Kategorie: Beamer

Einzeltest: Sim2 Nero 3


The Italian Job

Beamer Sim2 Nero 3 im Test, Bild 1
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Nach einiger Zeit der Abstinenz erreichte uns mit dem Nero 3 endlich wieder ein Exponat aus der italienischen Edelschmiede SIM2.

Wir hatten die Wahl, den Nero in Schwarz oder in Weiß in unser Test-Kino zu bekommen, ich entschied mich für das heimkinofreundlichere schwarze Modell. Wer den Nero partout an seine weiß gestrichene Wohnzimmerdecke anpassen muss, der bekommt das schöne Stück selbstverständlich auch in Weiß – und nein, er heißt dann nicht etwa Bianco, sondern es bleibt beim gewohnten Nero 3, dann allerdings mit dem Zusatz WG, statt BG wie in unserem Falle. Für Filmfreunde mit besonderen Rahmenbedingungen gibt es gar eine Kurzdistanz-Variante mit einer ST-Optik, die allerdings ausschließlich in Schwarz. Nicht nur unseren Fotografen konnte der schwarze Bolide ein bewunderndes Aaaah entlocken, nur bei diesen wurde es schnell zu einem Oh, denn der Beamer ist komplett in Glas gekleidet, was eine gewisse fotografische Herausforderung darstellt.

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Der künftige Besitzer sei allerdings an dieser Stelle beruhigt, der Nero 3, ob in Schwarz oder Weiß, lässt sich einfach mit einem Glasreiniger von sämtlichen Fingerspuren befreien. Was bleibt, ist eine wunderschöne Skulptur von schlichter Eleganz, die man auf gar keinen Fall verstecken sollte. Das Design ist optimal der Funktion angepasst und wirkt dennoch oder gerade deshalb überhaupt nicht technisch. Im Grunde erinnert der Würfel mit dem markant exponierten Objektiv an den M.150. Der zuletzt unsere Testräumlichkeiten zierte, der Nero entstammt allerdings der Domino- Linie des Herstellers und liegt ausstattungsseitig und damit auch preislich deutlich unterhalb des M.150. Der DLP-Chip des Nero ist etwas kleiner, außerdem muss man auf eine motorische Steuerung von Fokus, Zoom und Lensshift verzichten. Das Design hingegen kommt mir deutlich ausgereifter und eleganter vor, nicht zuletzt, weil die entsprechenden Bedienelemente nahezu unsichtbar angebracht sind. Das heißt allerdings nicht, dass man sich bei der Einstellung der optischen Parameter arg verrenken muss, ganz im Gegenteil: Die Ringe für Zoom und Fokus sind gut erreichbar an der Unterseite der Optik angebracht, der Lensshift befindet sich ebenfalls gut erreichbar in der Boden platte, wo großzügige Füße aus Glas für entsprechende Bewegungsfreiheit während der Einstellarbeiten sorgen. Beinah überflüssig zu erwähnen, dass sämtliche Einstellräder satt und spielfrei laufen. 

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Setup und Bildqualität


Bei all seiner imposanten Erscheinung ist der SIM2 Nero 3 weit davon entfernt, wie eine Diva aufzutreten. Ganz im Gegenteil, ist er einmal im Heimkino aufgebaut, sollte man nur noch die empfindliche Glasoberfläche von den unvermeidlichen Fingerabdrücken befreien, der Rest ist genießen. Ein angemessenes Wiedergabegerät ist natürlich Voraussetzung, dass der Italiener ordentliche Bilder an die Leinwand bringt, die Werkseinstellungen sorgen indes für ein hervorragendes Kino- Erlebnis vom Start weg. Ich gebe es gern zu, meine Skepsis wurde erst durch einen Anruf beim deutschen Vertrieb zerstreut, der Beamer hat unser Testlabor tatsächlich in den Werkseinstellungen betreten – und die sind hervorragend. Das gilt sowohl subjektiv optisch als auch objektiv mit unserer aufwendigen Messtechnik nachgeprüft. Nun ist ein werksseitig hervorragend abgestimmter Beamer keine Hexerei mehr, zumal es sich beim SIM2 um ein reines Heimkino-Gerät handelt, dennoch bleibt es eine Erwähnung wert, dass neben einigen wenigen anderen Herstellern auch die Italiener dem Kunden nach Möglichkeit ein hervorragendes Filmerlebnis zugänglich machen, ohne dass umfangreiche Kalibrierarbeiten vorgenommen werden müssen. Nachdem ich mich von den hervorragenden Werkseinstellungen überzeugen konnte, wollte ich dennoch das Potenzial des Beamers ausloten, probierte einige vielversprechende Presets aus und widmete mich dann dem ausführlichen Color-Management. Im erweiterten Menü lassen sich die Farbwerte einzeln im Koordinatensystem bewegen, im Gegensatz zu manch anderem Beamer scheinen die Einstellungen förmlich am Gas zu hängen, will sagen; jede Veränderung im Menü schlägt sich genau so messtechnisch nieder – what you see is what you get in Reinkultur. Das Resultat ist frappierend, zumal alle anderen Parameter weitgehend unbeeinflusst bleiben, das schafft auch nicht jeder Beamer. Es ist auf jeden Fall sinnvoll, den voreingestellten Schärfewert von zehn auf drei zurückzusetzen, allein die hervorragende Optik ist Garant für eine enorme Schärfeleistung des Beamers. So sind dann auch chromatische Aberrationen in Form von Farbsäumen selbst mit der Nase an der Leinwand nicht auszumachen. Der Nero 3 leuchtet knackscharf und gleichmäßig bis in die Ecken aus, das Bild ist frei von Artefakten und strahlt eine enorme Ruhe aus; dies gilt für 2D- und selbstredend auch für 3D-Aufnahmen. Mit einem Wort, mehr Kinogenuss gibt es selten, schöneren nicht. 

Fazit

Auch wenn das schöne Design des SIM2 Nero 3 wohl eher zu den Geschmacksfragen gehört, die ja bekanntlich nicht klar zu beantworten sind, das technische Konzept und seine Umsetzung sprechen eine deutliche Sprache: Der SIM2 ist unsere neue DLP-Beamer-Referenz. Kaum auszudenken, was die Italiener aus einem UHD-DLP-Chip kreieren würden, so er denn endlich verfügbar wäre.

Preis: um 12500 Euro

Ganze Bewertung anzeigen

Beamer

Sim2 Nero 3

Referenzklasse

4.5 von 5 Sternen

11/2015 - Thomas Johannsen

 
Bewertung 
Bild 60% :
Kontrast 10%

Farbwiedergabe 10%

Schärfe 10%

Geometrie 10%

Rauschen 10%

Bildruhe 10%

Praxis 15% :
Zoomfaktor 5%

Lüftergeräusche 5%

Betriebskosten 5%

Bedienung 15% :
Gerät 5%

Fernbedienung 5%

Menüs 5%

Ausstattung 5% :
Ausstattung 5%

Verarbeitung 5% :
Verarbeitung 5%

Ausstattung & technische Daten 
Preis (in Euro) 12500 
Vertrieb B&W Group, Halle/Westf. 
Telefon 05201 87170 
Internet www.sim2.com 
Messwerte
Lumen (Lt. Hersteller) 1400 
Lumen (gemessen im eco-mode) 970 
Bildhelligkeit (bei 6500 Kelvin) ...schwarz/weiß 0.9/970 
ANSI-Kontrast 432:1 
Full-on- / Full-off-Kontrast 5275:1 
Ausleuchtung (in %) 96 
Betriebsgeräusch (0,5m/dB(A)) (in dB) < 30 dB 
minimaler/ maximaler Abstand (bei 2m Bildbreite) (in m) 3/5.76 
Projektionsverhältnis/ Zoomfaktor 1.51-2.88:1/1.9 
Gamma (D65) 2.15 
Abmessungen B x H x T (in cm)/ Gewicht (in Kg) 365/176/502/13 
Stromverbr. Aus/ Standby/ Betrieb –/< 0,5 W/180 
Lampenart/ Lampenleistung LED 3xPZW 
Preis Ersatzlampe – 
Lebensdauer Lampe (in Std) standard/eco; Kosten pro Std (in cent) 20.000/0 
Ausstattung
Projektionsprinzip DLP 0.65” DMD 
Native Auflösung 1920 x 1080 (Bildformat 16:9) 
3D-Verfahren Side by side, Top and bottom, Frame packing 
Anschlüsse:
...Video/ S-Video 1 x Cinch/ Nein 
...Komponenten/ SCART 1 x Cinch, 1 x Sub-D 15 pin/ Nein 
...VGA/ RGB/ DVI/ HDMI Nein / Ja / Nein / Ja 
...Audio/ 12 Volt Trigger/ RS-232C Nein / Ja / Ja 
...Full HD Ja 
Motorischer Zoom/ Fokus Nein / Nein 
Rückpro/ Deckenpro Ja / Ja 
Trapezausgleich ja (h/v) 
Lens-Shift (manuell/motorisch) Ja / Nein 
Formatumschaltung 4:3, 16:9, Letterbox, native 
Fernbedienung/ Beleuchtet Ja / Ja 
Signalkompatiblität 480i/p, 576i/p, 720p 50/60, 1080i 50/60, 1080p 24/50/60 + 576p 
Besonderheiten Nein 
Preis/Leistung gut - sehr gut 
+ hervorragende Bildqualität 
+ einfachste Einrichtung 
- Nein 
Klasse Referenzklasse 
Testurteil überragend 
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Thomas Johannsen
Autor Thomas Johannsen
Kontakt E-Mail
Datum 17.11.2015, 14:55 Uhr
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Topthema: Philips 65OLED936
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