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Kategorie: Schallplatte

Musikrezension: Komponist: Diverse Interpreten: Wladimir Horowitz - Horowitz at Carnegie Hall (Columbia)


Komponist: Diverse Interpreten: Wladimir Horowitz - Horowitz at Carnegie Hall

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Waldimir Horowitz war einer der letzte Dinosaurier seiner Zunft. Der große Pianist begann seine Karriere im Zeitalter der Spätromantiker – bereits  in den frühen 1920er-Jahren in der jungen Sowjetunion, ab 1925 auch im westeuropäischen Ausland. Ab den 30er-Jahren machte er sich auch einen  Namen in den USA und heiratete die Tochter Arturo Toscaninis, mit dem ihn auch eine lange Künstlerfreundschaft bis zu dessen Tod verband.  Horowitz’ Karriere war immer geprägt durch lange Zeiten der Abwesenheit von der Bühne – depressive Phasen, während denen er zum Teil immerhin Schallplattenaufnahmen machte. Und so war es auch eine mittlere Sensation für das amerikanische Publikum, dass er nach zwölfjähriger  Abwesenheit wieder in der Carnegie Hall auftrat.  Mittlerweile über 60 Jahre alt geworden, ließ es Horowitz bei seinem Konzert kein bisschen an Leidenschaft und Kraft fehlen – eine außerordentliche Technik hatte er ja schon  immer besessen. Kritiker hatten ihm oft zugutegehalten, dass er seine Fähigkeiten nie  dazu benutzt hat, sich selbst vor das gespielte Werk ins Rampenlicht zu setzen – andererseits hat es in meinen Augen ein Ausnahmevirtuose wie Horowitz auch nicht nötig,  sein Licht unter den Scheffel zu stellen.

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Er war der vielleicht brillanteste Techniker des  zwanzigsten Jahrhunderts und das darf man ruhig auch hören.  Es  gibt  eine Anekdote eines seiner Zeitgenossen, demgegenüber sich Horowitz ärgerlich zeigte, weil er in  einem extrem anspruchsvollen Konzert tatsächlich einen Spielfehler gemacht habe  – der Kollege sagte später, er wäre froh gewesen, das Stück je mit nur einem Fehler  gemeistert zu haben.  Das Carnegie-Konzert besteht denn auch aus anspruchsvollem Material: Eine Bach-Toccata mit Fuge, für Klavier bearbeitet, eröffnet das Programm eher streng, während  es dann mit Schumann und Skrjabin extrem anspruchsvoll weitergeht. Natürlich darf  bei Horowitz „sein“ Chopin nicht zu kurz kommen, während auf der zweiten Platte die  späten Romantiker dominieren. Schumanns Träumerei in absolut makelloser Erhabenheit beschließt das Programm vor einem hörbar ergriffenen Publikum.  Die Klangqualität des Albums ist für sein Alter sehr gut, die neue Edition in einwandfreier Qualität hergestellt. 

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Fazit

Einer der eindrucksvollsten Klavierabende der Musikgeschichte, perfekt eingefangen.
Komponist: Diverse Interpreten: Wladimir Horowitz - Horowitz at Carnegie Hall (Columbia)


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Dipl.-Ing.
Michael Voigt
Chefredakteur
hifitest.de
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Thomas Schmidt
Autor Thomas Schmidt
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Datum 26.07.2016, 12:03 Uhr