Kategorie: Vor-Endstufenkombis Hifi

Einzeltest: Mitchell & Johnson 800 Series


Power-Pack

Vor-Endstufenkombis Hifi Mitchell & Johnson 800 Series im Test, Bild 1
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Getrennte Vorstufen und Endverstärker sind für echte HiFi-Fans ein absolutes Muss. Denn in der Theorie werden so die sensiblen Musiksignale der Quelle von den hohen Spannungen und Strömen der Endverstärker zumindest räumlich getrennt. Ob das stimmt und klangliche Vorteile hat, haben wir an der neuen Pre-/Power-Amp-Kombi von Mitchell & Johnson überprüft

Mitchell & Johnson ist hierzulande noch eher unbekannt, und das, obwohl der Engländer Dave Johnson seit einigen Jahren beachtlich gute HiFi-Geräte auf den Markt gebracht hat. Dazu kommt bei Mitchell & Johnson-Produkten noch ein guter Preis-Leistungs-Faktor ins Spiel, denn deren Produkte werden üblicherweise recht kostengünstig in Fernost gefertigt. Bei der uns aktuell vorliegenden Vorverstärker/ Endstufen-Kombi ist es ein wenig anders, denn beide Komponenten werden handwerklich präzise in Wales gefertigt, in einer renommierten kleinen Elektronik- Manufaktur, die auch für andere namhafte englische Hersteller Platinen bestückt. Erzählen Sie es nicht weiter, aber uns ist zu Ohren gekommen, dass genau in dieser Werkstatt auch audiophile Produkte von Leema gefertigt werden und dass der Chefingenieur von Leema bei der Entwicklung unserer Mitchell & Johnson-Kombi das eine oder andere Wörtchen mitgeredet hat.

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So weit so gut: Fühlen wir der rund 1.650 Euro pro Komponente kostenden Anlage mal auf den Zahn. Im klassischen 42-Zentimeter-Format stehen Vorstufe S800 und Endverstärker S815 vor uns, solide Metallgehäuse mit schlichten Frontplatten mit minimaler Anzahl an Knöpfen oder Schaltern, wahlweise in Silber oder Schwarz erhältlich. Optisches Highlight der Anlage sind zum einen die beiden VU-Aussteuerungs-Anzeigen des S815, die einen Hauch von Luxus und Retrodesign versprühen, sowie die versenkt eingebauten Drehregler für Quellenwahl und Lautstärke bei der Vorstufe. Interessanter wird es auf der Rückseite der Komponenten, die beide konsequent auf symmetrische Signalübertragung per XLR-Kabeln setzen, doch natürlich sind auch herkömmliche Cinchbuchsen vorhanden. Mit sechs analogen Cincheingängen (inklusive Phono MM/MC und XLR), drei optischen und drei koaxialen Digitaleingängen sowie einer USB-Buchse ist der 800er-Preamp bestens gerüstet, um diverse klassische Quellen und moderne Media streamer zu verwalten. Auch stehen vier Ausgänge zur Verfügung, falls noch ein Tapedeck oder ein externer Subwoofer angeschlossen werden soll – perfekt! Die Endstufe bietet für jeden Stereokanal zwei Sätze solider, vergoldeter Lautsprecherklemmen, so dass auch Bi-Wiring mit zwei Paar Lautsprecherkabeln kein Problem ist. Zum Set gehört übrigens eine Fernbedienung, welche die Steuerung sämtlicher Funktionen der Mitchell & Johnson-Kombi bequem vom Sofa aus erlaubt. In unserer Labor messung beeindruckt die 800er-Kombi durch satte Leistungsfähigkeit. Zweimal 152 Watt pro Kanal an 8-Ohm-Lasten und über 350 Watt pro Stereokanal bei 4-Ohm-Lasten sind durchaus nennenswerte Daten. Dabei steigt der gemessene Klirrfaktor im Normalbetrieb kaum über 0,004 %, auch liegt das Eigenrauschen mit -88 dBr(A) auf erfreulich geringem Niveau. Tatsächlich macht sich die Trennung von Vor- und Endstufe im Labor durchaus positiv bemerkbar, denn mit einer Kanaltrennung von rund 80 dBr (A) ist die Mitchell & Johnson-Kombi weit entfernt von jedweder Kritik. Dass die Messwerte sowohl für den MM- als auch für den MC-Eingang sehr gut ausfallen, bestätigt den durchweg positiven Eindruck der getesteten Kombination. Der Hörtest gestaltet sich ebenfalls überaus erfreulich, denn sowohl an kleinen Regallautsprechern als auch an komplexen Vier- Wege-Standsystemen macht die Mitchell & Johnson-Kombi richtig viel Spaß. Ihre offensichtlich intelligent designte Endstufenschaltung liefert pure Power unter allen erdenklichen Bedingungen, selbst Lautsprecher mit bekannt verstärkerkritischen, weil sehr aufwendigen Frequenzweichen befeuert die 800er unbeeindruckt mit Kraft und Dynamik. Satte Bassgitarren- Impulse vom „geslapten“ Jazzbass eines Marcus Miller steckt die Endstufe selbst bei hohen Lautstärken locker weg und liefert ungebremste Dynamik, fast so wie bei einem Livekonzert. Natürlich sollten die angeschlossenen Lautsprecher durchaus in der Lage sein, diese Power der Mitchell & Johnson zu verarbeiten, denn die Kombi aus Vorstufe S800 und Endverstärker S815 scheint in Sachen Dynamik kaum Grenzen zu finden. Allerdings: Etwas warm werden die großen Kühlrippen der S815 dabei schon; kein Grund zur Sorge, aber ein wenig Platz um die Kombi herum zwecks Wärmeabfuhr wäre sicher angemessen. Apropos Dynamik: Selbstverständlich versteht sich die 800er-Kombi auch perfekt auf leise Töne und feine Klangfarben, verliert dabei allerdings niemals ihre ureigene Spielfreude und stellt in Sachen Räumlichkeit und Feindynamik auch besonders anspruchsvolle Musikliebhaber absolut zufrieden.

Fazit

Mit einer top ausgestatteten Vorstufe und einer leistungsfähigen Endstufe qualifiziert sich die Michell & Johnson 800 Series als Herz einer analogen und gleichzeitig Digitalquellen zugewandten Anlage

Preis: um 3300 Euro

Mitchell & Johnson 800 Series

11/2018 - Michael Voigt

Ausstattung & technische Daten 
Preis: 3.300 Euro 
Vertrieb: Friends of Music, Roßdorf 
Telefon: 06071 737475 
Internet: www.f-o-m.eu 
Garantie: 2 Jahre 
B x H x T: S800: 440 x 110 x 306 mm S815: 440 x 110 x 306 mm 
Gewicht: 5,6 kg / 14,8 kg 
Unterm Strich ... Mit einer top ausgestatteten Vorstufe und einer leistungsfähigen Endstufe qualifiziert sich die Michell & Johnson 800 Series als Herz einer analogen und gleichzeitig Digitalquellen zugewandten Anlage 
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Dipl.-Ing. Michael Voigt
Autor Dipl.-Ing. Michael Voigt
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Datum 01.11.2018, 15:01 Uhr
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Topthema: Philips 65OLED936
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