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Kategorie: Tonabnehmer

Einzeltest: DS Audio DS 002


Mit leuchtendem Beispiel

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So ziemlich alles in Sachen HiFi war schon einmal da. Auch Tonabnehmer, die nach dem elektrooptischen Prinzip arbeiten. Was der japanische Hersteller DS Audio daraus gemacht hat, hebt den Gedanken jedoch auf ein neues Level

Ja, Sie haben recht. Wir sind eher spät dran mit der Berichterstattung über so einen Tonabnehmer. Mittlerweile ist nämlich bereits die zweite Generation der elektrooptischen Abtaster von DS Audio am Markt. Das Modell DS 002 hat den Vorteil, mit 5.200 Euro die günstigste der bisherigen Inkarnationen der Idee zu sein. Bei allem berechtigten Erschrecken zum Begriff „günstig“ in diesem Zusammenhang gilt es zu bedenken, dass die Investition die zwingend zum System gehörige Spezial-Phonovorstufe mit einschließt. Das macht die Sache nicht zu einem Schnäppchen, relativiert die Größenordnungen aber wenigstens ein bisschen. Worum geht’s? Darum, den Tonabnehmer von den Problemen des elektromechanischen Wandlers zu befreien. Ach, da gibt’s systematische Probleme? Definitiv. Ganz gleich, ob wir Tonabnehmer nach dem MM-, MC- oder MI-Prinzip nehmen, immer beruht die Übertragung der Information aus der Rillenflanke darauf, dass eine Relativbewegung zwischen zwei Komponenten eines elektromagnetischen Systems stattfindet. Diese Komponenten sind Spulen und Magnete. Die Relativbewegung zwischen beiden erzeugt eine elektrische Spannung – unser Nutzsignal. Das Problem besteht darin, dass die beteiligten Komponenten nicht unendlich leicht sind und von Rillenflanke, Nadel und Nadelträger bewegt werden müssen, und das mit beeindruckenden Beschleunigungswerten.

Auf den Nadelträger übt das unerwünschte Kräfte aus, die der Präzision des Vorgangs abträglich sind. Spulen und Magnete sind nicht beliebig „erleichterbar“, obschon bei MC-Abtastern allerlei Klimmzüge unternommen werden, die bewegten Massen in möglichste winzige Dimensionen zu drücken. Was wäre, wenn man dem Prinzip gänzlich abschwören und einem komplett anderen Wandlerprinzip übertragen würde? Das gab es und gibt es noch oder wieder. Ein aktuelles Beispiel sind die Strain-Gauge-Tonabnehmer von Soundsmith, von denen an anderer Stelle in diesem Heft zu lesen ist. Oder Abtaster nach dem früher gängigen Kondensator-Prinzip, bei dem der sich ändernde Abstand zweier „Kondensatorplatten“ ausgewertet wird. Oder man macht‘s wie Toshiba in den Sechzigern und bemüht so etwas wie eine Lichtschranke: Ein „Paddel“ verändert die von einer Lichtquelle auf einen (oder zwei für Stereofonie) photoelektrischen Sensor geworfene Lichtmenge. Die daraus resultierende Änderung der Ausgangsspannung ist ein Maß für die Auslenkung der Nadel. Das Prinzip hat sich seinerzeit aus diversen Gründen nicht durchgesetzt, einer der Gründe war in der Lichtquelle zu suchen: Es standen nur Glühlampen zur Verfügung, die weder in Sachen Zuverlässigkeit noch Wärmeentwicklung das richtige Gerät für den Job waren.

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DS Audio DS 002


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