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Kategorie: Beamer

Einzeltest: JVC DLA-NZ7


Heimkino de luxe

Beamer JVC DLA-NZ7 im Test, Bild 1
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Der DLA-N7 von JVC hat ein Update bekommen, statt der UHP-Lampe hat man den Heimkino Boliden jetzt mit einem Laser ausgestattet, darüber hinaus ist er jetzt in der Lage, 8K-Signale zu verarbeiten. Den JVC DLA-NZ7, wie der Neue jetzt heißt, haben wir als Prototyp für eine gute Woche in unserer Redaktion zu Gast gehabt. So konnten wir ihm ausführlich auf den Laser fühlen, und kamen so ganz nebenbei für ein paar Tage in den Genuss eines perfekten Kino-Erlebnisses.

Als Lichtquelle für einen Beamer bietet der Laser gegenüber der doch etwas in die Jahre gekommenen Hochdruck-Lampe so einige Vorteile. Ist man beim Einsatz einer Lampe immer darauf bedacht, die ohnehin begrenzte Lebensdauer durch eine Verringerung der Lichtausbeute nicht unnötig zu verkürzen, hat man damit beim Laser weniger Probleme. Die Lebensdauer des im JVC eingesetzten Lasers beträgt laut Hersteller immerhin 20.000 Stunden – im hellen Standardbetrieb. Nutzt man die mittlere Helligkeitseinstellung oder gar die niedrigste, dürfte das Leuchtmittel noch länger halten. Gegenüber dem Vorgängermodell hat der Laser zudem mit 2200 Lumen eine um 300 Lumen höhere Lichtausbeute. Bei mittlerer Helligkeit ist der DLA-NZ7 damit fast so hell, wie der Vorgänger im hellsten Lampenbetrieb.

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Ausgefeilte HDR Performance



Das hat natürlich auch Auswirkungen auf den Kontrast und damit auf die Wiedergabe von HDR-Inhalten. Die High Dynamic Range erhöht den Kontrastumfang der Bilder; helle Anteile werden heller, dunkle Anteile dunkler dargestellt als bei Inhalten in herkömmlicher SDR (Standard Dynamic Range). HDR 10 Inhalte lieferte zwar auch der Vorgänger bereits in bestechender Qualität, der DLA-NZ7 kann allerdings nun einen Schritt weiter gehen und sogar den HDR 10+ Standard umsetzen. Das ist nicht zuletzt auch der Laser-Lichtquelle geschuldet, da diese sich viel besser ansteuern lässt als eine herkömmliche UHP Lampe. Vereinfacht dargestellt, wird bei HDR 10 Inhalten die maximale Helligkeit für den kompletten Film in den Metadaten festgelegt und vom Beamer nach seinen Möglichkeiten umgesetzt. Dagegen können bei Produktionen in HDR 10+ die entsprechenden Daten für jede Szene und sogar jeden Frame hinterlegt werden. Das funktioniert übrigens bei Dolby Vision ähnlich, kostet die Hersteller, die es nutzen wollen aber Lizenzgebühren, wogegen HDR 10+ frei zur Verfügung steht.

Beamer JVC DLA-NZ7 im Test, Bild 2Beamer JVC DLA-NZ7 im Test, Bild 3Beamer JVC DLA-NZ7 im Test, Bild 4Beamer JVC DLA-NZ7 im Test, Bild 5Beamer JVC DLA-NZ7 im Test, Bild 6Beamer JVC DLA-NZ7 im Test, Bild 7Beamer JVC DLA-NZ7 im Test, Bild 8Beamer JVC DLA-NZ7 im Test, Bild 9Beamer JVC DLA-NZ7 im Test, Bild 10Beamer JVC DLA-NZ7 im Test, Bild 11Beamer JVC DLA-NZ7 im Test, Bild 12
Außerdem haben die Entwickler bei JVC an einer Optimierung „normaler“ HDR-Produktionen gearbeitet. Die sogenannte Frame Adapt HDR Funktion analysiert dabei ebenfalls in Echtzeit jedes Einzelbild des HDR10-Inhalts und passt den Dynamikbereich entsprechend an. In der Theater Optimizer-Funktion werden zusätzlich individuelle Eckdaten, wie Leinwandgröße und Gain, in die Korrektur mit einbezogen. Das Ergebnis konnte schon in der uns vorliegenden Ausbaustufe überzeugen, zumindest konnten wir während des Testzeitraumes keine Aktivitäten der Bildverarbeitung in Form von Nachregeln oder anderen Artefakten feststellen, sondern nur tiefe Kontraste und tolle Farben.


Per eShift zu 8K


Darüber hinaus hat man beim derzeit günstigsten 4K-Laserbeamer neben der Eingangsstufe auch die Bildverarbeitung aufgebohrt. Der DLA-NZ7 nimmt jetzt Signale in 4K-Auflösung bis 120 Bilder/Sekunde und sogar 8K-Auflösung bis 60 Bilder/Sekunde an beiden HDMI-Eingängen an und leitet sie dann an die Bildverarbeitung weiter. Per doppeltem eShift wird dann das 8K-Signal in etwas mehr als 4K-Aufl ösung an die Leinwand projiziert. Das aufwändigere vierfache eShiftX-Verfahren bleibt aktuell den beiden teureren Geschwistern vorbehalten. Allerdings sind native 8K-Inhalte aktuell noch selten und der Aufwand, den Beamer damit zu versorgen entsprechend hoch, woran sich wohl auch erstmal so schnell nichts ändern wird. Trotzdem ist es beruhigend zu wissen, dass man mit dem DLA-NZ7 erstmal auf der sicheren Seite ist, zumal ja der Laser auch eine ordentliche Lebensdauer hat.

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Setup und Bildqualität


Da der DLA-NZ7 uns als Vorserienmodell erreichte, versetzten wir das Gerät erstmal in die mutmaßlichen Werkseinstellungen, schließlich sollen für alle Testgeräte die gleichen Rahmenbedingungen herrschen: Also wird der Bildmodus „Natürlich“ ausgewählt, der Laser auf die hellste Stufe gestellt und die Reset-Taste betätigt. Die Farbtemperatur steht auf 6500 Kelvin, der Gammawert auf 2.2 und als Farbraum ist mit dem BT.709 der HDTV-Normfarbraum ausgewählt, schließlich steht unser Bildmustergenerator noch nicht auf HDR-Betrieb – vorerst. Schon jetzt ist die Farbwiedergabe über jeden Zweifel erhaben, was auch die anschließende Messung eindrucksvoll bestätigt. Der Farbraum wird wie im Lehrbuch abgedeckt, und das nicht nur bei hundertprozentiger Farbsättigung, sondern auch in den Zwischenstufen. Weißwert und damit die Farbtemperatur liegen punktgenau im Soll, sodass schon jetzt ein hervorragendes Filmerlebnis garantiert ist. Da wir unseren Test- und Messraum perfekt abdunkeln können, können wir getrost in den niedrigen Laser-Betrieb umschalten. Das Bild wird nun natürlich dunkler, die Farbtemperatur ändert sich dagegen kaum, der abgebildete Farbraum ebenso wenig, wie wiederum die anschließende Messung bestätigt.

Wie im Kino



Letztenendes ist das jedoch alles graue Theorie, zumindest solange, bis der DLA-NZ7 statt der Sequenzen vom Test-bildgenerator richtiges Filmmaterial auf die HDMI-Eingänge bekommt. Den Anfang macht „Blade Runner 2049“ mit seinen sehr düsteren, oftmals auf den ersten Blick recht eintönigen Szenen. Beamer, wie der neue JVC zeigen jedoch schnell, wie vielfältig diese vermeintliche Eintönigkeit sein kann. Der DLA-NZ7 macht feinste Farb- und Helligkeitsabstufungen und damit viele Details erst sichtbar, die von manchen Konkurrenten schlicht unentdeckt bleiben. Als nächste Scheibe durfte dann Marvels „Black Panther“ in den UHD-Dreher. Der rituelle Zweikampf von T’Challa alias Chadwick Boseman gegen seinen Herausforderer M’Baku alias Winston Duke am Wasserfall vor dem ausgewählten Publikum erweist sich als enorm farbenprächtiger Augenschmaus mitten im grünen Dschungel Afrikas. Außerdem liefert der Film jede Menge schneller kampf- und Flugszenen, womit sich die Effi zienz der Zwischenbildberechnung beurteilen lässt. Auch hier leistet die Bildverarbeitung ganze Arbeit, selbst die individuell einstellbare Balance zwischen flüssiger und ruckeliger Darstellung zeigt keine sichtbaren Fehler in Form von Artefakten.

Fazit

„Heimkino de luxe“? Aber ja – erst recht, wenn man bedenkt, dass es sich beim uns vorliegenden DLA-NZ7 noch um ein Vorseriengerät handelt. Die Bildleistungen überzeugen jedoch schon jetzt, und lassen außerdem erahnen, wieviel Potential dem Hersteller noch für werksseitiges Feintuning bleibt.

Preis: um 10000 Euro

Ganze Bewertung anzeigen
JVC DLA-NZ7

Referenzklasse

5.0 von 5 Sternen

-

Bewertung 
Bild 60% :
Kontrast 10%

Farbwiedergabe 10%

Schärfe 10%

Geometrie 10%

Rauschen 10%

Bildruhe 10%

Praxis 15% :
Zoomfaktor 5%

Lüftergeräusch 5%

Betriebskosten 5%

Bedienung 15% :
Gerät 5%

Fernbedienung 5%

Menüs 5%

Ausstattung 5% :
Verarbeitung 5%

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb JVC Kenwood, Bad Vilbel 
Telefon 06101/4988 100 
Internet www.jvc.de 
Messwerte
Lumen (Lt. Hersteller) 2200 
Lumen (gemessen im Eco-Modus) 1568 (HDR, Laser mittel) 
Bildhelligkeit (bei 6500 Kelvin) ...schwarz/weiß 0.035/1568 (HDR, Laser mittel) 
ANSI-Kontrast 247:1 
Full-on- / Full-off-Kontrast 44.800:1 (HDR, Laser mittel) 
Ausleuchtung (in %) 90 
Betriebsgeräusch (0,5 m/dB(A), in dB) <30 
min. / max. Abstand (bei 2 m Bildbreite, in m) 2.7/5.5 
Projektionsverhältnis / Zoomfaktor 1.35-2.75:1/2 
Gamma (D65)
Abmessungen B x H x T (in cm) 50/23.4/50.5 
Gewicht (in kg) 22.5 
Stromverbrauch
Standby / Betrieb < 0,3 W/ 
Lampenart / Lampenleistung (in Watt) BLU-Escent Laserdiode 
Preis Ersatzlampe nicht vorgesehen 
Lebensdauer Lampe (in Std) Standard / Eco / Kosten pro Std (in Cent) 20.000 
Kosten pro Std (in Cent)
Ausstattung
Projektionsprinzip 3xLCD, 0,69Zoll D-ILA Panel 
Native Auflösung 4096 x 2160 (Bildformat 16:9) 
3D-Verfahren Frame Packing, Side-by-Side, Top & Bottom 
Anschlüsse:
...Video / S-Video Nein / Nein 
...VGA / RGB / DVI / HDMI Nein / Nein / Nein / Ja 
...Audio / 12 Volt Trigger / RS-232C Nein / Ja / Ja 
...Full HD Ja 
Motorischer Zoom / Fokus Ja / Ja 
Rückpro / Deckenpro Ja / Ja 
Trapezausgleich Ja /- 80% v, +/- 34% h 
Lens-Shift (manuell/motorisch) Nein / Ja 
Formatumschaltung 4:3-Schaltung + diverse Zoom-Modi 
Fernbedienung / beleuchtet Ja / Ja 
Signalkompatiblität 480p, 576p, 720p 60/50, 1080i 60/ 50, 1080p 120/ 100/ 60/ 50/ 30/ 25/ 24, 3840 x 2160p 120/ 100/ 60/ 50/ 30/ 25/ 24, 4096 x 2160p 120/ 100/ 60/ 50/ 30/ 25/ 24, 7680 x 4320p 60/ 50/ 30/25 /24 
Besonderheiten beide HDMI-Eingänge 48 Gbps, 8K (8192 X 4320) mit E-Shift 
Preis/Leistung gut - sehr gut 
+ hervorragende Bildqualität 
+ 8k Unterstützung der Eingänge 
Klasse Referenzklasse 
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Thomas Johannsen
Autor Thomas Johannsen
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Datum 18.11.2021, 17:35 Uhr
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Topthema: Mundorf K+T
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Dipl.-Phys. Guido Randerath - Ressort Heimkino und Car Hifi
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