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Vor gut 40 Jahren erblickte der Bausatz „Monitor 1“ der Firma Hifi Sound das Licht der Welt. Wir haben den Bausatz wieder aufleben zu lassen.
>> Mehr erfahren>> Alle anzeigenNetzwerkplayer · iFi ZEN Stream 3
Reduziert, klein, klangstark
Ein kleine Streamingbridge, die möglichst unkompliziert sein und auch noch hervorragend klingen soll für 400 Euro? Das müssen wir uns anschauen.
iFi ist eine der Firmen, die mich immer wieder begeistert. Die Produktpalette ist so breit gefächert wie interessant, es gibt spanendes Zubehör für Router und Dacs, Netzteile und jede Menge, meist überaus bezahlbare, HiFi-Geräte. Der ZEN Stream 3 ist, der Name verrät es, Teil der sehr Portemonnaie-freundlichen ZEN-Reihe, zu der unter anderem ein D/A-Wandler, ein Kopfhörerverstärker und eine Phonostufe gehören. Man kann mit diesen kleinen Schätzchen andernorts große 42cm breite Geräte ersetzen, was nicht nur bei Platzmangel praktisch ist. Der Stream 3 ist brandneu und bietet viele interessante und sinnvolle Features. Aber vorab nochmal zur Erinnerung: Als Streamingbridge liefert der ZEN 3 kein analoges Signal, er verfügt lediglich über einen elektrischen SPDIFund einen USB-Ausgang.





Verbesserungen
Laut Hersteller wurde die Software gegenüber dem Vorgänger verbessert, sie bietet nun eine Plug-In-Unterstützung, wie man es auch von der Volumio Streamingbridge Rivo (Ausgabe 5/25) kennt. Das ist kein Zufall, denn die Italiener bieten ihre Software auch anderen Firmen an, schließlich möchte und/oder kann nicht jede Firma eine eigene Streaming-Software programmieren.
Jetzt läuft’s
Nachdem ich den iFi auf seine Werkseinstellungen zurückgesetzt hatte, habe ich alles nochmal gemacht. Beim 2. Versuch klappte es auf Anhieb. Stream 3 und Telefon verbanden sich per Bluetooth und das Telefon übermittelte das WLAN-Passwort. Auch die connect-Verbindung zum Streamingdienst funktionierte (wieder) auf Anhieb. Ein Unterschied war aber, dass ich nun das Einlesen der Musik-Ordner der Festplatte in der App manuell anstoßen musste, dann dauerte es ein paar Minuten und alles war verfügbar. Also war endlich die Zeit gekommen, zu genießen.
Klang
Was aus den Boxen kommt, hängt einerseits stark vom verwendeten D/A-Wandler ab, denn, siehe oben, der ZEN ist nur eine Bridge. Aber selbstverständlich müssen im Gerät die Voraussetzungen für ein sauberes, „gutes“ Digitalsignal vorliegen, in Form einer cleveren Schaltung, hochwertiger Bauteile und eines guten Netzteils. Da diese Baustellen aber alle, so scheint es, sauber abgearbeitet wurden und iFi zudem seine erprobte Noise-cancelling- Technologie einsetzt, geht hier auch nichts schief. Klanglich erinnert mich das stark an den Volumio Rivo, der ja exzellent klingt. Ich hatte den nicht zum Vergleich hier, aber ich denke, die beiden sind sich recht nah. Unser Wiim Ultra hat ein wenig das Nachsehen, er spielt nicht ganz so kraftvoll und stellt Details etwas weniger klar heraus. Dafür ist er einfacher zu bedienen, bietet eine nutzerfreundlichere App sowie ein Touch-Display bei gleichem Preis. Eine große Freude war mal wieder der Soundtrack zu „Ghost In The Shell“ von Kenji Kawai. Das klang einfach super, wunderbar aufgelöst, tief und druckvoll, immer voller Atmosphäre. Auch Stimmen klangen natürlich und irgendwie lieblich, Jazz hatte Swing, und Pop der 80er war nie zu harsch oder kühl, sodass insgesamt der Eindruck entstand, dass der iFi ZEN Stream 3 einfach ein exzellentes Signal liefert und sich klanglich ziemlich rausnimmt aus der Nummer. Allerdings verfügt er über die von JVC Kenwood erfundene K2-Technologie, die man zuschalten kann. Dadurch sollen Obertöne natürlicher klingen und der Klang entspannter und satter werden. Man kann vermuten, dass hier Klirr 2. Ordnung dem Signal beigemischt wird. Ich konnte bei der ersten Inbetriebnahme bei keinem Stück einen Unterschied feststellen. Nach dem Reset dann schon: Der Klang wurde minimal spritziger, die Musik schien mehr Raum zu haben, auch in die Tiefe, sehr interessant. Das klang im ersten Moment leicht künstlich, aber ich muss sagen, das hat was. Ich würde das vermutlich aktiviert lassen. Unterm Strich empfehle ich etwas Geduld, denn wenn alles läuft, wie es soll, dann macht der iFi richtig großen Spaß.
Tipp:
Es gibt, wie bei iFi üblich, Aufrüstnetzteile für den ZEN Stream 3. Mit dem iPower2 (89 Euro) legte der Klang noch ein klein wenig zu.
Fazit
Viel Spaß nach anfänglichen Schwierigkeiten, die ja nicht zwangsläufi g auftreten müssen. Der iFi ZEN Stream 3 hat nicht die hübscheste App, was aber für das Streamen von Streamingdiensten dank connect-Einbindung kein Thema ist.Den Test finden Sie in der HiFi Test 5/2026. Das Heft ist in unserem Shop als e-paper oder als Print-Ausgabe erhältlichLust auf mehr? Entdecke unser HiFi Test Abo!Kategorie: Netzwerkplayer
Produkt: iFi ZEN Stream 3
Preis: um 399 Euro

Spitzenklasse
iFi ZEN Stream 3
iFi ZEN Stream 3
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„Drum prüfe, wer sich ewig bindet ...“ heißt es in Schillers Glocke. In der High Fidelity stellte sich eine solche Frage bisher nicht. In der Regel ging man zum Händler und tauschte Geld gegen Ware.
>> Mehr erfahren>> Alle anzeigen| Klang | 70% | |
| Labor | 15% | |
| Praxis: | 15% |
| Vertrieb | WOD Audio, Nidderau |
| Telefon | 06187 900077 |
| Internet | www.wodaudio.com |
| B x H x T | 158 x 35 x 100 |
| Gewicht | 578 g |
| Formate | bis PCM 384 kHz und DSD256 |
| Anschlüsse | WiFi, Ethernet, 2 x USB-A (Festplatte + DAC), SPDIF elektrisch |
| Streamingdienste | Qobuz connect, Tidal connect |
| + | exzellenter Klang ... |
| + | ... mit K2-Technologie / kompakt und leicht / optionales Aufrüstnetzteil erhältlich |
| +/- | - Inbetriebnahme kann hakelig sein |
| Klasse: | Spitzenklasse |
| Preis/Leistung: | sehr gut |






