
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Datum 27.10.2026, 09:55 Uhr
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