Kategorie: Stromversorgung Hifi

Einzeltest: Silent Wire Power Conditioner Universal


Einer für alle

Zubehör HiFi Silent Wire Power Conditioner Universal im Test, Bild 1
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Machen wir uns nichts vor: Unser Stromnetz wird nicht besser. Zeit, unserer HiFi-Anlage in Sachen Versorgung ein bisschen auf die Sprünge zu helfen

So ganz ohne geht nicht. Okay, es geht schon, aber Sie verschenken klangliches Potenzial: Ich rede von dem, was gemeinhin unter der groben Vereinfachung „Netzfilter“ vertrieben wird, und antritt, das Grundnahrungsmittel für unsere Töne reproduzierenden Gerätschaften zu verfeinern. Will sagen: Alles, was von der Lehre vom reinen 230-Volt/50-Hertz-Sinus abweicht, hat auf der Netzwechselspannung nichts zu suchen und kann, wenn es sich denn durch die Netzteile der angeschlossenen Geräte schleicht, durchaus für klangliches Ungemach sorgen. Um solcherlei Dinge zu verhindern, gibt es heutzutage eine vielfältiges Zubehörprogramm; der brandneue „Power Conditioner Universal“ des deutschen Herstellers Silent Wire ist ein solcher Problemlöser.

Zubehör HiFi Silent Wire Power Conditioner Universal im Test, Bild 2Zubehör HiFi Silent Wire Power Conditioner Universal im Test, Bild 3Zubehör HiFi Silent Wire Power Conditioner Universal im Test, Bild 4Zubehör HiFi Silent Wire Power Conditioner Universal im Test, Bild 5
Für 1.000 Euro gibt’s hier eine überaus solide Stahlblechbehausung mit Edelstahlfront, auf der Rückseite gieren fünf hochwertige Schutzkontaktsteckdosen nach Anschluss von Equipment. Fünf ist nicht schlecht, das sollte für eine übliche HiFi-Anlage reichen. Für die Zufuhr der Energie ist ein Kaltgeräteeinbaustecker zuständig, der mit jedem handelsüblichen Netzkabel versehen werden kann – Silent Wire bietet auch dafür eine Vielzahl von Lösungen an. Die Energiezuführ ist schaltbar, will sagen: Ein rückseitiger Wippschalter trennt bei Bedarf das ganze Ensemble vom Netz – zweipolig, wie sich das gehört. Ebenfalls auf der Rückseite gibt’s eine Glimmlampe zu „Polaritätskennzeichnung“: Leuchtet die Lampe, liegt die Netzphase auf dem in jeder Steckdose markierten Anschluss. Der Blick unter den Deckel lässt eine zentrale Platine erkennen, auf der ein groß dimensioniertes Netzfilter aufgebaut ist. Die Anordnung arbeitet mit einer voluminösen stromkompensierten Drossel und zweimal zwei parallelen MKP-Kondensatoren – Filterwirkung ist hier defi nitiv gegeben. Ein Übersspannungsschutz ist für den Fall der Fälle ebenfalls vorhanden. Zwei Feinsicherungen ziehen die Notbremse, falls die entnommene Leistung über die angegebenen 2000 Watt steigt. Jene gilt für alle angeschlossenen Verbraucher zusammen, alle Steckdosen hängen parallel am Filterausgang. So ziemlich sämtliche elektrischen Verbindungen sind mit Schraubklemmen ausgeführt. Der Umstand, dass unter jeder Schraubklemme unzulässigerweise ein verzinntes Litzenende steckt, führen wir auf den Vorserienstatus unseres Testmusters zurück; in der Serie gibt’s hier garantiert Aderendhülsen. Viele HiFi-Anwender schrecken vor dem Einsatz einer Filterlösung zurück, weil sie die immer wieder berichteten Dynamikeinbußen solcher Lösungen scheuen. Als Königsweg gilt: Filtern – ja, aber für jede angeschlossene Komponente angepasst. Eine dicke Endstufe will diesbezüglich ganz anders behandelt werden als eine Phonovorstufe. Außerdem ist Netzfilterung ein Thema, das eigentlich dem Gerätehersteller obliegen sollte. Wenn er sich bereits ordentlich darum gekümmert hat, ist eine zusätzliche Filterung eher kontraproduktiv. Auf derlei Umstände kann der Einstiegs- Conditioner von Silent Wire keine Rücksicht nehmen und setzt auf konsequente Gleichbehandlung aller Geräte. Ob das in Ihrer jeweiligen Situation zu klanglichen Fortschritten führt, kann nur ein Versuch in der jeweiligen Kette zeigen. Ich habe viel experimentiert und ein paar Dinge gelernt, die nicht unbedingt zu erwarten waren. So muss die gerne propagierte Vorgehensweise, den größten Verbraucher im System ungefiltert zu betreiben, nicht unbedingt zum Erfolg führen. Das gibt sogar Sinn: Wenn ein Großverbraucher das dafür dimensionierte Filter ordentlich belastet, dann profitieren auch die Kleinverbraucher vom optimalen „Arbeitspunkt“ des Filters. Das Herausfinden der optimalen Konmbination ist nicht ganz einfach, kann sich aber durchaus lohnen: Wir waren in der Lage, mit dem Silent-Wire-Conditioner eine deutlich tiefere Bühnendarstellung mit deutlich besser fokussierten Konturen zu erzielen, merklich mehr Stille in die Wiedergabe zu bekommen und damit sogar mehr nutzbare Dynamik zu erzielen als mit ungefilterten Komponenten. Nehmen Sie sich Zeit und experimentieren Sie mit dem Gerät – der Erfolg kann die Investition unter Umständen locker rechtfertigen.

Fazit

Das Power-Conditioner-Einstiegsmodell von Silent Wire vermag, richtig kombiniert und eingesetzt, den Klang Ihrer Anlage deutlich aufzuwerten. Das muss nicht in jedem Falle klappen, der Versuch lohnt aber unbedingt.

Preis: um 1000 Euro

Stromversorgung Hifi

Silent Wire Power Conditioner Universal


07/2017 - Holger Barske

Ausstattung & technische Daten 
Preis: 1.000 Euro 
Vertrieb: Silent Wire, Hermannsburg 
Telefon: 05052 913588 
Internet: www.silent-wire.de 
Garantie:
Abmessungen (B x H x T): 435/108/308 
Gewicht: 6.8 
Unterm Strich ... Das Power-Conditioner-Einstiegsmodell von Silent Wire vermag, richtig kombiniert und eingesetzt, den Klang Ihrer Anlage deutlich aufzuwerten. Das muss nicht in jedem Falle klappen, der Versuch lohnt aber unbedingt. 
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Autor Holger Barske
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Datum 05.07.2017, 09:56 Uhr
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