Kategorie: Beamer

Einzeltest: BenQ W1090


Neuer Dauerbrenner

Beamer BenQ W1090 im Test, Bild 1
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Der Dauerbrenner W1070 ist nun schon etwas in die Jahre gekommen, einige Zeit nach der Wireless-Erweiterung mit dem W1070+ schien für BenQ dann doch der Moment gekommen, einen würdigen Nachfolger an den Start zu bringen. Ich war einigermaßen gespannt, ob es BenQ gelungen ist, hier nach dem Motto „das Bessere ist der Feind des Guten“, beim W1090 noch einmal nachzulegen, schließlich hat der Vorgänger die Messlatte schon reichlich hoch gelegt, was nicht zuletzt seine lange Marktpräsenz begründet.

Ganz offensichtlich renoviert wurde auf jeden Fall das Gehäuse; der Luftstrom zur Kühlung verläuft nun quer zur Optik, damit wandert die auffällige Lüfter-Öffnung von der Front zu den Seiten. Das Gehäuse sieht damit viel gefälliger aus und steigt damit optisch in die Fußstapfen der W2000- und W3000-Serie. Der Beamer ist so viel besser fürs Wohnzimmer geeignet, zumindest kann Mann gegenüber der Partnerin nun mit Fug und Recht genau so argumentieren. 

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Ausstattung und Audio


Auch innen hat sich mehr getan als nur die Modifikation des kühlenden Luftstromes; auf dem Papier ist der W1090 mit einer schwächeren Lampe ausgestattet, soll aber mit 2000 Lumen die gleiche Lichtaus beute bringen wie der W1070. Ob er das schafft, werden wir später noch sehen. Dank einer MHL-kompatiblen HDMI-Schnittstelle bandelt der Beamer jetzt auch mit Smartphone und Tablet an, mit dem optionalen Wireless- FHD-Kit sogar kabellos und in Full-HD. Beim Aufstellen im Testlabor fiel mir allerdings sogleich der fehlende manuelle Lensshift auf, vermisst habe ich ihn nicht wirklich, der BenQ macht die Trapezkorrektur automatisch, und das sehr effektiv. Dies ist eines der Features, die den W1090 für den gelegentlichen Wechsel des Einsatzortes prädestinieren, so kann man den Beamer mal eben mit zum Nachbarn nehmen, oder zum Rudelgucken ins Clubhaus des Sportvereins. Hierfür spricht auch das Sport- Preset, das sich neuerdings in vielen BenQ-Beamern um die 1.000 Euro findet. Die Farben werden knackiger, allerdings ohne Garantie für normgerechte Farbreproduktion projiziert, außerdem wird das Bild insgesamt kontrastreicher. So lassen sich die Trikot-Farben auf dem Fußballfeld besser voneinander unterscheiden, und auch der Rasen zeigt immer ein sattes Grün.

Beamer BenQ W1090 im Test, Bild 2Beamer BenQ W1090 im Test, Bild 3Beamer BenQ W1090 im Test, Bild 4Beamer BenQ W1090 im Test, Bild 5
Neu ist, dass sich diese Einstellung auch auf den Sound des internen Lautsprechers auswirkt; optimiert für Sprachverständlichkeit, sind die Sportkommentatoren nun auch während des Tumultes in der Sportlerklause gut zu verstehen. Überhaupt hat man bei BenQ mit der Cinema- Master-Audio+-Schaltung gerade beim Ton nochmal richtig Gas gegeben. Dank der Unterstützung des eingebauten Soundprozessors lassen sich im nun recht üppigen Audio-Menü diverse Ton-Prests auswählen. Neben dem Standard-, Kino-, Musik-, Spiel- und Sportmodus kann auch ein User-Preset ausgewählt werden, in welchem Sie mit einem 5-Band-Equalizer Ihren eigenen Sound einstellen können. Das qualifiziert den BenQ zusätzlich für den Wohnzimmer- und Gelegenheits- Betrieb, wenn man der Einfachheit halber auf die große Soundanlage verzichten möchte oder muss. Dank des Audio-Ausgangs profitiert übrigens auch ein externer Lautsprecher von dem Feintuning. 

Setup und Bildqualität


Ausgeliefert wird der BenQ im hellen Vivid-Preset. Der Blick auf die Leinwand und anschließend aufs Messgerät ergibt schon jetzt eine vielversprechende Performance. Nur fürs Protokoll, bereits in dieser Betriebsart schafft er mit 1700 Lumen fast die Soll-Lichtausbeute, und das ganz ohne Farbstiche jedweder Art sowie mit perfektem Weißwert. Für die vollen 2000 Lumen muss dann das Bright-Preset herhalten, das hat allerdings mit Filmgenuss nicht mehr viel zu tun, weil das Bild dann einen starken Grünstich hat. Damit wäre allerdings schon bewiesen, dass BenQ auch beim W1090 mit der Lichtausbeute nicht übertrieben hat. Offenbar hatte der Lichtweg des W1070 noch Potenzial zur Optimierung, diese Gelegenheit hat man dann bei der Entwicklung des W1090 beim Schopf gepackt, der Lohn ist eine sparsamere Lampe, die zudem noch einige Hundert Stunden länger halten soll. Die Farbdarstellung im Vivid-Modus gefiel mir so gut, dass ich diesen ins User-Preset übernahm, um der Lampe dann im Eco-Modus die Möglichkeit einer möglichst langen Lebensdauer zu eröffnen. Das Lüftergeräusch sank erwartungsgemäß auch gleich unter die 30-dB-Schwelle. Das Bild wurde gleichzeitig noch etwas kühler, ein guter Grund also, die Farbtemperatur auf „warm“ umzustellen. Auch die Brilliant-Color-Einstellung wurde deaktiviert, und das Resultat kann sich sehen lassen: Außer der etwas wärmeren Abstimmung, dem viel besseren Schwarzwert und knackigem Kontrast hat sich kaum etwas geändert. Gut, der Lüfter ist noch leiser geworden, er reicht nicht mal mehr an die 30-dB-Schwelle heran.

Fazit

Der W1070 hat einen würdigen Nachfolger gefunden, obwohl es sich streng genommen um eine weitgehende Neukonstruktion handelt. Die guten Eigenschaften des Dauerbrenners hat der W1090 übernommen, sich ein schöneres Gewand gegönnt und hat bei gleicher Lichtleistung an der Lampe gespart. Die Einrichtung geht noch einen Tick leichter vonstatten, und seitens der Tonqualität setzt der W1090 Maßstäbe in dieser Preisklasse. Der UVP liegt übrigens ebenfalls niedriger als seinerzeit beim W1070.

Preis: um 840 Euro

Ganze Bewertung anzeigen

Beamer

BenQ W1090

Oberklasse

4.0 von 5 Sternen

05/2017 - Thomas Johannsen

 
Bewertung 
Bild 60% :
Kontrast 10%

Farbwiedergabe 10%

Schärfe 10%

Geometrie 10%

Rauschen 10%

Bildruhe 10%

Praxis 15% :
Zoomfaktor 5%

Lüftergeräusche 5%

Betriebskosten 5%

Bedienung 15% :
Gerät 5%

Fernbedienung 5%

Menüs 5%

Ausstattung 5% :
Ausstattung 5%

Verarbeitung 5% :
Verarbeitung 5%

Ausstattung & technische Daten 
Preis (in Euro) 840 
Vertrieb BenQ, Oberhausen 
Telefon 0208 409420 
Internet www.benq.de 
Messwerte
Lumen (Lt. Hersteller) 2000 
Lumen (gemessen im eco-mode) 1080 
Bildhelligkeit (bei 6500 Kelvin) ...schwarz/weiß 0.5/1080 
ANSI-Kontrast 495:1 
Full-on- / Full-off-Kontrast 2160:1 
Ausleuchtung (in %) 90 
Betriebsgeräusch (0,5m/dB(A)) (in dB) < 30 dB 
minimaler/ maximaler Abstand (bei 2m Bildbreite) (in m) 2.3/3 
Projektionsverhältnis/ Zoomfaktor 1,15-1,5:1/1.3 
Gamma (D65) 2.2 
Abmessungen B x H x T (in cm)/ Gewicht (in Kg) 34.6/10.2/21.5/2.75 
Stromverbr. Aus/ Standby/ Betrieb –/< 0,3 W/260 W 
Lampenart/ Lampenleistung UHP 210 W 
Preis Ersatzlampe 200 Euro 
Lebensdauer Lampe (in Std) standard/eco; Kosten pro Std (in cent) 3500 / 6500/3 
Ausstattung
Projektionsprinzip DLP (0,65" LVDS) 
Native Auflösung 1920 x 1080 (Bildformat 16:9) 
3D-Verfahren Frame Sequential: Bis zu 60Hz 720p Frame Packing: Bis zu 24 Hz 1080p Side by Side: Bis zu 24Hz 1080p Top Bottom: Bis zu 60Hz 1080p‎ 
Anschlüsse:
...Video/ S-Video 1 x Cinch/– 
...Komponenten/ SCART 1 x Sub-D 15 pin/ Nein 
...VGA/ RGB/ DVI/ HDMI 1 x Sub-D 15 pin/ Nein / Nein / Ja 
...Audio/ 12 Volt Trigger/ RS-232C Ja / Nein / Ja 
...Full HD Ja 
Motorischer Zoom/ Fokus Nein / Nein 
Rückpro/ Deckenpro Ja / Ja 
Trapezausgleich Auto Keystone 
Lens-Shift (manuell/motorisch) Nein / Nein 
Formatumschaltung Native 16:9 (5 wählbare Seitenverhältnisse)‎ 
Fernbedienung/ Beleuchtet Ja / Ja 
Signalkompatiblität 480i, 480p, 576i, 576p, 720p, 1080i, 1080p 
Besonderheiten MHL kompatibel, Sport-Preset, Cinema Master Audio 
Preis/Leistung sehr gut 
+ sehr gute Werkseinstellung 
+ guter Inbildkontrast 
- Nein 
Klasse Oberklasse 
Testurteil ausgezeichnet 
Neu im Shop

ePaper Jahres-Archive, z.B. Heimkino

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Thomas Johannsen
Autor Thomas Johannsen
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Datum 25.05.2017, 09:54 Uhr
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Topthema: Norddeutsche HiFi–Tage 2022
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