Kategorie: AV-Verstärker

Einzeltest: Yamaha DSP-Z11


Raumschiff Z11

AV-Verstärker Yamaha DSP-Z11 im Test, Bild 1
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„Computerlogbuch der Enterprise, Captain Picard, Sternzeit 48632,4. Doctor Crusher hat mich informiert, dass Datas Emotionschip mit seinem Neuralnetz verschmolzen ist und nicht entfernt werden kann.“ Ob Data schon das Eintreffen des neuen Super-Raumschiffs von Yamaha erlebt hat?

Jedenfalls könnte es durch eine Verschiebung des Raum-Zeit- Kontinuums bereits damals der Fall gewesen sein. Wir befinden uns jedoch im Jahr 2008 und erleben livehaftig den Auftritt des neuen AV-Boliden DSP-Z11. Bereits die bloße Ansicht der Front vermittelt Souveränitat und Eleganz: Zwei große Regler, drei runde Tasten und ein großes Gerätedisplay, unter dem sich eine ebenso breite Klappe befindet. Das Gehäuse selbst ist sehr massiv und solide ausgeführt; auch das Deckblech ist absolut ruhig beim beliebten (aber natürlich scherzhaften) „Wie-klingt-er-denn-Klopftest“.

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Ausstattung

Hinter der Frontklappe erwartet uns die ersten Überraschung: Neben den üblichen AV-Anschlüssen und einer USB Buchse gibt es dort einen HDMI-Eingang! Ideal also für den schnellen Anschluss einer Spielkonsole, um rasch mal eine kleine Rally mit Riesenbild auf der Leinwand zu fahren. Die Anschlussseite des Z11 versetzt den Betrachter ebenfalls in Staunen: 13 Lautsprecher-Anschlussterminals, vier HDMI-Eingänge, zwei wahlweise nutzbare HDMI-Ausgänge, Netzwerk- und USB-Anschluss sowie eine Vielzahl an analogen und digitalen Anschlussbuchsen ziehen die Mundwinkel automatisch nach oben. Zur Einbindung in eine komfortable Heimkino-Steuerung fi nden sich außerdem diverse Trigger- und Infrarotrepeater-Anschlüsse; unabhängig von der Hauptzone lassen sich drei weitere Zonen beschallen. Sogar ein hochwertiger YUV-Ausgang inklusive Videokonvertierungsfunktion für erstklassigen Bildgenuss und ein elektrischer Digitalausgang stehen für eine weitere Zone zur Verfügung. Ein iPod-Dockingstation-Anschluss und zwei YUV-Ausgänge runden die Vielfalt des Z11ab. „Wird das ein Lautsprechervergleichstest?“, so die Frage eines Kollegen nach Anschluss des Verstärkers an 11 Lautsprecher und zwei Subwoofer vor dem Test der neuen Cinema-DSP-HD-Funktion. Blicken wir kurz zurück: Bereits seit langer Zeit gibt es bei vielen Yamaha-AV-Verstärkern spezielle „Presence-Lautsprecherausgänge“ für zwei weitere Boxen im Frontbereich.

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Durch Zuschaltung eines der Cinema-DSP-Programme wurden für diese Ausgänge weitere Soundeffekte generiert und boten noch mehr Räumlichkeit und Klangereignisse zum Filmgeschehen. Mit Entwicklung der leistungsfähigen „Quad Cinema DSP Engine“, die sogar die Dekodierung von 192-kHZ-Signalen in verlustfreier Qualität ermöglicht, können nun auch im rückwärtigen Bereich Soundeffekte über zwei weitere Lautsprecher für eine erweiterte Raumerfahrung sorgen. Somit kann ein „normales“ 7.1-Heimkino auf 11 Lautsprecher aufgestockt werden. Über einen zweiten Subwooferausgang lässt sich zudem eine weitere aktive Bassunterstützung wahlweise im Front- oder Rearbereich anschließen und einrichten. Die zusätzlichen Lautsprecher sollten möglichst hoch aufgestellt werden. Eine prima Alternative dazu sind im Rearbereich Deckenlautsprecher.

Setup und Bedienung

Die vielfältigen Einstellmöglichkeiten lassen sich über ein komfortabel gestaltetes, deutschsprachiges GUI-Bildschirmmenü oder per PC über den integrierten Webbrowser justieren. Über die Endstufenzuordnung können auch die extravagantesten Wünsche realisiert werden. Die hauseigene und bewährte Einmessfunktion Advanced-YPAO wurde dazu natürlich auch angepasst und misst im Bedarfsfall 13 Lautsprecher inklusive Entzerrung durch einen parametrischen Equalizer und weitestgehende Eliminierung von stehenden Wellen auf bis zu acht Hörpositionen ein. Mit der speziellen Mikrofonhalterung kann zudem eine korrekte Winkelmessung am Hörplatz für die perfekte „Klangausleuchtung“ im DSP-Betrieb durchgeführt werden. Die zahlreichen DSP-Programme lassen sich individuell auf den Hörraum einrichten und bieten eine große Spielwiese zum Erreichen einer perfekten Raumsimulation. Mit dem 7-bandigen parametrischen Equalizer lässt sich der Klang sehr genau auf den eigenen Hörgeschmack einstellen. Zahlreiche Einstellmöglichkeiten finden sich auch im Videosetup. Hier lässt sich der aktive HDMI-Ausgang im Standby-Betrieb auswählen, die Videokonvertierungsfunktion (auf analoger Ebene oder auf HDMI) einrichten und die De-Interlacing-/Skalierungsfunktionen (bis 1080p) einstellen. Zur Bedienung aus der Ferne gehören zwei Handsender zum Lieferumfang. Die Hauptfernbedienung ist Yamaha-typisch sehr ergonomisch gestaltet, im oberen Teil automatisch durch einen Bewegungssensor beleuchtet und lernfähig. Lediglich das untere Tastenfeld gibt Anlass zur Kritik, da es nicht beleuchtet ist und u.a. die Funktionsauswahl der DSP-Programme im abgedunkelten Raum erschwert. Die kleinere, flache Fernbedienung dient zur Steuerung des Verstärkers aus einer anderen Hörzone, vorausgesetzt, dass ein externer Infrarotrepeater angeschlossen ist. Praktisch sind die vier Memory-Tasten auf den Fernbedienungen, über die einfach per Knopfdruck die im Setup voreingestellten und gespeicherten Einstellungen (Videoanschluss, Lautsprecherkonfiguration, Lautstärke, DSP-Programm und weitere Optionen) aufgerufen werden können.

Klang

Das Raumschiff live in Aktion zu erleben, ist schon etwas besonderes und könnte Captain Picards Logbucheintrag bestätigen. Umgeben von Klängen und Soundeffekten aus allen Richtungen lassen Filmszenen aus „Ratatouille“ oder „Hairspray“ den Emotionschip wirklich mit dem Neuralnetz verschmelzen. Rasanter als eine Achterbahnfahrt geht es im 11.2-Betrieb bei „Casino Royale“ zu, bei dem man glaubt, wirklich von der Ladung des Baggers verschüttet zu werden. Der DSP Z11 kann sich aber auch hoch musikalisch präsentieren. Zum Beispiel im Mehrkanalbetrieb des Musikvideos von Diana Krall „Live in Paris“ oder „Sing Along“ der Blue-Man-Group in dts. Wuchtig und souverän vermag er dynamische Musikstücke wie „Person to Person“ der Average White Band oder „Zoot Suit Riot“ der Cherry Poppin ´ Daddies vorzutragen, gleichwohl aber auch zart und feinfühlig wie „Snowbound“ von Donald Fagen auf „Kamikiriad“

Fazit

Unsere Empfehlung: Lassen Sie es sich nicht entgehen, wenn Sie den Z11 einmal irgendwo im 11.2-Betrieb erleben können. Aber auch für den „normalen“ Heimkinofan mit Anspruch ist er natürlich eine absolute Empfehlung. Sein hervorragender und souveräner Klang, seine zahlreichen Features und die erstklassige Verarbeitung entschädigen für jeden Cent der nicht unerheblichen Investition. Und wer weiß, vielleicht wird demnächst ein weiterer Logbucheintrag über Ihren Emotionschip fällig …

Preis: um 5500 Euro

AV-Verstärker

Yamaha DSP-Z11

Referenzklasse


09/2009 - Heinz Köhler

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Heinz Köhler
Autor Heinz Köhler
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Datum 06.09.2009, 17:06 Uhr
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Topthema: Philips 65OLED936
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