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BLACK IS BEAUTIFUL! Kleines 7.1.4-Kino mit exzellenter Bild- und Tonqualität

Ratgeber BLACK IS BEAUTIFUL! Kleines 7.1.4-Kino mit exzellenter Bild- und Tonqualität - News, Bild 1
01.02.2024 11:34 Uhr von Redaktion hifitest

Auf gerade einmal 11 m² erfüllt sich HEIMKINO-Leser Sebastian den Traum vom eigenen Lichtspielhaus. Den Mini-Saal wollte er ganz puristisch in Schwarz halten, um die bestmögliche Bildqualität zu erzielen. Ob das Vorhaben gelungen ist und wie das Soundsystem klingt, verraten wir in diesem Bericht.

Bereits in der HEIMKINO 5/2023 haben wir über ein Leserkino (Forrest Cinema) in Buchholz berichtet, das lediglich 10 m² groß ist und überaus erwachsen wirkt. Von der Technik ist in diesem Kino kaum etwas zu sehen. Lediglich den Projektor konnten wir im Raum ausmachen. Selbst die Lautsprecher waren hinter Akustikstoff-Elementen gut versteckt, und ein farbenfrohes Lichtszenario empfing die Zuschauer. HEIMKINO-Leser Sebastian verfolgt ein komplett gegenläufiges Konzept, das unsere Neugierde weckt. Also machen wir uns auf den Weg nach Hessen, um uns diese kleine schwarze Kinoperle anzuschauen. Überpünktlich erreichen wir unser Ziel bei Frankfurt und genießen zunächst ein Heißgetränk in einem kleinen Café, das sich neben dem Bahnhof befindet. Von hier holt uns Sebastian ab. Nach einem kurzen Zwischenstopp im Hotel, wo wir schnell einchecken und unser Gepäck lassen, geht es weiter zum kleinen Filmpalast. Unsere Vorfreude steigt mit jeder Minute. Bereits im Auto erzählt unser gut gelaunter Gastgeber, wie er zum Thema Heimkino gekommen ist. „Die Entwicklung ist nicht immer ganz geradlinig verlaufen“, sagt Sebastian, während er das Fahrzeug sicher durch die kurvenreiche Landstraße lenkt. „Das ist schon mein zweites Kellerkino, das ich baue. Das erste war größer mit 30 m² und in einem anderen Haus.“ Seine Vorliebe für den Klang von Bowers & Wilkins hatte er aber schon damals, denn auch in seinem ersten Kino waren Lautsprecher des englischen Herstellers integriert.

Familienkino mit Sternenstaub

Als wir unser Ziel erreichen, geht es ohne Umweg in die heiligen Hallen. Was wir zu sehen bekommen, verblüfft auch den Autoren dieser Zeilen nachhaltig. Das kleine Lichtspielhaus ist lediglich 3,70 m lang und 3,10 m breit. Trotz der geringen Maße wirkt das Kino gemütlich.

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Drei Personen finden bequeme Sitzmöglichkeiten vor, die einen freien Blick auf die Leinwand gewähren. Der Clou: Die Mittellehne des Zweisitzers lässt sich herausnehmen, so dass daraus ein bequemer „Love-Chair“ wird. Das ist übrigens die offizielle Bezeichnung für Doppelsitze im Kino. Unter der Decke sind vier LED-Strahler aus der Serie von Philips Hue verbaut. Diese reichen aus, um das Kino rudimentär zu beleuchten. Auf die Wände ist schwarzer Baumwollputz aufgetragen. „Dieser ist akustisch bereits wirksam“, sagt Sebastian. „Er nimmt zwar im Hochton etwas zu viel weg und im Bass zu wenig, aber er sieht schick aus und macht den Raum wohnlich.“ Überdies hat unser Gastgeber darin noch reflektierende Pigmente eingefügt, die aussehen wie Sternenstaub. Da die ganze Familie beruflich stark eingespannt ist, verbringt unser Gastgeber einen Großteil der Zeit alleine im Kino. Er kommt vielfach erst am späten Abend dazu, einen Film zu schauen. Gemeinsam mit der Familie geht der Filmliebhaber daher am Wochenende ins eigene Lichtspielhaus. Die Kinder sitzen meistens auf dem Doppelsitzer. „Ich rücke dann zur Seite.“ Ihm ist es wichtig, dass die Kinder den Mehrwert eines eigenen Kinos erleben dürfen. Gewöhnlich stehen Filme oder Serienfolgen von Disney auf dem Programm. Mit einzelnen Freunden verabredet sich der Filmliebhaber ebenfalls eher am Wochenende, um gemeinsam in sein Kino zu gehen. „Dann darf der Besuch auch auf dem Referenzplatz sitzen“, lacht Sebastian.

Akustische Maßnahmen

Eine gute Akustik in einem kleinen Raum mit schallharten Wänden zu erhalten, ist nicht so einfach. „Am Anfang habe ich hier schon sehr stark überdämpft“, sagt Sebastian. „Wir hatten hier zunächst einen Teppich, der mittlerweile entfernt wurde. Jetzt habe ich einen Design-Belag auf dem Boden und bin auch von den Absorbern eher weggegangen.“ Stattdessen wurden mehr Diffusoren verbaut, die fast die gesamte Raumlänge einnehmen. Hierbei handelt es sich um verschiedene Elemente, die in unterschiedlichen Frequenzbereichen wirken. „Das sind Binär- Diffusoren, also so eine Art Lochplatte“, erklärt Sebastian. „Diese haben zwei Funktionen gleichzeitig. Auf der einen Seite sollen sie in Teilen absorbieren, und durch die Löcher in der Platte auch eine Diffusionswirkung haben.“ Um die Wirkung zu verifizieren hat unser Gastgeber Messungen durchgeführt. Das Ergebnis fiel wie erwartet aus: Die Erstreflexion der Front-lautsprecher wird etwas reduziert. „Und optisch gefällt es mir auch besser, wenn die Seite in sich geschlossen ist.“ Die großen Eckabsorber sind geblieben im akustischen Gesamtkonzept. Nicht minder beeindruckend ist die Eingangstür hinten rechts. „Die dicken Absorber an der Tür sorgen für die gewünschte Symmetrie im Raum“, sagt Sebastian. „Natürlich habe ich damit auch den Bass noch besser in den Griff bekommen und die Nachhallzeit optimieren können.“

Leinwand

Für das gute Bild hat Sebastian eine Stewart Studiotek 130 verbaut, die 2,26 m breit ist. Der große Vorteil dieser 16:9-Leinwand liegt darin, dass sie das auftreffende Licht rund 30 Prozent heller reflektiert als es auftrifft. Dies geschieht mit Hilfe einer speziellen lichtverstärkenden Beschichtung, die von Stewart schon während der Produktion auf das Vinyl-Tuch aufgetragen wird, und leichter Lichtbündelung. „Die Leinwand ist motorisch maskierbar“, erklärt Sebastian, damit jedes Bildformat sauber rundherum abgegrenzt ist. Dadurch steigert nicht nur der Kontrasteindruck, es wird überdies zusätzliches Streulicht wirkungsvoll unterbunden, weil das Restlicht der schwarzen Letterboxbalken komplett vom Kasch aufgenommen wird – und damit den Raum nicht zusätzlich aufzuhellen vermag. „Es war eine Maßarbeit, die Stewart hier einzubauen“, erklärt Sebastian, „damit der Projektor die Unterkante der Leinwand vollständig beleuchten kann, ohne dass das Licht den Hochtöner vom Center anstrahlt, der sich unmittelbar davor befindet.“

Lautsprechermischung

Der Centerlautsprecher steht auf einem kleinen Bord und ist so angewinkelt, dass die Chassis gezielt in Richtung Ohrhöhe abstrahlen. Auf diese Weise werden Reflektionen vom Fußboden verringert und der Direktschall zum Zuschauer nimmt hörbar zu. Links und rechts neben der Leinwand stehen B&W 804D3, die ebenfalls zum Referenzplatz eingedreht sind. Zuvor wurde der optimale Platz für die Stereolautsprecher ermittelt, in dem Sebastian mit Abstand und Winkel experimentiert hat. Als Rear-Speaker sind Magnat THX-Lautsprecher ob ihrer Pegelfestigkeit verbaut. Darüber hinaus bevorzugt unser gutgelaunter Gastgeber Dipole neben den Sitzplätzen, weil der Abstand relativ gering ist. Für die Deckenlautsprecher griff er wieder zu B&W, präziser zu deren Einbaulautsprechern. „Die hätten gerne etwas größer sein dürfen, aber ich habe nur 14 Zentimeter Platz nach oben“, erklärt Sebastian. „Da brauchte ich Lautsprecher, die passen.“ Das bedeutet: Unser Gastgeber ist etwa 1,84 m groß, da will er unter den Deckenlautsprechern hindurchlaufen können, ohne dagegen zu stoßen. Er sagt: „Deshalb durften es keine aufgesetzten Lautsprecher sein. Die Chassis mussten in die abgehängte Decke rein, und das funktioniert so für mich sehr gut.“ Für die gute Bassperformance sorgen gleich vier Subwoofer von Dayton Audio. Die Gehäuse hat Sebastian im Selbstbau hergestellt und schwarz lackiert. Befeuert werden Lautsprecher und Subwoofer von leistungsstarken Endstufen von Emotiva, Rotel und Synq Audio. Für die Klangaufbereitung ist die Vorstufe Trinnov Altitude 16 zuständig. Das Lautsprechersetup ist nach Dolby-Atmos-Vorgaben verbaut. Sebastian sagt: „Ein Auro-3D-Setup kam für mich nicht infrage, weil der Raum nicht hoch genug ist, um Auro vernünftig umzusetzen.“

Vorführraum für Projektor und AV-Technik

Abgetrennt vom Kino befindet sich ein Vorführraum, in dem eine echte Rarität steht: Der Projektor JVC DLA-25LTDE. Das ist im Grunde ein selektierter DLA-NZ9 in der 25-Jahres-Edition von JVC, von dem es in Europa nur wenige Geräte gibt. Den Projektor zeichnet aus, dass er noch heller und kontrastreicher ist als das Toppmodell NZ9. Im Technikraum kann der 4K-Laser-Projektor mit voller Lichtleistung laufen, ohne dass im kleinen Kinosaal etwas von ihm zu hören ist. „Der Projektor läuft komplett nativ“, sagt Sebastian. „Sämtliche Bildverbesserungen führt vorab der Envy Videoprozessor durch. Dieser übernimmt das dynamische Tone Mapping, Schärferegelungen und die digitale Ausrichtung an die Leinwand.“ Verstärker, Endstufen und sämtliche Zuspieler befinden sich in einem Serverschrank neben dem Beamer. Damit bleibt auch die Abwärme dieser Geräte draußen.

Film ab

Der schönste Teil eines jeden Leserkino-Besuches ist die audiovisuelle Demonstration. Sebastian setzt sich nach ganz links und überlässt uns den Referenzplatz. Wir rutschen tief in die bequemen Sessel. Unser Gastgeber schaltet das Licht der vier LED-Spots in der Decke mit einem kleinen Philips-Hue-Puck aus. Wir entscheiden uns für den Spielfilm „Top Gun: Maverick“. Bereits das abgrundtiefe Schwarz des Projektors begeistert. Wenn die Sterne des Paramount-Logos aus dem Weltraum herunterkommen und anschließend über den See fliegen, leuchten diese überaus kon-trastreich. So einen Kontrast, den der JVC-Projektor auf die Leinwand hämmert, haben wir zuvor noch von keinem anderen Heimkinoprojektor zu Gesicht bekommen. Als Maverick zum Testflug startet, leuchten die Begrenzungsleuchten der Startbahn gleißend hell vor knackschwarzem Hintergrund. Trotzdem wird keinerlei Zeichnung von feinen Details verschluckt. Die rote Mach-10-Anzeige im Cockpit schöpft das volle Spektrum des DCI-P3-Farbraums aus. Die Zahl wird so plastisch reproduziert, dass sie fast vor der Leinwand im Raum zu schweben scheint. Die Explosion des Flugzeuges am Nachthimmel erreicht die Abbildungsqualität eines sehr guten OLED-TVs. Großartig, so etwas auf einer Leinwand erleben zu können. Der Sound steht dem herausragenden Bild nicht nach. Als beim unerlaubten Start das Flugzeug über Admiral Cane hinweg fliegt, wähnen wir uns mitten auf der Startbahn. Wir spüren sogar einen heftigen Tritt im Rücken, verursacht von den hinteren Subwoofer. Als die Nachbrenner der Flugzeuge im finalen Gefecht zünden, donnern die Flieger punktgenau zum Geschehen um uns herum, und wir spüren den Bass auf Brust und Magen. Es folgen weitere Ausschnitte von Filmen, welche die großartige audiovisuelle Performance dieses Kinos offenbaren. Was für ein Erlebnis, das leider viel zu früh zu Ende geht. Spätabends bringt uns Sebastian noch zurück ins Hotel. Auf der Rückfahrt dorthin sind wir hellwach, voll „on Fire“ ob der audiovisuellen Performance dieses großartigen Lichtspielhauses.

Fazit

HEIMKINO-Leser Sebastian hat sich auf 11 m² den Traum vom eigenen Lichtspielhaus erfüllt. Der Mini-Saal ist konsequent in Schwarz gehalten und bietet nicht nur die bestmögliche Bildqualität, sondern eine Klangperformance der Sonderklasse, an der sich auch Familie und Freunde regelmäßig erfreuen.

Ausstattung:

  • Größe: 3,70 m lang x 3,10 m breit x 2,00 m hoch
  • Projektor: JVC DLA-NZ 9 – 25 Jahre Edition
  • Leinwand: Stewart Studiotek 130V3 in 2,26 m Breite
  • AV-Vorstufe: Trinnov Altitude 16
  • Endstufen: Emotiva XPA 9 für Surround, Rotel 1582 für Stereo, Synq Audio SE-1800 für Subwoofer
  • Media-Player: Zappiti Reference
  • Disc-Player: Sony X800
  • Lautsprecher Front: 2 x Bowers & Wilkins 804D3
  • Lautsprecher Center: 1 x Bowers & Wilkins HTM2 D3
  • Surround: 2 x Magnat Cinema Ultra 200-THX
  • Back-Surround: 2 x Magnat Cinema LCR 100-THX
  • Deckenlautsprecher: 4 x Bowers & Wilkins 682
  • Subwoofer: 4 x Selbstbau Dayton Audio RSS390 HF-4
  • Kabel: Diverse – Lautsprecher Goldkabel
  • Sonstiges: Envy Extreme Mark 1
  • Sessel: Zinea Emperor

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Autor Redaktion hifitest
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Datum 01.02.2024, 11:34 Uhr