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Kategorie: AV-Verstärker

Einzeltest: Denon AVC-A1HD


Big Boy

AV-Verstärker Denon AVC-A1HD im Test, Bild 1
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Nach rund drei Jahren gibt es ein neues Verstärker-Spitzenmodell von Denon: den AVC-A1HD. HEIMKINO stellt Ihnen das bis an den Rand mit Technik gespickte AV-Flaggschiff gern einmal näher vor.

Wir erinnern uns an die HEIMKINO-Ausgabe 3/2005: Im Test der AVC-A1XV, der neue Referenz-Verstärker aus dem Hause Denon, der bereits durch seine Abmessungen alles in den Schatten stellte. Ausgerüstet mit 10 frei konfigurierbaren Endstufen und einer superben Ausstattungsvielfalt. Doch der „Big Block“ hatte auch seine Nachteile, denn kaum jemand konnte dieses rund 6.000 Euro teure, zum Verstecken zu schöne Gerät in seinem Heimkino unterbringen und sein Endstufenangebot vollständig ausreizen. Sein Nachfolger, der AVC-A1HD ähnelt zumindest durch die moderateren Proportionen und das Konzept eher dem kleineren Bruder, dem AVC-A11 (Test in Ausgabe 11/2005), der bis heute als Referenzgerät bei HEIMKINO seinen Dienst verrichtet.

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Das Design ist natürlich der aktuellen Denon-Range angepasst. Lediglich die Farbe „Premium Silber“, ein warmer Silberton, ist eigenständiges Merkmal der Denon-Topgeräte.

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Ausstattung

Neben der „klassischen“ analogen und digitalen Anschlussvielfalt bietet der AVC-A1HD einige besondere Anschlüsse: Sechs HDMI-Eingänge, zwei HDMI-Ausgänge, die gleichzeitig zum Einsatz kommen können, Netzwerkanschlüsse per Kabel und per WLAN, USB-Anschlüsse front- und rückseitig, sowie YUV-Anschlüsse in Cinch- und BNC-Ausführung. Für eine komfortable Heimkinosteuerung gibt es außerdem vier Triggerausgänge, zwei RS-232-Schnittstellen (zum Beispiel zum Anschluss der optional erhältlichen bi- direktionalen Fernbedienung und gleichzeitiger Anbindung an eine Crestron-Mediensteuerung), sowie Audio-und Videobuchsen für weitere Hörzonen. Letztere sogar mit YUV und digitalen Audioausgängen. Die sieben Endstufen sind frei konfigurierbar und ermöglichen auch eine Bi-Amping-Ansteuerung der Frontlautsprecher im Stereobetrieb. Sensationell ist auch seine Vorverstärker- Ausgangssektion. Hierüber lassen sich externe Endstufen für neun Kanäle und drei Subwoofer ansteuern! Im Inneren erwartet uns Hightech pur: In mehreren Ebenen und separierten Sektionen sind die Bauteile mit möglichst kurzen Signalverbindungen untergebracht. Hochmoderne 6-Layer-Boards, also sechs Platinen in einer, kommen für Video- und Audioprocessing zum Einsatz. Insgesamt versorgen neun Transformatoren die einzelnen Sektionen mit dem benötigten Strom. Der mächtige, mittig angeordnete Ringkerntrafo kann sich somit allein auf die Versorgung der Endstufen „konzentrieren“. 66.000-μF-Kondensatoren sorgen für Stabilität des Netzteils. Drei SHARC 32-Bit-DSPs zeichnen separat für die Tondekodierung, Bassmanagement und Post Processing sowie für das THX-Ultra2-Processing verantwortlich; feinster „Wandlerstoff“, PCM1804 und 6 x PCM1796 aus dem Hause Burr Brown übernimmt die Analog/Digital- und Digital/Analog-Wandlung.

Videoverarbeitung

Das Videoboard ist ein weiterer Leckerbissen: Herzstück ist der REALTA T2-400 von Silicon Optix mit 10-bit-De-Interlacing und 10-bit-Scaling bis 1080p. Sämtliche analogen Videosignale lassen sich auf- und abwärts konvertieren und über HDMI ausgeben. Das Ganze inklusive justierbarer Konturenschärfung und Rauschunterdrückung. Die beiden HDMI-Ausgänge lassen sich wie eingangs bereits erwähnt, parallel betreiben. Allein dies ist schon ein herausragendes Feature des AVC-A1HD und funktioniert einwandfrei und bei Bedarf in voller Auflösung bis 1080p.

Weitere Highlights

Über die HDMI-1.3-Schnittstellen sind außerdem weitere Funktionen, wie Auto Lipsync, Deep Colour (30 und 36 bit) und CEC-Steuerung möglich. Die automatische Einmessung auf bis zu acht Hörplätze, neun Kanäle und mit bis zu drei Subwoofern übernimmt das bewährte Audyssey MultEQ-XT, das durch den „Audyssey Dynamic EQ“ noch weiter ergänzt wurde. Diese Funktion ist zu jedem Audyssey- Modus (Audyssey, Flat, Bypass Front) zuschaltbar und liefert eine Echtzeit-Frequenzgangkorrektur mit natürlichem Klang und kräftigem Bass. „Audyssey Dynamic EQ“ ist vergleichbar mit THX Loudness Plus, das auch seit geraumer Zeit auf dem Markt ist. Last but not least sei das hervorragend gemachte und mehrsprachige GUI-Menü erwähnt, über das der AV-A1HD komfortabel eingerichtet werden kann. Dies natürlich auch über HDMI. Zum Lieferumfang gehören zwei ausgewachsene Fernbedienungen. Die Hauptfernbedienung mit EL-Touchpanel ist lernfähig und hat selbstleuchtende „Hardkeys“, über die selbst im abgedunkelten Heimkinobetrieb eine zielsichere Steuerung sämtlicher Komponenten gewährleistet ist. Der zweite Infrarotgeber dient zur Steuerung des Verstärkers aus einer weiteren Hörzone.

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Multimedia

Per Netzwerkverkabelung oder WLAN kann der DLNA- und Wi-Fizertifizierte AVC-A1HD vom PC zugespielte Musikdateien (MP3, WMA, AAC, FLAC, WMA Lossless) oder Bilder im JPEG-Format wiedergeben. Zudem lässt er sich dank integriertem Webserver über den PC konfi gurieren und steuern (Web Setup und Web Control). Über LAN oder WLAN lässt sich außerdem Musik von Internetradiostationen wiedergeben; eine entsprechende Anbindung per DSL-Anschluss natürlich vorausgesetzt. Über die USB-Anschlüsse für Sticks, Festplatten (FAT16 oder FAT32) und Player können ebenfalls Musik und Bilder wiedergeben werden. Auch hierbei können MP3-, WMA-, AAC-, FLAC- und JPEG-Formate verwendet werden. Bei Bedarf kann der dreistufige „Compressed Audio Restorer“ zugeschaltet werden und die bei der Komprimierung der Musik verlorengegangenen Daten wieder hinzufügen. Während der Musikwiedergabe kann zudem parallel eine Bildwiedergabe erfolgen. Selbstverständlich lässt sich auch ein iPod anschließen und über die Receiver-Fernbedienung steuern. Hierzu wird die optional bestellbare Dockingstation ASD-1R aus dem Hause Denon benötigt.

Besonderheiten im Setup

Wer sich ausführlich im Menü umschaut, wird einige spezielle Einstellmöglichkeiten beim AVC-A1HD entdecken. So zum Beispiel unter „Wandlereinstellung“: Hierüber lassen sich, unabhängig von der eingestellten LFE-Trennfrequenz, die Trennfrequenz und der Pegel für einen an LFE 3 angeschlossenen Bodyshaker justieren. Unter „Bildeinstellungen“ finden sich die Einstellmöglichkeiten zur Konturenschärfung und Rauschunterdrückung, bei denen sinnvollerweise auch das Filmbild eingeblendet wird. Nicht zu vergessen sind auch praktische Features wie Quellenumbenennung, Pegelanpassung der unterschiedlichen Quellen oder das Ausblenden nicht benötigter Quellen.

Bild und Ton

Der Realta-Chip leistet hervorragende Arbeit und bereitet die ankommenden Signale in feinster Qualität auf. Filmszenen aus „Night At The Museum“ oder „X-Men: The Last Stand“ auf einer 3 Meter breiten Leinwand über den A1HD zu erleben, ist wirklich schon richtig großes Kino. In Verbindung mit der enormen Antriebskraft seiner Endstufen kann man dieses sogar richtig beben lassen. Erstklassig war sein „Vortrag“ von „Rush Hour 3“, bei dem er die zahlreichen actiongeladenen Szenen miterleben und mitfühlen ließ. Seine mehrkanalige Musikalität konnte er bei „Daybreak“ von Chieli Minucci und dem schrill-bunten „Hairspray“ in dts-HD Master Audio 7.1 eindrucksvoll unter Beweis stellen. Super sauber und klar ist auch seine Wiedergabe von zweikanaliger Musik. In Verbindung mit großen Standboxen verführt der A1HD dazu, eine Lieblingsscheibe nach der anderen einzulegen und den Zuhörer durch präzise, straffe Bässe und feinste Hochtonauflösung zu verwöhnen. Selbst anspruchsvollste Musikfans wird der AVC-A1HD sicherlich voll überzeugen. Seine flexibel einsetzbaren Endstufen sind dabei natürlich auch von Vorteil, um einen guten Hauptlautsprecher gleich mit mehreren Endstufen zu befeuern.

Fazit

Der AVC-A1HD tritt würdig in die Fußstapfen seines Vorgängers und überzeugt durch beste Wiedergabe von Bild und Ton, eine einfache Bedienbarkeit und grandiose Ausstattungsvielfalt. Der neue „Big Boy“ aus dem Hause Denon zeigt, was heute bei AV-Verstärkern möglich ist. Gratulation nach Japan!

Preis: um 5500 Euro

AV-Verstärker

Denon AVC-A1HD

Referenzklasse


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