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>> Mehr erfahren>> Alle anzeigenKompakter High-End-Monitor mit Chassis von RS-Speakers
Die logische Folge
Auf dem Weg zur großen Drei-Wege Box mache ich immer mal wieder gerne einen Zwischenstop – auch ein kompaktes Topteil kann für sich alleine eine Spitzenleistung zeigen.
Nicht jeder kann, will und muss einen großen Raum mit hoher Lautstärke und ultimativem Tiefbass beschallen – die Realität (auch meine) sieht so aus, dass etliche Selbstbauer in einem kleinen Raum fast schon im Nahfeld hören, dabei aber nicht auf Qualität verzichten wollen. Kompakte Zwei-Wege-Lautsprecher erfreuen sich daher ungebrochener Beliebtheit – insbesondere dann, wenn sie höchste klangliche Ansprüche mit echter Wohnraumtauglichkeit und einem eigenständigen optischen Auftritt verbinden. Die Idee zu diesem Projekt entstand unmittelbar nach dem Einzeltest der neuen Chassislinie von RS Speakers. Klar: Das Ziel ist eine Drei-Wege Box, aber dieses Mal nach dem Vorbild unserer Duetta, also als zweiteiliger Lautsprecher, deren Topteil-Design ich hier schon einmal vorweg nehme.
Technik
Im Tieftonbereich kommt der RS Speakers MW140.38 Fibonacci zum Einsatz. Der 14-Zentimeter-Tiefmitteltöner verfügt über einen extrem soliden, belüfteten Aluminium-Druckgusskorb und eine 38-Millimeter-Schwingspule auf Glasfaser-Träger.












Gehäuse
Um das Gehäuse mit Blick auf die spätere Drei-Wege-Konstruktion kompakt zu halten, habe ich auf das Ausreizen der Tieftonfähigkeiten des MW140 verzichtet – das hätte nämlich ein deutlich größeres Gehäuse erfordert. Die knapp 12 Liter der Phoebe ermöglichen eine untere Grenzfrequenz um die 55 Hertz ohne Bassbuckel, das heißt, man kann sich hier über den rückseitigen Wandabstand noch etwas kräftigeren und tieferen Bass einstellen. Die Schallwand ist hier nur sanft abgerundet – wer möchte, kann damit oder mit Fasen noch etwas großzügiger umgehen, was das Abstrahlverhalten um 3 Kilohertz noch etwas verbessert, dazu aber später.
Frequenzweiche
Bei der Weichenentwicklung wurde dem Tiefmitteltöner eine Linearisierung (22 µF und 10 Ohm) zur Zähmung des induktiven Impedanzanstiegs spendiert.
Messungen
Vor dem Messmikrofon dokumentiert Phoebe ihre absolute Ausnahmestellung: Der Summenfrequenzgang verläuft von 60 Hz bis über 20 kHz bemerkenswert linear auf einem Lautstärkelevel von rund 83 bis 84 dB. Das Abstrahlverhalten unter Winkeln bis 45 Grad ist bis auf die „handelsübliche“ Problemstelle um 3 Kilohertz stetig und gleichmäßig. Der Unregelmäßigkeit im Präsenzbereich kann man durch großzügigeres Abrunden oder breite Fasen entgegentreten – ganz entfernen kann man sie bei dieser Chassis-Größen-Kombination nicht. Das Wasserfalldiagramm belegt ein blitzsauberes und extrem schnelles Abklingen ohne jede Resonanz. Erfreulich fällt auch das Klirrverhalten aus: Sowohl bei 85 dB als auch bei 95 dB bleiben K2 und K3 oberhalb von 200 Hz nahezu vollständig unter der 0,3-Prozent-Marke. Der Verzerrungsanstieg im Bassbereich ist der recht hohen Reflexabstimmung und der dadurch steigenden Auslenkung des Tiefmitteltöners geschuldet. Die Impedanzmessung zeigt eine saubere 8-Ohm-Auslegung mit einem Minimum von 6 Ohm und einer Reflexabstimmung um 55 Hz.
Hörtest
Im Hörraum überzeugt die kompakte Phoebe vom ersten Takt an mit bestechender Klarheit, Transparenz und feinsinniger Detailzeichnung. Stimmen und akustische Instrumente stehen mit natürlicher Präsenz und stabiler Tiefenstaffelung im Raum. Die Seidenkalotte löst feindynamisch auf, ohne je ins Harsche abzugleiten. Nach unten hin liefert die kleine Box ein erstaunlich erwachsenes, trockenes und federndes Tieftonfundament, das natürlich nicht das letzte Quäntchen Tiefbass liefert, das aber auch bei wandnaher Aufstellung stets kontrolliert und sauber bleibt und dann auch mehr als genügend Substanz bei den ganz tiefen Tönen bietet. Die Aufweitung im Präsenzbereich spielt in einem einigermaßen gut bedämpften Hörraum keine Rolle – dennoch würde ich Phoebe ziemlich genau auf den Hörplatz ausrichten, weil sich so ein Klangbild ergibt, das die optimale Kombination aus „angenehm“ und „präzise“ bildet.
Fazit
Kategorie: Selbstbauprojekt
Produkt: Klang+Ton-Projekt „Phoebe“
Preis: um 400 Euro+ Gehäuse
Ein kompakter Monitor der Spitzenklasse: Die edle Treiberbestückung von RS Speakers und das gelungene Gehäusekonzept machen die Phoebe zu einer überaus feinsinnigen und langzeittauglichen Dauerlösung für jeden kleinen Hörraum.
Klang+Ton-Projekt „Phoebe“
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>> Mehr erfahren>> Alle anzeigen| Technische Daten | |
| Chassishersteller: | RS Speakers |
| Vertrieb: | Soundimports B.V. |
| Konstruktion: | Thomas Schmidt |
| Funktionsprinzip: | 2-Wege Bassreflex |
| Bestückung: | 1 × RS Speakers MW140.38 Fibonacci 1 × RS Speakers TW 110.28 F/Ag |
| Trennfrequenz: | ca. 1,6 kHz |
| Nennimpedanz in Ohm: | 8 Ohm (Minimum 6,0 Ohm) |
| Kennschalldruckpegel 2,83V/1m | ca. 83–84 dB / 2,83 V / 1 m |
| Abmessungen (B / H / T in cm): | 20/32.5/23,9 |
| Summe Chassis: | ca. 263 Euro |
| Kosten pro Stück: | ca. 400 Euro+ Gehäuse |





