Kategorie: Beamer

Einzeltest: Epson EF-100


Hell und smart

Beamer Epson EF-100 im Test, Bild 1
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Das Angebot an mobilen Beamern wächst stetig, die Nachfrage an großen Bildern vom Smartphone oder von Streamingdiensten offenbar auch. Mit dem EF-100 bezieht Epson hier eine klare Position: Der Beamer bietet eine moderne, helle Laserlichtquelle, die robust und wartungsarm ist, kombiniert mit flexibler Aufstellung und hervorragender Bildqualität.

Eines vorweg: Der Epson EF-100 hat keinen Akku, sondern benötigt eine Steckdose zur Spannungsversorgung. Diesen Kompromiss bezüglich der Mobilität geht man bewusst ein, denn der EF-100 liefert dafür auch für mehrere Stunden ein kompromisslos helles Bild. Die meisten Beamer mit Akku, die wir im Test hatten, machen dagegen schon nach wenigen Stunden schlapp, und das auch nur, wenn die Lampe im sparsamen, aber dunkleren Eco-Betrieb leuchtet. Der Verbrauch des Epson kann sich dennoch sehen lassen; 130 Watt bei 100 Prozent Laserhelligkeit gehen durchaus in Ordnung, zumal sich auch die Geräuschentwicklung des Lüfters dabei mit unter 30 dB in angenehmen Grenzen hält.

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Alles ist möglich


Wir hatten den EF-100 in Weiß zum Test zur Verfügung, es gibt den kompakten Beamer außerdem in wohnlichem Schwarz mit kupferfarbener Zierblende. Seitens der Aufstellung gibt er sich ebenfalls flexibel: So kann der Beamer klassisch vor der Leinwand positioniert werden, er lässt sich aber auch auf den Rücken stellen, sodass er an die Decke projiziert. Bei klassischer Projektion an die Wand kann zudem mithilfe eines ausfahrbaren Fußes die Bildhöhe eingestellt werden. Die automatische Trapezkorrektur sorgt in beiden Fällen für ein gerades Bild. Damit der Beamer auf dem Rücken liegen kann, um an die Decke zu projizieren, hat man die Netzbuchse seitlich angebracht, die Anschlussbuchsen auf der Rückseite bekommen einen Deckel, der seinerseits über einen seitlichen Ausgang für die Kabel verfügt, sowie über vier Gummifüße, die dann für einen sicheren Stand sorgen. Auf einen echten Zoom muss man beim EF-100 verzichten, projiziert man an die Wand, lässt sich die Bildgröße mit der Entfernung des Beamers variieren, das ist bei einer Projektion an die Decke nicht so ohne Weiteres möglich.

Beamer Epson EF-100 im Test, Bild 2Beamer Epson EF-100 im Test, Bild 3Beamer Epson EF-100 im Test, Bild 4Beamer Epson EF-100 im Test, Bild 5Beamer Epson EF-100 im Test, Bild 6
Im Notfall lässt sich hier der digitale Zoom bemühen, der geht dann aber zulasten der Auflösung, wovon der EF-100 ohnehin nicht viel zu bieten hat. Er nimmt zwar Full-HD-Signale an, wirft diese aber nur in HD-Auflösung an die Wand, also mit 1280 x 720 Pixeln. Einzig ein HDMI-Anschluss steht zur Verfügung, der es jedoch in sich hat. Über die zusätzliche USB-Buchse können HDMI-Dongle von Amazon Fire TV, Google Chromecast oder Roku direkt vom Beamer mit Spannung versorgt werden. Darüber hinaus arbeitet die HDMI-Schnittstelle natürlich auch mit dem Smartphone oder Tablet zusammen. Das kann wahlweise über ein MHL-Kabel geschehen oder kabellos über einen der vielen erhältlichen HDMI-Wireless Dongle. Den Ton gibt entweder der eingebaute Lautsprecher wieder, oder Sie schließen einen Bluetooth-Speaker beziehungsweise gleich eine richtige Soundbar via Bluetooth an. Für das einsame Filmvergnügen kann zudem ein Kopfhörer an die entsprechende Buchse angeschlossen werden.


Einstellungen


Ist der Beamer erst mal korrekt auf die Wand, Leinwand oder Decke ausgerichtet, geht es nur noch um die richtige Bildeinstellung. Wenn es besonders hell sein soll, ohne Rücksicht auf eine filmoptimierte Farbwiedergabe, reicht schon die Werkseinstellung, noch heller wird es, wenn dann die Lampenhelligkeit von 80 auf 100 Prozent hochgesetzt wird. Von einer natürlichen Wiedergabe der Farben kann dann allerdings nicht mehr die Rede sein. Diese erhält man mit zwei Maßnahmen: Erstens sollte der Bildmodus auf „Natürlich“ gestellt werden, zweitens die Farbtemperatur auf 6500 Kelvin. Jetzt ist das Bild zwar etwas dunkler, liefert wegen des günstigeren Schwarzwertes aber mehr Kontrast und viel natürlichere Farben als in der vorangegangenen Einstellung. Bei einer Projektion im dunklen Raum, wie beispielsweise dem Schlafzimmer, lässt sich die Laserhelligkeit bis auf 50 Prozent herunterregeln. Dadurch gibt es noch mal mehr Kontrast, die Farben bleiben natürlich und die Kühlung des Beamers wird noch leiser.

Fazit

Epson liefert mit dem EF-100 einen guten Kompromiss zwischen Mobilität und Helligkeit ab. Die Farbdarstellung ist für Filme phänomenal, leider projiziert der Beamer nur in HD, obwohl er mit Full-HD-Inhalten gefüttert werden kann. Wer damit kein Problem hat, bekommt ein herrliches Großbilderlebnis.

Preis: um 1200 Euro

Ganze Bewertung anzeigen
Epson EF-100
4.0 von 5 Sternen

12/2019 - Thomas Johannsen

Ausstattung & technische Daten 
Preis: um 1.200 Euro 
Vertrieb: Epson, Meerbusch 
Telefon: 01805 239110 
Internet: www.epson.de 
Technische Daten
Lumen (Lt. Hersteller): 2000 
Gemessen (kalibriert): 760 (Laser 100 %), 375 (Laser 50 %) 
Betriebsgeräusch (0,5 m/dB(A)) (in dB): < 30 dB 
Abmessungen B x H x T: 210 x 92 x 230 mm 
Gewicht (in kg): 2.7 
Stromverbr. Standby / Standard: < 0,3/130 W (100 %), 105 W (80 %), 75 W (50 %) 
Lichtquelle: Laser 
Lebensdauer Lichtquelle (in Std): 20.000 Std. 
Projektionsprinzip: 3 x 0,59“-LCD-TFT-Panel 
Native Auflösung: HDTV 1280 x 720 
Kommunikation: 1 x HDMI 2.0, 1 x USB, Bluetooth, Audio-out 
Trapezausgleich automatisch: ±45° vertikal, ±40° horizontal 
Zoom: 1,35-fach (nur digital) 
Projektionsabstand für 2 Meter Bildbreite: 2,08 m 
Signalkompatibilität: 480i, 480p, 576i, 576p, 720p, 1080i, 1080p 
Interne Lautsprecher: 1 x 5 W 
Kurz und Knapp
+ flexible Aufstellung / sehr hohe Farbtreue 
- keine Full-HD-Auflösung 
Bild 1,2 
Praxis 1,2 
Bedienung 1,3 
Ausstattung 1,4 
Verarbeitung 1,1 
Klasse: gut 
Preis/Leistung Spitzenklasse 
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Thomas Johannsen
Autor Thomas Johannsen
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Datum 20.12.2019, 09:58 Uhr
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Topthema: Philips 65OLED936
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