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Kategorie: Schallplatte

Musikrezension: Tadd Dameron The Magic Touch (Jazz Workshop)


Tadd Dameron The Magic Touch

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Diesem Album sollte man sich in gebotener Ehrfurcht nähern, denn es verfügt über Qualitäten, die es einzigartig machen. Jazz Workshop war schon immer gut darin, solche Perlen aus den Tiefen der Jazzgeschichte zu fischen und 500 Vinylfans damit zu beglücken. Tadd Dameron war Pianist, vor allem aber Komponist und Arrangeur, der mit seinen Fähigkeiten nur auf sehr wenigen Veröffentlichungen glänzen konnte, denn er ist 1965, kurz nach seinem 48. Geburtstag, an Krebs gestorben. Das vorliegende Werk ist somit sein Vermächtnis, nachdem er von Beginn seiner Karriere an mit vielen maßgeblichen Größen des Genres zusammengearbeitet hat. Sein Orchester liest sich wie eine Aufzählung der größten Jazzmusiker der damaligen Zeit, um mit Bill Evans (Piano), Johnny Griffin (Saxofon), Joe Wilder und Clark Terry (Trompete) sowie Ron Carter (Bass) und Philly Joe Jones (Schlagzeug) nur die bekanntesten zu nennen. Auf zwei der zehn Stücke kommt mit Barbara Winfield auch eine Sängerin zum Einsatz. Was das Album so besonders macht, sind dessen Kompositionen und deren Arrangements. Viele Stücke von Tadd Dameron wurden zu Standards, andere hingegen, obwohl auf gleich hohem Niveau, wurden nie wieder aufgeführt, weil man sich den komplexen Arrangements nicht gewachsen sah.

Was darunter zu verstehen ist, wird allein bei dem Stück „Look, Stop and Listen“ deutlich, das nicht nur aufgrund des superben Schlagzeugsolos von Philly Joe Jones eine unfassbar gute Nummer ist. Ein bemerkenswerter Aspekt ist auch die Fähigkeit Damerons, die Musiker, von denen viele zum Zeitpunkt der Aufnahme im Zenit ihrer Fähigkeiten standen, zu einem Orchester zusammenzubinden. Stücke wie „Fontainebleau“ oder die Vokalballade „If You Could See Me Now“ führen unweigerlich dazu, ergriffen vor der HiFi-Anlage zu sitzen.

Fazit

Sortiert man seine LP-Sammlung nach Qualität, steht dieses Album ganz weit vorne.
Tadd Dameron The Magic Touch (Jazz Workshop)


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