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Kategorie: Streaming Client

Einzeltest: AVM Inspiration CS 2.2


Jetzt wird’s eng!

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Einfache Lösungen sind immer toll. Das dachte sich auch AVM, als sie ihren erfolgreichen kompakten CD-Receiver mit einer Streaming-Einheit ausstatten wollten. Der eigene Qualitätsanspruch machte ihnen jedoch einen Strich durch die Rechnung und der neue Inspiration CS 2.2 wurde nun doch von Grund auf neu entwickelt.

Eine netzwerkfähige Komplettanlage sollte es sein. Kompakt genug, um auch als Multiroom-System genutzt werden zu können Leistungsstark genug, um auch größere Räume zu beschallen. Ein All-in-one-System ohne Abstriche. Mit dem Inspiration C8 lag auch schon die passende Basis im Regal, nur Streaming war damit noch nicht möglich. Gesagt getan, wurden Pläne gemacht, bis man merkte: Ganz so einfach ist es nicht, alles in dem vergleichsweise kleinen Gehäuse unterzubringen. Also zurück ans Reißbrett und von vorne angefangen. Eine gute Entscheidung, denn der Aufwand hat sich gelohnt. In einem Gehäuse gleicher Größe wartet im neuen Inspiration CS 2.2 nun alles, was man braucht, um sämtliche Arten der Musik genießen zu können. Da wäre zum einen natürlich das CD-Laufwerk, das ja das zentrale Element des zum Vorbild genommenen C8 war. Dazu kommt die Möglichkeit, weitere Geräte analog anzuschließen, inklusive eines Phono-Eingangs, der für Moving-Coil- und Moving-Magnet- Systeme geeignet ist. Digitale Quellen können sowohl optisch als auch koaxial verbunden werden, Festplatten und Speichersticks können den USBA- Eingang nutzen. Ein Antennenanschluss bietet die Möglichkeit für den klassischen UKW-Empfang und natürlich das, was den Stein ins Rollen brachte: den Netzwerkanschluss. Damit kann dann entweder aus Tausenden Internetradiosendern ausgewählt werden, oder man hört ganz zeitgemäß hoch aufgelöste Musik vom eigenen NAS. Alles wird vom internen D/A-Wandler verarbeitet und vom integrierten Vollverstärker für die Ausgabe an den Lautsprechern vorbereitet. Der CS 2.2 bietet wirklich alle Funktionen, die man als Musikfan braucht, um glücklich zu werden in einem handlichen Gesamtpaket. Nur Lautsprecher braucht man noch, aber die ebenfalls einzubauen, wäre dann doch etwas viel verlangt. Fans des originalen Inspiration C8 brauchen sich übrigens keine Sorgen zu machen, denn neben dem neuen CS 2.2 bleibt auch der beliebte CD-Receiver noch erhältlich. Äußerlich unterscheiden sich die beiden Geräte aufgrund der Entwicklungsgeschichte des CS 2.2 natürlich wenig. Das gebürstete Aluminiumgehäuse des Inspiration CS 2.2 kann auch in Schwarz oder verchromt geliefert werden und ist wirklich hübsch anzusehen. Beim Blick auf die Frontplatte fällt zunächst das in hellem Blau leuchtende Display ins Auge, auf dem die angewählte Quelle und die Lautstärke dargestellt werden. Die Bedienung am Gerät erfolgt am großen Drehregler auf der rechten Seite und mit den unter dem Bildschirm angebrachten Menüknöpfen. Damit kann man auch auf die Klangregelung zugreifen und Einstellungen an Höhen, Tiefen und Balance vornehmen. Diese sind dann entweder für alle Eingänge gültig oder nur für jeweils einzelne. Auch die Eingangslautstärke der einzelnen Anschlüsse kann jeweils separat geregelt werden, damit man nicht bei jedem Einschalten zusammenzuckt, weil ein angeschlossenes Quellgerät zu laut sein sollte. Alle anderen Einstellungen wie das Auswählen verschiedener Eingänge oder von Dateien auf einem Netzwerkspeicher sowie das Einrichten der WLAN-Verbindung macht man am besten über die beigelegte RC-9-Fernbedienung. Hierbei handelt es sich nicht um einen schnöden Klotz, der nur die Lautstärke verändert, sondern um ein wirklich durchdachtes Gerät. Zunächst einmal kann man mit ihr gleich mehrere CS 2.2 bedienen. Gemeinsam oder in Gruppen zusammengefasst lässt sich mit ihr dann ein komplettes Multiroom-System verwalten. Der große Bildschirm dient der Navigation durch die verschiedenen Menüs und Ordner und zeigt im Abspielbetrieb außerdem Titelinformationen und Plattencover an, ein Feature, das das am Gerät befindliche Display leider nicht unterstützt. Außerdem können Titel die man gerne hört, in einer Favoritenliste abgespeichert werden, die mit nur einer Taste immer erreichbar ist, so dass man nicht immer alle Ordner und Alben durchsuchen muss. Dank der alphanumerischen Tasten geht jedoch auch das relativ schnell. Sehr bequem ist auch die Möglichkeit, die einzelnen Eingänge mit individuellen Namen zu versehen. Langes Überlegen oder Herumprobieren, um den richtigen Anschluss auszuwählen, gibt es damit nicht mehr. Um die Energie des fest verbauten Akkus nicht zu schnell zu verbrauchen, kann man einstellen, wie lange das Display leuchten soll, um dann bei der Bewegung der RC 9 sofort wieder in den Betrieb zu gehen. Geht die Energieversorgung der Fernbedienung dann doch mal zur Neige, bekommt sie in der mitgelieferten Ladestation neuen Saft. Wer trotz der tollen Bedienbarkeit mit der RC 9 lieber mithilfe eines Smartphones oder Tablets steuern möchte, wird diese Möglichkeit mit dem CS 2.2 ebenfalls haben. Zum Zeitpunkt unseres Tests war die Entwicklungsphase der App jedoch leider noch nicht abgeschlossen. Bis zur finalen Version wird das Steuerungsprogramm von der Fernbedienung aber mehr als würdig vertreten, so dass sie im Test eigentlich nicht vermisst wurde. Neben der vorliegenden und noch kommenden Software beherbergt der CS 2.2 als echtes All-in-one-Gerät natürlich auch eine Menge Hardware, wie die Ingenieure bei AVM ja gemerkt haben. Allen voran das hermetisch gekapselte Slot-in-CD-Laufwerk, das, um Störeinflüsse zu eliminieren, federnd gelagert ist, so dass keine Vibrationen aufgenommen oder abgegeben werden können. Dann wäre da die digitale Signalverarbeitung, die ein Netzwerkplayer natürlich braucht. Wahlweise über WLAN oder Ethernet, genauso wie über USB und S/PDIF können Festplatten, Netzwerkspeicher oder externe Quellgeräte Daten an den CS 2.2 übertragen. Musik in den Formaten MP3, Ogg Vorbis, AAC, FLAC, ALAC und auch WMA, AIFF oder WAV stellen den AVM vor keinerlei Probleme. Brav gibt er alle Titel aus, dank Gapless Play sogar ohne Pause zwischen den Titeln. Bei der Wiedergabe werden Abtastraten bis zu 192 kHz bei 24 Bit unterstützt, wobei das Multitalent schönerweise auch gleich ein internes Upsampling der digitalen Signale auf diese Werte vornimmt. Die Umwandlung in ein ein verwertbares analoges Signal übernimmt dann der DAC-Chip WM 8741 aus dem Hause Wolfson. Für die finale Stufe des Musikgenusses, die Ausgabe über die Lautsprecher, bietet der CS 2.2 dann natürlich die Möglichkeit, Kabel mit Bananensteckern direkt am Gerät anzuschließen. Für die Verstärkung des Signals entschied man sich für Klasse-D-Endstufen, die mit ihrer kompakten Bauweise natürlich hervorragend in das Konzept des Gerätes passen. Durch den hohen Wirkungsgrad konnte auch auf Lüfter oder Kühlrippen verzichtet werden. Stattdessen wird der CS 2.2 passiv durch die auf der Unter- und Rückseite des eleganten Aluminiumgehäuses angebrachten Lüftungsschlitze gekühlt. Leistungseinbußen muss man deshalb aber nicht befürchten, denn in unserem Labor konnten wir Werte von 111 Watt an acht Ohm und satten 182 Watt an vier Ohm messen. Hat man den CS 2.2 im Betrieb, kann man getrost sagen, dass sich die Mühe die sich die Ingenieure bei AVM während der Entwicklung gemacht haben, wirklich gelohnt hat. Die Komponenten passen hervorragend zusammen und die Bedienung mit der RC 9 funktioniert klasse. Klangliche Abstriche, die man bei Komplettsystemen öfters erwartet, braucht man bei AVM nicht zu fürchten. Das vom Gerät vorgenommene Upsampling funktioniert hervorragend. In Verbindung mit dem hochwertigen TEAC-Laufwerk werden jede Menge Details an die Oberfläche gekitzelt. Durch die Frequenzbereiche hinweg macht der AVM eine super Figur, das Spiel bleibt immer klar und detailreich. Selbst ohne Eingriffe in die Klangregelung entwickeln die Bässe genau den richtigen Druck, um zu wirken, ohne störend auffällig zu werden. Höhen und besonders Stimmen bleiben stets deutlich und frei von Verzerrungen. Trotz seiner Größe entwickelt der CS 2.2 einen wirklich satten Klang mit einer schönen Dreidimensionalität, der dank der Power der Endstufen den Raum hervorragend erfüllt. Der Weg vom CD-Receiver zur Streaming- Vollausstattung mag für AVM etwas steinig gewesen sein, als Besitzer eines CS 2.2 wird man davon aber nichts merken. In dem vergleichsweise kleinen Paket ist alles untergebracht, was der Musikfreund von heute braucht. Vielseitigkeit ist mehr als gegeben, und die Zukunftssicherheit wird durch Herstellerupdates über das Internet garantiert. Dabei lassen sich alle Funktionen mit der RC 9 wunderbar bedienen, und der Klang erfüllt natürlich alle audiophilen Ansprüche. Mehr Al-in-one geht nicht.

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Fazit

Das für Compact Streamer stehende CS des AVM verspricht nicht zu viel. Der Inspiration CS 2.2 bietet absolut alles, was man braucht, in einem einzigen Gerät. Trotzdem liefert er was man von AVM gewohnt ist: tollen Klang und hochwertige Verarbeitung.

Preis: um 4490 Euro

AVM Inspiration CS 2.2


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Ausstattung & technische Daten 
Preis: 4490 
Vertrieb: AVM, Malsch 
Telefon: 07246 4285 
Internet: www.avm-audio.com/de 
Abmessungen (B x H x T in mm): 340/92/350 
Eingänge: 1 x Ethernet, WLAN, CD 1 x S/PDIF koaxial, 1 x S/PDIF optisch 
Unterstützte Formate: MP3, OGG AAC, AIFF, ALAC, FLAC, WAV, WMA 
Unterstützte Abtastraten: FLAC, WAV und AIFF bis 192 kHz, 32 Bit ALAC bis 96 kHz, 24 Bit 
Ausgänge: 1 x Stereo-Lautsprecher, 1 x S/PDIF koaxial, 1, S/PDIF optisch 
Leistung (in Ohm) 182 Watt an 4 Ohm / 111 Watt an 8 Ohm 
checksum „Das für Compact Streamer stehende CS des AVM verspricht nicht zu viel. Der Inspiration CS 2.2 bietet absolut alles, was man braucht, in einem einzigen Gerät. Trotzdem liefert er was man von AVM gewohnt ist: tollen Klang und hochwertige Verarbeitung.“ 

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