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Kategorie: Streaming Client

Einzeltest: iFi Pro iDSD


Streaming-DAC iFi Pro iDSD

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iFi packt gerne eine Menge Funktionen in die eigenen Geräte. Beim neuen Pro iDSD kann man da fast den Überblick verlieren.

Wie viele Regler, Hebel, Tasten und Anschlüsse kann man auf 22 x 6 Zentimetern unterbringen? iFi bietet neun, wobei wir hier nur von der Gerätefront reden. Hinten geht es noch ein wenig umfangreicher zu. Was für ein Gerät benötigt im Jahr 2019 so viele Einstellmöglichkeiten? Es ist der neue iFi Pro iDSD, auf den ich lange gewartet habe. Bereits seit einiger Zeit gibt es die Pro-Serie von iFi, doch bisher beschränkte man sich dort auf rein analoge Geräte, während der digital orientierte Audiofan zunächst keine Beachtung fand. Dabei hätte es mir eigentlich schon ausgereicht, wenn man den Kopfhörerverstärker iCan einfach mit einem der wunderbaren mobilen DACs kombiniert hätte, die die Firma im Programm hat. Doch wie üblich, wenn man bei iFi etwas anfängt, ist das Endergebnis nun deutlich umfangreicher geworden. Beachtlich, da der neue iDSD die gleichen Abmessungen besitzt wie die anderen Systeme der Pro-Serie, aber deutlich mehr Funktionen bietet. Fangen wir also bei den Dingen an, die auch die andern Pro-Systeme schon boten. Grundlage ist ein Kopfhörerverstärker im besagten kompakten Gehäuse. Das auffälligste Element daran, neben der leichten Wellenform, sind mehrere im Kreis angeordnete Lüftungsschlitze, die sich um ein etwa drei Zentimeter großes Bullauge orientieren.

Blickt man hindurch, kann man den rötlichen Schein zweier NOS-General-Electric-5670-Röhren erkennen, die bereits das Markenzeichen des Pro iCAN waren. Genau wie beim analogen Modell lässt sich die Arbeitsweise allerdings einstellen. Einer der kleinen Hebel an der Front bietet dafür drei Positionen: Im normalen „Tube“- Modus wird die Class-A-Röhrensektion genutzt. Im sogenannten Tube+- Modus wird außerdem die negative Rückkopplung auf ein Minimum heruntergefahren, sodass der iDSD noch ein wenig mehr der typischen Verzerrungen zulässt, die von den Röhren produziert werden. Mit dem letzten Modus hingegen lässt sich die Röhrenstufe komplett abschalten, woraufhin Transistoren die Hauptarbeit übernehmen. Um dabei die Röhren zu schonen, wird deren Heizung nach einer Weile abgeschaltet. Möchte man dann wechseln, benötigt der iDSD einige Sekunden zum erneuten Aufwärmen, die er sich auch beim Einschalten genehmigt. Insgesamt bietet iFi damit maximale Anpassbarkeit an den Hörgeschmack und macht Röhren- und Transistorenfans gleichermaßen glücklich. Auch bei der Wahl der Kopfhörer möchte man maximale Freiheit bieten, sodass der iDSD gleich drei verschiedene Anschlussmöglichkeiten bietet. 3,5- und 6,3-mm-Anschlüsse stehen an der Front parat, ergänzt um einen symmetrischen 2,5-mm-Ausgang.

Preis: um 2750 Euro

iFi Pro iDSD


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Dipl.-Ing.
Michael Voigt
Chefredakteur
hifitest.de
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Autor Philipp Schneckenburger
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Datum 31.03.2019, 09:56 Uhr